BMW E9
| BMW | ||||
|---|---|---|---|---|
BMW 3.0 CS | ||||
| E9 | ||||
| Verkaufsbezeichnung | 2800 CS, 2.5. CS, 3.0 CS, 3.0 CSi, 3.0 CSL | |||
| Produktionszeitraum | 1968–1975 | |||
| Klasse | Oberklasse | |||
| Karosserieversionen | Coupé | |||
| Motoren | Ottomotoren: 2,5–3,2 Liter (110–151 kW) | |||
| Länge | 4661 mm | |||
| Breite | 1648 mm | |||
| Höhe | 1369 mm | |||
| Radstand | 2624 mm | |||
| Leergewicht | 1165–1420 kg | |||
| Vorgängermodell | BMW 2000 Coupé | |||
| Nachfolgemodell | BMW 6er (E24) | |||
| Modell | Hubraum | Leistung | max. Drehmoment bei 1/min | Produktionszeitraum |
|---|---|---|---|---|
| 2.5 CS | 2492 cm3 | 150 PS (110 kW) | 211 Nm bei 3700 | 1974–1975 |
| 2800 CS | 2788 cm3 | 170 PS (125 kW) | 235 Nm bei 3700 | 1968–1971 |
| 3.0 CS | 2985 cm3 | 180 PS (132 kW) | 255 Nm bei 3700 | 1971–1975 |
| 3.0 CSi | 200 PS (147 kW) | 272 Nm bei 4300 | ||
| 3.0 CSL | 180 PS (132 kW) | 255 Nm bei 3700 | 1971–1972 | |
| 3003 cm3 | 200 PS (147 kW) | 272 Nm bei 4300 | 1972–1973 | |
| 3153 cm3 | 206 PS (151 kW) | 286 Nm bei 4300 | 1973–1975 |
Sonderkarosserien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf der Basis eines 2800 CS baute der italienische Designer Pietro Frua 1969 ein Fastbackcoupé.[5]
1969 wurden drei 2800 CS mit Edelstahlkarosserie mit der Firma DEW - Deutsche Edelstahl AG, Krefeld, realisiert.[6] Das Projekt Edelstahlkarosserie – sog. Remanit, ein Normedelstahl, der mit Serienwerkzeugen verarbeitet war – ging auf BMW zurück. Eins dieser Fahrzeuge wurde über 125.000 km erprobt.[7]
Seit 1970 gibt es verschiedene Umbauten zum Cabrio.[8] Erst 2004 bietet BMW selbst ein Cabrio des großen Coupés an, nämlich beim wiederbelebten 6er E63/E64.
- E9 als Cabriolet, Front
- E9 als Cabriolet, Heck-Seite
Rennversionen
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Die Rennversion des E9-CSL leistete 1974 durch Hubraumvergrößerung auf 3498 cm3 und einen Vierventilzylinderkopf 440 PS (324 kW) bei 8500 min−1, beschleunigte in 4,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h. In der Rennsaison 1976 wurden in der Markenweltmeisterschaft die Gruppe-5-Regeln eingeführt, die gegenüber den Serienfahrzeugen viele Veränderungen erlaubten. Der knapp 440 kW starke Porsche 935 gewann vier der sieben Rennen und auch die Weltmeisterschaft; jedoch gewannen die BMW-Coupés trotz vieler Turbo-Porsche 934 in Kundenhand drei Rennen und hielten die Meisterschaft so bis zum letzten Lauf offen.
Bei einigen wenigen Rennen trat zudem die BMW-Werksmannschaft an: Mittels Vierventiltechnik und Turboaufladung erzielte der Wagen eine Motorleistung, wie sie vorher nur vom Turbomotor des Porsche 917/10 erreicht worden war, und die in der Formel 1 erst in der Turbo-Ära der 1980er möglich sein sollte: bis zu 590 kW. Durch das dabei entstehende enorme Drehmoment wurde die Belastungsgrenze des Getrag-Fünfganggetriebes überschritten, auch konnte die Leistung kaum auf den Boden gebracht werden: 0–100 km/h in 3,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 308 km/h. Mit solcher Motorleistung war die Höchstgeschwindigkeit mangels eines geeignet angepassten Sechsganggetriebes drehzahl- und nicht fahrwiderstandslimitiert: Vollgaspassagen auf langen Geraden hätten den Motor des Renn-CSL mit Überdrehzahl zerstört. Dem schwedischen Rennfahrer Ronnie Peterson sollen bei einem Tempo von über 250 km/h beim Beschleunigen noch die Räder durchgedreht haben, weshalb auch ein Reifensatz nur 64 km lang hielt. Der Turbo-BMW erzielte beim ersten Einsatz in Silverstone die zweitbeste Trainingszeit, erschien dann aber erst wieder beim alles entscheidenden letzten Lauf in Dijon, wobei diesmal der erste Startplatz vor dem Werksporsche erzielt wurde. Der Sechszylinder-Turbo schied jedoch früh aus; BMW beschränkte sich auf die Aufladung des kleinen M10-Vierzylinders und entwickelte diese in den Folgejahren erfolgreich bis zur F1-Weltmeisterschaft 1983.
