Plazac
| Plazac | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Vallée de l’Homme | |
| Gemeindeverband | Vallée de l’Homme | |
| Koordinaten | 45° 2′ N, 1° 2′ O | |
| Höhe | 82–289 m | |
| Fläche | 33,77 km² | |
| Einwohner | 717 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 21 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24580 | |
| INSEE-Code | 24330 | |
| Website | www.plazac.fr | |
Haus mit altem Taubenschlag in Plazac | ||
Plazac (Aussprache [plaˈzak], okzitanisch Plasac) ist eine französische Gemeinde mit 717 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes de la Vallée de l’Homme. Die Bewohner werden Plazacois und Plazacoises genannt.
Geografie
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Plazac liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 21 Kilometer nordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 48 Kilometer ostnordöstlich von Bergerac in der Landschaft des Périgord noir, im gleichnamigen touristisch benannten Landesteil. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert vom Flüsschen Vimont und von verschiedenen kleineren Flussläufen.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Plazac liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und Sedimentgesteinen aus dem Mesozoikum.
Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine recht bewaldete Hügellandschaft, die vom Tal des Vimonts durchschnitten wird, der das Gebiet von Nord nach Süd zentral durchquert. Der topografisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 289 m Höhe im Westen in der Nähe des Lieu-dit le Groul an der Grenze zur Nachbargemeinde Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac, der tiefste Punkt mit 82 m Höhe im Süden beim Austritt des Vimonts aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum vor der Ortskirche liegt erhöht über dem rechten Ufer des Vimonts auf etwa 128 m Höhe.
Rund 58 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 39 % werden landwirtschaftlich genutzt, rund 3 % entfallen auf Gebiete mit Strauch- und/oder Kräutervegetation (Stand: 2018).[2]
Plazac wird von folgenden fünf Gemeinden umgeben:
| Bars | Fanlac | |
| Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac | ||
| Fleurac | Saint-Léon-sur-Vézère |
Natürliche und technologische Risiken
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Natürliche Risiken manifestieren sich in Plazac neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als
- Waldbrände
- Bodensetzungen
- Bodenbewegungen
Weil das Gemeindegebiet bewaldet ist, besteht im nahezu gesamten Gebiet zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[3] Die Wälder der Départements der ehemaligen Regionen Aquitanien und Poitou-Charentes gelten als besonders brandgefährdet. Für diese Gebiete wurde ein départements- oder départementsübergreifender Plan zum Schutz der Wälder vor Bränden (PidPFCI) für die Periode 2019–2029 entwickelt.[4][5]
Wie die Risikokarte zeigt, ist über die Hälfte des Gemeindegebiets von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Der hiervon ausgenommene Teil ist das Tal des Vimonts und seine Nebentäler. Seit dem 1. Oktober 2020 werden in Anwendung des Gesetzes über die Entwicklung von Wohnraum, Entwicklung und digitale Technologie verschiedene Beschränkungen für Verkäufer, Projektleiter oder Bauherren von Immobilien in einem als mittel- oder hochgefährdet eingestuften Gebiet auferlegt.[6] Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 2005 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet. Der Expositionsgrad gegenüber einem Anstieg des Grundwasserspiegels ist gering.
Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Plazac besteht die Gefahr von Bodenbewegungen
- als Senkungen und Einstürze anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind, und
- Hangrutschungen, mehr oder weniger langsame Bewegungen abgleitender Bodenmassen an Hängen, die in Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit, der Hangneigung und den Witterungsbedingungen auftreten.
Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden.
