zwischen dem 30. April und dem 9. Mai 1945 im britischen Minenfeld Artizan B3, Part1 gesunken (52Tote, keine Überlebenden)
U 325 war ein deutsches U-Boot vom Typ VIIC/41 der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Es konnte auf seinen drei Feindfahrten keine Schiffe versenken oder beschädigen und sank in den letzten Kriegstagen in einem Minenfeld vor der Küste Cornwalls, wobei alle 52 Besatzungsmitglieder starben.
Es wurde am 16. Juli 1942 in Auftrag gegeben und am 13. April 1943 auf den Flender-Werken, Lübeck, auf Kiel gelegt. Am 25. März 1944 erfolgte der Stapellauf, am 6. Mai 1944 die Indienststellung unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Erwin Dohrn.
Bis zum 30. November 1944 fuhr U325 als Ausbildungsboot. In dieser Zeit gehörte das Boot zur 4. U-Flottille, einer in Stettin stationierten Ausbildungsflottille. Am 1. Dezember 1944 wurde U325 der 11. U-Flottille zugeteilt, der es bis zu seiner Versenkung angehörte.
Zu seiner ersten Unternehmung lief U325 am 1. Dezember 1944 aus Kiel nach Horten (Norwegen) aus.
Von dort ging die zweite Fahrt am 9. Dezember 1944 zunächst nach Kristiansand und dann von dort aus am 11. Dezember zur Patrouille zu den Britischen Inseln und in den westlichen Ärmelkanal vor Cherbourg. Am 14. Februar des nächsten Jahres kehrte U325 nach Norwegen zurück und lief Trondheim an.
Die dritte und letzte Fahrt begann am 20. März 1945 in Trondheim und sollte nach Land’s End führen.
Der letzte Kontakt zu U325 bestand am 10. April 1945 und beinhaltete den Befehl, den Konvoiverkehr um die südwestliche Landzunge Englands herum zu stören.
U325 galt als vermisst, bis das Wrack im Jahr 2006 zwölf Seemeilen (22km) nordnordwestlich von Newquay (Cornwall) auf Position 50°31′4″N, 5°22′8″W50.517777777778-5.3688888888889Koordinaten: 50°31′4″N, 5°22′8″W in der Nähe von U400 und U 1021 gefunden wurde. Alle drei U-Boote sanken im Bristolkanal im Minenfeld mit dem Codenamen ArtizanB3, dessen erster Teil am Vormittag des 30. April 1945 von dem Minenleger HMS Plover in einer Tiefe von 18 Metern gelegt worden war. Die Schäden am Wrack (großes halbkreisförmiges Loch) passen zu einem Untergang durch eine Mine. Keines der 52 Besatzungsmitglieder überlebte.
Weitere Identifizierungsmerkmale von U325 waren ein Klappschnorchel Typ2 mit einem Ringschwimmer-Schnorchelkopfventil und eine Anti-Radar-Beschichtung (Jaumann) um den Auspuff.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. Geleitwort von Prof. Dr. Jürgen Rohwer, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Kommission für Militärgeschichte. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 1996, ISBN 3-8132-0490-1, S. 52.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 1997, ISBN 3-8132-0512-6, S. 153, 238.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 4: Die deutschen U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 2008, ISBN 978-3-8132-0514-5, S. 334.
Erich Gröner, Dieter Jung, Martin Maas: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 3: U-Boote, Hilfskreuzer, Minenschiffe, Netzleger. Bernhard & Graefe Verlag, München 1985, ISBN 3-7637-4802-4.