U 159 war ein Tauchboot für ozeanische Verwendung. Es war ein U-Boot vom Zweihüllentyp und hatte eine Wasserverdrängung von 1.120t über und 1.232t unter Wasser. Es hatte eine Länge von 76,76 m, eine Breite von 6,76m und einen Tiefgang von 4,70m. Mit den 2×2.200PS MAN Neunzylinder-Viertakt Dieselmotoren M9V40/46 mit Aufladung konnte eine Höchstgeschwindigkeit über Wasser von 18,3Knoten erreicht werden. Bei 10Knoten Fahrt konnten 12.000 Seemeilen zurückgelegt werden. Die zweimal 500PSSSM Doppel-E-Maschinen GU345/34 hatten 62×62 Akku-Zellen AFA Typ44MAL740W. Es konnte eine Höchstgeschwindigkeit unter Wasser von 7,3Knoten erreicht werden. Bei 4Knoten Fahrt konnte eine Strecke von 64Seemeilen zurückgelegt werden. Aus vierBug- und zweiHecktorpedorohren konnten 22Torpedos oder bis zu 44TMA oder 66TMB-Minen ausgestoßen werden. Die Tauchtiefe betrug 100–200m. Die Schnelltauchzeit betrug 35 Sekunden. Es hatte ein 10,5-cmUtofL/45 Geschütz mit 180Schuss und 1×3,7-cm Fla-Waffen mit 2.625 Schuss, 1×2-cm-Fla-Waffen mit 4.250 Schuss. Ab 1943/44 erfolgte bei diesem Bootstyp der Ausbau der 10,5-cm-Kanone und Einbau von 4×2-cm-Zwillings-Fla-Geschützen mit 8.500 Schuss. Die Besatzungsstärke konnte aus 4Offizieren und 44 Mannschaften bestehen. Die Kosten für den Bau betrugen 6.448.000 Reichsmark.
Der Auftrag für das Boot wurde am 23. Dezember 1939 an die AG Weser in Bremen vergeben. Die Kiellegung erfolgte am 11. November 1940, der Stapellauf am 1. Juli 1941, die Indienststellung unter Kapitänleutnant Helmut Witte fand schließlich am 4. Oktober 1941 statt.
Wie die meisten deutschen U-Boote seiner Zeit trug U159 ein von der Besatzung selbstgewähltes Emblem am Turm: eine stilisierte Darstellung des Sternbilds des Widders.[1]
U159 gehörte vom 4. Oktober 1941 bis zum 30. April 1942 als Ausbildungsboot der 4. U-Flottille in Stettin und vom 1. Mai 1942 bis zu seiner Versenkung am 28. Juli 1943 als Frontboot der 10. U-Flottille in Lorient an.
Es absolvierte fünf Unternehmungen, auf denen 23 Schiffe mit 119.684 BRT versenkt und ein Schiff mit 265 BRT beschädigt wurde. U159 wurde am 18. Juli 1943 in der Karibik durch amerikanische Luftstreitkräfte versenkt. Es gab keine Überlebenden.
Das Boot lief am 22. April 1942 um 7.00 Uhr von Kiel aus. U159 operierte im Nordatlantik, legte Wetterbojen, und verlegte mit dieser Fahrt nach Frankreich.
Am 23. April 1942 lief das Boot um 19.00 Uhr in Kristiansand ein und am 24. April 1942 um 11.00 Uhr wieder aus.
Nach zwölf Tagen auf See und einer zurückgelegten Strecke von 2.312sm über und 122,1sm unter Wasser, lief U159 am 3. Mai 1942 um 9.30 Uhr in Lorient ein. Es konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Das Boot lief am 14. Mai 1942 um 20.00 Uhr von Lorient aus. U 159 operierte im Westatlantik und der Karibik.
Am 21. Mai 1942 wurde im Nordatlantik ostsüdöstlich der Azoren der britische Dampfer New Brunswick (Lage36.883333-22.916667) mit 6.529BRT durch Torpedos versenkt. Er hatte 5.859t Stückgut inklusive Militärgüter sowie 20 Flugzeuge geladen und befand sich auf dem Weg von Glasgow nach Lagos. Es gab drei Tote und 59 Überlebende. Das Schiff gehörte zum Konvoi OS-28 mit 37 Schiffen.
