Der Konzern entstand am 30. August 2002 durch die Fusion der beiden Unternehmen Conoco Inc. und Phillips Petroleum Company und trat in Europa in erster Linie durch das eigene Tankstellennetz in Erscheinung, welches den Namen JET trägt. Im März 2006 erwarb das Unternehmen Burlington Resources für 35,6 Milliarden US-Dollar.
An der zweitgrößten deutschen Raffinerie für Kraftstoffe, der MiRO (Mineraloelraffinerie Oberrhein) in Karlsruhe, ist das Unternehmen zu etwa 20 Prozent beteiligt.
In der Schweiz ist ConocoPhillips als Kooperationspartner von Coop seit 1988 zu 49 Prozent an der Coop Mineraloel beteiligt, welche landesweit Tankstellen und Convenience Shops betreibt sowie Heizöl vertreibt.
In der Timorsee beutet ConocoPhillips das Erdgasfeld Bayu Undan aus. Das Gas wird in das australische Darwin zur Weiterverarbeitung geleitet. Der Nachbarstaat Osttimor ist an den Gewinnen beteiligt. Hier gab es 2010 Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung, unter anderem weil ConocoPhillips Helium aus dem Gasfeld gewann und Osttimor nicht über die Gewinnung informierte. Auch beschuldigt Osttimor ConocoPhillips zu wenig Steuern gezahlt zu haben und verhängte eine hohe Geldstrafe. ConocoPhilipps zog dagegen vor Gericht.[2] 2018 kaufte die Regierung Osttimors die Anteile von ConocoPhillips am Erdgasfeld Greater Sunrise auf.[3] In Kanada ist der Konzern in der Ausbeutung der Athabasca-Ölsande tätig.
Im Jahr 2011, dem letzten vollen Geschäftsjahr vor der Abspaltung der Downstream-Aktivitäten in die Phillips 66 Company, erzielte ConocoPhillips einen Umsatz von 251,2 Mrd. US-Dollar bei 29.600 Mitarbeitern. Der Umsatz 2012 bei 62,004 Mrd. US-Dollar. Im Jahr 2014 konnte das Unternehmen noch 52 Mrd. US-Dollar[4] umsetzen, bis im Folgejahr die Umsätze deutlich sanken. So erzielte ConocoPhillips im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 29 Mrd. US-Dollar.[4] Am 19. Oktober 2020 wurde bekanntgegeben, dass das Unternehmen den amerikanischen Schieferöl-Konzern Concho Resources für 9,7 Milliarden US-Dollar übernehmen will.[5] Bekanntheit erlangte das Unternehmen besonders Anfang 2022, als es das Willow-Projekt vorstellte, welches Joe Biden unterschrieb und somit sein Wahlversprechen gebrochen hat.[6]
Zum Jahresende 2024 finalisierte ConocoPhillips die vollständige Übernahme von Marathon Oil für 22,5 Milliarden US-Dollar.[7]
Am 14. Juli 2011 gab ConocoPhillips bekannt, dass das Unternehmen in die zwei eigenständigen börsennotierten Gesellschaften Refining & Marketing sowie Exploration & Production aufgespalten werden soll. Dies sollte durch einen Spin-off der Sparte Refining & Marketing geschehen.[8]
Am 1. Mai 2012 wurde die Aufspaltung abgeschlossen. Die neu entstandene börsennotierte Firma Phillips 66, die das abgespaltene Downstream-Geschäft beinhaltet, beschäftigte 2012 weltweit rund 13.500 Mitarbeiter und erzielte im selben Jahr einen Umsatz von rund 179 Milliarden US-Dollar.[9] Mit der Aufspaltung ging auch die Marke JET an Phillips 66 und gehört nicht länger ConocoPhillips an.[10]