Der Type 53 ist das einzige Modell der alten Marke Bugatti mit Allradantrieb. Die Entwicklung dauerte zwei Jahre und war 1932 abgeschlossen. Jean-Albert Grégoire, der Erfahrungen mit Frontantrieb hatte, war dabei behilflich.[1]
Das Fahrgestell hat entweder 250cm[1][2][3] oder 260cm[4][5][6]Radstand und 125cm Spurweite. Die Fahrzeuge sind 385cm lang und 150cm breit. Das reine Fahrgestell wiegt 940kg, im Gegensatz zu 750kg beim Type 54 mit Hinterradantrieb. Durch das hohe Gewicht speziell im vorderen Bereich des Fahrzeugs ist die Lenkung extrem schwergängig. Die offene Karosserie bietet Platz für zwei Personen nebeneinander.[1] Eine Quelle gibt als Leergewicht 1300kg an.
Optisch unterscheidet sich das Fahrzeug von anderen Bugattis. Der Kühlergrill ist leicht schräggestellt, breiter und senkrecht geteilt. Die Seiten der Motorhaube haben viele Schlitze zur Entlüftung. Der Kraftstofftank befindet sich ohne Verkleidung hinter den Sitzen.[1]
Bugatti stellte zwei Komplettfahrzeuge her. Uwe Hucke montierte nach dem Zweiten Weltkrieg aus Einzelteilen ein drittes Fahrzeug. Alle sind erhalten geblieben.[4]
Eine andere Quelle nennt zwei Fahrzeuge mit den Fahrgestellnummern 53-001 und 53-002.[2]
Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3.
1234567Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3, S. 89–90.
12345Serge Bellu: Bugatti. Inszenierung einer Legende. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3356-1, S. 153–155.
↑Ingo Seiff: Bugatti. Eleganz auf Rädern. Bleicher-Verlag, Gerlingen 1993, ISBN 3-88350-190-5, S. 156.