Washington Capitals
| Washington Capitals | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gründung | 11. Juni 1974 | ||||||||||
| Geschichte | Washington Capitals seit 1974 | ||||||||||
| Stadion | Capital One Arena | ||||||||||
| Standort | Washington, D.C. | ||||||||||
| Teamfarben | | ||||||||||
| Liga | National Hockey League | ||||||||||
| Conference | Eastern Conference | ||||||||||
| Division | Metropolitan Division | ||||||||||
| Cheftrainer | |||||||||||
| Mannschaftskapitän | |||||||||||
| General Manager | |||||||||||
| Besitzer | Monumental Sports & Entertainment | ||||||||||
| Kooperationen | Hershey Bears (AHL) South Carolina Stingrays (ECHL) | ||||||||||
| Stanley Cups | 2018 | ||||||||||
| Conferencetitel | 1997/98, 2017/18 | ||||||||||
| Divisiontitel | 1988/89, 1999/00, 2000/01, 2007/08, 2008/09, 2009/10, 2010/11, 2012/13, 2015/16, 2016/17, 2017/18, 2018/19, 2019/20, 2024/25 | ||||||||||
| Zeitraum | Mannschaft | Liga |
|---|---|---|
| 1974–1976 | Richmond Robins | AHL |
| 1974–1977 | Dayton Gems | IHL |
| 1974–1977 | Philadelphia Firebirds | NAHL |
| 1975–1976 | Baltimore Clippers | AHL |
| 1975–1976 | Greensboro Generals | SHL |
| 1976–1977 | Springfield Indians | AHL |
| 1976–1977 | Johnstown Jets | NAHL |
| Zeitraum | Mannschaft | Liga |
|---|---|---|
| 1977–1984 | Hershey Bears | AHL |
| 1977–1981 | Port Huron Flags | IHL |
| 1981–1990 | Fort Wayne Komets | IHL |
| 1984–1988 | Binghamton Whalers | AHL |
| 1988–1993 | Baltimore Skipjacks | AHL |
| 1993–1999 | Hampton Roads Admirals | ECHL |
| 1993–2005 | Portland Pirates | AHL |
| Zeitraum | Mannschaft | Liga |
|---|---|---|
| 1998–2001 | Quad City Mallards | UHL |
| 2000–2003 | Richmond Renegades | ECHL |
| 2004–2005 | Quad City Mallards | UHL |
| seit 2004 | South Carolina Stingrays | ECHL |
| seit 2005 | Hershey Bears | AHL |
Diverses
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heimtrikot
(seit 2007) - Auswärtstrikot
(seit 2007)
Aktuelles Trikotdesign
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Neben einem die gesamten Clubs der Liga betreffenden Ausrüsterwechsel brachte die Saison 2007/08 für die Capitals zudem eine Rückkehr zum alten Teamlogo und den alten Vereinsfarben Rot, Weiß und Blau. 1996 waren diese traditionellen Farben in Schwarz, Blau und Bronze geändert und ein neues Logo eingeführt worden. Nach den Vorschriften der NHL muss das Heimtrikot seit 2003 in einer dunklen, das Auswärtstrikot in einer hellen Grundfarbe gestaltet sein. Für die Ausrüstung der Capitals bedeutet dies, dass das Team bei Heimspielen in roten, bei Auswärtsspielen in weißen Jerseys antritt. Als Nebenfarben werden bei beiden Trikots die weiteren Teamfarben verwendet.
Die Brustpartie der NHL-Trikots wird traditionell von den Teamlogos bestimmt, auf den Schultern tragen die Capitals zudem das Alternativlogo, welches einen Adler darstellt.
Erfolge und Ehrungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sportliche Erfolge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Stanley Cup | |
| Saison | |
| 2018 | |
| Presidents’ Trophies | |
|---|---|
| 2009/10, 2015/16, 2016/17 | |
| Conference Championships | Saison |
| Prince of Wales Trophy | 1997/98, 2017/18 |
| Division Championships | Saison |
| Patrick Division | 1988/89 |
| Southeast Division | 1999/00, 2000/01, 2007/08, 2008/09, 2009/10, 2010/11, 2012/13 |
| Metropolitan Division | 2015/16, 2016/17, 2017/18, 2018/19, 2019/20, 2024/25 |
Lange hatte es gedauert, bis die 1974 gegründeten Capitals eine Saison als erster ihrer Division beenden konnten. Zu dominierend waren die Philadelphia Flyers und die New York Islanders, bis dies in der Saison 1988/89 erstmals gelang.
