Lalinde
| Lalinde La Linda | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Bergerac | |
| Kanton | Lalinde | |
| Gemeindeverband | Bastides Dordogne-Périgord | |
| Koordinaten | 44° 50′ N, 0° 44′ O | |
| Höhe | 25–194 m | |
| Fläche | 27,70 km² | |
| Einwohner | 2.931 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 106 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24150 | |
| INSEE-Code | 24223 | |
| Website | ville-lalinde.fr | |
Blick auf Lalinde | ||
Lalinde (Aussprache [laˈlɛ̃d], okzitanisch La Linda) ist eine französische Stadt mit 2.931 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Bergerac und zum Gemeindeverband Communauté de communes des Bastides Dordogne-Périgord. Die Einwohner werden Lindois und Lindoises genannt.
Geografie
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Lalinde liegt etwa 39 Kilometer südlich von Périgueux, etwa 38 Kilometer westsüdwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 20 Kilometer ostsüdöstlich von Bergerac am rechten Ufer der Dordogne in der Landschaft des Bergeracois, Teil des touristisch benannten Périgord pourpre. Das Gemeindegebiet wird außer von der Dordogne vom Canal de Lalinde und von einem kleineren Fließgewässer entwässert.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Lalinde liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär sowie einigen Sedimentgesteinen aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.
Das Gebiet der Gemeinde erstreckt sich abgesehen vom Tal der Dordogne über eine ziemlich bewaldete, hügelige Landschaft, die von der Dordogne im Süden begrenzt wird. Die Erhebungen nehmen von der Schwemmebene nach Norden hin an Höhe zu und erreichen fast 200 m. Der topografisch höchste Punkt befindet sich im äußersten Norden mit 194 m nahe des Lieu-dits le Cayrefour an der Grenze zur Nachbargemeinde Pressignac-Vicq. Der tiefste Punkt liegt auf 25 m Höhe im äußersten Südwesten beim Austritt der Dordogne aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt im Dordogne-Tal auf etwa 42 m Höhe.
Rund 47 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich, vorwiegend heterogen, genutzt, rund 41 % sind bewaldet, etwa 9 % entfallen auf bebaute Flächen, etwa 3 % auf Binnengewässer.[2]
Umgeben wird Lalinde von den sechs Nachbargemeinden:
| Pressignac-Vicq | ||
| Baneuil | Mauzac-et-Grand-Castang | |
| Couze-et-Saint-Front | Pontours | Badefols-sur-Dordogne |
Natürliche und technologische Risiken
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Natürliche Risiken manifestieren sich in Lalinde neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als
- Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Schlammströmen und Hangrutschungen, besonders entlang der Dordogne und des Canal de Lalinde
- Dürren
- Waldbrände
- Bodensetzungen
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutschungen in den Jahren 1982, 1993, 1994, 1996, 1999 und 2026 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde jeweils der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.
Lalinde ist der Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. Im nahezu gesamten Gemeindegebiet besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Staat erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[3]
Wie die Risikokarte zeigt, ist etwa ein Viertel des Gemeindegebiets von einer mittleren Gefahr, im Nordwesten und im Südwesten von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1992, 1995, 2005 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.
Ein technologisches Risiko bilden verschmutzte oder potenziell verschmutzte Standorte, die weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt sind. Es handelt sich hierbei um frühere Tankstellen.
Ein weiteres technologisches Risiko besteht durch den Verlauf einer Erdgasleitung im Südwesten des Gemeindegebiets. Obwohl diese Anlagen sicher sind, kann es in sehr seltenen Fällen zu einem Bruch oder einem Leck kommen. Dies könnte dann eine Umweltverschmutzung oder ein Unfallereignis (Explosion, Brand, giftige Wolke usw.) zur Folge haben.
Die Gemeinde liegt flussabwärts des Staudamms Bort-les-Orgues im Département Corrèze, einem Bauwerk der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter), das seit 2009 einem sog. Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegt. Dieser findet Anwendung bei diesem Staudamm der Klasse A mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch dieses Bauwerks entstünde.