Am 21. Mai 1942 wurde im Nordatlantik 140 sm ostsüdöstlich der Insel Santa Maria der britische Tanker Montenol (Lage36.683333-22.75) mit 2.646 BRT durch Torpedos so schwer beschädigt, dass er beim Einschleppversuch von der britischen Korvette HMS Woodruff mit Artillerie versenkt werden musste. Das Schiff fuhr in Ballast und war auf dem Weg von Greenock nach Freetown. Es gab drei Tote und 61 Überlebende. Das Schiff gehörte zum Konvoi OS-28 mit 37 Schiffen.
Am 2. Juni 1942 wurde im Mittelatlantik der US-amerikanische Dampfer Illinois (Lage24-60) mit 5.447BRT durch zwei Torpedos (ein Fehlschuss) versenkt. Er hatte 8.000 t Manganerz geladen und befand sich auf dem Weg von Kapstadt nach Baltimore. Es gab 32 Tote und sechs Überlebende. Das Schiff war mit 1×4Zoll Kanone und 2×.30cal Maschinengewehren bewaffnet.
Am 5. Juni 1942 wurde in der Karibik das brasilianische Segelschiff Paracury mit 265 BRT durch Artillerie beschädigt. Die Route und die Ladung des Schiffes sowie die Verluste sind unbekannt.
Am 5. Juni 1942 wurde in der Karibik das honduranische Segelschiff Sally (Lage16.75-70.25) mit 150 BRT durch fünf Schuss aus der Kanone versenkt. Die Route und die Ladung des Schiffes sowie die Verluste sind unbekannt.
Am 7. Juni 1942 wurde in der Karibik der US-amerikanische Dampfer Edith (Lage14.55-74.583333) mit 3.382 BRT durch einen Torpedo versenkt. Er hatte 1.700 t Stückgut geladen und befand sich auf dem Weg von Tampa nach Mayagüez. Es gab zwei Tote und 29 Überlebende.
Am 11. Juni 1942 wurde in der Karibik nordnordwestlich von Colon der britische Dampfer Fort Good Hope (Lage10.316667-80.266667) mit 7.130 BRT durch zwei Torpedos versenkt. Er hatte 9.250 t Weizen, Holz, Blei sowie Zink geladen und befand sich auf dem Weg von Vancouver nach Cristóbal in der Panama-Kanalzone. Es gab zwei Tote und 45 Überlebende.
Am 13. Juni 1942 wurde in der Karibik der US-amerikanische Dampfer Sixaola (Lage9.683333-81.166667) mit 4.693 BRT durch drei Torpedos versenkt. Er hatte 108 Passagiere sowie 900t Armeegüter, darunter Lastkraftwagen und Anhänger, an Bord und befand sich auf dem Weg von Cristóbal und Puerto Barrios nach New Orleans. Es gab 29 Tote und 70 Überlebende Crewmitglieder. Auch die 108 Passagiere wurden gerettet. Das Schiff war mit 1×3Zoll Kanone und 2×.50 cal Maschinengewehren bewaffnet.
Am 13. Juni 1942 wurde in der Karibik der US-amerikanische Dampfer Solon Turman (Lage10.75-80.4) mit 6.762BRT durch zwei Torpedos versenkt. Er hatte 5.100t Marinegüter, Sprengstoff sowie Baumaschinen geladen und befand sich auf dem Weg von Quonset Point über den Panamakanal nach Bora Bora. Es gab einen Toten und 35 Überlebende. Das Schiff war mit 1×4 Zoll und 4×.50 cal Kanonen bewaffnet.
Am 18. Juni 1942 wurde in der Karibik der niederländische Dampfer Flora (Lage11.916667-72.6) mit 1.417 BRT durch Artillerie versenkt. Er hatte 1.470t Stückgut geladen und befand sich auf dem Weg von New Orleans über Cristóbal nach Curaçao. Es gab einen Toten und 35 Überlebende.
