Zwei Quellen meinen, dass es den kleinsten Motor mit 65mm Bohrung, 100mm Hub und 1327cm³ Hubraum im Jahre 1913 gab.[1][2] Andererseits wird der Type 22 erstmals im Dezember 1913 genannt, als im Type 13 dieser Motor gerade ersetzt wurde.[3] Er hatte je ein Ein- und Auslassventil je Zylinder. Eine Quelle nennt 18PS.[1]
Ende 1913 hatte der Motor 66mm Bohrung und 1368cm³ Hubraum.[1][3] Eine Quelle nennt 18PS.[1] Diese Zweiventilmotoren gab es bis 1920.[4]
Vierventiltechnik wird bereits ab 1914 genannt, allerdings nicht im Zusammenhang mit dem kleinsten Motor. Auf dem Pariser Autosalon 1919 standen Modelle mit dem 1368-cm³-Motor, vier Ventilen pro Zylinder und obenliegender Nockenwelle.[5] Laut einer Quelle fand erst Ende 1920 die Hubraumvergrößerung von 1368cm³ auf 1453cm³ (68mm Bohrung) statt.[4] Entweder ab 1921[6][7] oder ab 1923[8] ergab eine erneut vergrößerte Bohrung von 69mm 1496cm³ Hubraum. Als Motorleistung werden 40 bis 50PS genannt.
Der Frontmotor trieb über ein Vierganggetriebe und eine Kardanwelle die Hinterachse an. Ab 1925 waren Vorderradbremsen erhältlich.
Das Fahrgestell hatte laut mehreren Quellen immer 255cm Radstand und 115cm Spurweite. Davon abweichend gibt eine Quelle für das auf dem Pariser Autosalon 1919 präsentierte Fahrzeug nur 240cm Radstand an.[5] Für das Modelljahr 1921 nennt diese Quelle 225cm Radstand.[4] Eine andere Quelle meint, dass die Sportausführung Brescia nur 195cm bis 200cm Radstand gehabt haben soll.[8] Das Fahrgestell wog 610kg.[8]
Viele Aufbauten waren zweisitzige Roadster oder Rennzweisitzer. Einige hatten einen Notsitz im Heck. Außerdem werden viersitzige Tourenwagen genannt.[1] Auf dem Pariser Autosalon 1921 wurde ein Coupé präsentiert.[9] Außerdem ist ein erhaltenes Cabriolet bekannt.
1926 endete die Produktion. Nachfolger wurde der Type 40.
Die Fahrzeuge wurden auch im Rennsport eingesetzt.
Nach September 1921 erhielten manche Ausführungen den Zusatz Brescia Modifié. Das geht auf einem Vierfachsieg beim Rennen für Voiturettes am 8. September 1921 in Brescia zurück, den allerdings vier Fahrzeuge vom Type 13 erzielten.[9]
Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3.
12345Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3, S. 17.
12Serge Bellu: Bugatti. Inszenierung einer Legende. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3356-1, S. 61.
123Serge Bellu: Bugatti. Inszenierung einer Legende. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3356-1, S. 69.
12Serge Bellu: Bugatti. Inszenierung einer Legende. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3356-1, S. 68.
↑Ingo Seiff: Bugatti. Eleganz auf Rädern. Bleicher-Verlag, Gerlingen 1993, ISBN 3-88350-190-5, S. 149.
↑Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3, S. 24.
123Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3, S. 28–29.
12Serge Bellu: Bugatti. Inszenierung einer Legende. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3356-1, S. 70.