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Paianios (altgriechischΠαιάνιος, geboren wohl um 337, gestorben nach 379) war ein spätantiker griechischer Übersetzer und Rechtsanwalt, der im 4. Jahrhundert in Syrien im östlichen Teil des Römischen Reiches lebte. Er verfasste eine Übersetzung von Eutropius’ kurzgefasster römischer Geschichte (Breviarium ab urbe condita), die von der Gründung der Stadt durch Romulus (753 v.Chr.) bis zum Tod des Kaisers Jovian (364 n.Chr.) reicht. Im Gegensatz zu einer späteren Übersetzung desselben Werks (von Kapiton von Lykien, spätes 5./frühes 6. Jahrhundert) ist die des Paianios in mehreren Handschriften erhalten (direkt überliefert). Der erhaltene Teil der griechischen Übersetzung reicht bis zu Jovians Vorgänger Julian. Wie Eutropius’ Breviarium war Paianios’ Metaphrasis („Übersetzung“) im 17. und 18. Jahrhundert Anfängerlektüre im altsprachlichen Unterricht, verschwand jedoch mit dem Neuhumanismus aus dem Kanon der Schulautoren.
Ariadne musica: Titelblatt des Drucks Augsburg 1715
Ariadne musica ist eine Sammlung von Orgelkompositionen von Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656–1746). Sie wurde 1702 publiziert und enthält 20 Präludien und Fugen in verschiedenen Tonarten sowie fünf Ricercare über deutsche Kirchenlieder zu verschiedenen Festzeiten des Kirchenjahres. Mit der Nutzung von 20 verschiedenen Tonarten mit bis zu fünf Vorzeichen gilt der Zyklus der Satzpaare „Präludium und Fuge“ als wichtiger Vorläufer des Wohltemperierten Klaviers von Johann Sebastian Bach.
Mit dem Titel spielt Fischer auf die Strategie des Ariadnefadens und damit auf eine Geschichte aus der griechischen Mythologie an: Ariadne half Theseus, mit Hilfe eines Fadens aus einem Labyrinth wieder herauszufinden. In ähnlicher Weise soll Fischers Werk den Spieler durch die Schwierigkeiten der ungewöhnlichen Tonarten führen.
Das Stadtschloss Jena war ein Residenzschloss mit Nebengebäuden in Jena. Es wurde ab dem 13. Jahrhundert mehrmals umgebaut und befand sich in der Nordostecke innerhalb der Jenaer Stadtmauer. Anfangs als Residenzschloss genutzt, wandelte man das Schloss und seine Nebengebäude nach Aussterben der Linie Sachsen-Jena zur Bibliothek und als Museum um, auch wissenschaftliche Sammlungen waren dort untergebracht. 1905 musste das Jenaer Schloss mit seinen Nebengebäuden dem Neubau des Universitätshauptgebäudes weichen.
Das Gyūtō (japanisch 牛刀, etwa „Rind-Messer“ /ɡʲɯːtoː/ anhörenⓘ/?) ist ein japanisches Küchenmesser (Hōchō), das als Pendant zum europäischen Kochmesser gilt und ähnlich vielseitig eingesetzt wird. Die Klinge ist schlank und relativ lang, beidseitig geschliffen und für ziehende oder schiebende Schnitte ausgelegt. Im Vergleich zu traditionellen deutschen Kochmessern besitzt sie einen flacheren Schneidenverlauf und einen geringeren Bauch. Gyūtō werden häufig aus hochgehärteten Kohlenstoffstählen gefertigt, wodurch sie eine hohe Schnitthaltigkeit erreichen, jedoch empfindlicher gegenüber mechanischen Belastungen sind. Der Messertyp entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts während der Meiji-Ära, als sich die japanische Esskultur unter westlichem Einfluss veränderte und der Konsum von Fleisch zunahm. In dieser Phase übernahmen japanische Schmiede Formen europäischer Kochmesser und entwickelten daraus das Gyūtō als eigenständige Variante.
Der Name Gyūtō bedeutet wörtlich „Rinderschwert“ oder „Rindermesser“ (von japanisch gyū (牛) „Rind“ und tō (刀) „einschneidiges Schwert“, „einschneidige Klinge“ oder „Messer“). Vielfach wird das Gyūtō auch schlicht als „japanisches Kochmesser“ bezeichnet.
Frontispiz und Titelblatt von John Tolands antikatholischem Traktat Hypatia: Or the History of a most beautiful, most vertuous, most learned, and every way accomplish’d Lady