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Lavalade

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Lavalade
Lavalade (Frankreich)
Lavalade (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Bergerac
Kanton Lalinde
Gemeindeverband Communes des Bastides Dordogne-Périgord
Koordinaten 44° 42′ N,  52′ OKoordinaten: 44° 42′ N,  52′ O
Höhe 147–220 m
Fläche 3,95 km²
Einwohner 107 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km²
Postleitzahl 24540
INSEE-Code

Zentrum von Lavalade mit Pfarrkirche

Lavalade (Aussprache [lavaˈlad], okzitanisch La Valada) ist eine französische Gemeinde mit 107 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Bergerac und zum Gemeindeverband Communauté de communes des Bastides Dordogne-Périgord. Die Einwohner werden Lavaladois und Lavaladoises genannt.

Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Gemeinde (2018)

Lavalade liegt etwa 56 Kilometer südsüdöstlich von Périgueux, etwa 35 Kilometer südwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 34 Kilometer südöstlich von Bergerac im südöstlichen Rand des Départements in der Landschaft des Bergeracois, Teil des touristisch benannten Périgord pourpre. Das Gemeindegebiet befindet sich in den Einzugsgebieten von der Dordogne im nördlichen Teil und der Garonne im südlichen Teil und wird entwässert von den Flüsschen Brayssou und Ruisseau du Fraisse sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Lavalade liegt auf der vierten Stufe von Nordosten, einem Plateau aus Kieselsandsteinablagerungen und lakrustinen Kalksteinen aus dem Tertiär.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und aus Sedimentgesteinen, teils aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.

Das Gebiet von Lavalade erstreckt sich über eine außer im Norden und im Südosten kaum bewaldete Hügellandschaft. Ihre Erhebungen erreichen südwestlich des Zentrums Höhen von 220 m. Der topografisch tiefste Punkt befindet sich mit 147 m im äußersten Südwesten beim Austritt des Brayssou aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt auf etwa 200 m Höhe.

Rund 87 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich, hauptsächlich heterogen, genutzt, rund 13 % sind bewaldet.[2]

Umgeben wird Lavalade von den vier Nachbargemeinden:

Lolme
Rampieux Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Marsalès
Saint-Cassien

Natürliche Risiken

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Risikokarte zur Quellung/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für Lavalade

Naturrisiken manifestieren sich in Lavalade neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als

  • Dürren
  • Waldbrände
  • Bodensetzungen.

Die Gemeinde ist trotz der geringen Bewaldung einer Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. Im weitaus größten Teil des Gemeindegebiets besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Staat erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[3]

Wie die Risikokarte zeigt, sind etwa drei Viertel des Gemeindegebiets von einer mittleren bis starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperiode im Jahr 2009 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.[4]

Etymologie und Geschichte

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Der Name des Dorfes erschien erstmals am Ende des 13. Jahrhunderts in einer ähnlichen Form wie heute als Lavalada (1289). In der Folge wurde er bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in zwei Wörtern geschrieben, La Valade. Das Toponym steht für das okzitanische valada (deutsch Tal), abgeleitet von val im Femininum, das aus dem lateinischen vallis kommt.[5]

Ein Cromlech aus der Jungsteinzeit, der sich im Weiler Peyrégude befindet, sowie eine Münze aus der Zeit des römischen Kaisers Mark Aurel (121–180), die in Lavalade gefunden wurde, belegen eine frühe Besiedelung des Landstrichs. Unweit des Zentrums der Gemeinde sind einige Materialien aus gallorömischer Zeit gefunden worden, Steine aus kleinem und mittlerem Mauerwerksverband, Fliesenelemente, Keramikfragmente und Dachziegel. Gemäß den Abkommen der Jahre 1285 und 1286 zwischen Aymeric de Montferrand-Biron und Messire Bertrand de Panissal, Seigneur von Monpazier, wurde das Dorf der Bastide von Monpazier angegliedert. Im Zentrum der Gemeinde sind Reste einer Burg aus dem 15. Jahrhundert zu erkennen, die von Seigneur de Gontaud-Biron errichtet wurde.[6][7][8]

Einwohnerentwicklung

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EinwohnerJahr501001502002503003501750180018501900195020002050Lavalade
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[9] INSEE ab 2006[10]