Am 19. Juni 1942 wurde in der Karibik der jugoslawische Dampfer Ante Matkovic (Lage11.583333-72.916667) mit 2.710 BRT durch Artillerie versenkt. Er hatte 3.100 t Kohle geladen und befand sich auf dem Weg von Norfolk über Cartagena nach Curacao. Es gab sechs Tote und 23 Überlebende.
Am 23. Juni 1942 wurde in der Karibik der US-amerikanische Tanker E.J. Sadler (Lage15.6-67.866667) mit 9.639 BRT durch Artillerie angehalten und durch Anbringen einer Sprengladung versenkt. Er hatte 149.003 BarrelHeizöl geladen und befand sich auf dem Weg von San Nicolaas (Aruba) nach New York. Es gab keine Verluste, 36 Überlebende.
Nach 59 Tagen auf See und einer zurückgelegten Strecke von 10.578sm über und 188,9 sm unter Wasser, lief U159 am 13. Juli 1942 um 13.44 Uhr wieder in Lorient ein. Es hatte auf dieser Unternehmung elf Schiffe mit 50.505 BRT versenkt und ein Schiff mit 265BRT beschädigt.
Das Boot lief am 24. August 1942 um 19.00 Uhr von Lorient aus. U 159 operierte im Südatlantik, vor Kapstadt, Südafrika, St. Paul, in dem Indischen Ozean und vor der brasilianischen Küste. Das Boot gehörte zur U-Bootgruppe Eisbär.
Am 7. Oktober 1942 wurde im Südatlantik 200 sm westsüdwestlich von Kapstadt der britische Dampfer Boringia mit 5.821 BRT durch zwei Torpedos versenkt. Er hatte 3.000t Pottasche, 490t Gummi sowie 18t Kolonialwaren geladen und befand sich auf dem Weg von Haifa und Kapstadt über Hampton Roads nach Großbritannien. Es gab 32 Tote und 28 Überlebende.
Am 8. Oktober 1942 wurde im Südatlantik 250 sm östlich vom Kap der Guten Hoffnung der britische Dampfer Clan Mactavish (Lage-34.88333316.75) mit 7.631BRT durch zwei Torpedos versenkt. Er hatte 35 Passagiere, 28 Überlebende der Boringia und 4.597t Kupfer, 1.180t Chemikalien sowie 280t Stückgut an Bord und befand sich auf dem Weg von Beira und Durban über Trinidad nach New York. Es gab 54 Tote und 39 Überlebende der Crew, die 35 Passagiere wurden gerettet und von den 28 Überlebenden der Boringia wurden sieben getötet und 21 gerettet.
Am 9. Oktober 1942 wurde im Südatlantik der US-amerikanische Dampfer Coloradan (Lage-35.78333314.566667) mit 6.557 BRT durch einen Torpedo versenkt. Er hatte 2.500t Manganerz, 29t Stückgut sowie goldhaltiges Gestein geladen und befand sich auf dem Weg von Banar Schahpur über Port of Spain nach New York. Es gab sechs Tote und 48 Überlebende. Das Schiff war mit 1×4 Zoll, 1×6 cal, 4×20mm und 2×.30 cal Kanonen bewaffnet.
Am 13. Oktober 1942 wurde im Indischen Ozean 250sm südlich von Cape Point der britische Dampfer EmpireNomad (Lage-37.83333318.266667) mit 7.167 BRT durch fünf Torpedos (zwei Fehlschüsse) versenkt. Er fuhr in Ballast und war auf dem Weg von Beirut über Durban und Trinidad nach New York. Es gab zehn Tote und 44 Überlebende.
Am 29. Oktober 1942 wurde im Indischen Ozean südöstlich von Kap Agulhas das britische Motorschiff Ross mit 4.978 BRT durch drei Torpedos versenkt. Es hatte 2.000 t Manganerz geladen und befand sich auf dem Weg von Port Elizabeth nach Trinidad. Es gab einen Toten und 39 Überlebende.
Am 29. Oktober 1942 wurde im Indischen Ozean südöstlich von Kap Agulhas der britische Dampfer Laplace (Lage-40.58333321.583333) mit 7.327BRT durch drei Torpedos (ein Fehlschuss) versenkt. Er hatte 6.988t Kohle sowie zwei Passagiere an Bord und befand sich auf dem Weg von Port Said und Lourenco Marques nach Buenos Aires. Es gab keine Verluste, 63 Überlebende.
