U 182
U 182 (vorheriges/nächstes – alle U-Boote) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Typ: | IX D2 | ||||
| Feldpostnummer: | 05593 | ||||
| Werft: | Deutsche Schiffs- und Maschinenbau Aktiengesellschaft (DeSchiMAG AG Weser), Bremen | ||||
| Bauauftrag: | 15. August 1940 | ||||
| Baunummer: | 1022 | ||||
| Kiellegung: | 7. April 1941 | ||||
| Stapellauf: | 3. März 1942 | ||||
| Indienststellung: | 30. Juni 1942 | ||||
| Kommandanten: |
Korvettenkapitän Nikolai Asmus Clausen | ||||
| Einsätze: | 1 Unternehmung | ||||
| Versenkungen: |
5 Schiffe (30.071 BRT) | ||||
| Verbleib: | am 15. oder 16. Mai 1943 versenkt | ||||
| Datum | Schiff | Tonnage | Nationalität | Bemerkungen | Lage |
|---|---|---|---|---|---|
| 15. Januar 1943 | Ocean Courage | 7.173 | britisch | Das Schiff, beladen mit Eisen, wurde etwa 300 km südlich der Kapverden versenkt. 45 Menschen starben, 7 wurden gerettet.[7][8] | (Lage) |
| 17. Februar 1943 | Llanashe | 4.836 | britisch | Das Schiff, beladen mit Zinn und Aluminium, wurde auf dem Weg nach New York versenkt. 28 Crew-Mitglieder starben, 13 wurden gerettet.[9] | (Lage) |
| 10. März 1943 | Richard D. Spaight | 7.177 | USA | Das Schiff wurde nordöstlich von Durban im Straße von Mosambik mit zwei Torpedos versenkt. Von der Besatzung ertrank ein Matrose, 65 konnten sich retten.[10] | (Lage) |
| 5. April 1943 | Aloe | 5.047 | britisch | Die Besatzung der Aloe konnte in Rettungsboote flüchten. Captain Angus MacLennan wurde gefangen genommen.[11] | (Lage) |
| 1. Mai 1943 | Adelfotis | 5.838 | griechisch | Das Schiff wurde mehrere hundert Kilometer südöstlich des Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsens von zwei Torpedos getroffen. Die Mannschaft konnte sich mit der Ausnahme eines ertrunkenen Besatzungsmitglieds in zwei Rettungsboote retten. Die Schiffbrüchigen in den Rettungsbooten wurden gefilmt, der Kapitän gefangen genommen. 37 Mann erreichten in den Booten nach mehreren Tagen Land. | (Lage) |
Versenkung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]U 182 befand sich auf dem Rückweg und hatte das Kap der Guten Hoffnung passiert. Laut der Literatur stieß die U 182 auf den Geleitzug UGS-8 nordwestlich von Madeira. In den Akten der Alliierten wird die Bekämpfung eines unbekannten sonaren Objekts mit Wasserbomben durch die Zerstörer USS MacKenzie (ein Zerstörer der Benson-Klasse unter Commander D. B. „Dan“ Miller) und USS Laub unter Commander J. F. Gallaher am 16. Mai 1943 bei Madeira (Lage) angegeben. Aus den deutschen Akten folgerte man, dass es sich um U 182 gehandelt haben muss.[12][13]
Ein Gefechtsbericht über den Angriff eines Flugzeugs der United States Army Air Forces vom Typ Consolidated B-24-D (Consolidated Liberator) auf ein U-Boot am 15. Mai, deutet eine andere Ursache für den Verlust von U 182 an. Der Kommandant der 2. Anti-U-Boot-Staffel des 2037. Anti-U-Boot-Geschwaders der amerikanischen Luftwaffe, gestartet in Französisch-Marokko, hieß Oberleutnant USAA Earle A. Powers. Mit Kameras der Typen Fairchild K-20 und F-24 aufgenommene Fotos sind dem Gefechtsbericht beigefügt.[14]
Die 61 Besatzungsmitglieder von U 182 überlebten die Versenkung nicht. Zusätzlich waren zwei kriegsgefangene Kapitäne und ein Leitender Ingenieur von den beiden zuletzt versenkten Frachtern Aloe und Adelfotis an Bord. Es verloren also 64 Menschen bei der Versenkung von U 182 ihr Leben.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. Heyne, München 1998, ISBN 3-453-16059-2.
- Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes-Verlag, Gräfelfing vor München 1998, ISBN 3-924896-43-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6.
- 1 2 Informationen über U 182 auf u-boot-archiv.de
- ↑ Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966, Karl Müller Verlag, Erlangen 1996, ISBN 3-86070-036-7. Seite 199
- ↑ Georg Högel: Embleme, Wappen, Malings deutscher U-Boote 1939–1945. 4. Auflage. Koehler, Hamburg 2001, ISBN 3-7822-0826-9. Seite 70
- ↑ Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. Heyne, München 1998, ISBN 3-453-16059-2, Seite 192–193
- ↑ Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. 1998, S. 289.
- ↑ Informationen über die Ocean Courage auf wrecksite.eu
- ↑ Informationen über die Ocean Courage auf naval-history.net
- ↑ Informationen über die Llanashe auf wrecksite.eu
- ↑ Informationen über die Richard D. Spaight auf wrecksite.eu
- ↑ Informationen über U 182 auf collectinghistory.net
- ↑ Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. 1998.
- ↑ Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 4: Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1999, ISBN 3-8132-0514-2, S. 98.
- ↑ Angriff am 15. Mai 1943 durch B-24D der 2037 A/S Wing. Pilot 1st. Lt. Earle A. Powers. Bestände Sign. 80 G 3204-1 to 3 und 80 G 3204-43-2 to 9, National Archives Record Administration, College Park MD 20740-6001, Atlanta.
