American Express
| American Express Company | |||
|---|---|---|---|
| Rechtsform | Corporation | ||
| ISIN | US0258161092 | ||
| Gründung | 1850 | ||
| Sitz | New York City, New York, | ||
| Leitung | Stephen J. Squeri (Chairman und CEO) | ||
| Mitarbeiterzahl | 64.000 (2021)[1] | ||
| Umsatz | 42,4 Mrd. USD (2021)[1] | ||
| Branche | Finanzdienstleistung, Kreditkarten | ||
| Website | www.americanexpress.com | ||
| Stand: 15. Mai 2022 | |||
| GJ[7] | Angestellte | Umsatz in Mio. US-$ |
Bilanzgewinn in Mio. US-$ |
|---|---|---|---|
| 2005 | 65.800 | 24.404 | 3.734 |
| 2006 | 65.400 | 27.692 | 3.707 |
| 2007 | 67.700 | 31.540 | 3.986 |
| 2008 | 66.000 | 31.920 | 2.684 |
| 2009 | 58.000 | 26.543 | 2.130 |
| 2010 | 61.000 | 30.005 | 4.006 |
| 2011 | 62.000 | 32.282 | 4.877 |
| 2012 | 64.000 | 33.781 | 4.433 |
| 2013 | 62.800 | 34.828 | 5.312 |
| 2014 | 54.000 | 35.895 | 5.839 |
| 2015 | 54.800 | 34.441 | 5.063 |
| 2016 | 56.400 | 37.143 | 5.252 |
| 2017 | 55.000 | 38.990 | 2.646 |
| 2018 | 59.000 | 43.281 | 6.787 |
| 2019 | 64.500 | 47.020 | 6.631 |
| 2020 | 63.700 | 38.185 | 3.036 |
| 2021 | 64.000 | 43.663 | 7.917 |
Produkte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einige Karten werden bestimmten Kunden selektiv angeboten. Für den Erhalt einer (schwarzen) American Express Centurion Card muss zunächst über Jahre hinweg ein hoher sechsstelliger Jahresumsatz über eine andere American-Express-Karte generiert werden. Erst danach lädt American Express den Kunden zur entsprechenden Karte ein. Inhaber dieser Karte genießen eine besondere Betreuung durch einen persönlichen Ansprechpartner, den sogenannten „Centurion Relationship Manager“. Die Jahresgebühr für eine Centurion Card beträgt in Deutschland 5000 Euro, in Frankreich 2000 Euro, im Vereinigten Königreich 2200 Pfund und in der Schweiz 4200 Schweizer Franken. In den Vereinigten Staaten beträgt die Jahresgebühr 5000 US-Dollar.[8] Hinzu kommt in Deutschland eine einmalige Aufnahmegebühr von 5000 Euro. Die Hauptkarte eines Centurion-Card-Kartenkontos wird in manchen Ländern aus Titan handgefertigt. American Express bietet für den deutschen Markt Kreditkarten als Charge Cards an, was bedeutet, dass alle Umsätze des Vormonats monatlich abgerechnet werden.[9]
Haftungsrisiken beinhaltet die American Express Business Card, mit der Angestellte eines Unternehmens Geschäftsausgaben tätigen können. Die Abrechnung dieser Ausgaben erfolgt im Regelfall unmittelbar gegenüber dem Unternehmen. Bei Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens beruft sich American Express jedoch auf eine Klausel des Kreditkartenvertrages, wonach der Angestellte durch Mitunterzeichnung des Kreditkartenantrags die persönliche Haftung für die Geschäftsausgaben übernommen hat. Verschiedene Gerichte haben diese Haftungsübernahmeklausel als unwirksam angesehen.[10]
In Europa werden American-Express-Karten im Einzelhandel seltener akzeptiert als Mastercard oder Visa. Als Grund dafür werden die bei American-Express-Karten höheren Kosten für das annehmende Unternehmen genannt.
