Lockheed T-33
| Lockheed T-33 T-Bird | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Lockheed T-33A der USAF | |||||||||||||
| Typ | Trainingsflugzeug | ||||||||||||
| Entwurfsland | |||||||||||||
| Hersteller | Lockheed Corporation | ||||||||||||
| Erstflug | 22. März 1948 | ||||||||||||
| Indienststellung | 1949 | ||||||||||||
| Produktionszeit | 1948 bis 1959 | ||||||||||||
| Stückzahl | 6557 | ||||||||||||
| Version | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | SUMME |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TF-80C | 20 | 27 | 47 | ||||||||||
| T-33A | 58 | 112 | 163 | 817 | 961 | 745 | 319 | 241 | 253 | 256 | 165 | 4090 | |
| TV-2 Navy | 26 | 41 | 105 | 124 | 150 | 209 | 8 | 36 | 699 | ||||
| T-33A MDAP | 54 | 62 | 180 | 131 | 258 | 65 | 750 | ||||||
| T-33A RCAF | 14 | 14 | |||||||||||
| RT-33A | 18 | 67 | 85 | ||||||||||
| SUMME | 20 | 85 | 138 | 272 | 984 | 1265 | 1044 | 853 | 314 | 289 | 256 | 165 | 5685 |
Nutzer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die T-33 wurde von folgenden Luftstreitkräften eingesetzt:[6]


Äthiopien
Bangladesch
Belgien- 38 × T-33A, 1 × RT-33A seit 1952
Bolivien- Die Fuerza Aerea Boliviana erhielt 1973 insgesamt 20 Canadair CT-133 aus Beständen der Royal Canadian Air Force geschenkt. Die Maschinen wurden als Schulungs- und Kampfflugzeuge verwendet. Bolivien war der letzte militärische Nutzer der T-33 und stellte die letzten 4 Exemplare erst 2017 außer Dienst.[7]
Brasilien
Chile
Dänemark
Deutschland- die Luftwaffe der Bundeswehr erhielt 1956–59 192 T-33A
Dominikanische Republik
Ecuador
El Salvador
Frankreich- auch Canadair CT-133
Griechenland- auch Canadair CT-133
Guatemala
Honduras
Indonesien
Iran
Italien
Japan
Jugoslawien
Kanada- 30 Maschinen aus der Produktion von Lockheed. Lizenzbau von 656 Flugzeugen als Canadair CT-133. Die letzte Maschine der RCAF wurde 2005 ausgemustert.[4]
Kolumbien
Kuba
Laos
Libyen
Mexiko
Myanmar
Nicaragua
Niederlande
Norwegen
Oman
Pakistan- Die pakistanische Luftwaffe betrieb zwischen 1955 und 1993 15 T-33A Trainer und 6 RT-33A Aufklärer.[8][9]
Paraguay
Peru
Philippinen
Portugal- auch Canadair CT-133
Saudi-Arabien
Singapur- Republic of Singapore Air Force
Spanien
Südkorea
Taiwan- Luftstreitkräfte der Republik China
Thailand
Türkei- auch Canadair CT-133
Vereinigte Staaten- US Air Force
- US Navy T2V-1/T-1/T-1A „Sea Star“
Uruguay
Venezuela
Zwischenfälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Am 23. Dezember 1957 musste eine T-33A der USAF (Seriennummer 51-4413) auf dem Militärflugplatz Kuçova in Albanien notlanden. Die Maschine befand sich auf einem Überführungsflug von Frankreich nach Neapel und kam vom Kurs ab. Aufgrund Treibstoffmangels und technischer Schwierigkeiten entschloss sich der Pilot Major Howard J. Curran zu einer Notlandung. Er wurde interniert, im Januar 1958 freigelassen und nach Belgrad ausgeflogen. Die Überreste des Flugzeugs sind noch heute auf der Burg von Gjirokastra im „Nationalen Waffenmuseum“ zu sehen.[10]
- Am 15. September 1964 stürzte eine T-33A (Luftfahrzeugkennzeichen DB+382) des Jagdbombergeschwaders 32 aufgrund eines technischen Defekts in der Nähe von Straßberg ab. Die Maschine befand sich auf einem Schulungsflug. Der verantwortliche Flugzeugführer Oberleutnant Ludger Hölker und der im hinteren Sitz befindliche Major Walter Sütterlin übten Instrumentenflug. Beim Anflug auf den Fliegerhorst Lechfeld verlor das Triebwerk an Schubkraft. Major Sütterlin rettete sich rechtzeitig mit dem Schleudersitz, während Oberleutnant Hölker seinen Ausstieg bewusst verzögerte, um zu verhindern, dass das Flugzeug auf bewohntes Gebiet stürzte. Als er schließlich den Schleudersitz betätigte, tat er dies in viel zu geringer Höhe und prallte bei der Landung gegen einen Baum. Er verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus. Aufgrund seines selbstlosen Handels wurden Hölker posthum zahlreiche Ehrungen zu Teil. So wurden unter anderem ein Lehrsaal an der Offizierschule der Luftwaffe, mehrere Straßen und eine Schule nach ihm benannt.[11]
