Bugatti Type 18
| Bugatti | |
|---|---|
Bugatti Type 18 "Black Bess", Chassis Nr. 474 (1913) | |
| Type 18 | |
| Produktionszeitraum | 1911–1914 |
| Klasse | Sportwagen |
| Karosserieversionen | Roadster |
| Motoren | Ottomotoren: 4,2–5,7 Liter (100 PS) |
| Länge | |
| Breite | |
| Höhe | |
| Radstand | 2540 mm |
| Leergewicht | 1200 kg |
| Bugatti Type 18 | Daten |
|---|---|
| Bauzeit | 1911–1914 oder 1912–1914 |
| Gebaute Stückzahl | 6 oder 7 |
| Motor | 4-Zylinder-Reihenmotor, 3 Ventile/Zylinder, obenliegende Nockenwelle |
| Bohrung × Hub | 100 × 160 mm (ein Einzelstück mit 100 × 180 mm und ein weiteres Einzelstück) |
| Hubraum | 5026 cm³ (ein Einzelstück mit 5655 cm³ und ein weiteres Einzelstück) |
| Kompressor | nein |
| Vergaser | 1 oder 2 Zenith |
| Leistung | 100 PS |
| Vorwärtsgänge | 4 |
| Antrieb | Kette (ein Einzelstück Kardan) |
| Vordere Radaufhängung | Starrachse, doppelte halbelliptische Federn |
| Hintere Radaufhängung | Starrachse, viertelelliptische Federn |
| Bremsen | Seilzugtrommelbremsen |
| Radstand | 2,54 m |
| Spurweite | 1,25 m |
| Reifengröße | 880 × 120 |
| Gewicht | 1200 kg |
Einzelne Fahrzeuge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fahrgestellnummer 471
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer 471 wurde am 30. November 1998 durch Christie’s in London versteigert. Der erzielte Preis betrug 342.500 Pfund. Das Fahrzeug stammt von 1912 und trägt das britische Kennzeichen AM 2678. Ettore fuhr damit 1912 ein Rennen auf einer Rennstrecke bei Le Mans sowie beim Bergrennen am Mont Ventoux, wo er einen Klassensieg erzielte und Gesamtvierter wurde. 1914 wurde das Fahrzeug an einen Herzog in Bayern verkauft. In den 1920er Jahren wechselte das Fahrzeug zum Schweizer Bruno Martinelli. Nach seinem Tod 1936 ging es an Colonel Giles und später an C. W. P. Hampton.[6] Eine andere Quelle gibt zusätzlich an, dass Georges Dillon-Cavanagh, seines Zeichens Bugatti-Vertreter in Paris, das Fahrzeug in Le Mans steuerte und das Rennen gewann; und nennt den Herzog Ludwig Wilhelm in Bayern.[7]
Am 26. September 2009 bot Bonhams das Fahrzeug auf einer Auktion an, diesmal als Type 16 bezeichnet. Der Schätzpreis lautete auf 1.800.000 bis 2.400.000 Euro. Ein Verkauf ist nicht überliefert.[8]
Fahrgestellnummer 472
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer 472 wurde als Neuwagen nach Paris ausgeliefert.[9]
Fahrgestellnummer 473
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer 473 erwarb Alfred Hielle von Hielle & Dittrich, ein Freund von Ettore Bugatti aus Schönlinde.[9]
Fahrgestellnummer 474
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Dieses Fahrzeug wurde am 18. September 1913 an den Piloten Roland Garros ausgeliefert. Während des Ersten Weltkriegs wurde es an Edmond Audemars verliehen. Später besaß Louis Coatalen von Sunbeam das Fahrzeug und danach die britische Rennfahrerin Ivy Cummings. 1925 kaufte der Student L. H. Preston aus Oxford das Fahrzeug. 1926 wechselte es in den Besitz des Schauspielers James Robertson Justice. Im Mai 1935 kaufte G. M. Giles das Fahrzeug. 1938 übernahm Rodney Clarke das Fahrzeug. Im April 1948 erwarb es der Sammler Peter Hampton. 1988 war der nächste Besitzerwechsel. Am 7. Februar 2009 versteigerte es Bonhams für 2.427.500 Euro. Es trägt das britische Kennzeichen XN 1331.[9] Es ist im Louwman Museum in Den Haag ausgestellt.[10]
Fahrgestellnummer 714
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Nummer ist belegt.[5] Weitere Daten liegen nicht vor.
Fahrgestellnummer 715
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Dieses Fahrzeug war bis in die 1960er Jahre in der Bugatti-Familie, bis es die Brüder Fritz und Hans Schlumpf kauften.[11] Es befindet sich in der Cité de l’Automobile in Mülhausen.[9]
Fahrzeug für Indianapolis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fahrzeug mit dem größeren Motor wurde am 30. Mai 1914 beim Rennen Indianapolis 500 des Jahres 1914 eingesetzt. Fahrer war Ernest Friederich. Das Fahrzeug fiel aus. Nach dem Rennen erhielt es eine Karosserie als Coupé mit zwei Sitzen, Kotflügeln und Scheinwerfern und war als Straßenfahrzeug zugelassen.[12]
Type 16?
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gelegentlich findet sich die Angabe Type 16 für einige der Fahrzeuge.[8] Eine Quelle gibt an, dass Type 16 nur den Motor bezeichnet.[13]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Joachim Kurz: Bugatti. Der Mythos – Die Familie – Das Unternehmen. Econ-Verlag Berlin, ISBN 3-43015809-5.
- Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3.
- Griffith Borgeson: Bugatti by Borgeson. Osprey Publishing Limited, London 1981, ISBN 0-85045-414-X (englisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Typ 18 auf bugatti.com ( vom 16. Oktober 2014 im Internet Archive)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3, S. 19–20.
- 1 2 Halwart Schrader: Deutsche Autos. Band 1: 1885–1920. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02211-7, S. 91.
- 1 2 Ingo Seiff: Bugatti. Eleganz auf Rädern. Bleicher-Verlag, Gerlingen 1993, ISBN 3-88350-190-5, S. 150.
- ↑ Axel von Saldern: Bugatti. Kunstwerke auf Rädern. Ellert & Richter Verlag, Hamburg 1991, ISBN 3-89234-218-0, S. 112–113.
- 1 2 Serge Bellu: Bugatti. Inszenierung einer Legende. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3356-1, S. 59.
- ↑ Auktion vom 30. November 1998 Auf christies.com, abgerufen am 1. Dezember 2020 (englisch)
- ↑ Serge Bellu: Bugatti. Inszenierung einer Legende. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3356-1, S. 58.
- 1 2 Auktion vom 26. September 2009 Auf bonhams.com, abgerufen am 1. Dezember 2020 (französisch und englisch)
- 1 2 3 4 Auktion vom 7. Februar 2009 Auf bonhams.com, abgerufen am 1. Dezember 2020 (französisch und englisch)
- ↑ Bugatti Type 18 Sports Two-Seater 'Black Bess' Auf louwmanmuseum.nl, abgerufen am 1. Dezember 2020 (englisch)
- ↑ Wouter Melissen: Bugatti Type 16 Grand Prix Auf ultematecarpage.com vom 6. Januar 2009, abgerufen am 1. Dezember 2020 (englisch)
- ↑ Serge Bellu: Bugatti. Inszenierung einer Legende. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3356-1, S. 62.
- ↑ Axel von Saldern: Bugatti. Kunstwerke auf Rädern. Ellert & Richter Verlag, Hamburg 1991, ISBN 3-89234-218-0, S. 110–111.
