Kyros II.

Kyros II. (altpersisch Kūruš, neupersisch کوروش بزرگ Kurosch-e bozorg, ‚Kurosch der Große‘, babylonisch Kuraš, elamisch Kuraš, aramäisch Kureš, hebräisch כורש Koreš, altgriechisch Κῦρος Kŷros, lateinisch Cyrus; * um 590 bis 580 v. Chr.; † August 530 v. Chr.),[1] oft auch Kyros der Große genannt, Sohn des Kambyses I., regierte Persien von etwa 559 bis 530 v. Chr.[2] als sechster König der Achämeniden-Dynastie und ernannte seinen ältesten Sohn Kambyses II. zum Nachfolger.
Kyros weitete durch seine Expansionspolitik die Grenzen des ehemals kleinen altpersischen Reichs deutlich aus, das unter seinen Nachfolgern von Indien über Iran, Babylon, Kleinasien bis Ägypten reichte und bis 330 v. Chr. bestand, ehe es von Alexander dem Großen erobert wurde.
Archäologische Kampagnen und inzwischen verbesserte Übertragungen einer Reihe von Keilschrifttexten führten zu neuen Erkenntnissen, die das bisherige Bild des historischen Kyros verfeinern konnten. Schon bald nach seinem Tod wurde der Perserkönig von seinem Volk als idealer König legendenhaft verklärt. Die Griechen übernahmen diese positive Sichtweise. Sie wurde durch seine Darstellung in der Bibel als religiös toleranter Regent verstärkt und beherrscht bis heute seine Beurteilung. Seine Person gilt heute noch als das Vorzeigebild eines Königs und Herrschers.
Historische Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erhaltenen Berichte der antiken Historiker gehen insbesondere über die Herkunft und frühen Jahre des Kyros wegen der schon sehr früh aufgekommenen, widersprüchlichen Legenden weit auseinander. Die höchste Glaubwürdigkeit schreibt man den zeitgenössischen Keilschrifttexten zu, anhand derer Wissenschaftler die Aussagen der griechischen Historiker teilweise überprüfen können.
Primärquellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kyros II. ist der erste Herrscher des Achämenidenreichs, der durch Inschriften und Baudenkmäler als Herrscherpersönlichkeit greifbar ist.[3] Als Primärquellen für Kyros II. gelten archäologische Zeugnisse und drei Inschriften, die von Kyros II. selbst verfasst oder in seinem Auftrag angefertigt wurden. Die Inschriften sind in neu-babylonischer Keilschrift abgefasst. Der Kyros-Zylinder wurde in Babylon gefunden; eine Inschrift stammt von Uruk (Kyros A) und die dritte von Ur (Kyros B). Ob die drei Inschriften aus Pasargadae, CMa, CMb, CMc und drei weitere Fragmente (Zendan-Inschrift und CM-Fragmente) Kyros II. zugewiesen werden können, konnte noch nicht eindeutig beantwortet werden. Bedeutend ist ferner die sogenannte Nabonid-Chronik, benannt nach dem von Kyros besiegten Nabonid, die in ihrem lesbaren Teil über die letzten Jahre des selbstständigen Babylonien und seine Eroberung durch Kyros berichtet.
Antike Historiker
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den antiken griechischen Autoren ist Herodot rund einhundert Jahre nach Kyros der Historiker, der die früheste Darstellung überliefert, die auch vollständig erhalten ist.[4] Deshalb ist er die griechische Hauptquelle über das Leben des Kyros. Schon er kannte verschiedene Legenden über den Perserkönig, so zum Beispiel sowohl über seine Jugendjahre als auch seine Todesumstände. Deshalb wählte er unter den ihm vorliegenden Fassungen die ihm „am wahrscheinlichsten“ erscheinende Variante aus.
Die schon bei Herodot teilweise übernommenen ausschmückenden Elemente entwickelten sich bei späteren Geschichtsschreibern noch ausgeprägter. Dies gilt insbesondere für das politisch motivierte Werk Erziehung des Kyros von Xenophon. Aber auch die umfangreichen Darstellungen des Historikers Ktesias von Knidos über die Geschichte der Perser in seinen Persika, die in den Bänden 7–11 über Kyros berichtet, jedoch heute nur noch in Fragmentform in Auszügen des byzantinischen Patriarchen Photios vorliegt, werden von der Forschung als zweifelhaft und schwer überprüfbar angesehen.
Ein ausführliches Exzerpt des Nikolaos von Damaskus hat die Jugend und den frühen Aufstieg des Perserkönigs zum Inhalt. Der Althistoriker Richard Laqueur widersprach in einer textkritischen Analyse der allgemein verbreiteten, unter anderem von Felix Jacoby vertretenen Ansicht, dass dieser von Nikolaos von Damaskus überlieferte Bericht ein reines Exzerpt aus Ktesias sei. Vielmehr nimmt Laqueur an, dass Nikolaos zwei Quellen ineinanderarbeitete: Die Hauptquelle sei ein lydischer Autor, vielleicht Xanthos, gewesen, der Kyros gegenüber eine ähnlich positive Auffassung wie Herodot vertreten und ihn als edlen Helden gefeiert habe. Ganz anders sei die Anschauung der von Nikolaos verwendeten Nebenquelle gewesen, die Laqueur mit Ktesias identifiziert: Der so lange am Perserhof lebende griechische Historiker habe den Gründer des Perserreiches als Person niedriger Abstammung charakterisiert, die völlig unselbstständig gehandelt habe und nur durch die Hilfe anderer geleitet und schließlich auf den Thron gehoben worden sei. Nach dieser Analyse gab Ktesias ein äußerst negatives Porträt von Kyros und alle Berührungspunkte der Darstellung des Herodot mit Nikolaos beruhten auf dessen lydischer Quelle. Es ist möglich, dass die Erzählung Herodots lydischen Ursprungs ist, nur hat er diese Quelle nicht so rein erhalten wie Xanthos.[5]
Der babylonische Historiker Berossos ist zu den Quellen zu zählen, die mehrheitlich zuverlässige Darstellungen enthalten, zum Beispiel auch in dem kurzen erhaltenen Exzerpt, das über die Eroberung Babylons berichtet. Über das Grab des Kyros berichten außerdem Fragmente der Alexanderhistoriker.