Neun Jahre später erreichte Washington als Vertreter der Eastern Conference die Finalspiele um den Stanley Cup. Hierfür erhielten sie die Prince of Wales Trophy. Gegen die Detroit Red Wings blieben sie in der Finalserie chancenlos und verloren die Serie glatt in vier Spielen. In den folgenden Jahren gewannen die Capitals weitere sechsmal den Divisiontitel der Southeast Division. Im Jahre 2018 folgte der erste Stanley-Cup-Erfolg mit einem 4:1-Sieg in der Finalserie gegen die Vegas Golden Knights.
Individuelle Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Art Ross Trophy: Alexander Owetschkin gewann 2008 als erster Spieler der Capitals die Trophäe als bester Scorer der NHL.
Bill Masterton Memorial Trophy: José Théodore gewann 2010 als erster Spieler der Capitals die Trophäe für Ausdauer, Hingabe und Fairness im und für das Eishockey.
Calder Memorial Trophy: Als bester Rookie der Liga wurde 2006 mit Alexander Owetschkin erstmals ein Spieler aus Washington ausgezeichnet.
Conn Smythe Trophy: Beim ersten Titelgewinn der Mannschaft wurde Alexander Owetschkin als MVP der Playoffs geehrt.
Frank J. Selke Trophy: Die Auszeichnung für den besten defensiven Angreifer erhielt Doug Jarvis 1984.
Hart Memorial Trophy: Alexander Owetschkin war der erste Spieler, der die von der Professional Hockey Writers’ Association vergebene Auszeichnung als wertvollster Spieler während der regulären Saison erhielt.
- 2008 – Alexander Owetschkin
- 2009 – Alexander Owetschkin
- 2013 – Alexander Owetschkin
Jack Adams Award: Vom Prügelknaben zu einem Playoff-Teilnehmer machte Bryan Murray das Team aus Washington. 1984 wurde er dafür zum besten Trainer gewählt. Ähnliches gelang ein knappes Vierteljahrhundert später Bruce Boudreau, der die Mannschaft vom 15. Platz in der Conference noch zum Divisiontitel führte. Nach dem Gewinn der President’s Trophy wurde 2016 Barry Trotz mit dem Jack Adams Award ausgezeichnet. Ihm folgte Spencer Carbery im Jahr 2025.
James Norris Memorial Trophy: Aus Montréal hatte die Klubführung Rod Langway geholt und mit seiner Stärke in der Verteidigung wurde der Aufwärtstrend der Capitals eingeläutet. 1983 und 1984 war er der beste Verteidiger der NHL.
King Clancy Memorial Trophy: Für sein soziales Engagement, besonders in der Erforschung des Autismus und die Behandlung von autistischen Kindern, wurde Olaf Kölzig 2006 ausgezeichnet.
Lester B. Pearson Award/Ted Lindsay Award: Alexander Owetschkin war der erste Spieler, der diese von der Spielergewerkschaft vergebenen Auszeichnung erhielt.
- 2008 – Alexander Owetschkin
- 2009 – Alexander Owetschkin
- 2010 – Alexander Owetschkin
Mark Messier Leadership Award: Alexander Owetschkin gewann 2025 als erster Spieler der Capitals die Auszeichnung für Führungsqualitäten auf und abseits des Eises.
Maurice Richard Trophy: 2008 gewann Alexander Owetschkin als erster Spieler des Franchise die seit 1999 verliehene Trophäe für den Torschützenkönig der NHL. Seither führte der russische Flügelstürmer die Liga neun Mal in erzielten Treffern an. Bereits vor der Einführung der Trophäe war mit Peter Bondra schon 1995 und 1998 ein Spieler der Capitals bester Torjäger der Liga gewesen.
