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Coubjours

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Coubjours
Cojors
Coubjours (Frankreich)
Coubjours (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Le Haut-Périgord noir
Gemeindeverband Terrassonnais Haut Périgord Noir
Koordinaten 45° 15′ N, 1° 15′ OKoordinaten: 45° 15′ N, 1° 15′ O
Höhe 171–337 m
Fläche 9,55 km²
Einwohner 109 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 11 Einw./km²
Postleitzahl 24390
INSEE-Code

Blick auf Coubjours

Coubjours (Aussprache [kuˈʒuʁ], okzitanisch Cojors) ist eine französische Gemeinde mit 109 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes Terrassonnais Haut Périgord Noir. Die Bewohner werden Coubjourois und Coubjouroises genannt.

Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Gemeinde (2018)

Coubjours liegt etwa 43 Kilometer ostnordöstlich von Périgueux, etwa 24 Kilometer westnordwestlich von Brive-la-Gaillarde und etwa 40 Kilometer nördlich von Sarlat-la-Canéda an der Grenze zum benachbarten Département Corrèze. Die Gemeinde befindet sich in der Région naturelle des Périgord central, Teil des touristisch benannten Périgord noir. Ihr Gebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert vom Ruisseau de Mamouret, vom Ruisseau des Rebières sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Coubjours liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.

Das Gebiet der Gemeinde erstreckt sich über eine hügelige, leicht bewaldete Landschaft, die durch die Flusstäler markant eingeschnitten wird und deren Erhebungen im Norden über 300 m betragen. Der topografisch höchste Punkt befindet sich mit 337 m im Norden in der Nähe des Weilers Champuy. Der tiefste Punkt mit 157 m ist im äußersten Süden beim Austritt des Ruisseau de Mamouret aus dem Gemeindegebiet anzutreffen. Das Zentrum liegt auf etwa 278 m Höhe.

Rund 69 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich genutzt, rund 31 % sind bewaldet.[2]

Coubjours wird von folgenden fünf Gemeinden umgeben:

Teillots Segonzac (Corrèze)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Saint-Robert (Corrèze)
Badefols-d’Ans Louignac (Corrèze)

Natürliche Risiken

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Risikokarte zur Quellungs/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für Coubjours

Naturrisiken manifestieren sich in Coubjours als

Im nahezu gesamten Gemeindegebiet besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[3]

Wie die Risikokarte zeigt, sind etwa 90 % des Gemeindegebiets von einer mittleren Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperiode im Jahr 1989 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt.

In einigen Teilen des Landes kann Radon, das sich in manchen Häusern und anderen Gebäuden ansammelt, eine erhebliche Belastung für die Bevölkerung durch ionisierende Strahlung darstellen. Laut der Klassifizierung von 2018 ist die Gemeinde Coubjours der Zone 3 von 3 zugeordnet, was bedeutet, dass dort ein erhöhtes Radonpotenzial besteht. Technische Lösungen zur Reduktion der Radonexposition sollten individuell für jedes Gebäude ausgewählt und angepasst werden. Nach der Umsetzung dieser Maßnahmen wird empfohlen, deren Wirksamkeit durch erneute Radonmessungen zu überprüfen.[4]

Etymologie und Geschichte

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Obwohl seine Kirche in Teilen gotisch ist, erschien der Name des Dorfes erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts um einen Buchstaben gegenüber der heutigen Schreibweise verkürzt: Coujours (1774). Er war wahrscheinlich verschieden in weiter zurückliegenden Zeiten, aber da es keine früheren Belege gibt, lässt sich nur eine Hypothese über seinen Ursprung aufstellen. Eine Annäherung mit Coujoulas (deutsch Wiese, auf der die Tiere grasen), belegt in der Okzitanischen Sprache, spricht die Autoren an, aber ist nicht überzeugend.[5]

Bei der Gründung der Départements gehörte Coubjours zunächst zum Département Corrèze, bevor es 1793 dem Département Dordogne angegliedert wurde. Der lokalen Überlieferung zufolge markiert ein Kreuz am Dorfeingang den Ort einer blutigen Schlacht, die sich angeblich während der Hugenottenkriege ereignet haben soll.[6]

Bevölkerungsentwicklung

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Coubjours: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
  
440
1800
  
365
1806
  
364
1821
  
424
1831
  
489
1836
  
446
1841
  
459
1846
  
478
1851
  
501
1856
  
490
1861
  
464
1866
  
470
1872
  
418
1876
  
441
1881
  
439
1886
  
466
1891
  
450
1896
  
474
1901
  
439
1906
  
450
1911
  
432
1921
  
389
1926
  
367
1931
  
328
1936
  
341
1946
  
316
1954
  
284
1962
  
264
1968
  
236
1975
  
205
1982
  
183
1990
  
175
1999
  
153
2006
  
149
2013
  
149
2020
  
113
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[7] INSEE ab 2006[8][9][10]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Kirche Saint-Antoine

Sehenswürdigkeiten

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Erwerbstätigkeit

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Im Jahre 2022 waren 47 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Coubjours erwerbstätig, entsprechend 81,7 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (90,3 %) höher war als bei den Frauen (72,4 %).[11]

Branchen und Betriebe

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13 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Coubjours wirtschaftlich aktiv:[11]

Branche
Anzahl %
Gesamt 13
Fertigung, Bergbau und andere Industrien 3 23,1 %
Baugewerbe 1 7,7 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie 3 23,1 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten 2 15,4 %
Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln 4 30,8 %

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[12] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 27 bei der Landwirtschaftszählung von 1988, auf 18 im Jahr 2000, auf 15 im Jahr 2010 und auf 11 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 59,3 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 702 Hektar im Jahre 1988 auf 769 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg deutlich von 26 Hektar auf 69,9 Hektar.[13][14][15]

Die Departementsstraße D 71 durchquert das Zentrum von Coubjours und verbindet es im Westen mit Badefols-d’Ans, im Osten mit Saint-Robert. Lokale Landstraßen führen zu den Weilern der Gemeinde und weiteren Nachbargemeinden.

  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Coubjours – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Géologie de la Dordogne-Périgord. Esprit de Pays, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  2. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  3. Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  4. Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  5. Siehe Tanet, Hordé, Seite 119
  6. Coubjours (französisch) (Memento vom 9. September 2016 im Internet Archive)
  7. Notice Communale Coubjours. EHESS, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  8. Populations légales 2006 Commune de Coubjours (24136). INSEE, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  9. Populations légales 2013 Commune de Coubjours (24136). INSEE, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  10. Populations légales 2020 Commune de Coubjours (24136). INSEE, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  11. a b Dossier complet Commune de Coubjours (24136). INSEE, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  12. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  13. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Coubjours. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  14. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).
  15. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 17. Januar 2026 (französisch).