Hautefort
| Hautefort Autafòrt | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Le Haut-Périgord noir | |
| Gemeindeverband | Terrassonnais Haut Périgord Noir | |
| Koordinaten | 45° 16′ N, 1° 9′ O | |
| Höhe | 145–271 m | |
| Fläche | 25,68 km² | |
| Einwohner | 806 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 31 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24390 | |
| INSEE-Code | 24210 | |
| Website | www.hautefort.fr | |
Blick auf das Dorf unterhalb des Schlosses | ||
Hautefort (Aussprache [otˈfɔʁ], okzitanisch Autafòrt) ist eine französische Gemeinde mit 806 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes Terrassonnais Haut Périgord Noir. Die Bewohner werden Hautefortais und Hautefortaises genannt.
Hautefort gehört zu den Petites Cités de Caractère de France, einer Auszeichnung des gleichnamigen Verbands.[1]
Die Gemeinde erhielt 2025 die Auszeichnung „Zwei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Ortschaften verliehen wird.[2]
Geografie
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Hautefort liegt etwa 35 Kilometer ostnordöstlich von Périgueux, etwa 32 Kilometer nordwestlich von Brive-la-Gaillarde und etwa 42 Kilometer nordnordwestlich von Sarlat-la-Canéda im Nordosten des Départements. Die Gemeinde befindet sich in der Landschaft des Périgord central, im touristisch benannten Landesteil Périgord noir. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird von den Flüsschen Lourde, Beuze und Thévenot sowie von verschiedenen kleineren Wasserläufen entwässert.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Hautefort liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat.[3] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus quartären Oberflächenformationen aus dem Känozoikum sowie aus Sedimentgesteinen aus dem Mesozoikum und Paläozoikum.
Das Gebiet der Gemeinde erstreckt sich über eine hügelige und im Nordosten und Südosten bewaldete Landschaft, auch mit einigen Weinbergen, die durch die Täler der genannten Wasserläufe eingeschnitten wird und deren Erhebungen nach Südosten hin insgesamt zunehmen. Der topografisch höchste Punkt mit 271 m liegt im äußersten Südosten unweit des Lieu-dit Boslavie unmittelbar an der Grenze zur Nachbargemeinde Badefols-d’Ans. Der tiefste Punkt befindet sich mit 145 m im Norden beim Austritt der Lourde aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt auf einem Höhenrücken auf etwa 202 m.
Rund 55 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich genutzt, rund 40 % sind bewaldet, rund 5 % entfallen auf bebaute Flächen.[4]
Hautefort ist von folgenden acht Gemeinden umgeben:
| Cherveix-Cubas | Boisseuilh | |||
| Tourtoirac | ||||
| Sainte-Orse Temple-Laguyon |
Nailhac Granges-d’Ans |
Badefols-d’Ans | ||
| Hautefort: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.269 | |||
| 1800 | 889 | |||
| 1806 | 1.047 | |||
| 1821 | 1.103 | |||
| 1831 | 1.500 | |||
| 1836 | 1.755 | |||
| 1841 | 1.772 | |||
| 1846 | 1.779 | |||
| 1851 | 1.898 | |||
| 1856 | 2.039 | |||
| 1861 | 1.966 | |||
| 1866 | 1.898 | |||
| 1872 | 1.717 | |||
| 1876 | 1.736 | |||
| 1881 | 1.786 | |||
| 1886 | 1.700 | |||
| 1891 | 1.650 | |||
| 1896 | 1.843 | |||
| 1901 | 1.652 | |||
| 1906 | 1.650 | |||
| 1911 | 1.522 | |||
| 1921 | 1.261 | |||
| 1926 | 1.311 | |||
| 1931 | 1.468 | |||
| 1936 | 1.377 | |||
| 1946 | 1.225 | |||
| 1954 | 1.077 | |||
| 1962 | 1.002 | |||
| 1968 | 1.022 | |||
| 1975 | 1.142 | |||
| 1982 | 1.035 | |||
| 1990 | 1.048 | |||
| 1999 | 1.184 | |||
| 2006 | 1.120 | |||
| 2013 | 1.038 | |||
| 2020 | 823 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[11] INSEE ab 2006[12] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kirche Saint-Aignan, 1620 neu errichtet
- Schloss Hautefort, in Teilen seit 1958 (Terrassen und Park seit 1967) als Monument historique klassifiziert. Die Gärten sind als Jardin remarquable ausgezeichnet.