- 2008 – Alexander Owetschkin
- 2009 – Alexander Owetschkin
- 2013 – Alexander Owetschkin
- 2014 – Alexander Owetschkin
- 2015 – Alexander Owetschkin
- 2016 – Alexander Owetschkin
- 2018 – Alexander Owetschkin
- 2019 – Alexander Owetschkin
- 2020 – Alexander Owetschkin
Vezina Trophy: In seiner zweiten Spielzeit wurde Jim Carey als bester Torwart der NHL ausgezeichnet. Der talentierte Torwart konnte diese Leistung aber nicht konstant in die Zukunft retten. Langfristiger war hier der Erfolg von Olaf Kölzig, der 2000 zum besten Torwart gewählt wurde. Nachdem er mit 48 Siegen in der Saison 2015/16 den Rekord von Martin Brodeur eingestellt hatte, erhielt Braden Holtby die Auszeichnung.
William M. Jennings Trophy: Im dritten Jahr, in dem die NHL diese Trophäe an die Torhüter mit den wenigsten Gegentoren verlieh, war das Gespann aus Washington Preisträger.
NHL All-Rookie Team: Die erste Auszeichnung, die ein Spieler aus Washington erhielt, war 1983 die Berufung von Scott Stevens ins All-Rookie Team.
NHL All-Star Game-Nominierungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Vorlagen,
Pts = Punkte
| Name | von – bis | GP | G | A | Pts |
|---|---|---|---|---|---|
| Alexander Owetschkin | 2007–2018 | 7 | 7 | 8 | 15 |
| Peter Bondra | 1993–1999 | 5 | 1 | 4 | 5 |
| Mike Gartner | 1981–1988 | 4 | 2 | 0 | 2 |
| Rod Langway | 1983–1986 | 4 | 0 | 1 | 1 |
| Kevin Hatcher | 1990–1992 | 3 | 0 | 3 | 3 |
| Sergei Gontschar | 2001–2003 | 3 | 0 | 3 | 3 |
| Scott Stevens | 1985–1989 | 2 | 0 | 1 | 1 |
| Al Iafrate | 1993–1994 | 2 | 0 | 0 | 0 |
| Olaf Kölzig | 1998–2000 | 2 | – | – | – |
Mit 15 Punkten ist Alexander Owetschkin der erfolgreichste Scorer und mit sieben Treffern auch der beste Torschütze. Er nahm zudem sieben Mal und damit am häufigsten an einem All-Star-Game teil.
Beim All-Star Game 1975 war Denis Dupéré der erste Spieler, der für Washington teilnahm. Ihm gelang bei diesem Spiel eine Vorlage. Erst beim All-Star Game 1985 gelang Mike Gartner der erste Treffer bei einem All-Star-Game. Noch nie betreute ein Trainer der Capitals ein All-Star-Team.
Mit Brian Sutherby (2004) war einmal ein Spieler der Capitals wertvollster Spieler des YoungStars Games.
Außer den All-Star-Games gab es weitere Anlässe, bei dem die NHL ein All-Star-Team stellte. Beim Challenge Cup 1979 war mit Robert Picard ein Spieler der Capitals nominiert, der jedoch zu keinem Einsatz kam. Für das Rendez-vous ’87, bei dem das Team der NHL erneut gegen die sowjetische Nationalmannschaft spielte, wurde mit Rod Langway ein Spieler der Capitals berücksichtigt. Er kam in beiden Partien zum Einsatz.
Franchiserekorde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Folgenden werden ausgewählte Spielerrekorde des Franchise sowohl über die gesamte Karriere als auch über einzelne Spielzeiten aufgeführt.
Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name | Anzahl | |
|---|---|---|
| Meiste Spiele | Alexander Owetschkin* | 1491 (in 19 Spielzeiten) |
| Meiste aufeinanderfolgende Spiele | Karl Alzner | 540 (8. Oktober 2010 bis 9. April 2017) |
| Meiste Tore | Alexander Owetschkin* | 897 |
| Meiste Vorlagen | Nicklas Bäckström* | 762 |
| Meiste Punkte | Alexander Owetschkin* | 1623 (897 Tore + 726 Vorlagen) |
| Meiste Strafminuten | Dale Hunter | 2.003 |
| Meiste Shutouts | Olaf Kölzig Braden Holtby | 35 |
*aktiver Spieler der Capitals; Stand: nach der Saison 2024/25
Saison
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name | Anzahl | Saison | |
|---|---|---|---|
| Meiste Tore | Alexander Owetschkin | 65 | 2007/08 |
| Meiste Vorlagen | Dennis Maruk | 76 | 1981/82 |
| Meiste Punkte | Dennis Maruk | 136 (60 Tore + 76 Vorlagen) | 1981/82 |
| Meiste Punkte als Rookie | Alexander Owetschkin | 106 (52 Tore + 54 Vorlagen) | 2005/06 |
| Meiste Punkte als Verteidiger | Larry Murphy | 81 (23 Tore + 58 Vorlagen) | 1986/87 |
| Meiste Strafminuten | Alan May | 339 | 1989/90 |
| Meiste Siege als Torhüter | Braden Holtby | 48 | 2015/16 |
Trainer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Abkürzungen: GC = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, OTL = Niederlagen nach
Overtime, Pts = Punkte, Pts % = Punktquote
| Name | Saison | Reguläre Saison | Play-offs | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GC | W | L | T | OTL | Pts | Pts % | GC | W | L | ||
| Jim Anderson | 1974/75* | 54 | 4 | 45 | 5 | — | 13 | .074 | — | — | — |
| George Sullivan | 1974/75* | 18 | 2 | 16 | 0 | — | 4 | .111 | — | — | — |
| Milt Schmidt | 1974/75*–1975/76* | 44 | 5 | 34 | 5 | — | 15 | .114 | — | — | — |
| Tom McVie | 1975/76*–1977/78 | 204 | 49 | 122 | 33 | — | 131 | .240 | — | — | — |
| Danny Belisle | 1978/79–1979/80* | 96 | 28 | 51 | 17 | — | 73 | .292 | — | — | — |
| Gary Green | 1979/80*–1981/82* | 157 | 50 | 78 | 29 | — | 129 | .318 | — | — | — |
| Roger Crozier | 1981/82* | 1 | 0 | 1 | 0 | — | 0 | .000 | — | — | — |
| Bryan Murray | 1981/82*–1989/90* | 672 | 343 | 246 | 83 | — | 769 | .510 | 53 | 24 | 29 |
| Terry Murray | 1989/90*–1993/94* | 325 | 163 | 134 | 28 | — | 354 | .502 | 39 | 18 | 21 |
| Jim Schoenfeld | 1993/94*–1996/97 | 249 | 113 | 102 | 34 | — | 260 | .454 | 24 | 10 | 14 |
| Ron Wilson | 1997/98–2001/02 | 410 | 192 | 159 | 51 | 8 | 443 | .468 | 32 | 15 | 17 |
| Bruce Cassidy | 2002/03–2003/04* | 110 | 47 | 47 | 9 | 7 | 110 | .428 | 6 | 2 | 4 |
| Glen Hanlon | 2003/04*–2007/08* | 239 | 78 | 122 | 9 | 30 | 195 | .326 | — | — | — |
| Bruce Boudreau | 2007/08*–2011/12* | 329 | 201 | 88 | — | 40 | 442 | .672 | 37 | 17 | 20 |
| Dale Hunter | 2011/12* | 60 | 30 | 23 | — | 7 | 67 | .558 | 14 | 7 | 7 |
| Adam Oates | 2012/13–2013/14 | 130 | 65 | 48 | — | 17 | 147 | .565 | 7 | 3 | 4 |
| Barry Trotz | 2014/15–2017/18 | 328 | 205 | 89 | — | 34 | 444 | .677 | 63 | 36 | 27 |
| Todd Reirden | 2018/19–2019/20 | 151 | 89 | 46 | — | 16 | 194 | 642 | 15 | 5 | 10 |
| Peter Laviolette | 2020/21–2022/23 | 220 | 115 | 78 | — | 27 | 257 | .584 | 11 | 3 | 8 |
| Spencer Carbery | seit 2023/24 | 164 | 91 | 53 | — | 20 | 202 | .616 | 14 | 5 | 9 |
* Wechsel während der laufenden Saison
