Loubejac
| Loubejac Lobejac | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Vallée Dordogne | |
| Gemeindeverband | Domme Villefranche-du-Périgord | |
| Koordinaten | 44° 36′ N, 1° 5′ O | |
| Höhe | 135–287 m | |
| Fläche | 18,55 km² | |
| Einwohner | 266 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 14 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24550 | |
| INSEE-Code | 24245 | |
| Website | www.loubejac.fr | |
Bürgermeisteramt (Mairie) | ||
Loubejac (Aussprache [lubˈʒak], okzitanisch Lobejac) ist eine südwestfranzösische Gemeinde mit 266 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes de Domme Villefranche-du-Périgord. Die Einwohner werden Loubéjacois und Loubéjacoises genannt.
Geografie
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Loubejac liegt etwa 72 Kilometer südsüdöstlich von Périgueux, etwa 35 Kilometer südsüdwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 56 Kilometer südöstlich von Bergerac im Südosten des Départements an der Grenze zu den benachbarten Départements Lot-et-Garonne und Lot. Die Gemeinde befindet sich in der Landschaft des Périgord noir im gleichnamigen, touristisch benannten Landesteil. Sie befindet sich im Einzugsgebiet der Garonne und wird entwässert von der Lémance, die sie im Nordwesten begrenzt, vom Flüsschen Tourtillou, das sie im Nordosten begrenzt, vom Sendroux, vom Ruisseau des Griffouillères sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Loubejac liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, einige Sedimentgesteinen aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.
Das Relief des Gemeindegebiets weist eine recht bewaldete Hügellandschaft auf, die im Südwesten vom breiten Tal der Lémance begrenzt wird. Der topografisch höchste Punkt mit 287 m Höhe befindet sich zwischen dem Lieu-dit Bru de Blazy und dem Weiler Sautou, der niedrigste Punkt ist mit 135 m im äußersten Westen beim Austritt der Lémance aus dem Gemeindegebiet zu finden. Das Zentrum der Gemeinde besteht lediglich aus der Kirche, dem Bürgermeisteramt und einigen Häusern und liegt leicht erhöht auf etwa 266 m Höhe.
Rund 58 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 42 % werden landwirtschaftlich, in erster Linie heterogen, genutzt.[2]
Loubejac wird von folgenden sieben Gemeinden umgeben:
| Lavaur | Saint-Cernin-de-l’Herm | Villefranche-du-Périgord | ||
| Frayssinet-le-Gélat (Lot) | ||||
| Sauveterre-la-Lémance (Lot-et-Garonne) |
Montcabrier (Lot) | Cassagnes (Lot) | ||
| Loubejac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 674 | |||
| 1800 | 651 | |||
| 1806 | 707 | |||
| 1821 | 669 | |||
| 1831 | 751 | |||
| 1836 | 825 | |||
| 1841 | 875 | |||
| 1846 | 952 | |||
| 1851 | 958 | |||
| 1856 | 955 | |||
| 1861 | 960 | |||
| 1866 | 870 | |||
| 1872 | 746 | |||
| 1876 | 725 | |||
| 1881 | 705 | |||
| 1886 | 710 | |||
| 1891 | 680 | |||
| 1896 | 670 | |||
| 1901 | 636 | |||
| 1906 | 608 | |||
| 1911 | 555 | |||
| 1921 | 527 | |||
| 1926 | 549 | |||
| 1931 | 509 | |||
| 1936 | 455 | |||
| 1946 | 435 | |||
| 1954 | 354 | |||
| 1962 | 349 | |||
| 1968 | 283 | |||
| 1975 | 280 | |||
| 1982 | 253 | |||
| 1990 | 234 | |||
| 1999 | 233 | |||
| 2006 | 249 | |||
| 2013 | 281 | |||
| 2020 | 259 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[8] INSEE ab 2006[9] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||

Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die dem heiligen Petrus in Ketten geweihte Pfarrkirche Saint-Pierre-ès-Liens ist ein einschiffiger romanischer Bau des ausgehenden 12. Jahrhunderts, dem jedoch – nach den Wirrnissen des Hundertjährigen Krieges – im 17. Jahrhundert ein neuer turmbekrönter Westbau mit durch mächtige gestufte Strebepfeiler stabilisierten Ecken vorgesetzt wurde, der in Zeiten der Bedrohung durch räuberische Banden oder marodierende Soldaten einem Teil der Einwohner Schutz bieten konnte. Eine in einem runden Treppenturm auf der Südseite befindliche Wendeltreppe führt auf eine Empore mit einem steinernen Kamin. Das Innere der Kirche beherbergt ein polychromiertes Prozessionskreuz aus dem 18. Jahrhundert. Der Kirchenbau wurde im Jahr 1948 als Monument historique eingeschrieben.[10]
