Fraisse
| Fraisse | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Bergerac | |
| Kanton | Pays de la Force | |
| Gemeindeverband | Agglomération Bergeracoise | |
| Koordinaten | 44° 56′ N, 0° 18′ O | |
| Höhe | 39–135 m | |
| Fläche | 21,50 km² | |
| Einwohner | 171 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 8 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24130 | |
| INSEE-Code | 24191 | |
Bürgermeisteramt (Mairie) und Pfarrkirche | ||
Fraisse (Aussprache [fʁɛs], okzitanisch Fraisse) ist eine französische Gemeinde mit 171 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Bergerac und zum Gemeindeverband Communauté d’agglomération Bergeracoise. Die Einwohner werden Fraissois und Fraissoises genannt.
Geografie
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Fraisse liegt etwa 43 Kilometer südwestlich von Périgueux, etwa 17 Kilometer nordwestlich von Bergerac und etwa 44 Kilometer östlich von Libourne am südwestlichen Rand des Départements. Die Gemeinde befindet sich in der Landschaft des Landais, im Landesteil des touristisch benannten Périgord pourpre. Fraisse liegt im Einzugsgebiet des Flusses Dordogne und wird entwässert von der Lidoire, den Flüsschen Martarieux, Gouyne und der gleichnamigen Gouyne sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.
Umgeben wird Fraisse von den sieben Nachbargemeinden:
| Beaupouyet Saint-Géraud-de-Corps |
Saint-Géry | Bosset | ||
| Saint-Georges-Blancaneix | ||||
| Monfaucon | Saint-Pierre-d’Eyraud | |||
| Fraisse: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 612 | |||
| 1800 | 405 | |||
| 1806 | 506 | |||
| 1821 | 562 | |||
| 1831 | 546 | |||
| 1836 | 539 | |||
| 1841 | 526 | |||
| 1846 | 514 | |||
| 1851 | 495 | |||
| 1856 | 527 | |||
| 1861 | 526 | |||
| 1866 | 540 | |||
| 1872 | 465 | |||
| 1876 | 480 | |||
| 1881 | 489 | |||
| 1886 | 473 | |||
| 1891 | 453 | |||
| 1896 | 423 | |||
| 1901 | 401 | |||
| 1906 | 375 | |||
| 1911 | 366 | |||
| 1921 | 279 | |||
| 1926 | 299 | |||
| 1931 | 272 | |||
| 1936 | 267 | |||
| 1946 | 254 | |||
| 1954 | 243 | |||
| 1962 | 190 | |||
| 1968 | 170 | |||
| 1975 | 140 | |||
| 1982 | 129 | |||
| 1990 | 120 | |||
| 1999 | 157 | |||
| 2006 | 152 | |||
| 2013 | 160 | |||
| 2020 | 172 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[7] INSEE ab 2006[8] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Martin von Tours geweihte Kirche von Fraisse wurde im 19. Jahrhundert im neuromanischen Stil als Neubau errichtet. Sie besitzt einen einfachen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes mit einer halbrunden Apsis. Der Eingang befindet sich am Fuß des dreigeteilten, spitz zulaufenden Glockenturms und gewährt Einlass in das Kircheninnere über eine Vorhalle.[9]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2022 waren 97 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Fraisse erwerbstätig, entsprechend 86,4 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (85,2 %) niedriger war als bei den Frauen (87,5 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 12 Personen im Jahr 2022 identisch mit der im Jahr 2016 (12). Die Arbeitslosenquote sank aufgrund eines höheren Beschäftigungsgrads von 14,0 % (2016) auf 12,6 % (2022).[10]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]14 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Fraisse wirtschaftlich aktiv:[10]
| Branche | ||
|---|---|---|
| Anzahl | % | |
| Gesamt | 14 | |
| Baugewerbe | 3 | 21,4 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 3 | 21,4 % |
| Information und Kommunikation | 1 | 7,1 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 3 | 21,4 % |
| Andere Dienstleistungen | 4 | 28,6 % |
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fraisse liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) des Bergerac mit den Appellationen Bergerac und Côtes de Bergerac.[11]
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Rinderzucht zur Erzeugung von Milch und/oder Fleisch.[12] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 19 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 15 im Jahr 2000, auf 12 im Jahr 2010 und auf 7 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 63,2 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 402 Hektar im Jahre 1988 auf 212 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 21,2 Hektar auf 30,3 Hektar.[13][14][15]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fraisse liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Die Departementsstraße D 20 ist die wichtigste Verkehrsader der Gemeinde, wenngleich sie nicht durch das Zentrum führt. Sie verläuft vielmehr durch den westlichen Teil des Gemeindegebiets, nach Norden in Richtung Mussidan, nach Süden über Le Fleix in Richtung Sainte-Foy-la-Grande. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit Nachbargemeinden.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sereirrof, geboren 1947 im Département Haute-Savoie, besitzt einen Hochschulabschluss in Gas und Plasmaphysik. Er wohnt in Fraisse und arbeitete dort zwischen 1998 und 2003 als Mosaizist und stellt seit 2001 seine Werke als Maler aus.[16][17]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Fraisse auf der Website des Gemeindeverbands (französisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Dossier des Départements der Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seite 163
- ↑ Fraisse (französisch) ( vom 10. September 2016 im Internet Archive)
- ↑ Notice Communale Fraisse. EHESS, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Populations légales 2006. INSEE, abgerufen am 26. März 2026 (französisch)., Populations légales 2013. INSEE, abgerufen am 26. März 2026 (französisch)., Populations légales 2020. INSEE, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Eglise Saint-Martin. Observatoire du patrimoine religieux, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- 1 2 Dossier complet Commune de Fraisse (24191). INSEE, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Fraisse. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).
- ↑ Sereirrof (französisch) ( vom 10. November 2018 im Internet Archive)
- ↑ Sereirrof. Galerie Schwab Beaubourg, 2024, abgerufen am 26. März 2026 (französisch).

