Das Boot wurde am 25. August 1941 bei der Deutschen Werft AG in Hamburg in Auftrag gegeben. Die Kiellegung erfolgte am 30. November 1942 mit der Baunummer 387. Der Stapellauf fand am 7. Juli 1943 statt. Kapitänleutnant Georg Preuss stellte U1224 am 20. Oktober 1943 in Dienst.[1] Das Boot wurde der 31.U-Flottille unterstellt, einer Ausbildungsflottille, die in Hamburg stationiert war. Während der Ausbildung wurde U1224 am 15.Februar 1944 einer japanischen Besatzung übergeben, die zuvor an Bord des japanischen U-Boots I-8 von Japan nach Europa gebracht worden war, und in RO501 umbenannt.[2] Die ehemalige deutsche Besatzung stellte im April das Typ IX D2 Boot U 875 in Dienst. Der neue Kommandant von RO501, Kapitänleutnant Norita Sadatoshi gab dem Boot ein Turmemblem: Die deutsche Seekriegsflagge, welche sich hinter der japanischen Seekriegsflagge befand, als Zeichen der Verbundenheit beider Länder.[3]
U1224 war das zweite deutsche U-Boot das dem japanischen Kaiser zum Geschenk gemacht wurde. Im September 1943 hatte die Kriegsmarine U 511, ebenfalls vom TypIXC, unter dem CodenamenMarco Polo an die Nihon Kaigun übergeben. Das Boot war dann unter der Bezeichnung RO500 in Dienst gestellt worden. Entsprechend wurde U1224 mit dem Codenamen Marco PoloII bezeichnet.[4]
Am 30. März 1944 lief RO501 aus Kiel in Richtung Japan aus. Durch Dechiffrierung des japanischen Funkverkehrs waren die Alliierten über den Kurs des Bootes informiert. Auf Höhe der Kapverdischen Inseln wurde RO501 von einer US-amerikanischen U-Boot-Jagdgruppe um den Geleitflugzeugträger Bogue erwartet. Die Gruppe bestand aus den Geleitzerstörern Haverfield, Janssen, Willis, Francis M. Robinson und Wilhoite.[4] Die Francis M Robinson erzielte am 13.Mai 1944 eine Sonarortung, woraufhin Kommandant Johansen einen Hedgehog-Angriff befahl. Bei diesem Angriff wurde RO501 mit seiner gesamten 51 Mann starken Besatzung versenkt.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1996, ISBN 3-8132-0490-1.
Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6.
↑Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band Zwei: Der U-Boot-Bau auf Deutschen Werften. Verlag E.S. Mittler & Sohn, Hamburg, u.a. 1997, S. 131.
↑Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band Zwei: Der U-Boot-Bau auf Deutschen Werften. Verlag E.S. Mittler & Sohn, Hamburg, u.a. 1997, S. 188.
↑Georg Högel: Embleme, Wappen, Malings deutscher U-Boote 1939–1945. 5. Auflage. Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg 2009, ISBN 978-3-7822-1002-7, S. 170.
12Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band Zwei: Die Gejagten 1942–1945. Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-16059-2, S. 632.