- Umgebung
- Das möglicherweise einst dem Templer- bzw. dem Johanniterorden gehörende Schloss Sermet stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert. Nach den Hugenottenkriegen wurde Ende des 16. Jahrhunderts an der Stelle ein Renaissance-Herrenhaus als Wohnsitz errichtet. Im 17. Jahrhundert kamen Terrassen und große Fenster im Stil des Louis-treize hinzu. Ein neues Hauptgebäude sowie zwei quadratische Pavillons mit hohen Dächern wurden gebaut.[11]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2022 waren 99 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Loubejac erwerbstätig, entsprechend 71,2 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (71,2 %) gleich dem Anteil der Frauen war. Die Zahl der Arbeitslosen war mit 11 Personen im Jahr 2022 etwas höher als im Jahr 2016 (10). Die Arbeitslosenquote stieg entsprechend von 9,2 % (2016) auf 11,1 % (2022). In der Altersklasse der 15- bis 24-Jährigen erhöhte sie sich allerdings in dem Zeitraum von 37,5 % auf 50,0 %.[12]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bereich mit den meisten Beschäftigten (82,6 %) war Ende 2024 der Sektor Industrie.[12]
25 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Loubejac wirtschaftlich aktiv:[12]
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 3 | 12,0 % |
| Baugewerbe | 4 | 16,0 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 2 | 8,0 % |
| Finanzen und Versicherungen | 1 | 4,0 % |
| Immobilien | 1 | 4,0 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 8 | 32,0 % |
| Andere Dienstleistungen | 6 | 24,0 % |
| Gesamt | 25 |
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Loubéjac liegt in den Zonen geschützter Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.[13]
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf den Obstanbau oder andere Dauerkulturen.[14] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 33 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 28 im Jahr 2000, auf 25 im Jahr 2010 und im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 24,2 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 632 Hektar im Jahre 1988 auf 567 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb erhöhte sich hingegen von 19,2 Hektar auf 22,7 Hektar.[15][16][17]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die zur Departementsstraße D 710 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 710, die von Ribérac über Périgueux aus Norden kommend nach Fumel im Département Lot-et-Garonne führt, verläuft entlang der westlichen Gemeindegrenze. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum von Loubejac mit den Weilern der Gemeinde und mit weiteren Nachbargemeinden.
Parallel zur D 710 wird die Bahnstrecke Niversac–Agen geführt. Ein Haltepunkt befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Loubejac, der Villefranche-du-Périgord zugeordnet ist. Züge einer Linie des TER Nouvelle-Aquitaine, einer Regionalbahn der staatlichen SNCF, fahren im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine diesen Haltepunkt an, der auf diese Weise mit Périgueux, Sarlat-la-Canéda und Agen verbunden ist.[18]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Klima Loubejac. Climate-Data.org, abgerufen am 25. Juni 2026.
- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seite 204
- ↑ Loubéjac (französisch) ( vom 6. April 2015 im Internet Archive)
- ↑ Notice Communale Loubejac. EHESS, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Populations légales 2006, Populations légales 2013, Populations légales 2020, INSEE, abgerufen am 25. Juni 2026
- ↑ Église Saint-Pierre-ès-Liens in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Château de Sermet (französisch) ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)
- 1 2 3 Dossier complet Commune de Loubejac (24245). INSEE, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Loubejac. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).
- ↑ Réseau de trains Nouvelle-Aquitaine. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 25. Juni 2026 (französisch).