Schließlich spielt Kyros „als Befreier“ des jüdischen Volks aus dem Babylonischen Exil eine prominente Rolle in der Bibel und wird dementsprechend dargestellt.[6]
Name
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Herkunft und Deutung des Namens ist nach wie vor umstritten. Wouter F. M. Henkelman postuliert eine elamische Herkunft und übersetzt ihn mit „verliehene Sorgfalt“, „beschützt“ oder auch „Vermittler des Glücks“.[7] Sprachwissenschaftler wie beispielsweise Karl Hoffmann und Rüdiger Schmitt übersetzen den Namen mit „Gnädiger Herrscher über die Feinde/Herrscher mit dem gnädigen Urteil über die Feinde“. Eine Ableitung aus der vedischen Sprache unter Verwendung von „Ku, ru-“ auf „junger Mann oder Kind“ wird ebenfalls erwogen.[8]
Die antiken Historiker Ktesias von Knidos und Plutarch übersetzten den Namen Kyros mit „Sonne“ (Kur-u). Zusätzlich erfolgte der Versuch, eine Erweiterung auf „wie die Sonne“ vorzunehmen, da ein Bezug zur indoeuropäischen Wortwurzel „khor“ und dem Suffix „-vash“ hergestellt wurde.[9] Diese Übersetzung wird aber zwischenzeitlich von der modernen Forschung abgelehnt.[8]
Herkunft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Herodots Angaben zur Abstammungslinie des Kyros werden durch die inschriftlichen Ausführungen des Kyros-Zylinders väterlicherseits bestätigt. Demnach war der Perserkönig ein Sohn des Kambyses I. und Enkel des Kyros I.[10] Die Mutter von Kyros war laut Herodot Mandane, die Tochter des Astyages, unter dessen Oberherrschaft Kyros’ Vater Kambyses I. als „König von Anschan“ (wie sich und seine Vorfahren in den 30er Jahren des 6. Jahrhunderts v. Chr. Kyros der Große nannte[11]). Astyages war zu diesem Zeitpunkt als maßgeblicher Heerführer mit dem medischen Herrschertitel versehen.[12] Ktesias bestritt die Ausführungen Herodots und nannte eine andere Genealogie der Eltern des Perserkönigs, der demnach kein Königssohn, sondern der Sohn eines Räubers und einer Ziegenhirtin gewesen sei. Herodots Bericht erzählt, dass Astyages, durch einen Traum gewarnt, eine Gefahr im kleinen Kyros erkannte und ihn deshalb töten lassen wollte, der Säugling jedoch stattdessen ohne Wissen des Herrschers von einem im fernen Gebirge wohnenden Hirten, dessen Frau ein totes Kind gebar, das heimlich gegen Kyros ausgetauscht worden sein soll, großgezogen und so errettet wurde. All diese Versionen verbinden volkstümliche Themen mit uralten mesopotamischen Überlieferungen wie zum Beispiel mit derjenigen von Sargon von Akkad. Dabei variieren sie je nach Inspiration der Volkserzähler und politischen Zielen. Ihnen gemeinsam ist die Ansiedelung der Ursprünge von Kyros II. im Kontext der Beziehungen zwischen den mächtigen Medern und ihren persischen Vasallen.[13]
Der Zylinder-Inschrift, der Nabonid-Chronik und einem weiteren Keilschrifttext kann entnommen werden, dass Kyros um 559 v. Chr. als regionales Mitglied der medischen Konföderation seinem Vater Kambyses I. als König von Anschan folgte.[14]
Die Genealogie von Kyros II. und sein verwandtschaftliches Verhältnis zu Dareios I. werden bis heute diskutiert. Sie konzentriert sich auf die drei Inschriften aus Pasargadae, in denen Kyros II. als Achämenide bezeichnet wird. Die zeitliche Festlegung und die Zuweisung an den Auftraggeber der Inschriften spielen dabei die zentrale Rolle. Die Inschrift CMa wurde in der Empfangshalle (Palast S) und am Tor R gefunden, die zum ältesten Teil der Palastanlage von Pasargadae gehören. Bei der Inschrift CMc stehen die von den Griechen erfundenen Stilmerkmale in der dargestellten Kleidung der Königsfigur im Mittelpunkt, deren zeitliche Festlegung eine eindeutige Zuweisung ermöglichen könnten. Bei der dritten Inschrift, CMb, hofft man immer noch, bei zukünftigen Grabungen in Pasargadae Fragmente zu finden, um den Text wieder ganz herstellen zu können. Durch den Fundort im Palast P, der erst nach dem Tod von Kyros II. fertig gestellt wurde, und einem Fragment mit einem Teil des Namens von Dareios I. könnte diese Inschrift noch am ehesten Dareios I. zugewiesen werden. Aber da der Text unsicher ist, ist auch hier der Auftraggeber der Inschrift offen. Ebenso ungewiss ist der Ausgang der wissenschaftlichen Diskussion, ob Kyros II. als Teispide oder als Achämenide bezeichnet werden kann.
