Fanlac
| Fanlac | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Vallée de l’Homme | |
| Gemeindeverband | Vallée de l’Homme | |
| Koordinaten | 45° 4′ N, 1° 6′ O | |
| Höhe | 97–267 m | |
| Fläche | 14,37 km² | |
| Einwohner | 134 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 9 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24290 | |
| INSEE-Code | 24174 | |
| Website | fanlac.jimdofree.com | |
Ortsmitte mit Pfarrkirche und Steinkreuz | ||
Fanlac (Aussprache [fɑ̃lak], okzitanisch Fanlac) ist eine südwestfranzösische Gemeinde mit 134 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes de la Vallée de l’Homme. Die Bewohner werden Fanlacois und Fanlacoises genannt.
Die Gemeinde erhielt 2025 die Auszeichnung „Eine Blume“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.[1]
Geografie
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Fanlac liegt etwa 33 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 22 Kilometer nordnordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 54 Kilometer nordöstlich von Bergerac in der Landschaft des Périgord noir, im gleichnamigen touristisch benannten Landesteil. Das Gemeindegebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von den Flüsschen Thonac, Passadour, Ruisseau d’Auberoche sowie von einem kleineren Fließgewässer.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Fanlac liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[2] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.
Das Relief des Gemeindegebiets weist eine waldreiche Hügellandschaft auf mit Erhebungen über 200 m, die durch die Flusstäler eingeschnitten wird. Der topografisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 267 m Höhe im äußersten Nordosten am Lieu-dit les Quatre Bornes an der Grenze zu den Nachbargemeinden Bars, Auriac-du-Périgord und Montignac-Lascaux. Der tiefste Punkt ist mit 97 m im Südosten beim Austritt des Thonac aus dem Gemeindegebiet zu finden. Das Zentrum liegt erhöht auf etwa 222 m.
Rund 63 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 37 % werden landwirtschaftlich, vorwiegend heterogen genutzt.[3]
Fanlac wird von folgenden sechs Gemeinden umgeben:
| Bars | Auriac-du-Périgord (Berührungspunkt) | |
| Plazac | Montignac-Lascaux | |
| Saint-Léon-sur-Vézère | Thonac |
Natürliche Risiken
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Natürliche Risiken manifestieren sich in der Gemeinde Fanlac neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als
- Dürren
- Waldbrände
- Bodensetzungen
Fanlac ist der starken Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. Im nahezu gesamten Gemeindegebiet besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Staat erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[4]
Wie die Risikokarte zeigt, ist über die Hälfte des Gemeindegebiets von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 2005 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Massif Central sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.[5]
Etymologie und Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name des Dorfes ist nach dem Bau der romanischen Kirche im 13. Jahrhundert in der Schreibweise Fallacum, wahrscheinlich für °Fanllacum, belegt. Fanlac setzt einen gallorömischen Personennamen fort, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde, Famulus oder, nach einer anderen Hypothese, Fanula, gallischen Ursprungs.[6]
Fanlac gehörte im Mittelalter der Familie Albret. Das Dorf ging dann 1551 an Jean Chat, den Herrn von Rastignac, über, wie eine Quittung über 500 Livre belegt, die von Jean de Puyguyon, dem Gouverneur des Périgord, für die „finale Zahlung des Kaufpreises der Pfarrei“ ausgestellt wurde.[7] Im Mittelalter war Fanlac eine Pfarrgemeinde, die der Kastellanei Montignac unterstand.[8] Im 17. Jahrhundert wurde dort ein Benediktinerinnen-Konvent gegründet.[9]
