am 31. Juli 1943 vor Brasilien von brasilianischem Flugzeug versenkt (49 Tote, 12 Kriegsgefangene)
U 199 war ein deutsches U-Boot vom IX D2, das im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine eingesetzt wurde. Es versenkte auf seiner einzigen Feindfahrt 2 Schiffe mit 4361 BRT, wobei insgesamt 12 Menschen starben. U 199 wurde am 31. Juli 1943 vor der brasilianischen Küste von US-amerikanischen und brasilianischen Flugzeugen versenkt, wobei 49 Mann starben und 12 – unter ihnen der Kommandant Hans-Werner Kraus – in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft gerieten.
U 199 lief unter dem Befehl von Kapitänleutnant Hans-Werner Kraus am 13. Mai 1943 von Kiel aus. Nach dem Marsch über die Ostsee wurde Norwegen angelaufen, wo in Kristiansand Brennstoff ergänzt und in Bergen ein neues Metox-Gerät an Bord genommen wurde. Anschließend operierte das Boot im Südatlantik entlang der Küste Brasiliens, vor Rio de Janeiro und Santos. Es konnte auf dieser Unternehmung zwei Schiffe mit zirka 4.361 BRT versenken. Nach 79 Tagen auf See wurde U 199 schließlich von amerikanischen Flugzeugen versenkt.
5. Juli 1943: Versenkung des brasilianischen Segelschiffs Shangri-lá (200 BRT), wobei alle zehn Besatzungsmitglieder starben.
24. Juli 1943: Versenkung des britischen Frachters Henzada (4.161 BRT), wobei zwei Mann starben und 62 vom panamaischen Schiff MV Baltic gerettet wurden.[2]
U 199 sank im ersten und einzigen Einsatz am Morgen des 31. Juli 1943 bei der brasilianischen Küste durch einen vereinten Angriff Brasiliens und der Vereinigten Staaten. Zunächst wurde es durch eine Martin PBM Mariner der US Navy schwer beschädigt und tauchunfähig gemacht und anschließend durch Wasserbomben einer Consolidated PBY Catalina sowie einer Lockheed Hudson der brasilianischen Luftwaffe versenkt. 49 Mann der Besatzung gingen mit dem Boot unter, doch zwölf Mann überlebten die Versenkung und wurden schließlich vom US-amerikanischen Flugzeugmutterschiff USS Barnegat als Kriegsgefangene an Bord genommen. Unter den Geretteten waren sieben Offiziere, darunter Kommandant Hans-Werner Kraus, und fünf Mannschaftsdienstgrade.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. Geleitwort von Prof. Dr. Jürgen Rohwer, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Kommission für Militärgeschichte. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 1996, ISBN 3-8132-0490-1, S. 132.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 1997, ISBN 3-8132-0512-6, S. 95, 211.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 3: Die deutschen U-Boot-Erfolge von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 2001, ISBN 3-8132-0513-4, S. 142.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 4: Die deutschen U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 1999, ISBN 3-8132-0514-2, S. 128.
Erich Gröner, Dieter Jung, Martin Maas: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 3: U-Boote, Hilfskreuzer, Minenschiffe, Netzleger. Bernhard & Graefe Verlag, München 1985, ISBN 3-7637-4802-4.
↑Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u.a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6.
↑U 199.In:U-Boot-Archiv Wiki.Abgerufen am 13.Oktober 2018.