Am 7. November 1942 wurde im Südatlantik der US-amerikanische Dampfer LaSalle (Lage-4021.5) mit 5.462BRT durch zwei Torpedos (ein Fehlschuss) versenkt. Er hatte 6.116t Lastkraftwagen, Stahl, Munition sowie Sprengstoff geladen und befand sich auf dem Weg von Balboa über Kap Hoorn nach Kapstadt. Es war ein Totalverlust mit 60 Toten. Das Schiff war mit 1×4 Zoll, 2×30mm und 4×20mm Kanonen bewaffnet.
Am 13. November 1942 wurde im Südatlantik das US-amerikanische Segelschiff StarofScotland (Lage-26.5-0.333333) mit 2.598BRT durch Artillerie versenkt. Es hatte 800 Sand-Ballast geladen und befand sich auf dem Weg von Kapstadt nach Paranagua. Es gab einen Toten und 17 Überlebende.
Am 27. November 1942 wurde von UD 3 7m³ und am 9. Dezember 1942 von U 461 90m³ Brennstoff übernommen.
Am 14. Dezember 1942 wurde im Südatlantik südlich der St.-Peter-und-Paul-Inseln der britische Dampfer City of Bombay (Lage2.716667-29.1) mit 7.140 BRT durch sechs Torpedos (drei Fehlschüsse) und 30 Schuss aus der 10,5-cm-Kanone versenkt. Es waren 6.500t Militärgüter, Waffen, Munition sowie zehn Flugzeuge an Bord. Es gab zehn Tote und 130 Überlebende.
Am 15. Dezember 1942 wurde im Südatlantik der ägyptische Dampfer StarofSuez (Lage-0.7-29.566667) mit 4.999 BRT durch einen Torpedo versenkt. Es hatte 6.000 t Militärgüter inklusive 1.200 t Sprengstoff, 50 t Papier sowie Flugzeug- und Fahrzeugersatzteile geladen und befand sich auf dem Weg von New York über Trinidad und die Tafelbucht nach Suez. Es gab zwei Tote und 42 Überlebende.
Am 16. Dezember 1942 wurde im Südatlantik in der Nähe von St. Pauls Rock der britische Dampfer EastWales (Lage0.4-31.45) mit 4.358BRT durch einen Torpedo versenkt. Er hatte 7.000 t Militärgüter und Kohle geladen und befand sich auf dem Weg von New York über Trinidad nach Alexandria und Durban. Es gab 17 Tote und 28 Überlebende.
Nach 134 Tagen auf See und einer zurückgelegten Strecke von 20.842sm über und 698,1sm unter Wasser, lief U159 am 5. Januar 1943 um 10.45 Uhr wieder in Lorient ein. Es hatte auf dieser Unternehmung elf Schiffe mit 63.730BRT versenkt.
Das Boot lief am 3. März 1943 um 16.00 Uhr von Lorient aus. U159 operierte im Mittelatlantik, den Azoren, Kanaren und vor Freetown.
Am 3. März 1943 lief das Boot wegen Schäden wieder in Lorient ein. Es lief am 4. März 1943 um 16.00 Uhr erneut aus.
Am 28. März 1943 wurde im Mittelatlantik südöstlich der Kanarischen Inseln das britische Motorschiff Silverbeech mit 5.319BRT durch vier Torpedos versenkt. Es hatte sechs Passagiere, 5.053t Militärgüter inklusive Munition und Sprengstoff geladen und befand sich auf dem Weg von Liverpool über Gibraltar nach Freetown und Lagos. Es gab 62 Tote (inklusive der sechs Passagiere) und acht Überlebende.
Nach 53 Tagen auf See und einer zurückgelegten Strecke von 8.267sm über und 483,5sm unter Wasser, lief U159 am 24. April 1943 um 11.20 Uhr wieder in Lorient ein. Es hatte auf dieser Unternehmung ein Schiff mit 5.319BRT versenkt.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u.a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 4: Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u.a. 1999, ISBN 3-8132-0514-2.