Der erste Trainer der Capitals, Jim Anderson blickte vor seinem Engagement in der Hauptstadt auf sieben Spiele in der NHL und einige Jahre als Trainer in den Minor Leagues zurück. Das Team war nicht NHL-tauglich und nachdem ihm unter Anderson in den ersten 54 Spielen lediglich vier Siege gelangen, wurde mit George Sullivan ein Trainer verpflichtet, der zwei Spielzeiten lang ein NHL-Team geleitet hatte. 18 Spiele gab die Klubführung ihm Zeit, von denen er zwei siegreich bestritt, danach erfolgte die Trennung. General Manager Milt Schmidt übernahm nun selbst die Mannschaft. Im Laufe der folgenden Spielzeit verpflichtete er mit Tom McVie einen neuen Trainer. Er betreute das Team über diese Saison weitere zwei Spielzeiten lang. Wie die meisten seiner Vorgänger hatte auch Danny Belisle keine Trainererfahrung in der NHL, bevor er zu den Capitals kam. Nach einer durchschnittlichen Saison trennte man sich nach einem schwachen Saisonstart auch von ihm. Sein Nachfolger Gary Green war in der Nachwuchsliga Ontario Hockey Association zuvor Trainer des Jahres gewesen, die Capitals konnte aber auch er nicht in die Play-offs führen. Als Green entlassen wurde, waren die Capitals im Umbruch. Roger Crozier übernahm als Assistent des General Managers für ein Spiel die Trainerstelle, bevor mit Bryan Murray ein Trainer verpflichtet wurde, der eine langfristige Zukunft in Washington hatte.
Murray war der erste Trainer, der das Team in die Play-offs führte. Seine Erfolge ließen ihn neun Jahre im Amt bleiben. Sein Nachfolger Terry Murray war im letzten Jahr seiner Karriere zu den Capitals gewechselt. Nach Ende der aktiven Laufbahn war er anfangs Assistenztrainer in Washington und übernahm später das Farmteam in Baltimore. Nach der Entlassung von Bryan Murray übernahm Terry Murray das Team. Bis Anfang 1994 blieb er bei den Capitals. Abgelöst wurde er von Jim Schoenfeld, der zuvor die Buffalo Sabres und New Jersey Devils in der NHL trainiert hatte. Nachdem er im vierten Jahr erstmals die Teilnahme an den Play-offs verpasst hatte, musste er Washington verlassen. Die Capitals verpflichteten Ron Wilson, der in Anaheim zuvor gute Leistungen gebracht hatte. Wilson erreichte in den fünf Spielzeiten, die er im Amt blieb, dreimal die Play-offs und führte die Hauptstädter in seinem ersten Jahr bis in die Finalserie um den Stanley Cup.
Nach Wilson waren die Capitals unter der Leitung von Bruce Cassidy nur noch einmal in der Endrunde vertreten, scheiterten aber bereits in der ersten Runde. Unter dem erfolglosen Glen Hanlon, der nach einem schwachen Start in die Saison 2007/08 fristlos entlassen wurde, erreichten sie die Playoffs nicht. Sein Nachfolger Bruce Boudreau führte die Mannschaft zum ersten Division-Titel seit 2001 sowie in jeder Saison seiner Amtszeit in die Play-offs. Boudreau wurde im November 2011 nach einem schwachen Saisonstart entlassen und durch Dale Hunter ersetzt. Hunter beendete nur die Saison 2011/12 und gab bereits im Mai 2012 bekannt, dass er in der Folge nicht weiter als Cheftrainer zur Verfügung stehe.
Adam Oates trat die Nachfolge von Dale Hunter an, wurde jedoch bereits nach der Saison 2013/14 entlassen, da sich die Capitals erstmals seit 2007 nicht für die Play-offs qualifiziert hatten. Als sein Nachfolger wurde Barry Trotz vorgestellt, der zuvor 15 Spielzeiten lang die Nashville Predators trainiert hatte. Trotz betreute die Capitals vier Jahre lang und führte sie zu ihrem ersten Stanley Cup, trat nach diesem Erfolg allerdings zurück. Sein Nachfolger wurde sein bisheriger Co-Trainer Todd Reirden, der jedoch bereits nach zwei Jahren wieder entlassen wurde. Dessen Nachfolge wiederum trat im September 2020 Peter Laviolette an, der bis zum Ende der Spielzeit 2022/23 die Geschicke des Teams leitete und durch Spencer Carbery ersetzt wurde.