Ein technologisches Risiko bildet ein verschmutzter oder potenziell verschmutzter Standort, der weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt ist. Aufgrund früherer Abfallablagerungen oder des Eindringens von Schadstoffen stellt er eine potenzielle Verschmutzung dar, die möglicherweise eine Belästigung oder ein dauerhaftes Risiko für Menschen oder die Umwelt bildet. Im Falle der Gemeinde Plazac handelt es sich um zwei frühere Tankstellen und zwei frühere Lager für brennbare Flüssigkeiten.[7]
Etymologie und Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name des Dorfes erschien erstmals in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts in der Schreibweise Plazat (1169), dann in einer latinisierten, mit der Burg verknüpften Form in Fortalitium de Plazaco im Jahr 1477. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sah Émile Colas in seinem Werk Voyages en Linguistique, Origine des noms de lieux et d’hommes du Périgord in Plazac einen Vertreter des lateinischen palus (deutsch Sumpf). Palus verlieh dem Okzitanischen palù (oder palùs, palun), aber nichts, was Plazac ähnelt. Der Name entstammt einfach nur einem gallorömischen Personennamen, Plasius, gefolgt vom Suffix -acum. Diese Verbindung führte auch zum Namen des Ortes Plaizac im Département Charente.[8]
Im 12. Jahrhundert ließen die Bischöfe von Périgueux, die damaligen Grundherren, an dieser Stelle eine romanische Kirche und eine Burg errichten. Um diese beiden Bauwerke herum entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Ortschaft, die die Bischöfe von Périgueux zu ihrem Wohnsitz machten. Sie ließen eine befestigte Burg mit einem Donjon erbauen, um die Kirche und die sich ansiedelnde Bevölkerung zu schützen. 1187 stellte Papst Urban III. die Kirche unter seinen Schutz.[9][10]
Während der Herrschaft Karls VI. und des Hundertjährigen Krieges kam der Graf von Périgord, der die Burg Montignac besaß und der englischen Partei angehörte, im November 1397 mit seinen Truppen, um den Bischof von Périgueux, Pierre VI. de Durfort, in seiner Burg Plazac zu belagern. Es gelang ihm nicht, sie einzunehmen, aber seine Soldaten drangen in einen Hof ein, plünderten und raubten Weizen, Wein, Möbel und Juwelen, hängten einen Mann und verwundeten mehrere und zogen sich dann zurück und zündeten die Gebäude an. Ein Teil der Kirche und der Burg wurde abgerissen. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche umgebaut und erweitert, und 1455 trafen sich die Abgeordneten des Staates des Périgord in der Kirche von Plazac.[11]
Im 16. Jahrhundert befand sich in den Überresten der bischöflichen Burg ein Frauengefängnis in einem kleinen quadratischen Turm; ein Gefängnis mit einem Fenster an der Tür, oben ein Kerker, weiter oben eine Kapelle, in einem Eckturm. Im Jahr 1560 war François Douhac, Seigneur des Schlosses La Vergne, Kapitän von Plazac und Wächter der Burg und der Gefängnisse zur Hand des Königs. Während der Hugenottenkriege gehörten Montignac und seine Burg Henri de Navarra, Graf von Périgord, dem späteren Heinrich IV., und Roque Saint-Christophe in Peyzac-le-Moustier wurde von Protestanten besetzt. Der Herzog von Mayenne, Anführer der Truppen der Heiligen Liga, kam mit seiner Armee, um Montignac zu belagern. Am 27. Januar 1586 kam er nach Plazac und seine Soldaten besetzten die im 15. Jahrhundert reparierte Bischofsburg, ihren mächtigen Donjon und ihre befestigte Kirche. Mayenne eroberte Montignac und ging wieder, aber die Truppen der Liga besetzten Plazac bis 1591, von wo sie von den Soldaten des Herzogs von La Force vertrieben wurden.[11]
Zu Beginn der Herrschaft Ludwigs XIV. revoltierten die Frondeurs, Anhänger des Prinzen von Condé, gegen Kardinal Mazarin und besetzten Périgueux. Am 16. April 1652 griff eine Truppe aus Frondeurem, Kavallerie und Infanterie, etwa 1500 Mann, aus Périgueux kommend, das verbarrikadierte Plazac an. Die Bewohner, die in der Kirche und der Burg Zuflucht suchten, leisteten Widerstand und ergaben sich nicht. Die Frondeure plünderten die Stadt, brannten zwölf Häuser nieder und töteten beim Rückzug drei Männer und verwundeten mehrere mit Musketen. Im 17. Jahrhundert wurde der Donjon aus dem 12. Jahrhundert in einen Glockenturm umgewandelt und mit einer imposanten, mit Schiefer bedeckten Laterne gekrönt.[11]
