Rumersheim-le-Haut
| Rumersheim-le-Haut | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |
| Arrondissement | Colmar-Ribeauvillé | |
| Kanton | Ensisheim | |
| Gemeindeverband | Alsace Rhin Brisach | |
| Koordinaten | 47° 51′ N, 7° 31′ O | |
| Höhe | 210–224 m | |
| Fläche | 16,67 km² | |
| Einwohner | 1.068 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 64 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68740 | |
| INSEE-Code | 68291 | |
| Website | mairie-rumersheim-le-haut.fr | |
Bürgermeisteramt (Mairie) | ||
Rumersheim-le-Haut (elsässisch Rümersche, deutsch Rumersheim) ist eine französische Gemeinde mit 1068 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Colmar-Ribeauvillé, zum Kanton Ensisheim und ist Mitglied im Gemeindeverband Communauté de communes Alsace Rhin Brisach. Die Bewohner werden Rumersheimois und Rumersheimoises genannt.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Rumersheim-le-Haut in der Oberrheinischen Tiefebene liegt zwischen Rheinseitenkanal und Harthwald, etwa 18 Kilometer nordöstlich von Mülhausen. Die Gemeindegrenze im Osten bildet der Rhein; rechtsrheinisch liegt die Gemarkung Grißheim in Deutschland.
Nachbargemeinden von Rumersheim-le-Haut sind Blodelsheim im Norden, Neuenburg am Rhein (Deutschland) im Osten, Chalampé im Südosten, Bantzenheim im Süden, Munchhouse im Westen sowie Roggenhouse im Nordwesten.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf der Gemarkung fanden sich im Gewann Im Burghof Reste einer römischen Straßenstation. Auch Spuren der römischen Rheinstraße wurden entdeckt. Weitere römische Funde am Rande der Hardt. Merowingergräber. Ab 1259 war Rumersheim habsburgisch, gehörte also zu Vorderösterreich, bis es im Westfälischen Frieden 1648 mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone kam. Im Spanischen Erbfolgekrieg unterlagen am 21. August 1709 bei Rumersheim die kaiserlich-österreichischen Truppen den Franzosen, was den Rückzug der ganzen Reichsarmee zur Folge hatte. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Rumersheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Gebweiler, Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg verband eine von den Deutschen angelegte Feldbahn ein Munitions- und Verpflegungslager bei Rumersheim mit dem Hartmannsweilerkopf. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Einwohner 1939 in den Südwesten Frankreichs (Département Lot-et-Garonne) evakuiert. Das Dorf erlebte seine Befreiung von der Naziherrschaft durch die 1. französische Armee unter General de Lattre de Tassigny am 9. Februar 1945. Dies geschah im Zuge der Endoffensive gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).
Auf der Gemarkung befand sich früher die im 15. Jahrhundert abgegangene Siedlung Hammerstatt. 1879 zerstörte ein großer Dorfbrand mehrere Häuser.
| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 707[1] | 657 | 690 | 790 | 773 | 838 | 947 | 1065 | 1079 |
Zweckverband
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rumersheim-le-Haut ist Mitglied im Grenzüberschreitenden örtlichen Zweckverband Mittelhardt-Oberrhein, der auf Basis des Karlsruher Übereinkommens die grenzüberschreitende kommunale Zusammenarbeit von Gemeinden im Elsass und Baden fördert.[2]
Bauwerke
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Kirche Saint-Gilles
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Kapelle Notre-Dame
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Wasserturm
Die Sankt-Ägidius-Kirche (église Saint-Gilles), ein schlichter Saalbau mit halbrund geschlossenem Chor, wurde 1782 fertiggestellt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 382–383.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Über die Gemeinde auf der Site des Gemeindeverbands (französisch)
- Private Website über den Ort (französisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Kreis Gebweiler. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 27. Juni 2024; abgerufen am 18. Februar 2026.
- ↑ gemeinde-eschbach.de
