Baltzenheim
| Baltzenheim | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |
| Arrondissement | Colmar-Ribeauvillé | |
| Kanton | Ensisheim | |
| Gemeindeverband | Alsace Rhin Brisach | |
| Koordinaten | 48° 6′ N, 7° 33′ O | |
| Höhe | 180–186 m | |
| Fläche | 6,52 km² | |
| Einwohner | 581 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 89 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68320 | |
| INSEE-Code | 68019 | |
| Website | www.baltzenheim.fr | |
Baltzenheim (deutsch Balzenheim, mundartlich „Balze“) ist eine französische Gemeinde mit 581 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin im Elsass in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Colmar-Ribeauvillé und zum Gemeindeverband Communauté de communes Alsace Rhin Brisach. Die Bewohner werden Baltzenheimois und Baltzenheimoises genannt.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Baltzenheim liegt am Rhein, der hier die Grenze zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland bildet. Im Nordosten der Gemeinde zweigt der parallel zum natürlichen Strom verlaufende Rheinseitenkanal ab. Die Gemeinde liegt circa 15,5 Kilometer östlich von Colmar, circa 42 Kilometer nördlich von Mülhausen und circa 23,5 Kilometer nordwestlich von Freiburg im Breisgau.
Umgeben wird Baltzenheim von drei Nachbargemeinden und einer Stadt:
| Artzenheim | ||
| Durrenentzen | Vogtsburg im Kaiserstuhl (Deutschland) | |
| Kunheim |
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ersterwähnung 786 in einer Urkunde der Abtei Weißenburg. 847 erscheint der Ort mit der fränkischen Ortsnamenendung -heim als Baldolfesheim. Die Siedlung entstand nahe der einstigen Römerstraße Augst (Augusta Raurica) – Straßburg (Argentorate). Auf der Gemarkung wurde ein merowingisches Gräberfeld entdeckt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Baltzenheim von den Schweden heimgesucht. 1636 waren nur noch sechs Einwohner im Ort. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Balzenheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Colmar im Bezirk Oberelsaß zugeordnet. Baltzenheim wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 1. Februar 1945 durch die 1. französische Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Endoffensive der Alliierten gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).
Um 1720 wurde der Ort immer wieder Opfer des Rheins, der bis zu seiner Eindämmung im 19. Jahrhundert oft verheerendes Hochwasser führte. Ein ehemaliger Rheinarm, der Rhin de Biesheim oder Le Giessen, verläuft unmittelbar östlich von Baltzenheim.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 268 | 201 | 204 | 245 | 318 | 458 | 495 | 574 | 570 |
| Quelle: Gemeindeverzeichnis[1], Cassini und INSEE | |||||||||
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Katholische Kirche Sankt-Michael: Der mittelalterliche Turm des 13. oder 14. Jahrhunderts war ursprünglich ein Chorturm. 1844 wurde der im 15. oder 16. Jahrhundert neu gewölbte Chorraum zur Eingangshalle umgebaut. Die Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg (1638) verschonte lediglich den Turm und die östlichen Partien des Schiffs. Denkmalgeschützte Wandmalereien in diesem Teil wurden leider 1979 unter Putz gelegt. Baltzenheim wurde erst 1920 eigenständige Pfarrei, zuvor war es Filial von Artzenheim.
- Schulhaus (jetzt Mairie): Schlichter Walmdachbau des Zweiten Kaiserreichs (1868). Die seitlich angeordneten Eingänge von gequaderten Lisenen gerahmt.
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Sankt Michael
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Wasserturm
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Mairie Baltzenheim
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 95–97.
