am 6.Mai 1945 vor der Küste Rhode Islands versenkt (55 Tote, keine Überlebenden)
U 853 war ein U-Boot der ehemaligen deutschen Kriegsmarine vom Typ IXC/40, das im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Auf seiner dritten und letzten Feindfahrt versenkte es vor der Atlantikküste der USA ein Kriegsschiff und – als letztes von der Kriegsmarine versenktes US-amerikanisches Schiff am 5.Mai 1945 – ein Handelsschiff, wobei insgesamt 61 Menschen starben. Am 6.Mai 1945 wurde es vor Rhode Island versenkt, wobei alle 55 Mann an Bord starben, und war mit U 881 das letzte durch Feindeinwirkung im Zweiten Weltkrieg versenkte deutsche U-Boot.
Bei seiner zweiten Fahrt, jetzt bei der 10. U-Flottille, fuhr U853 ab April 1944 als Wetterboot im Nordatlantik und führte darüber hinaus erfolglos Angriffe auf Schiffe durch, die innerhalb von Nordmeergeleitzügen den Atlantik zu überqueren versuchten. Dabei konnte U853 (unter Kptlt. Sommer) am 25.Mai 1944 Angriffe mit Raketen von drei Fairey Swordfish der MAC-SchiffeAncylus und Empire MacKendrick abwehren und entkommen.[1]
Am 17.Juni wurde es bei derselben Einsatzfahrt von Flugzeugen des US-Geleitträgers Croatan angegriffen, konnte ihnen aber entkommen.[2]
Während der letzten Einsatzfahrt als Frontboot der 33. U-Flottille torpedierte U853 im Golf von Maine am 5.April 1945 den amerikanischen Tanker Atlantic States (8537 BRT) und versenkte am 23.April den U-JägerUSS Eagle 56 (PE-56) (Lage43.55-70.166667).[3]
Am 5.Mai 1945 versenkte U853 vor Block Island den amerikanischen Kohlefrachter Black Point (5353 BRT) (Lage41.316667-71.383333); dies war die letzte Versenkung durch ein deutsches U-Boot vor Amerika.[4]
Im Laufe des 6.Mai 1945 wurde U853 vor Rhode Island bei den Koordinaten 41°13′N, 71°27′W41.216666666667-71.45 durch Wasserbomben des amerikanischen GeleitzerstörersUSS Atherton und der amerikanischen FregatteUSS Moberly sowie der US-Militärluftschiffe K-16 und K-58 versenkt, wobei die gesamte Besatzung von 55 Mann im Boot den Tod fand. Geborgen wurden kurz nach dem Sinken nur eine einzige Leiche, die Marinetaucher aus dem Turm an die Oberfläche brachten, sowie ein Skelett, das nach Intervention der deutschen Regierung auf dem Marinefriedhof in Newport bestattet wurde.[5]
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. Geleitwort von Prof. Dr. Jürgen Rohwer, Mitglied des Präsidiums der Internationalen Kommission für Militärgeschichte. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 1996, ISBN 3-8132-0490-1, S. 74, 135, 229, 252.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 1997, ISBN 3-8132-0512-6, S. 117, 211.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 4: Die deutschen U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg / Berlin / Bonn 1999, ISBN 3-8132-0514-2, S. 353 f.
Erich Gröner, Dieter Jung, Martin Maas: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 3: U-Boote, Hilfskreuzer, Minenschiffe, Netzleger. Bernhard & Graefe Verlag, München 1985, ISBN 3-7637-4802-4.
Clay Blair: Der U-Boot-Krieg – Die Gejagten 1942–1945. Heyne Verlag, 1999, ISBN 3-453-16059-2, S. 727 f., 795f., 799.