Vom 9. Februar bis 3. Juli 1943 unter Korvettenkapitän Werner Musenberg. Am 9. Februar 1943 verließ das U-Boot Kiel.
Nach mehrmaliger Verschiebung des Auslauftermins, wurde am Abend des 8. Februar 1943 absolutes Stillschweigen verordnet und Ladungsstücke sowie Koffer verladen.
Nach dem Auslaufen stoppte U 180 etwa in der Mitte der Kieler Förde und zwei Personen, die per Motorboot kamen, gingen an Bord.
Die Fahrt mit Geleit führte am Skagerrak vorbei nach Kristiansand, Landgang wurde verboten, genauso wie am nächsten Tag in Egernsund bei Bergen (Norwegen).
U 180, nun allein, folgte der norwegischen Küste, fuhr an der Nordspitze Großbritanniens vorbei und westlich zwischen Island und Färöer in den Atlantik. Der nun bekannt gegebene Auftrag lautete, die beiden Passagiere, den indischen Nationalisten Subhas Chandra Bose und seinen Adjutanten, den arabischen Nationalisten Abid Hasan, in den Indischen Ozean zu bringen, wo sie von einem japanischen U-Boot aufgenommen und nach Singapur gebracht werden sollten.
Mit Kurs Richtung Süden kam es am 3. März 1943 zum Kontakt mit dem Versorgungs-U-Boot U 462, wobei Treibstoff und Proviant aufgefüllt wurden.
Vorbei an den Inseln Ascension und St. Helena, auf denen sich bereits Stützpunkte der Alliierten befanden, scheiterte die weitere Fahrt fast an einem technischen Defekt an der Frischwasseraufbereitung.
- Am Kap der Guten Hoffnung vorbei, auf dem Weg in den Indischen Ozean, traf U 180 im Schutz der Dunkelheit um 3:56 Uhr am 18. April 1943 an der Position 34° 56′ S, 34° 3′ O-34.93333333333334.05 (Marine-Planquadrat KZ 6568) auf den britischen Motortanker Corbis[4] mit 8.132 BRT und versenkte ihn. Den Untergang überlebten 10 Seeleute, die mit dem Nötigsten ausgestattet wurden, 50 verloren ihr Leben. Ein weiterer Frachter entkam U 180.
Am 20. April 1943 erreichte U 180 den Treffpunkt etwa 300 km südlich von Madagaskar, Marine-Planquadrat KR 5276, mit dem japanischen U-Kreuzer I-29. Die Übergabe dauerte wetterbedingt einige Tage, in denen Waffen und neue Erfindungen ausgetauscht wurden und Bose sowie Hasan auf das japanische Schiff umstiegen. An ihrer Stelle kamen zwei Schiffbau-Offiziere der Kaiserlich Japanischen Marine an Bord von U 180, Fregattenkapitän Emi und Korvettenkapitän Tomonaga. Dazu kamen noch 50 Goldbarren zu 40 kg.
Während der Rückfahrt wurde U 180 in der Nähe von Durban am 12. Mai 1943 von einem Flugzeug der Südafrikanischen Air Force (44. Geschwader) entdeckt[5]. Da der Abschuss des Flugzeuges nicht gelang, tauchte U 180 ab, um einer Verfolgung zu entgehen.
- Am 3. Juni 1943 traf U 180 um 23:40 Uhr auf den griechischen Dampffrachter Boris[6] mit 5.166 BRT und konnte diesen auf Position 7° 14′ S, 18° 41′ W-7.2333333333333-18.683333333333 bei Ascension, im Marine-Planquadrat FL 3816, versenken. Alle 37 Besatzungsmitglieder überlebten.
Ein geplantes Treffen zum Auftanken mit dem Versorgungsboot U 463 kam nicht zustande, da dieses bereits am 16. Mai 1943 von britischen Bombern versenkt worden war. Um die Heimreise dennoch fortsetzen zu können, übernahm U 180 am 19. Juni 1943 Brennstoff von U 530, das stark beschädigt und nicht mehr tauchfähig war.
Ein weiteres Mal wurde U 180 am 30. Juni 1943 aus der Luft entdeckt[5]. Der 2-motorige britische Bomber des 53. Geschwaders startete einen Angriff, war aber von der Geschwindigkeit von U 180 überrascht und konnte keine Bomben abwerfen. Ein weiterer Angriff mit Bordkanonen verfehlte das U-Boot nur knapp.
Nur sehr langsam, um nicht entdeckt zu werden und meist unter Wasser, ging die Fahrt weiter in die Biscaya. Dort erhielt das U-Boot Begleitschutz durch einen deutschen Zerstörer bis in den Hafen von Bordeaux, wo U 180 am 3. oder 9. Juli 1943 eintraf.