Sturz des Astyages
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Auseinandersetzungen zwischen Kyros und Astyages werden in zwei Keilschrifttexten beschrieben. Babylon kannte weder die Bezeichnung Medien noch den Königsnamen Astyages und verwendete, wie auch zum Beispiel im Sippar-Zylinder, die babylonischen Begriffe „König Ištumegu aus Umman-Manda“ („Irgendwo-da-Land“). Der Gott Marduk erzählte Nabonid in einem Traum, dass Ištumegu von dem militärisch viel schwächeren Kyros geschlagen, gefangen und in sein Königreich Anschan verschleppt wurde. Der Text über den Krieg gegen Astyages in der Nabonid-Chronik ist infolge Beschädigung schwer lesbar, doch konnten folgende ergänzenden Nachrichten übersetzt werden: Das medische Heer rebellierte gegen Astyages und lieferte ihn an Kyros aus, der daraufhin in die Mederhauptstadt Agamtanu (Ekbatana) einzog und die Reichtümer der Stadt nach Anschan schaffen ließ. Dazu passt einigermaßen der Bericht des Herodot, dass ein Höfling namens Harpagos, der einst Astyages’ Befehl der Tötung des kleinen Kyros nicht ausgeführt haben und dafür mit der Ermordung seines eigenen Sohnes bestraft worden sein soll, zu Kyros überging, so dass der Mederkönig seine Armee persönlich in die nächste Schlacht führte, aber unterlag und gefangen genommen wurde.[15] Die Darstellung Herodots dürfte richtigerweise bestätigen, dass Kyros einen mächtigen Helfer in Astyages’ Militärstab hatte. Ob dieser aber Harpagos hieß, muss offenbleiben.
Der Sturz des Astyages fand nach Angaben der Nabonid-Chronik 550 v. Chr. in Nabonids sechstem Regierungsjahr statt. In den Inschriften des Sippar-Zylinders wird in Nabonids drittem Regierungsjahr das „Erwachen des Kyros“ geschildert, der mit einem Heer gegen Astyages zog. Der scheinbar zeitliche Widerspruch zeigt, dass der Mederfeldzug des Kyros nachträglich vermerkt und in das dritte Regierungsjahr des Babylonierkönigs verlegt wurde, um eine zeitliche Überschneidung mit dem Tayma-Aufenthalt zu vermeiden, der im sonstigen Bericht des Sippar-Zylinders keine besondere Erwähnung findet.[16]
Den Hintergrund zeigt die Tendenzschrift des Kyrosorakels, das als nachträgliche Prophezeiung (vaticinium ex eventu) erst später erstellt wurde. Nabonid äußerte Besorgnis über die Belagerung Harrans durch die Meder, welche damit einen sofortigen Wiederaufbau des Tempels Ehulhul 555 v. Chr. unmöglich machten. Der Mondgott Sin prophezeite dem Babylonierkönig als Antwort, „dass die Meder, ihr Land und ihre Könige sowie alle Verbündeten bald durch die Hand eines anderen Königs vernichtet werden“. Das Jahr der Verheißung verlegte Nabonid auf 553 v. Chr. in sein drittes Regierungsjahr, um einen rechtzeitigen Baubeginn vorzutäuschen. Die dem Babylonierkönig feindlich gesinnte Marduk-Priesterschaft hatte in ihren Schmähschriften den „Zorn Sins“ als Grund genannt, der zur „göttlichen Ausweisung Nabonids nach Tayma“ führte, mit der Sin das Versagen des Babylonierkönigs hinsichtlich der heiligen Pflichten bestrafen wollte.[16]
Es ergibt sich aus diesen Angaben der wahrscheinliche Ablauf, dass der Sturz des Astyages sich in Teilschritten vollzog und Kyros über mehrere Jahre einzelne Feldzüge gegen die anderen Partner des Astyages führte, die im Jahr 553 v. Chr. in der Region Harran ihren Anfang nahmen. Die endgültige Übernahme der Meder-Konföderation durch die Perser wird deshalb zumeist auf 550 v. Chr. angesetzt.[17]
Der romanhafte Bericht des sich auf Ktesias stützenden Nikolaos von Damaskus erwähnt die keilschriftlich belegten Details, dass Kyros in die feindliche Hauptstadt eindrang und sich ihrer Schätze bemächtigte; ein Punkt, der von Herodot ausgelassen wurde. Nach einem anderen Fragment des Ktesias setzte Kyros den überwundenen Astyages zum Herrscher in Hyrkanien am Kaspischen Meer ein.