- Am 14. Oktober 1965 verunglückte eine T-33A (JA+396) des Jagdgeschwaders 71 „Richthofen“ nahe dem Flugplatz Wittmund während eines Übungsfluges. Die beiden Insassen starben bei dem Absturz.[12][13]
- Am 22. September 1966 kollidierte eine Lockheed T-33A (BD+788) der Deutschen Luftwaffe bei Kottgeisering (nahe dem Ammersee, Bayern) mit einer Fiat G.91T-3 (BD+110). Beide Maschinen waren vom Flugplatz Fürstenfeldbruck gestartet. Einer der Piloten der G.91 kam ums Leben, der andere überlebte. Auch einer der Piloten der T-33 wurde getötet, der andere überlebte.[14]
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Kenngröße | T-33A | T-1A |
|---|---|---|
| Besatzung | Fluglehrer und Flugschüler | |
| Länge | 11,51 m | 11,75 m |
| Spannweite | 11,85 m | 13,05 m |
| Höhe | 3,56 m | 4,06 m |
| Flügelfläche | 21,81 m² | k. A. |
| Flügelstreckung | 6,4 | |
| Leermasse | 3.667 kg | 5.438 kg |
| Startmasse | 6.551 kg | 7.636 kg |
| Antrieb | ein Allison J33-A-35 mit 24,1 kN Schub | ein Allison J33-A-24/24A mit 27,7 kN Schub |
| Höchstgeschwindigkeit | 879 km/h | 973 km/h |
| Dienstgipfelhöhe | 14.630 m | 12.200 m |
| Größte Reichweite | 700 km | 1.448 km |
| Bewaffnung | 2 × 12,7-mm-MG möglich | keine |
Erhaltene Exemplare
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einige wenige T-33 gelangten nach ihrer militärischen Laufbahn an Privatleute und werden von diesen weltweit in flugfähigem Zustand erhalten und geflogen. Ein weitaus größerer Teil der Flugzeuge wanderten als statische Ausstellungsstücke in Museen oder landeten als sogenannte „Gate Guards“ in militärischen Liegenschaften. In Deutschland sind T-33 unter anderem in folgenden Luftfahrtmuseen ausgestellt:
- Militärhistorisches Museum Flugplatz Berlin-Gatow
- Internationales Luftfahrtmuseum Villingen-Schwenningen
- Flugausstellung Hermeskeil
- Deutsch-Kanadisches Luftwaffenmuseum Rheinmünster
- Flugwerft Schleißheim
- Technik-Museum Speyer
Zivile Nutzung bei den National Championship Air Races
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]T-33 kommen seit Jahren bei den National Championship Air Races in Reno (Nevada) als „Pace-Planes“ für die „Unlimited“-Klasse zum Einsatz[15]. Die Maschinen geben hierbei den fliegenden Start des Feldes frei und assistieren in Notlage gekommenen Rennflugzeugen. Seit 2007 kommt die T-33 auch als Rennteilnehmer in der Jet-Klasse zum Einsatz und muss sich hierbei an der Aero L-29, L-39 und der Fouga Magister messen. Darüber hinaus werden etliche Exemplare, vor allem innerhalb der USA, von zivilen Nutzern eingesetzt.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ähnliche Flugzeugtypen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gerhard Lang: Die Flugzeuge der Bundeswehr. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-613-02743-5.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bundeswehr - 60 Sekunden Classix: Lockheed T-33 A (YouTube-Video, 14. April 2025)
- T-33 der Deutschen Luftwaffe. In: Bundeswehr. Bundesministerium der Verteidigung, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juli 2016.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Paolo Mezzanotte: Military Pilot Training Concepts. Hrsg.: SAE Transactions. Band 109, 2000, S. 962–969.
