National Basketball Association
| Aktuelle Saison | 2025/26 |
| Sportart | Basketball |
| Abkürzung | NBA |
| Ligagründung | 1946 |
| Mannschaften | 30 |
| Land/Länder | |
| Titelträger | Oklahoma City Thunder |
| Rekordmeister | Boston Celtics (18) |
| Rekordspieler | LeBron James (1.615, 2003 – laufend) |
| Rekordschütze | LeBron James (42.184,[1] aktiv seit 2003) |
| TV-Partner | ABC, ESPN, TNT, NBA TV |
| Website | nba.com |

Zuschauer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Spielstätten der NBA-Clubs fassen zwischen 16.600 und 21.000 Zuschauer (Sitzplätze). Nur ein Club kam in der Hauptrunde 2025/26 im Schnitt auf mehr als 20.000 Zuschauer: Die Chicago Bulls (20.244). Ligaweit betrug die Auslastung 2025/26 rund 97 %, wobei elf Teams jedes Spiel ausverkauften und nur die Memphis Grizzlies (86 %) und die Washington Wizards (80 %) eine rechnerische Auslastung[15] von unter 91 % erreichten.[16]
Liste der NBA-Meister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Liste der NBA-Finalserien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ausländische Spieler der NBA
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach Pionieren wie Vlade Divac (Serbien) und Dražen Petrović (Kroatien), die Ende der 1980er Jahre in die NBA wechselten, sind immer mehr internationale Spieler aus anderen Teilen der Welt direkt in eine Hauptrolle in der NBA gewechselt. Die Saison 2023/24 wurde mit 125 ausländischen Spielern aus 40 Ländern und Territorien begonnen, so vielen wie nie, mit Kanadiern (26) und Franzosen (14) an der Spitze. Jedes Franchise hatte wenigstens einen internationalen Spieler unter Vertrag.
Eine Auswahl ausländischer NBA-Spieler, die bedeutende Ehrungen erfuhren oder anderweitig als Pioniere bekannt wurden, ist:
- Dražen Petrović, Kroatien – 2002 Aufnahme in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame, viermaliger Euroscar-Sieger, zweimaliger Mr. Europa-Sieger, MVP der FIBA-Weltmeisterschaft 1986 und EuroBasket 1989, zweimaliger Olympiasilbermedaillengewinner, Weltmeister, Europameister, 50 Greatest EuroLeague Contributors;
- Vlade Divac, Serbien – 2019 Aufnahme in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame, zweifacher olympischer Silbermedaillengewinner, 2001 NBA All-Star, zweifacher Weltmeister, dreifacher Europameister, 1989 Europameister, 50 Greatest EuroLeague Contributors;
- Šarūnas Marčiulionis, Litauen – 2014 Aufnahme in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame. Erster Spieler aus der Sowjetunion und einer der ersten Europäer, der einen Vertrag mit einem NBA-Club unterschrieb und fest in der Liga spielte;
- Toni Kukoč, Kroatien – 2021 Aufnahme in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame, dreifacher NBA-Champion mit Chicago Bulls (1996, 1997, 1998), Gewinner des Sixth Man Award 1996 und 2008 als einer der 50 größten Teilnehmer der EuroLeague ausgezeichnet;
- Arvydas Sabonis, Litauen – 2011 Aufnahme in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame, fünfmaliger Euroscar-Gewinner, zweimaliger Mr. Europa-Gewinner, Olympiasieger 1988 mit der Sowjetunion und Bronzemedaillengewinner 1992 und 1996 mit Litauen, 1996 NBA All-Rookie First Team, 50 Greatest EuroLeague Contributors.