Internierungslager Camp du Sablou
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dass das im 18. Jahrhundert auf einer felsigen Terrasse gegenüber dem Dorf Fanlac erbaute Château du Sablou im Januar 1940 für die Einrichtung eines Internierungslagers beschlagnahmt wurde, dürfte mit der relativ isolierten Lage des 130 Hektar großen Grundstücks zusammengehangen haben. Die Abgeschiedenheit ermöglichte die Unterbringung von Häftlingen, ohne Neugier oder Misstrauen unter der Bevölkerung zu erregen.[10]
Durch ein Dekret vom 18. November 1939 schuf die Regierung Daladier ein Instrument, das den Militärbehörden freie Hand verschaffte, zu internieren wen sie wollten.[11]
Betroffen von dem Dekret waren nicht nur die zu unerwünschten Ausländern erklärten Emigranten, sondern „alle für die nationale Verteidigung und die nationale Sicherheit gefährlichen Personen“.[11] Auf der Basis dieses juristischen Konstrukts wurde am 17. Januar 1940 im Château du Sablou ein Lager für „unerwünschte Franzosen“ eingerichtet.[12] Bis zum 30. Dezember 1940 waren dort Kommunisten, Gewerkschafter, Pazifisten, elsässische Autonomisten und Zigeuner[13] interniert.[14][10]
Das nach dem Ende der Regierung Daladier vom Vichy-Regime bis zum 30. Dezember 1940 weitergeführte Internierungslager befand sich in dem von Stacheldraht umgebenen und von bewaffneten Militärs bewachten Schloss, das bis zu 250 Personen aufnehmen konnte. Für die Insassen, insbesondere aber für die Elsässer, interessierte sich nach dem Waffenstillstand von Compiègne (1940) auch die Kundt-Kommission, die das Lager am 25. August 1940 inspizierte. In einem Bericht des Lagerkommandanten hieß es dazu in einem Bericht vom 14. Oktober 1940, dass sich derzeit keine Elsässer und Lothringer mehr im Lager aufhielten. Als Gründe dafür benannte er:
„- 4 sind geflohen, zwischen dem 5. und dem 22. August, also vor dem Besuch der Kundt-Kommission;
- 1 wurde von der Kommission freigelassen und durfte mit seiner Familie nach Lothringen zurückkehren;
- 8 verließen Le Sablou am 7. September, um den deutschen Behörden übergeben zu werden;
- 17 kehrten nach Ablauf ihres in Absprache mit der Kundt-Kommission gewährten Urlaubs nicht ins Lager zurück;
- 1 entkam aus dem Krankenhaus in Périgueux, wo er sich in Behandlung befand;
- 20 wurden am 14. Oktober den deutschen Behörden übergeben, einer davon kam aus dem Krankenhaus in Lanmary (in der Nähe von Périgueux).[15]“
Anfang November 1940 ging die Verantwortung für das Lager vom Kriegsministerium auf das Innenministerium über.[16] Am 6. November 1940 teilte der neue Lagerkommandant dem Innenministerium das Ergebnis des tags zuvor stattgefundenen Appells mit.
„Beim Appell um diese Uhrzeit waren 243 Überwachte von insgesamt 273 Internierten anwesend, von denen zwölf derzeit in Périgueux oder anderen Einrichtungen hospitalisiert sind und einer regulären Urlaub hat. Es fehlen 18 Überwachte, deren Flucht sich zwischen dem 20. Oktober und gestern ereignet haben soll...[17]“
Am 30. Dezember 1940 erfolgte die Überstellung von 228 Internierten des Camp du Sablou in das Camp de Saint-Paul-d'Eyjeaux. Einige entgingen diesem Transport, weil sie sich im Krankenhaus befanden, sechs konnten sich durch Flucht entziehen. 155 der nach Saint-Paul überstellten Männer wurden zusammen mit weiteren Gefangenen von Saint-Paul aus nach Nordafrika verbracht, wo sie im Fort Cafarelli (El Djelfa)[18] interniert wurden.[10]
