Der Bauauftrag für U194, U 189, U 190, U 191, U 192, U 193, U 195, U 196, U 197, U 198, U 199 und U200 wurde am 4. November 1940 von der Kriegsmarine an die Bremer AG Weser vergeben. Der Kiel von „Neubau 1040“ wurde am 17. Januar 1942 auf den Hellingen der AG Weser gestreckt und das fertige Boot am 23. September desselben Jahres vom Stapel gelassen. Die Indienststellung des U-Bootes übernahm Kapitänleutnant Hermann Hesse, zuvor Kommandant des Typ-VII-C-Bootes U133. Im Gegensatz zu allen anderen Typ-IX-C/40-Booten, welche normalerweise mit 36 MAK-740-W-Batterien ausgestattet waren, erhielt U194 Batterien vom Typ 50 MAL 760 E. Als Maling führte das Boot das Stadtwappen von Hannover, der Patenstadt des Bootes.[1] Zur Ausbildung und Schulung der Besatzung im Umgang mit dem Boot unterstellte das OKMU194 nach der Indienststellung der in Stettin stationierten 4. Unterseebootsflottille. Später kam das Boot zur 10. Unterseebootsflottille in Lorient zum aktiven Frontdienst.
Am 24. Juni 1943 sichtete die Catalina G der US Navy Squadron VP-84 das aufgetaucht fahrende U194 und leitete sofort den Angriff ein. Das Boot ortete das Flugzeug mit dem Radar-Gerät und die Besatzung versuchte das Flugboot mit der Flak abzuschießen, doch dies gelang nicht. Trotz des schweren Flakfeuers wurde das Boot durch mehrere Wasserbomben und durch einen abgeworfenen Fido-Torpedo, einen akustisch gesteuerten Zielsuchtorpedo, getroffen und zerstört. Die gesamte Besatzung von 54 Mann verlor bei der Versenkung ihr Leben. Dass U194 von der Liberator H der britischen 120. Squadron versenkt wurde, ist nach heutigen Untersuchungen inkorrekt. Dieser Bomber griff an diesem Tag das Schwesterboot U200 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Heinrich Schonder an und versenkten es. Das Wrack von U194 liegt heute noch im ehemaligen Marineplanquadrat AL 1511 auf der Position 59°,00' N - 26°,18' W.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1996, ISBN 3-8132-0490-1.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6.