Kyros residierte später in mindestens zwei Hauptstädten. Das von den Medern eroberte Ekbatana (entspricht heute ungefähr Hamadan) wurde in den Sommermonaten genutzt. Als neue Metropole folgte die Errichtung von Pasargadae in der Persis; angeblich an der Stelle seines Sieges über Astyages. Nach Fertigstellung hielt er dort im Winter Hof.[18]
Militärische Expansionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Medische Fürstentümer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach der kampflosen Einnahme von Ekbatana im Jahr 550 v. Chr. begann Kyros ab 549 v. Chr. mit der Unterwerfung der Fürstentümer und Regionen, die früher zur medischen Konföderation gehörten. Diese umfassten wahrscheinlich Parthien und Gebiete südlich des Urmiasees im Zagros-Gebirge.[19]
Auf Grund von Berichten der griechischen Historiker nahm die Forschung früher an, dass Kyros seine militärischen Expansionen als Vasall des Astyages begann. Archäologische Grabungen und neue keilschriftliche Auswertungen der Nachbarländer lassen den Schluss zu, dass die Achämeniden keine Untertanen der Meder waren: „Die Achämeniden standen zu keiner Zeit in einem medischen Abhängigkeitsverhältnis, übernahmen aber von den Medern einen gut funktionierenden Verwaltungs- und Militärapparat“.[20]
Urartu
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Feldzugsstationen auf dem Weg nach Urartu. (Länder-Angaben weisen das Zentrum von Paršua und Medien aus). Physische Karte von Irak und Umgebung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Feldzugsstationen von Kyros (Länder-Angaben weisen das Zentrum des jeweiligen Staates aus). Große Karte: Irak Kleine Karte: Saudi-Arabien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Achaimenes 1. König, Regent von Persien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Teispes 2. König, Regent von Anschan | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ariaramna I. 3. König, König in der Persis | Kyros I. 4. König, König von Anschan | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Arschama I. Regionalregent | Kambyses I. 5. König, König von Anschan | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Hystaspes Satrap | Kyros II. 6. König, Regent von Persien | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dareios I. 9. König, Regent von Persien | Kambyses II. 7. König, Regent von Persien | Bardiya 8. König, Regent von Persien (oder Gaumata als Smerdis) | Artystone Prinzessin | Atossa Prinzessin | Roxane Prinzessin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Xerxes I. 10. König, Regent von Persien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Artaxerxes I. 11. König, Regent von Persien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hanspeter Schaudig: Die Inschriften Nabonids von Babylon und Kyros’ des Großen, samt den in ihrem Umfeld entstandenen Tendenzschriften (= Alter Orient und Altes Testament. Band 256). Ugarit-Verlag, Münster 2001, ISBN 3-927120-75-8.
- Otto Kaiser (Hrsg.): Texte aus der Umwelt des Alten Testaments, Band 1. Alte Folge. Mohn, Gütersloh 1984, ISBN 3-579-00063-2.
- James B. Pritchard: Ancient Near Eastern Texts. Pro Quest, Ann Arbor (Mich.) 2005, ISBN 0-691-03503-2 (Reprint).
- Adolf Leo Oppenheim: The cuneiform texts. O. O. 1970 (Übersetzungen von James B. Pritchards Ancient near Eastern texts).
- Joseph Feix (Hrsg.): Herodots Historien, Griechisch-Deutsch (Sammlung Tusculum). 2 Bände, 5. Auflage, Artemis, München 1995.
- Walther Hinz: Kyros. In: Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie. Band 6, 1980–1983, S. 401.
- Rainer Nickel (Hrsg.): Xenophons Kyrupädie, Griechisch-Deutsch (Sammlung Tusculum). Artemis & Winkler, München 1992, ISBN 3-7608-1670-3.
- Dominique Lenfant (Hrsg.): Ctésias de Cnide. La Perse, l’Inde, autres fragments. In: Les Belles lettres, Paris 2004, ISBN 2-251-00518-8.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Standardwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Annemarie Ambühl: Kyros. In: Peter von Möllendorff, Annette Simonis, Linda Simonis (Hrsg.): Historische Gestalten der Antike. Rezeption in Literatur, Kunst und Musik (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band 8). Metzler, Stuttgart/Weimar 2013, ISBN 978-3-476-02468-8, Sp. 595–602.
- Muhammad A. Dandamayev: Cyrus II the Great. In: Ehsan Yarshater (Hrsg.): Encyclopædia Iranica. Band 6 (5), 1993, ISBN 1-56859-007-5, S. 516–521 (englisch, iranicaonline.org – mit Literaturangaben)..
- Heidemarie Koch: Achämeniden-Studien. Harrassowitz, Wiesbaden 1993, ISBN 3-447-03328-2.
- Lynette Mitchell: Cyrus the Great: a biography of kingship. (Routledge ancient biographies). Routledge, New York 2023.
- Robert Rollinger: Herodots babylonischer Logos. Eine kritische Untersuchung der Glaubwürdigkeitsdiskussion an Hand ausgewählter Beispiele – Historische Parallelüberlieferung – Argumentation – Archäologischer Befund – Konsequenzen für eine Geschichte Babylons in persischer Zeit. Verlag des Instituts für Sprachwissenschaft der Universität Innsbruck, Innsbruck 1993, ISBN 3-85124-165-7 (zugleich Diplomarbeit, Universität Innsbruck 1989).
- M. Rahim Shayegan (Hrsg.): Cyrus the Great: Life and Lore. Harvard University Press, Cambridge, Massachusetts / London 2018, ISBN 978-0-674-98738-8.
- Klaas R. Veenhof: Geschichte des Alten Orients bis zur Zeit Alexanders des Großen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-51686-X.