Einer langjährigen Unternehmenstradition folgend, ist auf den in der englischsprachigen American-Express-Werbung abgebildeten Kreditkarten zumeist ein gewisser Charles F. Frost (oder abgekürzt „C F Frost“) als Karteninhaber aufgedruckt. Der Name stammt von einem Mitarbeiter einer Werbeagentur, der in den 1960er-Jahren tatsächlich mit Anzeigenkampagnen für das Unternehmen befasst war.[11][12]
Situation in Deutschland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Produkte in Deutschland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im deutschen Markt ist American Express Herausgeber folgender Kartenprodukte:[13][14][15]
Privat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Payback American Express Karte
- American Express Blue Card
- American Express Card
- American Express Aurum Card (nur Österreich, in Deutschland seit 2009 keine Neuausstellung mehr)
- American Express Gold Card
- American Express Platinum Card
- American Express Centurion Card („Schwarze“ oder „Black Card“ genannt)
Business Cards
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- American Express Business Green Card
- American Express Business Gold Card
- American Express Business Platinum Card
- American Express Business Centurion Card
Corporate Cards
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- American Express Corporate Card
- American Express Corporate Gold Card
- American Express Corporate Platinum Card
- American Express Corporate Meeting Card
- American Express Corporate Purchasing Card
Co-Branding
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Commerzbank American Express Gold Card
- Commerzbank American Express Platinum Card
- Deutsche Bank American Express Corporate Card
- Payback American Express Karte (nur in Deutschland und Italien)
- Sixt American Express Card
- Sixt American Express Gold Card
- BMW Card von American Express
- BMW Premium Card Carbon
- dm Payback American Express Karte
Membership Rewards
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Deutschland bietet American Express seinen Kunden das Bonusprogramm Membership Rewards (MR) an, was bedeutet, dass Kreditkartenbesitzer, die daran teilnehmen, über den Einsatz ihrer Kreditkarte Punkte sammeln können. Dieses ist bei manchen Karten im Preis enthalten, während es bei anderen Karten gegen einen jährlichen Aufpreis von 30 Euro gebucht werden kann. Im Membership-Rewards-Programm werden pro Euro Umsatz ein oder bei der Compact-Variante ein halber Punkt gutgeschrieben. Bonuspunkte verfallen nicht. Zeitweise werden Sonderaktionen mit Extrapunkten angeboten, z. B. bei Erreichen eines vorgegebenen Umsatzes bei bestimmten Vertragspartnern (Geschäften) oder in der Vorweihnachtszeit. Extrapunkte werden auch beim Kunden-werben-Kunden-Programm gewährt, wenn ein American-Express-Kunde einen Neukunden erfolgreich geworben hat (Antrag auf Ausstellung einer American-Express-Karte über einen personalisierten Link). Dabei erhalten sowohl der Werber als auch der geworbene Neukunde Extrapunkte. Die Anzahl der Extrapunkte ist abhängig von der Karte, die der Werber dem Geworbenen per personalisierten Link empfohlen hat bzw. die der Geworbene tatsächlich über diesen Link beantragt. Bei zeitlich begrenzten Sonderaktionen innerhalb des Kunden-werben-Kunden-Programms werden mehr als die grundsätzlichen Punkte angeboten. Ein Punkt entspricht 0,004 Euro.[16]
Zum Einlösen einer Prämie noch fehlende Punkte konnten bis 2009 gegen 0,02 Euro pro Punkt hinzugekauft werden, inzwischen ist dies wegen rechtlicher Bedenken nicht mehr möglich. Ob bei der Versteuerung eines etwaigen geldwerten Vorteils ebenfalls diese 0,02 Euro als Berechnungsgrundlage dienen können, ist eher strittig, da der Gegenwert eines Punktes z. B. bei Zahlung von Einkäufen bei Peek & Cloppenburg bzw. Anson’s (s. o.) gerade einmal 0,00571 Euro entspricht. Auch die Kaufkraft eines Punktes bei einem Großteil der übrigen Prämien liegt in einem ähnlichen Wertebereich. Ohnehin wird laut den allgemeinen Geschäftsbedingungen von American Express zumindest bei den Business-Karten bereits eine pauschale Steuer im Hinblick auf die MR-Punkte erhoben. Weiterhin ist bei vielen Prämien eine Zuzahlung möglich, wenn der betreffende Punktestand noch nicht erreicht wurde.[17]
Das American-Express-Tochterunternehmen Loyalty Partner wickelt über Tochterfirmen die Bonusprogramme Payback, BahnBonus und Miles & More ab.