- ↑ British Pathé: The Luftwaffe flies again. Ausschnitt aus einer britischen Wochenschau. 1956, abgerufen am 11. Oktober 2020 (englisch).
- ↑ Lang, 2007, S. 23–26.
- 1 2 Canadian Warplane Heritage Museum: Lockheed T-33 Silver Star. In: warplane.com. 2020, abgerufen am 2. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Statistical Digest of the USAF 1948, S. 16; 1949, S. 164 f.; 1951, S. 158; 1952, S. 158; 1953, S. 185 f.; 1954, S. 70 f.; 1955, S. 80 f.; 1956, S. 91 f.; 1957, S. 97 f.; 1958, S. 72 f.; 1959, S. 68 f.
- ↑ Nutzer ( vom 4. Juli 2013 im Internet Archive)
- ↑ Bob Fischer: Bolivien verabschiedet sich von der T-33. In: aerobuzz.de. 8. Juli 2017, abgerufen am 11. Oktober 2020.
- ↑ AIRCRAFTS OF PAKISTAN AIR FORCE. Abgerufen am 21. August 2025.
- ↑ Trainer Aircraft of Pakistan Air Force. 20. Mai 2021, abgerufen am 21. August 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Owen Pearson: Albania as dictatorship and democracy: from isolation to the Kosovo War 1946-1998 (= Albania in the twentieth century: a history. Volume 3). I.B. Tauris, London 2006, ISBN 1-84511-105-2, 1958: January 7th, January 11th, S. 537 f.
- ↑ Harald Meyer: Ludger Hölker - ein Vorbild für uns alle. Fürstenfeldbruck 2010 (stadt-bobingen.de).
- ↑ Flugunfalldaten und -bericht Lockheed T-33A JA+396 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Harald Meyer: In Memoriam Leutnant Jürgen Ave. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 7. Februar 2021; abgerufen am 2. Februar 2021.
- ↑ Unfallbericht T-33 BD+788, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ Airventure-Seite über Reno.
- Militärisches Schulflugzeug
- Einstrahliges Flugzeug
- Luftfahrzeug der Luftwaffe (Bundeswehr)
- Lockheed Martin
- Militärluftfahrzeug (Belgien)
- Militärluftfahrzeug (Dänemark)
- Militärluftfahrzeug (Frankreich)
- Militärluftfahrzeug (Griechenland)
- Militärluftfahrzeug (Italien)
- Militärluftfahrzeug (Niederlande)
- Militärluftfahrzeug (Norwegen)
- Militärluftfahrzeug (Portugal)
- Militärluftfahrzeug (Spanien)
- Militärluftfahrzeug (Türkei)
- Militärluftfahrzeug (Iran)
- Militärluftfahrzeug (Pakistan)
- Militärluftfahrzeug (Jugoslawien)
- Erstflug 1948
- Militärluftfahrzeug (Japan)



