Lockheed Starliner
| Lockheed L-1649 Starliner | |
|---|---|
Lockheed L-1649 der TWA | |
| Typ | Langstrecken-Verkehrsflugzeug |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | Lockheed Corporation |
| Erstflug | 10. Oktober 1956 |
| Indienststellung | 1. Juni 1957 |
| Produktionszeit | 1955 bis 1958 |
| Stückzahl | 44 |
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Besatzung | 4+4 |
| Passagiere | 40–99 |
| Länge | 35,40 m |
| Spannweite | 45,70 m |
| Höhe | 7,60 m |
| max. Startmasse | 70.762 kg |
| Triebwerke | 4 luftgekühlte 18-Zylinder-Turbo-Compound-Doppelsternmotoren Typ Curtiss-Wright R3350-988TC-18EA2 mit je 3.450 PS (ca. 2.540 kW) |
| Propeller | dreiblättrige Verstellpropeller |
| Reisegeschwindigkeit | 535 km/h |
| Dienstgipfelhöhe | 7.600 m |
| Reichweite | 9.900 km |
Erhaltene Flugzeuge
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- D-ALAN/N974R (Werknummer 1040): Im Dezember 2007[17] erwarb die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung auf einer Auktion in den USA für 748.000 US-Dollar drei Starliner nebst umfangreichem Zubehör, Ersatzteilen und technischen Dokumentationen. Unter den drei Flugzeugen befindet sich auch ein ehemals von der Lufthansa betriebener Starliner (ex D-ALAN). Es war geplant, dieses Flugzeug wieder in einen flugfähigen Zustand zu versetzen. Zwei Starliner sollten dabei als Ersatzteillager dienen. Hierzu wurde eigens am Flughafen Auburn-Lewiston im US-Bundesstaat Maine eine Wartungshalle gebaut, welche für die Zeit der Instandsetzung angemietet wurde. Dieses Vorhaben gab man nach einer genauen Inspektion des Zellenzustandes auf und wählte stattdessen als Restaurierungsobjekt für eine Lufthansa-Maschine die N7316C, eine ehemalige TWA-Maschine. Die D-ALAN ist in Lufthansa-Farben im Luftfahrtmuseum Fantasy of Flight in Florida ausgestellt.[18]
- N7316C (Werknummer 1018): Die Maschine wurde zusammen mit der N974R und N8083H im Dezember 2007 bei einer Auktion durch die „Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung“ (DLBS) erworben.[19] Die Restaurierung der Maschine begann im November 2008 und wurde ebenfalls, wie für die D-ALAN ursprünglich geplant, auf dem Flughafen Auburn-Lewiston durchgeführt.[20] Über die Etappen der Restaurierung der Starliner wurde seit Oktober 2008 von Seiten der Lufthansa Technik regelmäßig öffentlich berichtet, seit Juni 2015 jedoch nur noch sporadisch. Die Berichte legten die Vermutung nahe, dass trotz Investitionen von angeblich bereits 100 Millionen Euro das Projekt ins Stocken geraten ist. So war zum Beispiel die Flugbereitschaft für 2013 geplant, wurde jedoch seitdem mehrfach verschoben.[21] Im Jahr 2018 gab die Lufthansa bekannt, die Restaurierungsarbeiten in Auburn beenden zu wollen, die Maschine solle nunmehr demontiert nach Deutschland überführt werden, um die Arbeiten dort fortzusetzen, einen genauen Zeitplan hierfür ließ die Lufthansa Technik erneut offen.[22][23][24] Nachdem die teilrestaurierte Super Star in Container verpackt und nach Bremen verschifft worden war, lag sie dort seit Ende 2019 in einer Lagerhalle am Hafen.[25] Ende Februar 2021 begann ihr Umzug zum Flughafen Paderborn/Lippstadt, wo sie – ebenfalls zerlegt – bis auf weiteres eingelagert wird. Als Grund für den Umzug nennt die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung freie Hallenkapazität. Im Hangar in Paderborn ist die Maschine besser vor klimatischen Einflüssen geschützt als zuvor in Bremen am Hafen.[26]
Mit Stand Juli 2022 wird die Starliner von der Homepage der Stiftung verschwiegen, sie ist weder unter Flotte, noch unter Projekte, sondern nur über Suchmaschinen zu finden. Inklusive des Transports nach Bremen hat dieses Projekt 150 Millionen Euro verschlungen.[25][27] Im April 2024 gab Lufthansa bekannt, die Maschine ab 2026, zusammen mit der Ju 52, in einem eigens dafür errichteten Konferenz- und Besucherzentrum am Frankfurter Flughafen auszustellen.[28] Am 14. August 2025 traf die Maschine auf Tiefladern am Flughafen Frankfurt ein.[29]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Alles-Fernandez: Flugzeuge von A bis Z, Band 3. Bernard & Graefe Verlag, Koblenz 1989, ISBN 3-7637-5906-9, S. 47–48.