Am 8. März 1789 versammelten sich die über 25-jährigen Einwohner der Pfarrei Plazac, zusammengerufen durch den Klang der großen Kirchenglocke, in der Kirche, um ihr Beschwerdeheft (Cahiers de Doléances) zu verfassen und drei Abgeordnete zu wählen. Diese hatten den Auftrag, das Heft zu einer Versammlung zu bringen, die am 11. März in Périgueux stattfand, um dort die Abgeordneten für die Generalstände zu wählen. Die Pfarrei Plazac zählte damals 250 Haushalte. In der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 1789 wurde Plazac, wie unsere gesamte Region, von der sogenannten „Großen Angst“ (Grande Peur) erfasst. Gegen 4 Uhr morgens erklang die Sturmglocke, und die Einwohner strömten mit den unterschiedlichsten Waffen in den Ortskern. Flüchtende zogen durch den Ort und berichteten, dass Räuber, Engländer oder Spanier im Anmarsch seien und auf ihrem Weg alles niedermetzelten, doch niemand hatte diese Räuber tatsächlich gesehen. Am Abend gingen die Leute wieder auseinander, mit der Mahnung, dass jeder auf der Hut sein müsse. In den letzten Januartagen des Jahres 1790 kam es im gesamten Périgord zum sogenannten „Krieg der Wetterfahnen und Kirchenbänke“. Am Freitag, dem 28., trugen die Einwohner von Plazac die Kirchenbänke ins Freie, entfernten ihre Wetterfahnen, fällten einen großen Baum und hoben einen Graben auf dem Dorfplatz aus. Dann trafen die Bewohner von Saint-Léon-sur-Vézère ein, halfen beim Aufstellen des „Maibaums“, aßen und tranken gemeinsam und zogen schließlich zufrieden wieder ab. Während der Französischen Revolution gehörte Plazac zum Kanton Rouffignac. Wann immer Primärversammlungen stattfanden, sei es zur Wahl von Friedensrichtern oder zur Wahl der Bürger, die ihrerseits die Abgeordneten für die gesetzgebende Versammlung oder den Nationalkonvent bestimmen sollten, versammelten sich die Wahlberechtigten der Gemeinden Plazac, Fleurac, Le Moustier und Peyzac in der Kirche von Plazac.[11]
Die Feierlichkeiten des Décadi (des zehnten Tages im republikanischen Kalender) fanden alle zehn Tage in der Kirche statt. Ein Teil des Pfarrhauses diente nun als Gemeindehaus, in dem die Gemeindebeamten und die Honoratioren zusammenkamen. Der andere Teil wurde als Schule und als Wohnung für den Lehrer genutzt. Im Mai 1795 (Floréal im Jahr III) brach in Plazac ein schwerer Aufstand von Frauen aus. Man hatte ihnen erzählt, sie müssten die Kirche, den Friedhof und das Pfarrhaus drei Tage lang besetzen, um deren Verkauf zu verhindern. Die Frauen stiegen täglich auf den Glockenturm und läuteten Sturm. Sie vertrieben die Gemeindebeamten aus dem Gemeindehaus. Der Agent national (staatlicher Beauftragter), ein Verwaltungsbeamter des Distrikts Montignac, der Leutnant der Gendarmerie sowie die Gendarmen wurden mit Steinwürfen empfangen, wobei der Leutnant verletzt wurde. Der Aufruhr dauerte fünf Tage, vom 17. bis zum 21. Floréal (6. bis 10. Mai 1795). Am 21. Floréal traf ein Verwaltungsbeamter des Distrikts Montignac mit einer bewaffneten Truppe unter dem Kommando von General Brédat in Plazac ein. Es gelang ihm jedoch nur, sieben Frauen und einen Mann festzunehmen. Drei der Frauen mussten sich am 16. Messidor im Jahr III (4. Juli 1795) vor dem Kriminalgericht in Périgueux verantworten; sie wurden dort freigesprochen.[11]
Der Erste Weltkrieg forderte in Plazac 56 Menschenleben. Der Zweite Weltkrieg brachte vielen Gefangenen großes Leid. Die Einwohner von Plazac, die während der Besatzungszeit zweimal deutsche Truppen durch ihren Ort ziehen sahen, beteiligten sich an der Résistance.[11]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Plazac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.580 | |||
| 1800 | 1.415 | |||
| 1806 | 1.467 | |||
| 1821 | 1.691 | |||
| 1831 | 1.621 | |||
| 1836 | 1.694 | |||
| 1841 | 1.645 | |||
| 1846 | 1.637 | |||
| 1851 | 1.723 | |||
| 1856 | 1.726 | |||
| 1861 | 1.636 | |||
| 1866 | 1.638 | |||
| 1872 | 1.586 | |||
| 1876 | 1.524 | |||
| 1881 | 1.413 | |||
| 1886 | 1.523 | |||
| 1891 | 1.389 | |||
| 1896 | 1.415 | |||
| 1901 | 1.179 | |||
| 1906 | 1.157 | |||
| 1911 | 1.064 | |||
| 1921 | 809 | |||
| 1926 | 798 | |||
| 1931 | 761 | |||
| 1936 | 690 | |||
| 1946 | 626 | |||
| 1954 | 603 | |||
| 1962 | 522 | |||
| 1968 | 424 | |||
| 1975 | 427 | |||
| 1982 | 502 | |||
| 1990 | 543 | |||
| 1999 | 577 | |||
| 2006 | 686 | |||
| 2013 | 687 | |||
| 2020 | 696 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[12] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ehemalige Burg der Bischöfe von Périgueux aus dem 12. Jahrhundert, bei dem der Donjon im 17. Jahrhundert zu einem Glockenturm umgewandelt wurde. Sie ist mitsamt der heutigen Kirche Saint-Martin als ehemalige Burgkapelle seit 2005 als Monument historique klassifiziert.