General Manager
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name | Saison |
|---|---|
| Milt Schmidt | 1974/75–1975/76* |
| Max McNab | 1975/76*–1981/82* |
| Roger Crozier | 1981/82* |
| David Poile | 1982/83–1996/97 |
| George McPhee | 1997/98–2013/14 |
| Brian MacLellan | 2014/15–2023/24 |
| Chris Patrick | seit 2024/25 |
* Wechsel während der laufenden Saison
Milt Schmidt war der erste General Manager der Capitals und begleitete das Team in seinen ersten Jahren, doch im Laufe der zweiten Spielzeit wurde er von Max McNab abgelöst. David Poile, der vierte General Manager bekleidete diese Position für fünfzehn Jahre. Zuvor hatte er einige Jahre bei den Atlanta Flames Erfahrung gesammelt. Unter Poile stellten sich bei den Capitals die ersten Erfolge ein. Zur Saison 1997/98 übernahm George McPhee diese Position. Der ehemalige Assistent von Pat Quinn bei den Vancouver Canucks krempelte das Team vollständig um und erreichte gleich in seinem ersten Jahr mit den Capitals die Finalspiele um den Stanley Cup. In den folgenden Jahren hatte er in Washington wechselnden Erfolg. Nach der Saison 2013/14, in der die Capitals erstmals seit 2007 die Play-offs verpasst hatten, wurde McPhees Vertrag im Zuge der Entlassung von Cheftrainer Adam Oates nicht verlängert.
Spieler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kader der Saison 2025/26
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stand: Ende der Saison 2025/26
Mannschaftskapitäne
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Name |
|---|---|
| 1999–2001 | Adam Oates |
| 2001–2002 | Steve Konowalchuk |
| Brendan Witt | |
| 2002–2003 | Steve Konowalchuk |
| 2003–2005 | kein Kapitän |
| 2005–2006 | Jeff Halpern |
| 2006–2009 | Chris Clark |
| seit 2010 | Alexander Owetschkin |
| Jahr | Name |
|---|---|
| 1974–1975 | Doug Mohns |
| 1975–1976 | Bill Clement |
| 1976–1978 | Yvon Labre |
| 1978–1979 | Guy Charron |
| 1979–1982 | Ryan Walter |
| 1982–1993 | Rod Langway |
| 1993–1994 | Kevin Hatcher |
| 1994–1999 | Dale Hunter |
In der Geschichte der Washington Capitals gab es bisher 13 verschiedene Spieler, die das Amt des Mannschaftskapitäns bekleideten.
Mit 40 Jahren war Doug Mohns der mit Abstand älteste Spieler im Kader, mit dem die Capitals in ihre erste Saison gingen. Mit seiner Erfahrung aus über 1.200 Spielen war er für die Position des Mannschaftskapitäns prädestiniert. Nach Ende der Saison beendete er seine Karriere und Bill Clement übernahm das Amt für 46 Spiele, bis er das Team verließ. Yvon Labre folgte auf ihn und führte das Team mit Herz und Temperament für knapp drei Jahre. Erst 21 Jahre war Ryan Walter als er die Aufgabe übernahm. Als er nach Montreal abgegeben wurde, kam mit Rod Langway ein Führungsspieler im Gegenzug. Er war Chef in der Abwehr und führte das bislang erfolglose Team in bessere Zeiten. Elf Jahre trug er das „C“ auf seinem Trikot, bis er 1993 seine Karriere beendete. Damit ist er der am längsten im Amt befindliche Kapitän der Capitals. Sein Nachfolger Kevin Hatcher wurde nach einer Spielzeit abgegeben und Dale Hunter übernahm für fünf Jahre die Position. Ein weiterer Routinier als Kapitän war Adam Oates. Nach Steve Konowalchuk und Brendan Witt blieb das Team eine Zeit ohne Kapitän bis Jeff Halpern nach dem Lockout das Amt übernahm. Von 2006 an trug Chris Clark trotz vieler Verletzungen das „C“ auf seinem Trikot, bis er Ende Dezember 2009 durch ein Transfergeschäft den Klub verlassen musste. Anfang Januar 2010 wurde Alexander Owetschkin zum neuen Kapitän ernannt.