Sehenswürdigkeiten

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Pfarrkirche Saint-Martin

Pfarrkirche Saint-Martin

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Die Martin von Tours geweihte Kirche wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Umarbeitungen vorgenommen, insbesondere mit dem Anbau eines Glockenturms über der Vorhalle mit einem spitzbogenförmigen Eingangsportal im Jahre 1855. Die heutige halbrunde Apsis gehört nicht zum ursprünglichen romanischen Bau und ist auch erst später angebaut worden, ebenso wie die Wände des ersten Jochs, das wahrscheinlich auf alten Fundamenten errichtet wurde. Der Grundriss der heutigen Kirche besitzt die Form eines lateinischen Kreuzes, wobei die Querarme des Transepts durch zwei Seitenkapellen gebildet werden. Die Gurtbögen des zweiten, kürzeren Jochs ruhen hingegen auf Säulen mit bildhauerisch gearbeiteten Kapitellen und belegen, dass diese Elemente zum ersten Bau gehören. Die Kapitelle des ersten Bogens sind mit Blattornamentik verziert, die des zweiten Bogens hingegen sind mit Darstellungen verschönert. Auf der Nordseite wird bei diesen die Erbsünde illustriert. In der Mitte des Korbkapitells rankt sich die Schlange um den Baum der Erkenntnis, während Eva auf der linken Seite die Frucht pflückt und Adam auf der rechten Seite seine Nacktheit verbergen will, ein Symbol des Bewusstseins des folgenden Verstoßes gegen die göttlichen Regeln. Auf der anderen Seite der Säule ist ein Baum des Lebens zu sehen, der den Fortbestand trotz der Sünde und die Vorwegnahme der zukünftigen Erlösung symbolisiert. Ein Vogel auf der rechten Seite lässt wahrscheinlich den Geist im Menschen anklingen. Palmetten verzieren den Anfang eines Gesimses und lassen vermuten, dass sie einst die Wände des früheren Langhauses schmückten. Das Kapitell der rechten Säule ist von zwei Löwen bedeckt, deren Körper sich oben zu einem Kopf mit einer Monsterfratze vereinigen.[7][11][12][13]

Es handelt sich um einen dicken Kalksteinblock mit einer Höhe von 2,5 Metern und einem Umfang von fünf Metern am Boden. Kleinere Gesteinsblöcke umsäumen den aufgerichteten Stein. Einige Meter entfernt befinden sich zwei oder drei Arten von Steinreihen.[7]

Erwerbstätigkeit

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Im Jahre 2022 waren 40 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Lavalade erwerbstätig, entsprechend 70,4 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (76,0 %) deutlich höher war als bei den Frauen (65,5 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 4 Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (2). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 10,0 % (2016) auf 5,3 % (2022).[14]

Branchen und Betriebe

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Der Bereich mit den meisten Beschäftigten (87,7 %) war Ende 2024 der Sektor des Bauwesens.[14]

Lavalade liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.[15]

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf die Haltung von Geflügel.[16] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 7 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 4 im Jahr 2000, auf 3 im Jahr 2010 und stieg auf 5 im Jahr 2020, ein Rückgang von 28,6 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 173 Hektar im Jahre 1988 auf 112 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb verminderte sich von 24,7 Hektar auf 22,4 Hektar.[17][18][19]

Der GR 36, ein Fernwanderweg von Ouistreham in der Normandie nach Bourg-Madame in den östlichen Pyrenäen, führt auch durch das Gebiet der Gemeinde.[20]

Die zur Departementsstraße D 660 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 660 durchquert das Gebiet der Gemeinde von Nordwest nach Südost und verbindet Lavalade mit Bergerac im Nordwesten, Monpazier im Südosten und im weiteren Verlauf mit Cahors. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit weiteren Nachbargemeinden.

  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Lavalade – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  2. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  3. Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  4. Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  5. Siehe Tanet, Hordé, Seiten 194–195
  6. Lavalade (französisch) (Memento vom 11. September 2016 im Internet Archive)
  7. 1 2 3 La commune de Lavalade (französisch) (Memento vom 13. Dezember 2023 im Internet Archive)
  8. Les monnaies romaines découvertes sur Monpazier (französisch) (Memento vom 13. Dezember 2023 im Internet Archive)
  9. Notice Communale Lanquais. EHESS, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  10. Populations légales 2006, Populations légales 2013, Populations légales 2020, INSEE, abgerufen am 15. Mai 2026
  11. Eglise Saint-Martin. Observatoire du patrimoine religieux, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  12. L’église de Lavalade (französisch) (Memento vom 13. Dezember 2023 im Internet Archive)
  13. Mairie de Lavalade (französisch) (Memento vom 16. November 2018 im Internet Archive)
  14. 1 2 Dossier complet - Commune de Lavalade (24231). INSEE, abgerufen am 12. Mai 2026 (französisch).
  15. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  16. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  17. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Lavalade. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  18. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  19. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).
  20. GR®36 De la Manche aux Pyrénées. gr-infos.com, abgerufen am 15. Mai 2026 (französisch).