- Ehemaliges Hospital von Hautefort, heute medizinhistorisches Museum, seit 1931 als Monument historique klassifiziert
- Schloss Les Charreaux mit Taubenturm aus dem 17./18. Jahrhundert, seit 1979 in Teilen als Monument historique eingeschrieben
- Kirche Saint-Aignan
- Schloss Hautefort
- Ehemaliges Hospital
- Teil des Schlosses Les Charreaux
- Rathaus (Mairie)
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire).[13]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2022 waren 334 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Hautefort erwerbstätig, entsprechend 77,2 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (81,8 %) höher war als bei den Frauen (72,8 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 35 Personen im Jahr 2022 die gleiche wie im Jahr 2016.[14]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]138 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Hautefort wirtschaftlich aktiv:[14]
| Branche | ||
|---|---|---|
| Anzahl | % | |
| Gesamt | 138 | |
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 12 | 8,7 % |
| Baugewerbe | 15 | 10,9 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 39 | 28,3 % |
| Information und Kommunikation | 1 | 0,7 % |
| Finanzen und Versicherungen | 5 | 3,6 % |
| Immobilien | 8 | 5,8 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 26 | 18,8 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 22 | 15,9 % |
| Andere Dienstleistungen | 10 | 7,2 % |
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hautefort liegt in den Zonen mit geschützter Ursprungsbezeichnung (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.[15]
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Rinderzucht zur Fleischerzeugung.[16] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 39 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 33 im Jahr 2000, auf 30 im Jahr 2010 und auf 17 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 59 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 1171 Hektar im Jahre 1988 auf 1029 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb verdoppelte sich von 30 Hektar auf 60,6 Hektar.[17][18][19]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die zur Departementsstraße D 704 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 704 von Limoges nach Sarlat-la-Canéda durchquert das Dorf Saint-Agnan. Dort kreuzt sie die D 62, die Saint-Agnan mit Hautefort verbindet und im Westen über die D 5 nach Périgueux, im Osten nach Badefols-d’Ans führt. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und weiteren Nachbargemeinden.
Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Hautefort mit Périgueux und mit Salagnac.[20]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bertran de Born (um 1140–um 1215), Baron, Troubadour und Seigneur von Hautefort
- Eugène Le Roy (1836–1907), französischer Schriftsteller, Autor von Jacquou le Croquant, geboren in Hautefort
- Maurice Durosoy (1898–1988), französischer General und Schriftsteller, verstorben in Hautefort
- Guy des Cars (1911–1993), französischer Schriftsteller, im Schloss Hautefort begraben
- René Lavaud (1874–1955), französischer Romanist und Okzitanist, geboren in Hautefort
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Hautefort-La perle du Périgord. Petites Cités de Caractère de France, abgerufen am 16. April 2026 (französisch).
- ↑ Hautefort Saint-Aignan. Conseil national des villes et villages fleuris, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Géologie de la Dordogne-Périgord. Esprit de Pays, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seiten 175–176
- ↑ Hautefort (französisch) ( vom 9. September 2016 im Internet Archive)
- ↑ L’histoire du château de Hautefort. Schloss Hautefort, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Commémoration à Hautefort. Centre Départemental de la Mémoire Résistance, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Notice Communale Hautefort. EHESS, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Populations légales 2006, Populations légales 2013, Populations légales 2020, INSEE, abgerufen am 15. April 2026
- ↑ École primaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- 1 2 Dossier complet Commune d’Hautefort (24210). INSEE, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Hautefort. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
- ↑ Cars régionaux Dordogne. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 15. April 2026 (französisch).