Nach der Befreiung Frankreichs gab es Bestrebungen, das Schloss erneut als Internierungslager für Kollaborateure und anderweitig belastete Personen zu verwenden. Diese Bestrebungen wurden jedoch nie verwirklicht. Später wurde das Château du Sablou zu einem Ferienzentrum der Gemeinde Alfortville, die es 25 Jahre lang bis Anfang der 90er Jahre betrieb. Heute ist das Schloss in Privatbesitz und dient als Unterkunft für Touristen.[16]
- Kontroverses Gedenken an das Camp du Sablou
Am 22. April 1990 wurde am Fuße des Château du Sablou der nachfolgend abgebildete Gedenkstein eingeweiht. (Lage) Die Inschrift entbrannte eine Kontroverse, auf die auf der Webseite der Gemeinde Fanlac auch heute noch hingewiesen wird.[19]
- Die Begriffe Deportation/deportiert sind nach französischem Verständnis Willkürakten vorbehalten, durch die Franzosen vom Feind in Gefängnisse oder Konzentrationslager außerhalb Frankreichs verbracht wurden. Das trifft auf das Château du Sablou, das in der sogenannten „freien Zone“ lag, nicht zu, und zudem erfolgte der Transport der Gefangenen nach Nordafrika auf Veranlassung des Vichy-Regimes.[16]
- Es gibt auf der Gedenktafel keine Hinweise auf nicht-kommunistische Internierte: Elsässer, Lothringer und generell auf Menschen aus dem Nordosten Frankreichs und aus Luxemburg. Tronel schätzt deren Anteil auf etwa 20 % und erwähnt als weitere nicht erwähnte Gruppe die Sinti und Roma („tsiganes“).[16]
- Ein weiterer Streitpunkt drehte sich darum, ob man bei den Internierten, in erster Linie bei den kommunistischen Internierten, überhaupt zum damaligen Zeitpunkt – 1940 – von Widerstand oder Widerständlern sprechen kann. Zum Beginn der Internierung gab es noch keine Besatzung, gegen die Widerstand geleistet werden musste, und die Kommunisten befanden sich auch nach dem Waffenstillstand noch nicht im Widerstand.
„Zwar kann den Kommunisten die Eigenschaft als „Widerstandskämpfer“ nicht abgesprochen werden, doch gilt dies nicht für 1940, sondern für den weiteren Verlauf der Ereignisse, in deren Verlauf die Kommunisten einen entscheidenden Anteil am Engagement gegen die Nazi-Besatzer hatten. Von Ausnahmen und Vorzeichen im Frühjahr 1941 abgesehen, kann man nicht von einem „Widerstand“ der KPF gegen die Nazi-Besatzer sprechen, der erst nach dem 22. Juni 1941, dem Tag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion, explizit gefordert wurde.“[20][16]
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Stele zur Erinnerung an die kommunistischen Internierten im Schloss Sablou
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Die Gedenktafel
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Text der Gedenktafel in Französisch und Deutsch
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Fanlac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 525 | |||
| 1800 | 408 | |||
| 1806 | 589 | |||
| 1821 | 548 | |||
| 1831 | 508 | |||
| 1836 | 503 | |||
| 1841 | 516 | |||
| 1846 | 525 | |||
| 1851 | 630 | |||
| 1856 | 654 | |||
| 1861 | 604 | |||
| 1866 | 634 | |||
| 1872 | 511 | |||
| 1876 | 522 | |||
| 1881 | 493 | |||
| 1886 | 480 | |||
| 1891 | 430 | |||
| 1896 | 392 | |||
| 1901 | 371 | |||
| 1906 | 338 | |||
| 1911 | 337 | |||
| 1921 | 265 | |||
| 1926 | 288 | |||
| 1931 | 262 | |||
| 1936 | 245 | |||
| 1946 | 208 | |||
| 1954 | 207 | |||
| 1962 | 205 | |||
| 1968 | 170 | |||
| 1975 | 144 | |||
| 1982 | 147 | |||
| 1990 | 158 | |||
| 1999 | 142 | |||
| 2006 | 142 | |||
| 2013 | 128 | |||
| 2020 | 143 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[21] INSEE ab 2006[22][23][24] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Gassen der Ortsmitte (bourg) von Fanlac laden zu kleineren Spaziergängen ein.