Auf dem Gebiet der westlichen Nachbargemeinde Baneuil befinden sich direkt hinter der Gemeindegrenze chemische Industrieanlagen mit „hohem SEVESO Schwellenwert“, eine weitere Fabrikanlage mit „niedrigem SEVESO Schwellenwert“ auf dem südwestlichen Gemeindegebiet von Lalinde. Als SEVESO-Betriebe gelten Betriebe, die gefährliche, giftige oder umweltschädliche Stoffe in Mengen lagern, verwenden oder produzieren, die bestimmte gesetzlich festgelegte Grenzwerte überschreiten. Die technologischen Risiken aller Anlagen betreffen Explosionen, Feuer und giftigen Ausstoß.[4]
Etymologie und Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein Hafen existierte bereits vor der Gründung der Bastide im Jahr 1267 durch Jean de la Lynde im Auftrag des Königreichs England. Es gab auch eine romanische Kirche und eine Erdhügelburg. Diese Burg wurde im Jahr 1270 in den Schriften erwähnt und lieferte den ersten Beleg des Namens mit Castrum de la Lynde. Danach erschien die latinisierte Form La Lindia im Jahr 1289 und eine okzitanische, kommentierte Form durch vocatum in vulgari la Linda (deutsch La Linda in der gebräuchlichen Sprache benannt) im Jahr 1351. Es gab im 14. Jahrhundert auch Villa Lyndeye (1316), wo villa hier eine Siedlung bezeichnet, die durch eine Mauer geschützt ist.
Der Name hat zu allerlei etymologischen Fantasien Anlass gegeben. Die älteste, von Abbé Goustat, besagt, dass Lalinde ein von Kolonisten aus Griechenland eingeführtes Wort ist, die sich in Aquitanien vor den Galliern angesiedelt hätten. Lalinde wäre nach dieser Theorie identisch mit Lindos auf der Insel Rhodos. Die verfügbaren linguistischen Belege schließen eine griechische Kolonisation vor der Ankunft der Gallier aus, doch einige im 19. Jahrhundert sahen das Griechische überall. Dies verlieh dem Namen den Glanz einer angesehenen Zivilisation. Madeleine Bonnelle hat kürzlich eine Verbindung zwischen Lalinde und dem deutschen Lindwurm hergestellt und verlieh der Ortsbezeichnung einen germanischen Ursprung. Die Legende um Fronto von Périgueux, der den Drachen niederstreckte, würde eine Grundlage hierfür bieten. Im Périgord existieren jedoch drei weitere „La Linde“, die nicht mit Drachen zu verbinden sind. Die Annahme, der Ursprung des Ortsnamens liege im Namen Jean de la Lynde, löst letztlich das Problem auch nicht. Es ist der Name des Dorfes, der nach einem ganz klassischen Prozess zum Namen der Person wurde, nicht umgekehrt. Es ist bemerkenswert, dass Lalinde und das antike Diolindum einander ähneln. Selbst wenn man entgegen aller Indizien annimmt, dass Gascognisch die Wurzel des Okzitanischen ist, lässt sich laut den Autoren Tanet und Hordé durch keine phonetische Methode eine Verbindung zwischen den beiden Namen herstellen.
Der Ursprung von Lalinde ist okzitanisch. Die vorliegenden Quellen zeigen unzweideutig das okzitanische linda (deutsch transparente, klare Quelle) an. Linda ist ebenfalls der Ursprung der Namen der Lieu-dits „La Linde“. Es ist das Femininum von linde, hervorgegangen aus dem lateinischen limpidus (deutsch klar, hell).[5]
Die Charta der Gründung von Lalinde als Bastide wurde am 26. Juni 1267 in London von Prinz Edward, dem Sohn von Heinrich III., unterzeichnet. Die Befestigungsanlagen bestanden aus Wällen im Süden und Norden sowie einer komplexen Umfassungsanlage mit mehreren aufeinanderfolgenden Verteidigungslinien, die von Gräben gestützt werden. Die Dimensionen dieses Systems sind ungewöhnlich und machten Lalinde zu einer unverwechselbaren Bastide.[6]
Das Dorf litt unter verschiedenen Belagerungen während des Hundertjährigen Krieges und erneut in den Jahren 1562 und 1572 während der Hugenottenkriege.[7]
Um die Schifffahrt auf der Dordogne, einer wichtigen Verkehrsader im südlichen Périgord seit dem Hochmittelalter, zu erleichtern, wurde der Lalinde-Kanal zwischen 1838 und 1843 zwischen Mauzac und Tuilières (Mouleydier) gegraben. Entlang des Kanals wurden Schleusen, Becken, Aquädukte, Schleusenwärterhäuser und insbesondere die Treppe von Tuilières errichtet. Mit dem Aufkommen von Eisenbahn und Straßen ging der Gütertransport auf dem Wasserweg jedoch zurück und der Kanal wurde überflüssig.
