Muntzenheim
| Muntzenheim | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |
| Arrondissement | Colmar-Ribeauvillé | |
| Kanton | Colmar-2 | |
| Gemeindeverband | Colmar Agglomération | |
| Koordinaten | 48° 6′ N, 7° 28′ O | |
| Höhe | 181–187 m | |
| Fläche | 6,48 km² | |
| Einwohner | 1.288 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 199 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68320 | |
| INSEE-Code | 68227 | |
Mairie Muntzenheim | ||
Muntzenheim (deutsch Munzenheim) ist eine französische Gemeinde mit 1288 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf wurde erstmals in einer Urkunde der Abtei von Munster vom 4. März 673 als „Monesensisheim“ erwähnt (Quelle: MGH DD Merov 1, 111) In einer Urkunde von 675 ist die Rede von König Childerich, der seine Güter im Ort an die Abtei Münster übereignet. Der französische Wikipedia-Beitrag enthält eine längere Namensliste, die die Veränderungen des Ortsnamens vom 7. bis ins 16. Jahrhundert aufzeigt, es fehlen aber urkundliche Nachweise. Papst Leo IX. weihte hier neun Altäre (einer nicht genannten Kirche) ein, sein Besuch wird in einer Abschrift von 1319 auf das Jahr 1049 datiert (Quelle: Regesta Imperii III,5,2, 695).
Das Dorf gehörte zur Herrschaft Horburg, die 1324 von den Württembergern erworben wurde. Diese führten die Reformation ein. Der Ort blieb württembergisch bis zur Revolution und ging 1793 an Frankreich.
Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Munzenheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Colmar im Bezirk Oberelsaß zugeordnet. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Ort am 31. Januar 1945 von der 5. Panzerdivision von der Naziherrschaft befreit.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 426 | 366 | 411 | 527 | 844 | 860 | 912 | 1013 | 1257 |
| Quelle: Gemeindeverzeichnis,[1] Cassini und INSEE | |||||||||
Bauwerke
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Kirche St. Urban
-
Evangelisch-methodistische Kirche
Kirche Sankt Urban: Rechteckiger flachgedeckter Saal mit gewölbtem Turmchor. Schiff wohl 11. Jahrhundert, der Turm 13. Jahrhundert. Im Chor eine gotische Piscina.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 120–122.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ 1910: Kreis Colmar. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 14. April 2023; abgerufen am 15. Februar 2026.
- ↑ W. Hotz: Die Kunstdenkmäler im Elsass und in Lothringen. Darmstadt 1965, S. 140.