- Peja Stojaković, Serbien – NBA-Champion mit Dallas Mavericks (2011), MVP der EuroBasket 2001, Mitglied des All-Turnier-Teams bei der FIBA-Weltmeisterschaft 2002, Euroscar-Sieger 2001, zweifacher Mr. Europa-Sieger, zweifacher NBA-Tri-Point-Shootout-Champion, dreifacher NBA-All-Star;
- Dirk Nowitzki, Deutschland – 2023 erster Deutscher in der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame, NBA-Champion mit Dallas Mavericks (2011), MVP der FIBA-Weltmeisterschaft 2002 und der EuroBasket 2005, Mitglied des All-Turnier-Teams der FIBA-Weltmeisterschaft 2002, sechsmaliger Euroscar-Sieger, 2005 Herr Europa, zweifacher FIBA-Europa-Spieler des Jahres, 2007 NBA-MVP, 2011 Bill Russell NBA-Finale Player Award, 3-Punkte-Shootout-Champion 2006 und 14-facher NBA All-Star;
- Hedo Türkoğlu, Türkei – 2008 Most Improved Player Award Gewinner, Mitglied des Turnierteams der FIBA-Weltmeisterschaft 2010;
- Pau Gasol, Spanien – 2022 Aufnahme in die Naismith Hall of Fame, zweimaliger NBA-Champion mit Los Angeles Lakers (2009 und 2010), sechsmaliger NBA All-Star, 2002 NBA Rookie of the Year, zweimal Mr. Europa, 2006 FIBA World Championship MVP, viermal Euroscar, zweimal FIBA Europe Player of the Year, MVP der EuroBasket 2009 und EuroBasket 2015, Gewinner des NBA C Staatsbürgerschaftspreis im Jahr 2012;
- Andrei Kirilenko, Russland – 2004 NBA All-Star, MVP der EuroBasket 2007, 2007 FIBA Europa-Spieler des Jahres;
- Tony Parker, Frankreich – 2022 Aufnahme in die Hall of Fame, viermaliger NBA-Champion mit den San Antonio Spurs, 2007 NBA Finals MVP, sechsmaliger NBA All-Star und Euroscar-Sieger 2007;
- Manu Ginóbili, Argentinien – 2022 Aufnahme in die Naismith Hall of Fame, viermaliger NBA-Champion mit San Antonio Spurs, Sechs-Mann-Preisträger 2008, zweimaliger NBA-All-Star, 50 beste EuroLeague-Mitwirkende, Olympiasieger 2004 mit Argentinien;
- Yao Ming, China – 2016 Aufnahme in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame, erste Wahl im NBA Draft 2002 und achtmaliger NBA All-Star;
- Leandro Barbosa, Brasilien – NBA-Champion mit Golden State Warriors (2015), Gewinner des NBA Sixth Man of the Year Award 2007;
- Andrea Bargnani, Italien – Erster Pick im NBA Draft 2006 von den Toronto Raptors;
- Giannis Antetokounmpo, Griechenland – NBA-Champion mit den Milwaukee Bucks (2021), 2021 NBA Finals MVP, zweimaliger NBA MVP, 2020 NBA Defensive Player of the Year, 2017 Most Improved Player, siebenmaliger NBA All-Star.
- Nikola Jokić, Serbien – NBA-Champion mit den Denver Nuggets (2023), 2023 NBA Finals MVP, 2021, 2022 und 2024 NBA MVP, fünffacher NBA All-Star, 2016 NBA All-Rookie First Team, olympischer Silbermedaillengewinner.
- Luka Dončić, Slowenien – 2019 NBA Rookie des Jahres, fünfmaliger NBA All-Star und All-NBA-Mitglied, Europameister 2017
NBA All-Star Game
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das NBA All-Star Game ist ein großes, jährlich im Februar ausgetragenes Sportereignis in den Vereinigten Staaten. Dabei treten seit 1951 ausgewählte Spieler der Eastern Conference und der Western Conference gegeneinander an. Nach Siegen führt der Osten mit 37:29 Siegen.
2018 wurde der Modus geändert. Ein Pool aus All-Stars wird gebildet und die beiden Spieler mit den meisten Stimmen wählen aus diesem Pool als Teamkapitäne ihre Mitspieler aus.
2020 wurde das All-Star-Game dem verstorbenen Basketballstar Kobe Bryant, der am 26. Januar 2020 bei einem Helikopterabsturz ums Leben kam, gewidmet. Bei diesem All-Star-Game wurden die ersten drei Viertel separat gewertet. Zu Beginn des vierten Viertels wurde die Spieluhr ausgeschaltet und die endgültige Punktzahl „24“, Kobe Bryant zu Ehren, für den Sieg festgelegt. Team LeBron erreichte zuerst die 24 Punkte, die auf die Gesamtpunktzahl der letzten drei Vierteln addiert wurden und gewann dadurch mit seinem Team das Spiel.