Mitglieder der Hockey Hall of Fame
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name | Aufnahmedatum | Position |
|---|---|---|
| Dino Ciccarelli | 8. November 2010 | Spieler |
| Sergei Fjodorow | 2015 | Spieler |
| Mike Gartner | 12. November 2001 | Spieler |
| Rod Langway | 4. November 2002 | Spieler |
| Larry Murphy | 8. November 2004 | Spieler |
| Adam Oates | 12. November 2012 | Spieler |
| Scott Stevens | 12. November 2007 | Spieler |
Bisher wurden sieben Spieler der Washington Capitals in die in Toronto befindliche Hockey Hall of Fame aufgenommen. Dies waren Stürmer Mike Gartner, der als erster Capitals-Spieler zur Aufnahmeklasse von 2001 gehörte, die Verteidiger Rod Langway, Larry Murphy und Scott Stevens in den Jahren 2001, 2004 und 2007 sowie Dino Ciccarelli in der Aufnahmeklasse 2010. Zuletzt wurde Sergei Fjodorow im Jahr 2015 in die Ruhmeshalle aufgenommen.
Gesperrte Trikotnummern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Nr. | Name | Sperrungsdatum |
|---|---|---|
| 5 | Rod Langway | 26. November 1997 |
| 7 | Yvon Labre | 7. November 1981 |
| 11 | Mike Gartner | 28. Dezember 2008 |
| 32 | Dale Hunter | 11. März 2000 |
| 99 | Wayne Gretzky | 6. Februar 2000 (ligaweit) |
In ihrer Franchise-Geschichte haben die Washington Capitals bisher vier Trikotnummern offiziell gesperrt, zuletzt im Dezember 2008. Zudem wird eine weitere offiziell nicht mehr vergeben.

Erstmals wurde mit der Trikotnummer 7 von Yvon Labre am 7. November 1981 eine Trikotnummer von den Washington Capitals offiziell gesperrt. Erst 16 Jahre später, am 26. November 1997, hing das Team mit Rod Langways Trikotnummer 5 ein weiteres Banner an die Hallendecke des Capital Centre, der damaligen Spielstätte. Nach dem Umzug in das heutige Verizon Center im Dezember 1997 wurde zudem am 11. März 2000 die Trikotnummer 32 von Dale Hunter gesperrt. Eine weitere Sperrung erfolgte am 28. Dezember 2008 mit der Nummer 11 von Mike Gartner. Zudem wird die Trikotnummer 37 von Olaf Kölzig seit seinem Rücktritt nicht mehr vergeben, obwohl sie nicht offiziell gesperrt ist.
Des Weiteren wird die berühmte 99 des Kanadiers Wayne Gretzky nicht mehr an einen Spieler vergeben, da sie seit dem 6. Februar 2000 offiziell durch die Liga gesperrt ist.
Top-10-Wahlrechte im NHL Entry Draft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name | Jahr | Draft-Position |
|---|---|---|
| Greg Joly | 1974 | 1. |
| Rick Green | 1976 | 1. |
| Robert Picard | 1977 | 3. |
| Ryan Walter | 1978 | 2. |
| Mike Gartner | 1979 | 4. |
| Darren Veitch | 1980 | 5. |
| Bobby Carpenter | 1981 | 3. |
| Scott Stevens | 1982 | 5. |
| John Slaney | 1990 | 9. |
| Name | Jahr | Draft-Position |
|---|---|---|
| Nolan Baumgartner | 1994 | 10. |
| Alexander Woltschkow | 1996 | 4. |
| Nick Boynton | 1997 | 9. |
| Kris Beech | 1999 | 7. |
| Alexander Owetschkin | 2004 | 1. |
| Nicklas Bäckström | 2006 | 4. |
| Karl Alzner | 2007 | 5. |
| Ryan Leonard | 2023 | 8. |
Bisher konnten die Washington Capitals seit dem NHL Amateur Draft 1974 17 Spieler unter den ersten zehn Rechten wählen, darunter in den Jahren 1974, 1976 und 2004 jeweils den ersten Spieler des gesamten Drafts.