Membership Rewards Turbo
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit dem Membership Rewards Turbo ist es bei einigen Karten gegen einen Aufpreis möglich, zusätzlich zu jedem gesammelten Punkt weitere 0,5 Punkte zu erwerben (begrenzt auf 20.000 zusätzliche Bonuspunkte pro Jahr). Die Kosten liegen hier bei 15 Euro jährlich.[18] Von Anfang Januar 2005 bis Ende Januar 2007 war in Deutschland auch das sogenannte „Maximizer-Programm“ kostenfrei buchbar (Punkte: ab 1.000 Euro Jahresumsatz 1,25-fach, ab 5.000 Euro 1,5-fach und ab 15.000 Euro doppelt) und konnte auch mit dem o. g. „Turbo-Programm“ kombiniert werden. Die Möglichkeit, das Turbo-Programm gegen Aufpreis zuzubuchen, bestand ursprünglich für alle Kartentypen, wurde zwischenzeitlich aber eingeschränkt. So ist das Buchen des Turbo-Programms z. B. bei der BMW American Express Card nicht mehr möglich. Die gesammelten Bonuspunkte können aus einem Angebot von über 400 Prämien eingelöst oder zu anderen Bonusprogrammen (z. B. von Fluggesellschaften) transferiert werden. Hier kann ein Gegenwert von mehr als 5 Cent pro Membership-Rewards-Punkt erzielt werden. Auch ein Transfer zu Payback im Verhältnis 3:1 ist möglich.[19]
Eigentümerstruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 2017 ist American Express hauptsächlich im Besitz von institutionellen Anlegern (Berkshire Hathaway, The Vanguard Group, BlackRock, State Street Corporation und andere).[20]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Annual Report 2021. Abgerufen am 15. Mai 2022.
- ↑ The World’s Largest Public Companies. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 17. Juli 2018]).
- ↑ Patrick Robertson, Was war wann das erste Mal?, 1977, Wien, Verl. Carl Ueberreuter, ISBN 978-3800031429, S. 192
- ↑ Michael Heim: Kreditkarten: Ausland-Kosten sind höher als ausgewiesen. In: handelszeitung.ch. 17. Januar 2019, abgerufen am 21. Januar 2019.
- ↑ Folgen der Finanzmarktkrise Drastischer Gewinnrückgang bei American Express. ard.de, 24. April 2009, abgerufen am 21. Dezember 2009.
- ↑ US-Regierung ändert Rettungspaket Mehr Kredite für mehr Konsum. tagesschau.de, 13. November 2008, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2009; abgerufen am 21. Dezember 2009.
- ↑ American Express 10-K Fillings. Abgerufen am 15. Mai 2022.
- ↑ The Centurion ‘black’ card has a $2,500 annual fee and is invite-only, but you can get most of its benefits with the Amex Platinum. businessinsider.de, 27. Juni 2014, abgerufen am 3. Mai 2020.
- ↑ Häufig gestellte Fragen (FAQ). American Express Europe S.A., abgerufen am 1. Oktober 2023.
- ↑ American Express Business Gold Card – Haftung des Angestellten bei Insolvenz des Unternehmens? vokat.de, 27. Juni 2014, abgerufen am 27. Juni 2014.
- ↑ Cecil Adams: Who is C. F. Frost, whose name appears on sample American Express cards? 16. Dezember 1983, abgerufen am 28. Dezember 2021 (englisch).
- ↑ Will Lissner: CONSUMER NOTES. In: The New York Times. 26. Februar 1975, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 28. Dezember 2021]).
- ↑ Corporate Cards: Firmenkreditkarten von AMEX. Abgerufen am 12. März 2024.
- ↑ Business Kreditkarten: Geschäftskreditkarten von AMEX. Abgerufen am 12. März 2024.
- ↑ Alle Kreditkarten vergleichen. Abgerufen am 12. März 2024.
- ↑ Regolamento “Club Membership Rewards®”. (PDF; 688 kB) American Express (Italia), S. 6, abgerufen am 16. Oktober 2023 (italienisch).
- ↑ Wie kann ich mich mit meinen Membership Rewards Punkten belohnen? Abgerufen am 3. März 2023.
- ↑ Membership Rewards Turbo – 50% mehr Punkte. Abgerufen am 3. März 2023 (deutsch).
- ↑ American Express verschlechtert Payback Punktetransfer. Abgerufen am 11. März 2023 (deutsch).
- ↑ American Express Company (AXP) Ownership Summary. Abgerufen am 6. November 2018 (amerikanisches Englisch).


