August Horch, der sich 1909 im Streit vom Automobilhersteller Horch getrennt hatte, gründete kurz darauf die Audiwerke und entwickelte ein Konkurrenzmodell. Im Mai 1910 war es fertig und kam auf den Markt.
Das Fahrzeug hat einen Vierzylinder-Reihenmotor. Jeweils zwei Zylinder sind paarweise zusammengegossen. Es sind Sackzylinder, also ohne abnehmbaren Zylinderkopf. Jeder Zylinder hat 80mm Bohrung und 130mm Hub, was 2614cm³ Hubraum ergibt. Der Motor leistet in den ersten Ausführungen 22PS, in späteren 25PS, 26PS und 28PS. Davon abgeleitet wurden die Bezeichnungen 10/22PS, 10/25PS, 10/26PS und 10/28PS, wobei die 10 für die Steuer-PS standen. Der Motor ist vorn im Fahrgestell eingebaut und treibt über ein Vierganggetriebe die Hinterachse an. 75km/h Höchstgeschwindigkeit sind möglich.[1]
Die Produktion lief bis 1912. Insgesamt entstanden hiervon 137 Stück.[1] Ein Fahrzeug existiert noch. Laut Typenschild ist es ein 10/26PS mit der Seriennummer 78. Es gehört seit Ende der 1950er Jahre dem Technischen Nationalmuseum in Prag,[2] war aber in der Vergangenheit auch schon mal im Audi Forum Ingolstadt ausgestellt.
Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1.
123Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 210.
123Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 20–50.