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Universitätsgebäude Allende-Platz 1 in Hamburg-Rotherbaum
Das Institut für Kriminologische Sozialforschung (kurz IKS) an der Universität Hamburg war das einzige sozialwissenschaftlich verankerte kriminologische Institut in der Bundesrepublik Deutschland. Es wurde im Jahr 2000 am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg gegründet. 2016 wurde das Institut aufgelöst und zum Fachgebiet Kriminologische Sozialforschung am Fachbereich Sozialwissenschaften der WiSo Fakultät der Universität Hamburg. Auch dieses wurde zum Sommersemester 2025 aufgelöst und in das Fachgebiet Soziologie integriert.
Am Institut wurde sozialwissenschaftlich ausgerichtete kriminologische Forschung in der Tradition der Kritischen Kriminologie betrieben. Die Zielsetzung bestand darin, die Kriminologie als eine vom Strafrecht unabhängige autonome Wissenschaft zu etablieren.
In der Lehre wurden am IKS zwei postgraduale Studiengänge angeboten, das viersemestrige Diplomstudium Aufbaustudium Kriminologie mit dem Abschluss Diplom-Kriminologe (ab 2005–2022: Master Internationale Kriminologie) und das Kontaktstudium Kriminologie (seit 2007: Weiterbildender Masterstudiengang Kriminologie). Es handelte sich um die ersten eigenständigen Studiengänge der Kriminologie in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 2022 wird nur noch der Weiterbildungsmaster angeboten.
Diplom-Kriminologe bzw. Diplom-Kriminologin (Abk. Dipl.-Krim.) ist ein akademischer Grad. Er wurde in Deutschland ausschließlich an Hochschulabsolventen des an der Universität Hamburg von 1984 bis 2004 angebotenen postgradualen Diplomstudiengangs „Aufbaustudium Kriminologie“ verliehen. Es handelte sich um den bundesweit ersten eigenständigen akademischen Grad für Kriminologen. Voraussetzung für den Abschluss des Aufbaustudiums war das Erbringen aller vorgeschriebenen Leistungsnachweise sowie eine sechsmonatige Diplomarbeit, die in einer Disputation verteidigt werden musste.
Hinsichtlich seiner Zugangsvoraussetzungen und der Studiendauer entsprach das Aufbaustudium heutigen konsekutiven Masterstudiengängen. Zulassungsvoraussetzung war allerdings kein heutiger Bachelor, sondern ein abgeschlossenes Vollstudium aus der Zeit vor den Bolognareformen (Magister, Diplom, Staatsexamen). Die Absolventen des Aufbaustudiums erhielten durch den erfolgreichen Abschluss eine Doppelqualifikation.
Das Aufbaustudium Kriminologie war forschungsorientiert und eröffnete seinen Absolventen den Zugang zur anschließenden Promotion im Fach Kriminologie (Dr. phil.). Mit seiner sozialwissenschaftlichen Ausrichtung knüpfte es an die Perspektiven der Kritischen Kriminologie an. Seit dem Jahr 2000 war es über das Institut für Kriminologische Sozialforschung ein Teil des Fachbereichs Sozialwissenschaften.
Der Sysendammen ist eine Talsperre in der Kommune Eidfjord der norwegischen Provinz Vestland. Sie liegt 115 Kilometer östlich der Stadt Bergen, am Nordrand der Hochebene Hardangervidda. Mit einem 1160 Meter langen Staudamm wird seit 1980 der Fluss Leiro zum Stausee Sysenvatnet (auch Sysenvatn) aufgestaut, wodurch sich die Fläche des Sees von ursprünglich 2,4 auf 10,5 km² und die Tiefe von 40 auf 100 m beim Stauziel von 940 moh. erhöhte. Der Fluss Leiro und seine Nebenflüsse werden zum Teil von den südlichen Teilgletschern des Hardangerjøkulen gespeist und zudem wird Wasser vom Oberlauf des Bjoreio über Tunnel in den Stausee umgeleitet. Der Sysenvatnet ist das Hauptreservoir für den Sy-Sima-Zweig (620 MW) des Sima-Kraftwerks von Statkraft am Simadalsfjord, mit dem er über ein 22 Kilometer langes Tunnelsystem verbunden ist. Zusätzlich versorgt er seit 2011 das Leiro-Kraftwerk (5 MW) am Fuße des Sysendammen.
Die Demografie Grönlands betrachtet den heutigen Aufbau und historischen Wandel der demografischen Strukturen von Grönland in Bezug auf beispielsweise Bevölkerungszahl, Altersverteilung, Siedlungsgeografie, Migration und Ethnizität. Das Land ist Teil des Königreichs Dänemark und als solches demografisch stark von der kolonialen Vorgeschichte geprägt. Die ursprünglich nur aus wenigen Tausend Inuit bestehende Bevölkerung wurde ab dem 18. Jahrhundert kolonialisiert und vermischte sich mit den skandinavischen Kolonialangestellten. Während in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeitweise knapp ein Fünftel der Bevölkerung aus dänischen Arbeitsmigranten bestanden, ist diese Zahl später wieder gesunken; seit den 2010er und vor allem den 2020er Jahren macht sich stattdessen eine wachsende Zahl asiatischer Arbeitsmigranten in der Bevölkerungsstatistik bemerkbar. Durch die Verbesserung der Lebensbedingungen vervielfachte sich die Einwohnerzahl im 20. Jahrhundert. Ab den 1970er Jahren flachte das Wachstum jedoch durch zeitweise zwangsverhütende Maßnahmen ab. Seither hält sie sich konstant bei etwa 55.000 Personen – soziale Probleme führen zu vielen Todesfällen sowie Auswanderungen.