Greg Joly und Rick Green waren Spieler, die 1974 und 1976 als First-Overall Draftpicks gezogen wurden. Später wählten die Capitals mit Robert Picard, Ryan Walter und Mike Gartner mehrere Spieler aus, die sich in Washington einen Stammplatz erspielten. Mike Gartner, der 2001 in die Hockey Hall of Fame aufgenommen wurde, hatte mit seinen Scorerqualitäten Anteil am Abschneiden der Capitals, die sieben Mal in Serie in die Playoffs einzogen. Auch Center Bobby Carpenter und Verteidiger Scott Stevens waren herausragende Einzelspieler, die später mit den New Jersey Devils jeweils drei Mal den Stanley Cup gewannen. John Slaney und Nolan Baumgartner wurden den Erwartungen nicht gerecht und konnten sich bei den Capitals nicht durchsetzen.
Alexander Woltschkow, der beim NHL Entry Draft 1996 ausgewählt wurde, bestritt lediglich drei Spiele in der NHL. Beim NHL Entry Draft 2004 wurde mit Alexander Owetschkin ein späterer Führungsspieler ausgewählt, der inzwischen zu den Topspielern der NHL zählt. Auch der 2006 ausgewählte Schwede Nicklas Bäckström erkämpfte sich schnell einen Stammplatz im Team und erzielte in der Saison 2009/10 erstmals über 100 Punkte.
Franchise-Top-Punktesammler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die zehn besten Punktesammler in der Geschichte des Franchise bis zum Ende der regulären Saison 2024/25 und der Playoffs 2025.
Abkürzungen: Pos = Position, GP = Spiele, G = Tore, A = Vorlagen, Pts = Punkte, P/G = Punkte pro Spiel
| Name | Pos | Saison | GP | G | A | Pts | P/G |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Alexander Owetschkin | LW | seit 2005/06 | 1491 | 897 | 726 | 1623 | 1,09 |
| Nicklas Bäckström | C | seit 2007/08 | 1105 | 271 | 762 | 1033 | 0,93 |
| Peter Bondra | RW | 1990/91–2003/04 | 961 | 472 | 353 | 825 | 0,85 |
| Mike Gartner | RW | 1979/80–1988/89 | 758 | 397 | 392 | 789 | 1,04 |
| John Carlson | D | seit 2009/10 | 1088 | 156 | 569 | 725 | 0,67 |
| Michal Pivoňka | C | 1986/87–1998/99 | 825 | 181 | 418 | 599 | 0,72 |
| Jewgeni Kusnezow | C | 2013/14–2023/24 | 723 | 171 | 397 | 568 | 0,79 |
| Dale Hunter | C | 1987/88–1998/99 | 872 | 181 | 375 | 556 | 0,63 |
| Bengt-Åke Gustafsson | F | 1979/80–1988/89 | 629 | 196 | 359 | 555 | 0,88 |
| Mike Ridley | C | 1986/87–1993/94 | 588 | 218 | 329 | 547 | 0,93 |
| Name | Pos | GP | G | A | Pts | P/G |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Alexander Owetschkin | LW | 161 | 77 | 70 | 147 | 0,91 |
| Nicklas Bäckström | C | 139 | 38 | 76 | 114 | 0,82 |
| John Carlson | D | 137 | 21 | 57 | 78 | 0,57 |
| Dale Hunter | C | 100 | 25 | 47 | 72 | 0,72 |
| Jewgeni Kusnezow | C | 87 | 29 | 38 | 67 | 0,77 |
| T. J. Oshie | RW | 76 | 29 | 31 | 60 | 0,79 |
| Mike Ridley | C | 76 | 19 | 41 | 60 | 0,78 |
| Peter Bondra | RW | 73 | 30 | 26 | 56 | 0,76 |
| Michal Pivoňka | C | 95 | 19 | 36 | 55 | 0,57 |
| Calle Johansson | D | 95 | 12 | 42 | 54 | 0,56 |
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Webseite der Washington Capitals (engl.)
- Washington Capitals auf hockey-reference.com
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ hockeydb.com, Liste der Farmteams der Washington Capitals