- Matt Waters: King of the World. The Life of Cyrus the Great. Oxford University Press, Oxford 2022.
- Franz Heinrich Weißbach: Kyros 6. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Supplementband IV, Stuttgart 1924, Sp. 1129–1166.
- Josef Wiesehöfer: Das antike Persien 550 v. Chr bis 650 n. Chr. Patmos, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-96151-3.
- Josef Wiesehöfer: Kyros 2. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 6, Metzler, Stuttgart 1999, ISBN 3-476-01476-2, Sp. 1014–1017.
- Rainer Kessler: Kyros II.. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 4, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7, Sp. 900–902.
Einzeluntersuchungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Robert Rollinger: The Median Empire, the End of Urartu and Cyrus the Great Campaign in 547 v. Chr. (Nabonaidus Chronicle II 16). In: Ancient West & East, Band 7, 2009, S. 49–63 (Digitalisat).
- Robert Rollinger: Das Phantom des Medischen „Großreichs“ und die Behistun-Inschrift. In: Ancient Iran and its Neighbours. Studies in hounour of Prof. Józef Wolski on occasion of his 95th birthday (= Electrum. Band 10). Wydawn. Uniwersytetu Jagiellońskiego, Krakau 2005, ISBN 978-83-233-1946-7, S. 11–29.
- Robert Rollinger: Medien. In: Walter Eder, Johannes Renger (Hrsg.): Herrscherchronologien der antiken Welt. Namen, Daten, Dynastien (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band 1). Metzler, Stuttgart/Weimar 2004, ISBN 3-476-01912-8, S. 112–115.
- Josef Wiesehöfer: Kontinuität oder Zäsur – Babylon unter den Achämeniden. In: Johannes Renger (Hrsg.): Babylon – Focus mesopotamischer Geschichte. Wiege früherer Gelehrsamkeit als Mythos der Moderne. 2. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft. Saarbrücker Druckerei und Verlag, Saarbrücken 1999, ISBN 3-930843-54-4, S. 29–48.
- Josef Wiesehöfer: Daniel, Herodot und „Dareios (Kyros II.) der Meder“. Auch ein Beitrag zur Idee der Abfolge von Weltreichen. In: Von Sumer bis Homer. Festschrift für Manfred Schretter zum 60. Geburtstag (= Alter Orient und Altes Testament. Band 325). Ugarit-Verlag, Münster 2005, ISBN 3-934628-66-4, S. 647–653.
- Reinhard-Gregor Kratz: Das Judentum im Zeitalter des Zweiten Tempels (= Forschungen zum Alten Testament. Band 42). Mohr Siebeck, Tübingen 2006, ISBN 3-16-148835-0.
- Mischa Meier: Deiokes, König der Meder – Eine Herodot-Episode in ihren Kontexten (= Oriens et Occidens. Band 7). Franz Steiner, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08585-8.
- Vesta S. Curtis, Sarah Stewart: The Idea of Iran, Band 1: Birth of the Persian Empire. Tauris, London 2005, ISBN 1-84511-062-5.
- Ran Zadok: Répertoire géographique des textes cunéiformes, Teil 8: Geographical names according to new- and late-Babylonian texts. Reichert, Wiesbaden 1985, ISBN 3-88226-234-6.
- Albert-Kirk Grayson: Assyrian and Babylonian chronicles (= Texts from cuneiform sources. Band 5). Augustin, New York 1975.
- Jack Cargill: The Nabonidus Chronicle and the Fall of Lydia. Consensus with Feet of Clay. In: American Journal of Ancient History, Band 2, 1977, S. 97–116.
- Sidney Smith: Babylonian Historical Texts to the Capture and downfall of Babylon. Methuen, London 1924 (Nachdruck Olms, Hildesheim 1975, ISBN 3-487-05615-1).
- Alireza Shapour Shahbazi: Old Persian inscriptions of the Persepolis platform: plates I–XLVIII (= Corpus inscriptionum Iranicarum. Teil 1: Inscriptions of ancient Iran. Band 1, Portfolio 1). Lund Humphries, London 1985, ISBN 0-85331-489-6.
- Manfred Mayrhofer: Zum Namensgut des Avesta. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1977, ISBN 3-7001-0196-1.
- Martin L. West: Early Greek philosophy and the Orient. Clarendon Press, Oxford 1971 (Nachdruck Oxford University Press, Oxford 2002, ISBN 0-19-814289-7).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Kyros II. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Bilder des Kyros-Grabs ( vom 20. Januar 2015 im Webarchiv archive.today)
Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Das Geburtsjahr ist eine Schätzung und der Encyclopædia Britannica (15. Auflage, 2007, Band 3, S. 831, Artikel Cyrus II.) entnommen. Unwahrscheinlich ist die Berechnung des Geburtsjahres auf 600 v. Chr. nach dem griechischen Historiker Dinon von Kolophon (zitiert bei Cicero, De Divinatione 1,23), laut dem Kyros II. 70 Jahre alt wurde, weil diese Angabe unzuverlässig ist (so schon F. H. Weißbach, in: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE), Supplementband IV, Sp. 1157). Das Todesjahr ist durch Datierungen von Keilschrifttexten gesichert.
- 1 2 Josef Wiesehöfer: Kyros 2. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 6, Metzler, Stuttgart 1999, ISBN 3-476-01476-2, Sp. 1014–1017, hier Sp. 1014.