- Leonard Bridgman: Jane’s All The World’s Aircraft, 1959–60. Sampson Low, Marston & Company, London 1959, S. 333.
- René J. Francillon: Lockheed Aircraft since 1913. Putnam Aeronautical Books, London 1987, ISBN 0-85177-805-4.
- Karlheinz Kens: Flugzeugtypen. Typenbuch der internationalen Luftfahrt. 4. Ausgabe. Carl Lange Verlag, Duisburg 1963.
- Peter J. Marson: The Lockheed Constellation. (2 Bände). Air-Britain (Historians), Tonbridge 2007, ISBN 0-85130-366-8.
- Curtis K. Stringfellow, Peter M. Bowers: Lockheed Constellation. Motorbooks International, Osceola 1992, ISBN 0-87938-379-8.
- Ende eines Traums: Lufthansa stoppt Restaurierung des Starliners. In: FliegerRevue Nr. 6/2018, S. 48–50
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Allgemein:
- Lockheed Starliner ( vom 1. April 2022 im Internet Archive) bei sphynx.de
- Luftfahrt – Nobel nach New York ( vom 6. Februar 2013 im Webarchiv archive.today), Bericht bei focus.de, 25. Februar 2008
- Photographien der Lockheed L-1649A Starliner bei airhistory.net
Projekt Super Star:
- Projekt Super Star – Restauration einer fliegenden Legende. ( vom 6. September 2016 im Internet Archive) In: lufthansa-technik.com, Lufthansa Technik
- Die Königin des Nordatlantiks – Lufthansa Lockheed Super Star L-1649A ( vom 27. August 2018 im Internet Archive) In: superstar.lufthansa.com, Lufthansa Super Star gGmbH
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Lockheed L-1649A Starliner bei Lufthansa. In: lufthansa-technik.com. Lufthansa Group, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. August 2024 (englisch, Ursprungslink unauffindbar im Internet Archive, archive.today). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
- ↑ Nils Bothmann: Historischer Flieger: Warum die „Lufthansa Super Star“ zwei Jahre lang in NRW stand. 24RHEIN → Leben im Westen → Verkehr. In: 24rhein.de. ID Metropolen News GmbH, 25. Oktober 2023, abgerufen am 14. August 2024: „Die Lufthansa schaffte […] insgesamt vier Maschinen der L-1649A Starliner an, […] deren Halbwertszeit war kurz: Nur von 1958 bis 1960 waren sie als Passagiermaschinen im Einsatz […] ein kurzes Nachleben als Frachtmaschinen, ehe 1965 die Außerdienststellung anstand.“
- ↑ Lockheed. 1926----ALLES-ÜEBER-DIE-LUFTHANSA----2024 → Flotte. In: jh-reisen.de. Abgerufen am 14. August 2024 (Infos zum Einsatz der Lockheed L-1649A Starliner bei der Lufthansa).