- Die hochaufragende einschiffige Pfarrkirche (Église de la Décollation-de-Saint-Jean-Baptiste) wird ins 12. Jahrhundert datiert und war ursprünglich der Geburt der Gottesmutter Maria (Notre-Dame-de-la-Nativité) geweiht. Der als Wehrkirche konzipierte romanische Bau wurde im 16. und 18. Jahrhundert jedoch wiederholt modernisiert; so stammt die die gesamte Gestaltung der Westfassade mit dem abgerundeten Glockengiebel aus dem Jahr 1704. In der Nordwand der Kirche befindet sich ein kleines Figurenrelief, welches – gemäß einer örtlichen Überlieferung – Jean de La Jalage, einen Verteidiger der Kirche in der Zeit des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) darstellen soll. Der Kirchenbau wurde im Jahr 1970 als Monument historique eingeschrieben.[25]
- Die Vorderseite des teilweise freiplastisch gearbeiteten spätgotischen steinernen Kreuzes vor der Kirche datiert aus dem 14. oder 15. Jahrhundert und zeigt eine Kreuzigungsgruppe mit zwei Engeln, die das Blut Christi in Kelchen auffangen. Zu beiden Seiten des Hauptes Christi erscheinen die Bildzeichen von Sonne und Mond; links und rechts der Beine Christi knien zwei weitere Figuren. Im Feld darunter befindet sich ein kniender Ritter (möglicherweise der Stifter des Kreuzes) mit erhobenem Schwert. Auf der Rückseite ist noch andeutungsweise die von Engeln begleitete Szenerie der Himmelfahrt Mariens zu erkennen; darunter befindet sich eine kniende Frauengestalt (möglicherweise die Gemahlin des Ritters). Das Kreuz wurde bereits im Jahr 1948 als Monument historique eingeschrieben.[26]
- Die in Privatbesitz befindliche Hofanlage des aus Bruchsteinen gemauerten Schlosses Auberoche (45° 3′ 33″ N, 1° 5′ 31″ O) entstammt dem 14. Jahrhundert; sie wurde jedoch im 17. Jahrhundert teilweise umgebaut. Markant sind die runden Ecktürme. Die Gesamtanlage wurde im Jahr 1962 als Monument historique eingeschrieben.[27]
- Das Schloss Le Sablou befindet sich etwa vier Kilometer nordöstlich von Fanlac. Es ist ein imposanter, aber architektonisch eher zurückhaltender Bau mit einer freistehenden Kapelle aus dem frühen 18. Jahrhundert, der in Teilen zu einer Ferienanlage umgebaut wurde.
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Bleiglasfenster in der Kirche mit der Darstellung der Enthauptung Johannes’ des Täufers
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Kreuz (Rückseite) und Glockengiebel der Kirche
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Kreuz (Vorderseite)
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Schloss Auberoche
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Taubenschlag im Ortszentrum
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2022 waren 48 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Fanlac erwerbstätig, entsprechend 64,4 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (67,6 %) höher war als bei den Frauen (61,1 %).[28]
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Rinderzucht zur Erzeugung von Milch und/oder Fleisch.[29] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 20 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 15 im Jahr 2000 und im Jahr 2010 und auf 11 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 45 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 464 Hektar im Jahre 1988 auf 657 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb vergrößerte sich signifikant von 23,2 Hektar auf 59,7 Hektar.[30][31][32]
Fernwanderweg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Fanlac verläuft der 1932 Kilometer lange Fernwanderweg GR 36 „De la Manche aux Pyrénées“ von Ouistreham (Département Calvados) nach Bourg-Madame (Département Pyrénées-Orientales).[33]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fanlac liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit Nachbargemeinden.
