Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Audi 50 GLS (1976–1978)
Das Modell geht ursprünglich auf das Projekt K 50 der NSU Motorenwerke für einen Nachfolger des NSU Prinz zurück. Durch die Fusion zur Audi NSU Auto Union AG wurde daraus dann der Audi 50.
Am 26. Oktober 1974 wurde der Audi 50 den Händlern präsentiert. Den Wagen mit einem Hubraum von 1093cm³ gab es als Audi 50 LS mit 37kW (50 PS) und auf Normalbenzin ausgelegt. Mit besserer Ausstattung hieß er Audi 50 GL, hatte 44kW (60 PS), und der höher verdichtende Motor brauchte Superbenzin.
Im August 1976 löste der Audi 50 GLS den bisherigen GL ab. Der LS konnte nun auch mit dem stärkeren 60-PS-Motor bestellt werden.
Ab August 1977 wurde in der stärkeren Variante mit 44 kW ein Motor mit 1,3-Liter-Motor (1272 cm³) Hubraum eingebaut, der für Normalbenzin ausgelegt war.
Mit einfacher Ausstattung und einem kleineren Motor kam im Frühjahr 1975 der VW Polo als Sparversion des Audi50 auf den Markt. Sein Motor leistete 29kW (40PS) aus 900cm³ Hubraum, der Hub war dafür von 72 auf 59mm verkleinert worden. Statt einer Startautomatik am Vergaser, wie beim Audi, gab es einen handbetätigten Choke. Serienmäßig hatte der Polo nur Trommelbremsen auch an der Vorderachse und Diagonalreifen.[1]
Erst im Folgejahr wurden auch für den Polo stärkere Motoren und bessere Ausstattungen angeboten. Dem weiterhin gebauten Polo wurde Anfang 1977 die StufenheckvarianteDerby zur Seite gestellt, der ebenso bei Audi in Ingolstadt entwickelt worden war.
Aus marketingstrategischen Gründen nahm der VW-Konzern den Audi50 im Juli 1978 wieder aus seinem Modellprogramm, weil Audi im Volkswagen-Verbund die obere Mittel- und die Oberklasse bedienen sollte. An seine Stelle trat von nun an der baugleiche VW Polo LS und GLS.
In vier Jahren waren 180.828 Fahrzeuge produziert worden. Ein geplantes Facelift, das den Audi50 näher an den Audi100 und den neuen Audi80 rücken sollte, wurde nicht mehr realisiert.
Nach der Produktionseinstellung des Audi50 dauerte es 21 Jahre, bis Audi 1999 mit dem Audi A2 wieder einen Kleinwagen herstellte, und 32 Jahre, bis es 2010 wieder einen Audi auf einer mit dem Polo gemeinsamen Plattform gab, nämlich den Audi A1 auf der PQ25/A05-Plattform.
Heute sind nur wenige Audi 50 erhalten. Beispielsweise waren im Jahr 2005 in Deutschland nur noch 558 Fahrzeuge angemeldet. Verantwortlich dafür ist der fehlende Rostschutz und das, ähnlich wie beim VW Golf I und Passat, teils verwendete Recycling-Stahlblech mit relativ hohem Kupferanteil, das nach wenigen Jahren zu interkristalliner Korrosion neigte.