- ↑ Erika Bleibtreu: Achaimenidische Kunst. In: Wilfried Seipel (Hrsg.): 7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran. Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 186–219, hier: S. 187.
- ↑ Herodot, Historien, 1. Buch, ab 46. Spalte.
- ↑ Richard Laqueur: Nikolaos 20. In: RE XVII 1, Sp. 362–424, hier: Sp. 375–390.
- ↑ F. H. Weißbach: Kyros II. In: RE, Supplementband IV., Sp. 1129–1131.
- ↑ Wouter F. M. Henkelman: Cyrus the Persian and Darius the Elamite: a Case of Mistaken Identity. In: Robert Rollinger, Brigitte Truschnegg, Reinhold Bichler (Hrsg.): Herodot und das Persische Weltreich. Akten des 3. Internationalen Kolloquiums zum Thema „Vorderasien im Spannungsfeld klassischer und altorientalischer Überlieferungen“. Innsbruck 24.–28. November 2008. Wiesbaden 2011, S. 585. Der Autor verwendet im englischen Text folgende Begriffe: „[DN] bestowed care“, „[DN] protected“ und „[DN] gave fortune“, wobei die Abkürzung [DN] für „göttlicher Name“ steht, siehe dazu Wouter F. M. Henkelman: The other gods who are. Leiden 2008, S. XXVI.
- 1 2 Rüdiger Schmitt und Karl Hoffmann in der Encyclopædia Iranica (online)
- ↑ Plutarch: Artaxerxes 1. 3; Photius, Epitome of Ktesias’ Persica 52 ( vom 16. Oktober 2010 im Internet Archive)
- ↑ Allerdings charakterisierte Herodot Kambyses I. fälschlich als einen Perser mittleren Standes, während ihn Xenophon richtiger als „König der Perser“ bezeichnet.
- ↑ Josef Wiesehöfer: Die Geschichte Irans von den Achaimeniden bis in frühislamische Zeit. In: Wilfried Seipel (Hrsg.): 7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran. Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, ISBN 3-85497-018-8, S. 54–74, hier: S. 55.
- ↑ Robert Rollinger: Das Phantom des Medischen „Großreichs“; in Edward Dabrowa: Ancient Iran and its Neighbours; Krakau 2005, S. 21.
- ↑ Pierre Briant: Histoire de l’Empire perse. De Cyrus à Alexandre. Paris 1996. S. 26.
- ↑ Das Jahr vom Herrschaftsantritt des Kyros wird geschätzt nach seinem sicher feststehenden Todesjahr (530 v. Chr.) und der Angabe des Herodot (Historien 1, 214, 3), dass er 29 Jahre regiert habe. Auch nach Diodor (Eusebius von Caesarea, Praeparatio evangelica 10,10) wurde Kyros Anfang der 55. Olympiade (um 560 v. Chr.) König.
- ↑ Herodot, Historien 1, 123–128
- 1 2 Reinhard-Gregor Kratz: Das Judentum im Zeitalter des Zweiten Tempels; Studienausgabe aus der Schriftenreihe: Forschungen zum Alten Testament, Nr. 42; Tübingen: Mohr (Siebeck), 2006; S. 44–47.
- ↑ F.H. Weißbach: Kyros II. In: RE, Supplementband IV., Sp. 1142–1144; M. Dandamayev: Cyrus II. In: Encyclopædia Iranica, Bd. 6, S. 517–518
- ↑ Cyrus II. In: Encyclopædia Britannica, 2007, Bd. 3, S. 831.
- ↑ M. Dandamayev: Cyrus II. In: Encyclopædia Iranica, vol. 6, S. 518.
- ↑ Mischa Meier: Deiokes, König der Meder, Steiner, Stuttgart 2004, S. 19.
- ↑ J. Cargill: The Nabonidus Chronicle and the Fall of Lydia; in: American Journal of Ancient History 2 (1977), S. 97–116
- ↑ „Diese Lesung bildet die neue Grundlage aller zukünftigen Auswertungen“. In: Robert Rollinger: The Median Empire, the End of Urartu and Cyrus the Great Campaigne 547 v. Chr. in Nabonaid Chronicle II 16. In: Proceedings of the 1st International Conference on Ancient Cultural Relations between Iran and West-Asia, Teheran 2004, S. 5–6.
- ↑ Robert Rollinger: The Median Empire, the End of Urartu and Cyrus the Great Campaigne 547 v. Chr. in Nabonaid Chronicle II 16; in: Proceedings of the 1st International Conference on Ancient Cultural Relations between Iran and West-Asia; Teheran 2004, S. 5–6.
- 1 2 3 Dietz-Otto Edzard: Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie (RLA), Band 6; Berlin 1983; S. 401.
- 1 2 3 4 5 6 Dietz-Otto Edzard: Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie (RLA), Band 6; Berlin 1983; S. 402.
- ↑ Laut der hier bruchstückhaften Nabonid-Chronik tötete Kyros II. 547 v. Chr. nach einem Feldzug einen König; das nicht genau entzifferbare Land wird nun „Urartu“ gelesen. Die Chronik des Eusebius von Caesarea setzt den Sturz des Krösus dagegen ins Jahr 547 v. Chr.; die Manuskripte der Chronik des auf Eusebius beruhenden Hieronymus schwanken zwischen 548 und 545 v. Chr.; das Marmor Parium nennt als Ende des Lyderreichs etwa das Jahr 541/540 v. Chr.