- Schlossruine La Vergne, erbaut im 16. Jahrhundert. Im August 1923 fiel das damals unbewohnte Gebäude während einer Hochzeit den Flammen zum Opfer.
- Kirche und ehemalige Burg
- Kirchturm
- Innenraum der Kirche
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über die öffentliche Grundschule „Marcel Segondat“ (École élémentaire) mit 34 Schülerinnen und Schülern in zwei Klassen (2025).[13]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2023 waren 264 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Plazac erwerbstätig, entsprechend 68,2 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (65,5 %) niedriger war als bei den Frauen (70,2 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 41 Personen im Jahr 2023 niedriger als im Jahr 2017 (53). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 18,8 % (2017) auf 15,7 % (2023). Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen sank in diesem Zeitraum von 49,9 % auf 19,1 %.[14]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]108 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2024 in Plazac wirtschaftlich aktiv:[14]
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 8 | 7,4 % |
| Baugewerbe | 12 | 11,1 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 8 | 7,4 % |
| Information und Kommunikation | 6 | 5,6 % |
| Finanzen und Versicherungen | 3 | 2,8 % |
| Immobilien | 1 | 0,9 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 20 | 18,5 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 24 | 22,2 % |
| Andere Dienstleistungen | 26 | 24,1 % |
| Gesamt | 108 |
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Plazac liegt in der Zone der geschützten Ursprungsbezeichnung (AOP) des Walnussöls des Périgord.[15]
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetrieben in der Tierhaltung.[16] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 42 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 36 im Jahr 2000, auf 31 im Jahr 2010 und auf 16 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 61,9 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 1045 Hektar im Jahre 1988 auf 814 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg beträchtlich von 24,9 Hektar auf 50,9 Hektar.[17][18][19]
Fernwanderweg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der 1932 Kilometer lange Fernwanderweg GR 36 „De la Manche aux Pyrénées“ von Ouistreham (Département Calvados) nach Bourg-Madame (Département Pyrénées-Orientales) durchquert das nördliche Gemeindegebiet.[20]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Plazac liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum der Gemeinde mit den Weilern und Nachbargemeinden.
Gemeindepartnerschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die enge Verbindung mit Bootzheim geht auf den Beginn des Zweiten Weltkriegs zurück. Im September 1939 mussten rund 250 Einwohner aus Bootzheim evakuiert werden und fanden Zuflucht in Plazac. Nach ersten Kontakten in den Jahren 1984 und 1990 wurde im Jahr 2000 der offizielle Partnerschaftsvertrag unterzeichnet, gefolgt von der offiziellen Einweihung am 24. August 2002 in Bootzheim.[21]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Plan de Protection des Forêts Contre les Incendies. (PDF) Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung, 2. Juli 2019, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Plans Départementaux et Inter-Départementaux de Protection des Forêts contre les Incendies. Region Nouvelle-Aquitaine, 13. November 2025, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Retrait-gonflement des argiles dans la construction. Ministerium für ökologischen Wandel, Regionalplanung, Verkehr, Stadt und Wohnen, 9. April 2026, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Natürliche und technologische Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität und internationale Verhandlungen über Klima und Natur, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seiten 270–271
- ↑ Plazac (französisch) ( vom 9. September 2016 im Internet Archive)
- ↑ Plazac, un village pittoresque au cœur du Périgord noir. Petites chroniques périgourdines, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- 1 2 3 4 5 6 Alain Galinat, Marcel Secondat: Le bourg de Plazac. Gemeinde Plazac, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Notice Communale Plazac ( vom 25. Januar 2025 im Internet Archive), auf cassini.ehess.fr (französisch)
- ↑ École élémentaire Marcel Segondat. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- 1 2 Dossier complet - Commune de Plazac (24330). INSEE, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Plazac. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ GR®36 De la Manche aux Pyrénées. gr-infos.com, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
- ↑ Jumelage Bootzheim / Plazac. Gemeinde Plazac, abgerufen am 4. November 2026 (französisch).