1794 wurden die früheren Gemeinden Drayaux und Sainte-Colombe eingegliedert.[8]
Am 21. Juni 1944 erlebte die Region um Lalinde eine der schwärzesten Episoden der deutschen Besatzungszeit, bekannt als das Massaker von Mouleydier. Einheiten der 11. Panzerdivision der Wehrmacht, verstärkt durch Milizionäre, wüteten in Mouleydier und Umgebung, wobei 54 Widerstandskämpfer (Maquisards) hingerichtet und zahlreiche Häuser geplündert und zerstört wurden. Auch viele Bürger aus Lalinde ließen bei diesen Kämpfen ihr Leben.[9][10]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Lalinde: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.593 | |||
| 1800 | 1.606 | |||
| 1806 | 1.805 | |||
| 1821 | 1.818 | |||
| 1831 | 1.882 | |||
| 1836 | 1.923 | |||
| 1841 | 1.941 | |||
| 1846 | 2.104 | |||
| 1851 | 2.056 | |||
| 1856 | 2.138 | |||
| 1861 | 2.291 | |||
| 1866 | 2.067 | |||
| 1872 | 2.066 | |||
| 1876 | 2.203 | |||
| 1881 | 2.211 | |||
| 1886 | 2.255 | |||
| 1891 | 2.207 | |||
| 1896 | 2.151 | |||
| 1901 | 2.096 | |||
| 1906 | 2.134 | |||
| 1911 | 2.145 | |||
| 1921 | 2.065 | |||
| 1926 | 2.008 | |||
| 1931 | 2.005 | |||
| 1936 | 2.173 | |||
| 1946 | 3.016 | |||
| 1954 | 2.618 | |||
| 1962 | 3.150 | |||
| 1968 | 3.291 | |||
| 1975 | 3.070 | |||
| 1982 | 2.949 | |||
| 1990 | 3.029 | |||
| 1999 | 2.966 | |||
| 2006 | 2.938 | |||
| 2013 | 2.951 | |||
| 2020 | 2.827 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[8] INSEE ab 2006[11] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Grotte de la Roche barg einen langen Pendeloque, der als Schwirrholz interpretiert wird, und zwei Blöcke mit schematischen Frauenfiguren (Magdalénien supérieur), die häufig als Referenzfunde herangezogen werden. Doch die Entdeckungen beschränken sich nicht auf diese drei Objekte. Die Höhle selbst und die Umstände ihrer Entdeckung waren bis dahin weitgehend unbekannt. B. und G. Delluc entdeckten die Höhle wieder, rekonstruierten die verschiedenen Ausgrabungen und untersuchten die meisten der 1927 bei den heimlichen Ausgrabungen in Frankreich und im Ausland gefundenen Kunstgegenstände. Darüber hinaus handelte es sich bei der Höhle höchstwahrscheinlich um eine Gräberstätte im Magdalénien.[12]
- Kirche Saint-Pierre-ès-Liens, erbaut 1899–1902 an der Stelle der früheren romanischen Kirche Saint-Pierre du Pin aus dem 12. Jahrhundert
- Kirche Sainte-Colombe aus dem 12. Jahrhundert, seit 2002 als Monument historique klassifiziert
- Kirche von Drayaux, erbaut im 19. Jahrhundert
- Reste der Befestigungsanlagen der Bastide an der Dordogne, genannt „Porte Romaine“, seit 1946 als Monument historique eingeschrieben
- Schloss Lalinde, seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesen, Teil der Bastide, im 19. Jahrhundert völlig neugestaltet
- Schloss La Finou (auch Schloss Laffinoux), im 15. Jahrhundert gebaut, im 18. Jahrhundert umgebaut, seit 1948 als Monument historique eingeschrieben
- Schloss La Rue, im 13. Jahrhundert auf einer früheren Wallburg erbaut, im 16. Jahrhundert umgebaut, seit 1948 als Monument historique eingeschrieben
- Schloss Sauvebœuf aus dem 14./16. Jahrhundert
- Schloss Les Landes in Sainte-Colombe aus dem 17. und 18. Jahrhundert
- Markthalle
- Rathaus
- Schleusenanlage am Canal de Lalinde, seit 1996 in Teilen als Monument historique eingeschrieben
- Kirche Saint-Pierre-ès-Liens.
- Kirche Sainte-Colombe.
- Kirche von Drayaux.
- Schloss Lalinde, Teil der Bastide.
- Schlossturm La Rue.
- Westturm des Schlosses La Finou.
- Südturm des Schlosses Sauvebœuf.
- Markthalle.
- Rathaus (Mairie).