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fanlac erlangte eine gewisse Berühmtheit Ende der 1960er Jahre durch die hier gedrehte fünfteilige Fernsehserie Jacquou le Croquant nach dem gleichnamigen Roman von Eugène Le Roy aus dem Jahre 1899.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jacky Tronel[34]
- Commune de Fanlac
- AJPN – Anonymes, Justes et Persécutés durant la période Nazie dans les communes de France: Château du Sablou durant la Seconde Guerre mondiale (WWII)
- Sablou auf der Webseite CDM 24 – Centre Départemental de la Mémoire Résistance et Déportation de la Dordogne
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Fanlac. Conseil national des villes et villages fleuris, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seiten 154–155
- ↑ Fanlac (französisch) ( vom 9. September 2016 im Internet Archive)
- ↑ Vicomte de Gourgues: Gourgues-Dictionnaire topographique de la France. guyenne.fr, 23. Januar 2012, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Vicomte de Gourgues: Gourgues-Dictionnaire topographique de la France. guyenne.fr, 23. Januar 2012, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ a b c Jacky Tronel: Le Sablou
- ↑ a b Christian Eggers: Unerwünschte Ausländer. Juden aus Deutschland und Mitteleuropa in französischen Internierungslagern 1940–1942. Metropol Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-932482-62-X, S. 53 f.
- ↑ Siehe hierzu auch den Artikel in der französischsprachigen Wikipedia: fr:Château du Sablou.
- ↑ Im Original: Tsiganes. Nomades, Tsiganes und Manouches sind im Französischen auch aktuell benutzte Begriffe für Menschen, die im Deutschen zumeist als Sinti und Roma bezeichnet werden.
- ↑ AJPN: Château du Sablou
- ↑ Le 14 octobre 1940, le capitaine Daguet annonce qu’« il n’existe plus actuellement aucun Alsacien-Lorrain dans le Centre de séjour surveillé du Château du Sablou » et précise://-/ 4 se sont évadés, entre le 5 et le 22 août, soit avant le passage de la commission Kundt;//- 1 a été libéré par la commission et autorisé à rentrer en Lorraine avec sa famille;//- 8 ont quitté Le Sablou le 7 septembre pour être remis aux autorités allemandes;//- 17 ne sont pas rentrés au camp à l’expiration de leur permission accordée en accord avec la commission Kundt;//- 1 s’est évadé de l’hôpital de Périgueux où il était en traitement;//- 20 ont été remis aux autorités allemandes le 14 octobre, dont un venait de l’hôpital de Lanmary (proche de Périgueux).
- ↑ a b c d e Jacky Tronel: Séjour surveillé pour « indésirables français »
- ↑ „À l’appel effectué à la dite heure, 243 surveillés étaient présents sur un effectif de 273 internés, dont douze sont actuellement hospitalisés à Périgueux ou dans d’autres établissements et un en permission régulière. Il manque 18 surveillés dont l’évasion se serait produite entre le 20 octobre et hier…“
- ↑ Zu diesem Internierungslager siehe: Cristina Bejan: Fort Caffarelli. In: The United States Holocaust Memorial Museum Encyclopedia of Camps and Ghettos, 1933–1945: Volume III: Camps and Ghettos under European Regimes Aligned with Nazi Germany, Chapter 221 (Online)
- ↑ Commune de Fanlc: Le monument commémoratif au camp du Sablou
- ↑ „Si la qualité de « résistants » ne peut être contestée aux communistes, elle ne vaut pas pour 1940 mais pour la suite des événements au cours desquels les communistes ont eu une part décisive dans l’engagement contre l’occupant nazi. Reste que, sauf exceptions et signes annonciateurs au printemps 1941, on ne peut pas parler d’entrée en « résistance » du PCF contre l’occupant nazi, entrée en résistance qui fut explicitement revendiquée après le 22 juin 1941, date de l’agression allemande contre l’Union soviétique.“
- ↑ Notice Communale Fanlac. EHESS, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Populations légales 2006 Commune de Fanlac (24174). INSEE, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Populations légales 2013 Commune de Fanlac (24174). INSEE, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Populations légales 2020 Commune de Fanlac (24174). INSEE, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Église, Fanlac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Croix, Fanlac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Château d’Auberoche, Fanlac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Dossier complet Commune de Fanlac (24174). INSEE, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Fanlac. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ GR®36 De la Manche aux Pyrénées. gr-infos.com, abgerufen am 2. März 2026 (französisch).
- ↑ Die beiden Artikel enthalten reichhaltiges Bildmaterial.