BMW 3.0 CSL Art Cars
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein BMW 3.0 CSL wurde 1975 zum ersten BMW Art Car. Aufgrund der Initiative des französischen Auktionators und Rennfahrers Hervé Poulain bemalte der US-amerikanische Künstler Alexander Calder einen Rennwagen auf Basis eines BMW 3.0 CSL.[9] Hervé Poulain fuhr diesen Wagen zusammen mit Sam Posey und Jean Guichet beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1975. Das im Folgejahr vom New Yorker Frank Stella ebenfalls auf Basis eines BMW 3.0 CSL kreierte Kunstwerk mit schwarzen Linien startete beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1976.[10]
- Das von Alexander Calder gestaltete BMW Art Car wurde in Le Mans von Hervé Poulain, Sam Posey und Jean Guichet pilotiert.
- Das von Frank Stella gestaltete BMW Art Car trug beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1976 die Startnummer 41 und wurde von Brian Redman und Peter Gregg gefahren.
BMW 3.0 CSL Hommage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2015 stellte BMW auf dem Concorso d'Eleganza am Comer See eine 3.0 CSL-Hommage vor.[11] Deren Farbe nahm den Gelbton „Golf“ auf, in dem der ursprüngliche 3.0 CSL erhältlich war. 2016 zeigte BMW dann die CSL-Hommage in den Motorsport-Farben. Der Wagen wurde von Won Kyu Kang gestaltet; er arbeitete von 2005 bis zu seinem Wechsel zu Kia 2020 im Außendesign bei BMW.[12][13]
- 3.0 CSL Hommage 2015
- Innenraum 3.0 CSL Hommage 2015
- CSL Hommage in Motorsport-Farben
- CSL Homm. in Motorsport-Farben (2)
BMW 3.0 CSL (2022)
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Im November 2022 präsentierte BMW den auf fünfzig Exemplare limitierten BMW 3.0 CSL auch als sogenannte Hommage an das gleichnamige Modell der Baureihe E9. Er ist äußerlich der Hommage in den Motorsportfarben von 2015 ähnlich und basiert auf dem 2020 vorgestellten M4.[14]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andrew Noakes: Faszination BMW. 1. Auflage. Parragon, Bath 2006, ISBN 1-4054-5515-2 (englisch: The Ultimate History of BMW. Übersetzt von Gina Beitscher).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- BMW Coupé-Club e. V., Gemeinschaft zum Erhalt des E9 abgerufen am 2. Juli 2017.
- E9 Production & VIN Numbers. e9-driven.com, abgerufen am 2. Mai 2013 (englisch).
- E9-Forum | für die BMW CS Coupé zwischen 1968 und Ende 1975 gebauten Typen BMW 2800 CS, 3.0 CS, 3.0 CSi, 3.0 CSL und 2.5 CS. (deutsch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ BMW 3.0 CSL. bmw-motorsport.com, archiviert vom am 12. Mai 2010; abgerufen am 2. Mai 2013.
- ↑ Ingo Seiff: BMW. Faszination aus Technik und Design. Heyne, München 1990, ISBN 3-453-04360-X.
- ↑ Die fünf Muskeltiere. Test BMW 3.0 CSL Serie und Tuning. In: Auto, Motor und Sport. Nr. 24, 25. November 1972, ISSN 0005-0806.
- ↑ Hanns-Peter Rosellen: Das weiß-blaue Wunder. BMW – Geschichte und Typen. Seewald, Stuttgart 1983, ISBN 3-512-00650-7.
- ↑ BMW 2800 GTS Frua Coupé (1969–1971). Abgerufen am 6. Oktober 2022.
- ↑ E9 mit Edelstahlkarosserie, BMW Group Archiv, abgerufen am 2. Juli 2017
- ↑ Informationen zur E9-Edelstahlkarosserie unter Sondercoupés bei BMW Coupé-Club e. V., abgerufen am 2. Juli 2017
- ↑ E9-Forum zu Cabrio-Umbauten von März/April 2011, abgerufen am 2. Juli 2017
- ↑ Welcome Home BMW Art Cars. BMW Museum, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 15. August 2012; abgerufen am 24. Juni 2013.
- ↑ BMW Art Cars at Le Mans. maisonblanche.co.uk, abgerufen am 24. Juni 2013 (englisch, Überblick über die in Le Mans gestarteten BMW Art Cars).
- ↑ Bericht zur 3.0 CSL Hommage bei www.bimmertoday.de 22.05.2015. Abgerufen am 5. Juli 2017.
- ↑ Justin Narayan: Kia hires ex-BMW designer as new innovation design chief. November 2020, abgerufen am 2. Januar 2024.
- ↑ Subhash Nair: The BMW 3.0 CSL Homage Designer Just Joined Kia. In: dsf.my. 27. Oktober 2020, abgerufen am 2. Januar 2024 (englisch).
- ↑ Peter R. Fischer, Jan Götze: BMW M bringt den legendären 3.0 CSL zurück! In: autobild.de. 28. Juni 2022, abgerufen am 24. November 2022.