- Schleusenanlage von Lalinde.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lalinde verfügt über
- eine öffentliche Vorschule (École maternelle),
- eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire) und
- ein öffentliches Collège „Jean Monnet“.[13]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2022 waren 1036 Personen in Lalinde erwerbstätig, entsprechend 70,1 % der Gesamtbevölkerung der Gemeinde, wobei der Anteil der Männer (71,7 %) höher war als bei den Frauen (68,8 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 126 im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (183). Die Arbeitslosenquote fiel entsprechend von 18,6 % (2016) auf 12,2 % (2022). Insbesondere sank die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen von 48,4 % auf 26,6 %.[14]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bereich mit den meisten Beschäftigten (43,8 %) war 2022 der Sektor Handel, Transport und diverse Dienstleistungen.[14]
345 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2022 in Lalinde wirtschaftlich aktiv:[14]
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 21 | 6,1 % |
| Baugewerbe | 36 | 10,4 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 102 | 29,6 % |
| Information und Kommunikation | 4 | 1,2 % |
| Finanzen und Versicherungen | 15 | 4,3 % |
| Immobilien | 18 | 5,2 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 48 | 13,9 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 57 | 16,5 % |
| Andere Dienstleistungen | 44 | 12,8 % |
| Gesamt | 345 |
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[15] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 50 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 35 im Jahr 2000, auf 20 im Jahr 2010 und schließlich auf 14 im Jahr 2020, ein Rückgang von 72 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche sank von 798 Hektar im Jahre 1988 auf 296 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg im Gegenzug von 16 Hektar auf 21,1 Hektar.[16][17][18]
Wanderweg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Lalinde verläuft der Rundwanderweg GRP „Entre Dordogne Louyre et Lindois“.[19]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die zur Departementsstraße D 660 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 660 verläuft von Bergerac am rechten Ufer der Dordogne entlang, bis sie am Ortsteil Port-de-Couze nach Süden abknickt und über die Dordogne die Nachbargemeinde Couze-et-Saint-Front durchquert. Die zur Departementsstraße D 703 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 703 beginnt bei dieser Brücke, durchquert das Zentrum von Lalinde und führt bis nach Bretenoux. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und weiteren Nachbargemeinden.
Lalinde verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Libourne–Buisson, der von Zügen von zwei Linien des TER Nouvelle-Aquitaine, einer Regionalbahn der staatlichen SNCF, im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine, angefahren wird und Lalinde mit Sarlat-la-Canéda und Bordeaux-Saint-Jean über Bergerac verbinden.[20]
Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Lalinde mit Bergerac und Beaumontois en Périgord.[21]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Luke de Tany (gestorben 1282), Ritter, Herr über Lalinde ab 1267
- Pierre Lafon (1773–1846), französischer Schauspieler an der Comédie-Française, geboren in Lalinde
- Edgar La Selve (1849–1892), haitianischer Schriftsteller, geboren in Lalinde
- Jean Gautheroux (1909–1986), französischer Fußballspieler und -trainer, geboren in Lalinde
Städtepartnerschaften
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Lalín in Spanien
St. Georgen am Walde in Österreich seit 1974
Linden/Holstein in Deutschland seit 1974
Linden/Lubbeek in Belgien seit 1974
Linden/Cuijk in den Niederlanden seit 1974
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Natürliche und technologische Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seiten 186–187
- ↑ Lalinde. Tourismusbüros des Pays de Bergerac, abgerufen am 5. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Lalinde, Perigord Pourpre. seetheworld.com, abgerufen am 5. Mai 2026 (englisch).
- 1 2 Notice Communale Lalinde. EHESS, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Commémoration de Mouleydier. Association Centre Départemental de la Mémoire Résistance et Déportation de la Dordogne, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Benoît Bourla: Les combats de Mouleydier et de Pressignac le 21 juin 1944. Gemeinde Pressignac-Vicq, 21. Juni 2017, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Populations légales 2006, Populations légales 2013, Populations légales 2020, INSEE, abgerufen am 5. Mai 2026
- ↑ BrigitteDelluc, Gilles Delluc, Francis Guichard: Les fouilles de la grotte de la Roche à Lalinde (Dordogne). Semantic Schola, 2008, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Annuaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- 1 2 3 Dossier complet Commune de Lalinde (24223). INSEE, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Lalinde. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 30. August 2025 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Randonnées pédestres en Pays Lindois. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Réseau de trains Nouvelle Aquitaine. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, August 2025, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Cars régionaux Dordogne. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, Juli 2023, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