- ↑ Wichtigste Quelle für den Kampf zwischen Krösus und Kyros II. ist Herodot (Historien 1, 71; 1, 75–81; 1, 83–84).
- ↑ Eusebius von Caesarea, Chronik (armenisch), p. 33, 8–9 ed. Karst
- ↑ Bakchylides 3, 23ff.
- ↑ Herodot, Historien 1, 85–87; bei Xenophon (Erziehung des Kyros 7, 2) verhält sich Kyros II. geradezu „gentlemanlike“ gegenüber Krösus.
- ↑ Hauptbericht bei Herodot, Historien 1, 154–176.
- ↑ Belsazar siegelte als Sohn und öffentlicher Stellvertreter Nabonids nur vom 4.–13. Regierungsjahr, vgl. dazu: Klaas R. Veenhof: Geschichte des Alten Orients bis zur Zeit Alexanders des Großen – Grundrisse zum Alten Testament; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2001; S. 284.
- 1 2 Josef Wiesehöfer: Kyros 2. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 6, Metzler, Stuttgart 1999, ISBN 3-476-01476-2, Sp. 1014–1017, hier Sp. 1015.
- ↑ Die Nabonid-Chronik nennt den Monat Adaruu im 16. Regierungsjahr und damit verbundene Angriffe der Perser.
- ↑ Die Gleichsetzung des Namens Ugabru mit Gobryas gilt als keinesfalls gesichert. Es wird daher der Name Ugbaru verwendet, der so auch in der Nabonid-Chronik aufgeführt ist. Siehe hierzu auch Rüdiger Schmitt in der Encyclopædia Iranica online
- ↑ Das ist umgerechnet der 6. Oktober. Der Beginn des 16. Taschritu fiel im proleptischen julianischen Kalender 539 v. Chr. auf den Abend des 12. Oktober – dauerte bis zum Abend des 13. Oktober – und der Frühlingsanfang auf den 28. März. In Umrechnung auf den heutigen gregorianischen Kalender müssen daher 7 Tage in Abzug gebracht werden. Nicht geklärt ist, ob das Datum auf den tatsächlichen babylonischen Mond- oder den statischen Jahreskalender umgerechnet werden muss. Berechnungen nach Jean Meeus: Astronomische Algorithmen – Anwendungen für Ephemeris Tool 4,5, Barth, Leipzig 2000 und Ephemeris Tool 4,5 Umrechnungsprogramm.
- ↑ Ähnlich wie die hier nach der Nabonid-Chronik geschilderte Eroberung Babylons berichtet von den antiken Historikern nur Berossos (bei Eusebius von Caesarea (Chronik, S. 15.20 ed. Karst) und Josephus (Gegen Apion 150ff.)); unhistorisch ist die Darstellung Herodots (Historien 1, 188–191) und Xenophons (Erziehung des Kyros 7, 5), dass Kyros II. den Euphrat ableiten ließ und dadurch in Babylon eindringen konnte.
- ↑ Das ist der 5. Nisanu. Im proleptischen julianischen Kalender 538 v. Chr. fiel der Beginn des 5. Nisanu auf den Abend des 27. März – die Ergreifung der Hände Marduks auf den 28. März – und der Frühlingsanfang auf den 28. März. In Umrechnung auf den heutigen gregorianischen Kalender müssen daher 7 Tage in Abzug gebracht werden. Berechnungen nach Jean Meeus: Astronomische Algorithmen – Anwendungen für Ephemeris Tool 4,5, Barth, Leipzig 2000 und Ephemeris Tool 4,5 Umrechnungsprogramm.
- ↑ Hanspeter Schaudig: The Magnanimous Heart of Cyrus: The Cyrus Cylinder and its Literary Models. In: M. Rahim Shayegan: Cyrus the Great. Life and Lore. Cambridge, Massachusetts, und London 2018, S. 68.
- ↑ Eusebius von Caesarea, Praeparatio evangelica 9, 41; u. a.
- ↑ Gemäß Nabonid-Chronik in der Nacht des 11. Arahsamna. Im proleptischen julianischen Kalender 538 v. Chr. fiel der 11. Arahsamna auf den 25. Oktober und der Frühlingsanfang auf den 28. März. In Umrechnung auf den heutigen gregorianischen Kalender müssen daher 7 Tage in Abzug gebracht werden. Berechnungen nach Jean Meeus: Astronomische Algorithmen – Anwendungen für Ephemeris Tool 4,5, Barth, Leipzig 2000 und Ephemeris Tool 4,5 Umrechnungsprogramm.
- ↑ In der Literatur wird auch die Angabe „kurz danach“ verwendet und meist das Jahr 539 v. Chr. angesetzt. Rüdiger Schmitt verweist jedoch in der Encyclopædia Iranica online ( vom 27. Januar 2005 im Internet Archive) auf die Möglichkeit von „einem Jahr“. Die Nabonid-Chronik setzt entsprechend auch eine einjährige Amtsdauer an.
- ↑ Hubert Cancik: Der Neue Pauly (DNP) – Enzyklopädie der Antike, Band 6; Stuttgart: Metzler, 2003; S. 219.
- ↑ Herodot, Historien 2, 1; 3, 2.
