Der Motor ist vorne im Fahrgestell eingebaut. Er treibt über eine Kardanwelle die Hinterachse an.
Die normale Version gab es von 1930 bis 1934. Das Fahrgestell entspricht dem Type 46. Es hat 310cm Radstand und 140cm Spurweite. Die Fahrzeuge sind 452cm lang und 185cm breit. Das Fahrgestell wiegt 1180kg[1] oder 1300kg[2]. Eine Quelle gibt 1397mm Fahrzeughöhe an.[3] Bekannt sind Aufbauten als Coupé, Cabriolet und Roadster.
Drei Wagen erhielten leistungsgesteigerte Motoren mit 275PS für Autorennen.[4]
1932 ergänzte der Type 50T das Sortiment. Er ist weniger sportlich ausgelegt. Der Motor leistet 200PS. Der Radstand beträgt 350cm und die Fahrzeuglänge etwa 495cm.[1]
Beide Ausführungen wurden 1934 ohne direkten Nachfolger eingestellt.
Eine Quelle nennt 40 Fahrzeuge der Standardausführung plus 25 Type 50 T, in der Summe also 65 Fahrzeuge.[1]
Eine andere Quelle kommt ebenfalls auf 65 Fahrzeuge, darunter 23 Type 50 T, gibt aber an, dass die Fahrgestellnummern im Bereich von 50-112 bis 50-177 liegen,[2] was rechnerisch 66 Stück ergibt, sofern alle Nummern auch tatsächlich vergeben wurden.
Weitere Quellen bestätigen 65 Fahrzeuge,[4][5] es werden aber auch 100[5] genannt.
Der Bugatti Type 50 mit der Startnummer 5, den Ettore Bugatti nach dem Unfall von Louis Chiron beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1931 vom Rennen zurückzog.
Zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans1931 meldete Ettore Bugatti drei Werkswagen. Den Wagen mit der Nummer 4 fuhren Achille Varzi und Louis Chiron; Nummer 5 (Chassisnummer 50143) pilotierten Albert Divo und Guy Bouriat; am Steuer der Startnummer 6 (Chassisnummer 50117) saßen der italienische Graf Caberto Conelli und der Franzose Maurice Rost. Im Rennen hatten die Bugattis große Probleme mit den Michelin-Reifen. Schon im Training wurde klar, dass die weichen Mischungen der französischen Reifenmarke den schnellen Bugattis nicht gewachsen waren. Am Samstagabend hatte Conelli nach einem Reifenschaden dann einen schweren Unfall. Das Wrack des Type 50S schleuderte in eine Zuschauergruppe, wobei ein Zuschauer den Tod fand. Nach Bekanntwerden der Tragödie zog Ettore Bugatti die beiden weiteren Wagen vom Rennen zurück.[7]
Bei der RAC Tourist Trophy1931 war drei Werkswagen zwar gemeldet, erschienen aber nicht zu Training und Rennen.[8]
1933 meldete Guy Bouriat ein Type 50 in Le Mans, der von Marie Depret und Pierre Bussienne gefahren wurde. Das Rennen endete nach 119 gefahrenen Runden durch einen technischen Defekt.[9]1934 und 1935 fuhren Roger Labric und Pierre Veyron Chassisnummer 50177 in Le Mans; bei beiden Rennen kam das Team nicht ins Ziel.[10][11]
Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3.
1234Wolfgang Schmarbeck, Gabriele Wolbold: Typenkompass. Bugatti. Personen- und Rennwagen seit 1909. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03021-3, S. 79–81.
12Serge Bellu: Bugatti. Inszenierung einer Legende. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3356-1, S. 136–137.
↑Nick D: Bugatti Type 50 Auf: supercars.net vom 6. April 2016, abgerufen am 25. Dezember 2020 (englisch).