- ↑ Lufthanda – Lockheed L-1649A StarlinerD-ALUBc/n: 1034. In: bsl-mlh-planes.net. Abgerufen am 14. August 2024 (Bild von Peter Frei (aufgenommen am 23. April 1961) mit Infos zum Einsatz der Lockheed L-1649A Starliner bei der Lufthansa).
- ↑ René J. Francillon: Lockheed Aircraft since 1913. London 1987.
- ↑ Trans World Airlines Inc – TWA abgerufen am 26. Juli 2020.
- ↑ Unfallstatistik Lockheed L-1649 Starliner. Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Juni 2018.
- ↑ Flugunfalldaten und -bericht L-1649 N7313C im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. Februar 2024.
- ↑ Unfallbericht F-BHBM. ( vom 6. August 2011 im Internet Archive) Aviation Safety Network, abgerufen am 23. Februar 2016 (englisch).
- ↑ Flugunfalldaten und -bericht L-1649 LV-GLH im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 17. August 2023.
- ↑ Flugunfalldaten und -bericht L-1649 LV-GLI im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 17. August 2023.
- ↑ Unfallbericht N7301C. Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Februar 2016.
- ↑ Flugunfalldaten und -bericht L-1649 N8081H im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 17. August 2023.
- ↑ Flugunfalldaten und -bericht L-1649 N7314C im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 17. August 2023.
- ↑ Flugunfalldaten und -bericht L-1649 N7324C im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 17. August 2023.
- ↑ Flugunfalldaten und -bericht L-1649 N7311C im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 17. August 2023.
- ↑ Die Rückkehr der "Super Star". ( vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive) bei dlbs.de, Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung
- ↑ D-ALAN/N974R auf conniesurvivors.com
- ↑ Lebenslauf der N7316C auf conniesurvivors.com
- ↑ News zur N731C auf conniesurvivors.com
- ↑ Aktuelles von der Super Star. Lufthansa Technik AG → Media Relations → Hintergrund & Spezialthemen → Super Star. In: lufthansa-technik.com. Lufthansa Technik, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 18. November 2018; abgerufen am 14. August 2024 (Stand: 31. März 2016).
- ↑ Lufthansa to move ‘Super Star’ from Auburn to Germany – Lewiston Sun Journal. In: Lewiston Sun Journal. 15. März 2018 (sunjournal.com [abgerufen am 16. März 2018]).
- ↑ siehe auch Connie kann nicht mehr. bei faz.net vom 5. Oktober 2018.
- ↑ Lockheed L-1649A Super Star: Warum das schönste Flugzeug nicht mehr fliegt - WELT. Abgerufen am 10. Februar 2025.
- 1 2 Patrick Zwerger: Lufthansa Super Star: 150 Millionen Euro – und doch nicht fertig. 7. Mai 2020, abgerufen am 10. Februar 2021.
- ↑ Jürgen Schelling: Flugzeug-Legende verlässt Bremen. In: Weser Kurier, 28. Februar 2021. Abgerufen am 1. März 2021.
- ↑ Jürgen Schelling: History – Lufthansa Super Star geht nach Frankfurt oder München. In: cockpit.aero. SAMedia AG, 28. November 2023, abgerufen am 14. August 2024 (Schweizer Hochdeutsch).
- ↑ Lufthansa konsolidiert Büroflächen am Standort Frankfurt. Pressemeldung – Newsroom. In: newsroom.lufthansagroup.com. Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, 12. April 2024, abgerufen am 14. August 2024: „Neues Konferenzzentrum […] bietet Raum für dauerhafte Ausstellung der historischen Flugzeuge Junkers Ju 52 und Lockheed Super Star; Eröffnung im Jubiläumsjahr 2026 vorgesehen“
- ↑ Jochen Remmert: Lufthansa-Legende „Super Conni“ landet als Ausstellungsstück in Frankfurt. 14. August 2025, abgerufen am 19. August 2025.