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Gabillou

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Gabillou
Gabilhon
Gabillou (Frankreich)
Gabillou (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Le Haut-Périgord noir
Gemeindeverband Terrassonnais Haut Périgord Noir
Koordinaten 45° 12′ N,  2′ OKoordinaten: 45° 12′ N,  2′ O
Höhe 145–238 m
Fläche 7,91 km²
Einwohner 95 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 12 Einw./km²
Postleitzahl 24210
INSEE-Code

Bürgermeisteramt (Mairie)

Gabillou (Aussprache [ɡabiˈju], okzitanisch Gabilhon) ist eine französische Gemeinde mit 95 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda (bis 2017 Arrondissement Périgueux) und zum Gemeindeverband Communauté de communes Terrassonnais Haut Périgord Noir. Die Einwohner werden Gabillois und Gabilloises genannt.

Das Flüsschen Soue bei Gabillou
Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Gemeinde (2018)

Gabillou liegt etwa 25 Kilometer ostnordöstlich von Périgueux, etwa 38 Kilometer nordnordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 58 Kilometer nordöstlich von Bergerac im Nordosten des Départements. Die Gemeinde befindet sich in der Landschaft des Périgord central, im touristisch benannten Landesteil Périgord noir. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird nur vom Flüsschen Soue entwässert.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Gabillou liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und aus Sedimentgesteinen, von denen bestimmte aus dem Känozoikum datieren, andere aus dem Mesozoikum.

Das Gebiet der Gemeinde erstreckt sich über eine hügelige und an den Rändern im Norden, Westen und Süden bewaldete Landschaft, deren Erhebungen nach Südosten hin mit Höhen über 200 m zunehmen. So liegt der topografisch höchste Punkt mit 238 m in diesem Bereich in der Nähe des Weilers Serillac unmittelbar an der Grenze zur Nachbargemeinde Sainte-Orse. Der topographisch tiefste Punkt liegt mit 145 m im Westen beim Austritt der Soue aus dem Gemeindegebiet. Das Dorfzentrum liegt auf einer Anhöhe auf etwa 196 m.

Rund 60 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich, überwiegend heterogen genutzt, rund 40 % sind bewaldet.[2]

Gabillou ist von folgenden fünf Gemeinden umgeben:

Sainte-Eulalie-d’Ans Chourgnac
Brouchaud Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Sainte-Orse
Ajat

Natürliche Risiken

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Natürliche Risiken manifestieren sich in Gabillou neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als Waldbrände.

Gabillou ist einer starken Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. Im weitaus größten Teil des Gemeindegebiets besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Staat erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[3]

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.[4]

Etymologie und Geschichte

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Das kleine Dorf besaß ein Priorat, das seit dem 13. Jahrhundert zur Abtei von Tourtoirac gehörte und sein Name hängt zuerst mit diesem Bau in Monasterium de Gabilho im 13. Jahrhundert zusammen. Am Ende des 15. Jahrhunderts ist er belegt als Turris de Gabilhono (1496), und diesmal verweist der Name an eine Festung, von der einige Überbleibsel erhalten geblieben sind.[5] 1397 gehörte sie der Familie Moudisson Lachassaigne, wurde von Graf Archambaud eingenommen, zerstört, und zog anschließend dieser plündernd mit den Engländern durch die Gegend. Im 18. Jahrhundert wurde es vom Schloss Vaudre ersetzt. Im 14. Jahrhundert gehörte die Pfarrgemeinde Gabillou mit 17 anderen Pfarreien zur Kastellanei Ans.[6] Das Toponym erscheint in der Folge in der Form Gabilion im 16. Jahrhundert, dann wurde seine Endung zu -ou im 17. Jahrhundert mit Gabilhou in 1625. Der Name setzt einen gallorömischen Personennamen Gavillius fort, gefolgt von -onem, abgeleitet von Gavius, einem im antiken Rom verbreiteten Namen.[5][7]

Ein 300 kg schwerer Eisenerzklumpen, der in der Nähe der Kirche ausgestellt ist, erinnert an die Nähe zur Kanonenroute und die eisenverarbeitende Vergangenheit dieser Gegend des Périgords. Sie war einer der größten Kanonenproduzenten des Königreichs und lieferte Kanonen für die königliche Marine in Rochefort.[8]

Vor dem Auftreten der Reblausplage im 19. Jahrhundert war die Hälfte der Gemeinde mit Weinbergen bedeckt: Land, auf dem Trüffeln wachsen.[9]

Bevölkerungsentwicklung

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Gabillou: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
 
275
1800
 
256
1806
 
322
1821
 
296
1831
 
315
1836
 
384
1841
 
392
1846
 
439
1851
 
380
1856
 
382
1861
 
382
1866
 
366
1872
 
345
1876
 
326
1881
 
361
1886
 
364
1891
 
336
1896
 
323
1901
 
309
1906
 
317
1911
 
291
1921
 
245
1926
 
228
1931
 
211
1936
 
201
1946
 
195
1954
 
162
1962
 
148
1968
 
130
1975
 
97
1982
 
94
1990
 
104
1999
 
89
2006
 
105
2013
 
94
2020
 
93
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[10] INSEE ab 2006[11]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Sehenswürdigkeiten

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  • Kirche Saint-Jacques aus dem 12. Jahrhundert, Umbauten aus dem 19. Jahrhundert
  • Schloss Vaudre aus dem 18. Jahrhundert
  • Die bemerkenswert gut erhaltenen Hütten von Vaudres sind der Stolz des Dorfes. Diese aus Trockenmauerwerk ohne Verstärkung errichteten Hütten trotzen mit ihrer Stabilität der Zeit.[8]

Erwerbstätigkeit

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Im Jahre 2022 waren 34 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Gabillou erwerbstätig, entsprechend 72,7 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (89,5 %) sehr viel höher war als bei den Frauen (60,0 %). Im Jahr 2022 waren keine Arbeitslosen registriert.[12]

Branchen und Betriebe

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7 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Gabillou wirtschaftlich aktiv:[12]

Branche
Anzahl%
Gesamt7
Fertigung, Bergbau und andere Industrien114,3 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie342,9 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten228,6 %
Andere Dienstleistungen114,3 %

Gabillou liegt in den Zonen mit geschützter Ursprungsbezeichnung (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.[13]

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[14] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 14 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 12 im Jahr 2000, auf 9 im Jahr 2010 und auf 8 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 42,9 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 272 Hektar im Jahre 1988 auf 281 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 19,4 Hektar auf 35,1 Hektar.[15][16][17]

Gabillou liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit den Nachbargemeinden.

  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Gabillou – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Géologie de la Dordogne-Périgord. Esprit de Pays, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  2. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  3. Dossier des Départements der Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  4. Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  5. 1 2 Siehe Tanet, Hordé, Seite 164
  6. Vicomte de Gourgues: Gourgues-Dictionnaire topographique de la France. guyenne.fr, 23. Januar 2012, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  7. Château de Vaudre à Gabillou. chateau-fort-manoir-chateau.eu, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  8. 1 2 Gabillou. Touristenbüro Vézère Périgord Noir, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  9. Portrait de village. Sud Ouest, 27. Dezember 2018, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  10. Notice Communale Gabillou. EHESS, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  11. Populations légales 2006, Populations légales 2013, Populations légales 2020, INSEE, abgerufen am 27. März 2026
  12. 1 2 Dossier complet Commune de Gabillou (24192). INSEE, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  13. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 25. März 2026 (französisch).
  14. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  15. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Gabillou. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  16. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).
  17. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 27. März 2026 (französisch).