- ↑ Gemäß Nabonid-Chronik am 26. Adaru. Im proleptischen julianischen Kalender 537 v. Chr. fiel der 26. Adaru auf den 4. April und der Frühlingsanfang auf den 28. März. In Umrechnung auf den heutigen gregorianischen Kalender müssen daher 7 Tage in Abzug gebracht werden. Berechnungen nach Jean Meeus: Astronomische Algorithmen – Anwendungen für Ephemeris Tool 4,5, Barth, Leipzig 2000 und Ephemeris Tool 4,5 Umrechnungsprogramm.
- ↑ Die ersten drei Tage waren zwar auch Bestandteil der Neujahrsfeierlichkeiten, aber erst mit dem 4. Tag begannen die Prozessionen für die babylonische Bevölkerung, die danach bis zum 11. Tag andauerten
- ↑ Gemäß Nabonid-Chronik am 4. Nisanu (8 Tage nach dem Todesdatum der Kassandane).
- ↑ Nach Urkunden im 4. Regierungsjahr von Kyros, vgl. dazu Hubert Cancik: Der Neue Pauly (DNP) – Enzyklopädie der Antike. Band 4; Stuttgart: Metzler, 2003; S. 1126. Ein genaues Datum wird in der Chronik nicht genannt. Nach babylonischer Zählung der Regierungsjahre wird das gesamte Jahr dem alten Amtsinhaber zugeschlagen, auch wenn er nicht das volle Jahre regiert hat. Die Amtsübergabe an Gobryas erfolgte im Laufe des Jahres 537 v. Chr.; die Nennung als neuer Amtsinhaber wurde dann offiziell ab 536 v. Chr. chronologisch vermerkt.
- ↑ Reinhard Achenbach: Das Kyros-Orakel in Jesaja 44,24 – 45,7 im Lichte altorientalischer Parallelen, in: Zeitschrift für Altorientalische Rechtsgeschichte, 2005, S. 155–194.
- 1 2 3 Klaas R. Veenhof: Geschichte des Alten Orients bis zur Zeit Alexanders des Großen – Grundrisse zum Alten Testament; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2001; S. 288–291.
- ↑ Herodot: Historien 1, 204–215.
- ↑ Ktesias, S. 133 ff. ed. Gilmore.
- ↑ Aristobulos von Kassandreia, FGrH 139, F 51 bei Arrian, Anabasis 6, 29 und Strabo 15, 3, 7.
- ↑ Berossos bei Eusebius von Caesarea, Chronik, S. 23, ed. Karst.
- ↑ So F.H. Weißbach (Kyros II., In: RE, Supplementband IV, Sp. 1156) zu Xenophon, Erziehung des Kyros 8, 7.
- ↑ Strabo 15, 3, 7; Arrian, Anabasis 6, 29.
- ↑ Plutarch, Alexander 69.
- ↑ F.H. Weißbach: Kyros II. in: RE, Supplementband IV, Sp. 1157–1160; Antigoni Zournatzi: The Tomb of Cyrus. In: Encyclopædia Iranica. Bd. 6, S. 522–524.
- ↑ Herodot, Historien 1, 107–130.
- ↑ Nikolaos von Damaskus bei Felix Jacoby, Die Fragmente der griechischen Historiker (FGrH), Nr. 90, F 66; dazu Ktesias, FGrH 688 F 9.
- ↑ Aischylos, Die Perser 472; 770ff.
- ↑ Aristoteles, Athenaion politeia 5, 8; 5, 15.
- 1 2 3 4 Artikel Kyros II. In: Eric M. Moormann, Wilfried Uitterhoeve: Lexikon der antiken Gestalten. Mit ihrem Fortleben in Kunst, Dichtung und Musik (= Kröners Taschenausgabe. Band 468). Kröner, Stuttgart 1995, ISBN 3-520-46801-8, S. 409–411.
- 1 2 Matthias Schulz: Legenden – Der falsche Friedensfürst auf Spiegel Online vom 7. Juli 2008
- ↑ Elton L. Daniel, The History of Iran, p. 39. Greenwood Publishing Group, 2000. ISBN 0-313-30731-8 (eingeschränkte Online-Version in der Google-Buchsuche-USA)
- ↑ Josef Wiesehöfer: Das antike Persien 550 v. Chr. bis 650 n. Chr. Patmos, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-96151-3, Kapitel „Kyros und Xerxes“
- ↑ Festgabe deutscher Iranisten zur 2500 Jahrfeier Irans, hrsg. Wilhelm Eilers, Stuttgart 1971.
- ↑ Josef Wiesehöfer: Kyros, der Schah und 2500 Jahre Menschenrechte, in: Stephan Conermann (Hrsg.), Mythen, Geschichte(n), Identitäten: Der Kampf um die Vergangenheit, E.B.-Verlag, Hamburg 1999, ISBN 3-930826-52-6, pp. 55–68
- ↑ Josef Wiesehöfer: Kyros 2. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 6, Metzler, Stuttgart 1999, ISBN 3-476-01476-2, Sp. 1014–1017, hier Sp. 1017.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Kambyses I. | Persischer König 559–530 v. Chr. | Kambyses II. |
| Nabonid | König von Babylonien 539–530 v. Chr. Kambyses II. 538 v. Chr. | Kambyses II. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kyros II. |
| ALTERNATIVNAMEN | Kyros der Große |
| KURZBESCHREIBUNG | Begründer des altpersischen Weltreiches |
| GEBURTSDATUM | unsicher: 601 v. Chr. |
| STERBEDATUM | August 530 v. Chr. |