NBA Europe Tour
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die NBA Europe Live Tour ist eine Serie von Basketball-Freundschaftsspielen, bei der mehrere Mannschaften aus der NBA im Rahmen ihrer Saisonvorbereitung in Europa trainieren und gegeneinander sowie gegen europäische Spitzenmannschaften antreten. Die Spielserie fand erstmals 2006 statt und dient der NBA zum „Austesten“ des Zuschauerinteresses an NBA-Basketball in Europa. Sie gehört zum Plan des NBA-Commissioners David Stern einer Expansion der NBA nach Europa.
Bereits seit 1988 absolvieren NBA-Teams Freundschaftsspiele in Europa. Als Vorgänger der Europe Live Tour kann hierbei die Spielserie McDonalds Open gelten.
Wie in dem Artikel "Auf dem Sprung nach Europa" in der Zeitschrift Die Zeit berichtet wird, plant die NBA für Herbst 2027 den Start einer europäischen Basketball-Liga mit Teams aus London, Rom, Berlin oder Paris.[17]
Individuelle Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die NBA vergibt nach jeder Saison eine Reihe von Auszeichnungen an einzelne Spieler. Die älteste ist die Nominierung zum All-NBA Team, eine Auswahl der besten zehn (seit 1988/89: der besten 15) Spieler der NBA. Diese Auswahl ist in zwei (seit 1988/89: drei) All-League Teams unterteilt und wird seit der ersten NBA- bzw. BAA-Saison 1946/47 von Sportjournalisten gewählt.
1962/63 wurde analog zum All-NBA-Team eine Wahl zum NBA All-Rookie Team unter den Head Coaches der Liga eingeführt. Seit 1988/89 werden insgesamt zwei Teams geehrt.
Um auch die besten Verteidiger der Liga zu würdigen, wurde 1968/69 die Wahl zum NBA All-Defensive Team eingeführt. Genau wie beim All-NBA-Team werden dabei die zehn besten Verteidiger zu je zwei All-Defensive Teams zusammengestellt. Die Auswahl nehmen wie auch beim All-Rookie Team seit 2013/14 Journalisten an Stelle der Head Coaches vor.
Eine Art Auszeichnung können auch die Fans verleihen, indem sie per Abstimmung die fünf besten Spieler jeder Conference für das NBA All-Star Game nominieren. Die Auswahl nehmen momentan sowohl Fans als auch Spieler und Journalisten vor, in den Anfängen der Liga waren es ausschließlich die Cheftrainer, die auch weiterhin exklusiv die Reservespieler bestimmen. 1953 wurde der All-Star Game Most Valuable Player Award eingeführt und die All-Star-MVPs von 1951 und 1952 rückwirkend gewählt. Nach Kobe Bryants Tod im Januar 2020 wurde der Preis im Februar desselben Jahres nach seinem viermaligen Träger benannt.
Daneben wählen die Fans online und in den sozialen Medien die NBA Fan Favorites in den Kategorien Assist, Block, Dunk, Handle, Photo und Style of the Year.
Noch vor der Einführung des MVP wurde eine Auszeichnung an den besten Neuling der Liga vergeben, den sogenannten Rookie of the Year. Seit der Saison 1952/53 gibt es den NBA Rookie of the Year Award, dessen Trophäe bis zur Saison 2021/22 nach Eddie Gottlieb, einem Gründungsmitglied der NBA und Teambesitzer der Warriors, benannt war. Nach einem Rebranding der meisten individuellen Preise in der Saison 2022/23 wird seitdem die Wilt Chamberlain-Trophäe verliehen. Wilt Chamberlain brach nahezu jeden NBA-Rekord und gewann in seiner ersten Saison sowohl den MVP- als auch den Rookie of the Year-Preis. Zwischen 1947 und 1952 war der Titel nur inoffiziell vergeben worden.
Zur Saison 1955/56 führte man eine Auszeichnung für den wertvollsten Spieler (englisch: Most Valuable Player, kurz: MVP) ein. Die dazugehörige Trophäe war bis zum 75. Jubiläum der Liga 2021/22 nach Maurice Podoloff, dem ersten Liga-Präsidenten, benannt.[18] Seitdem wird die Michael Jordan-Trophäe verliehen. Bis 1980 war der MVP von den NBA-Profis gewählt worden, was dazu führte, dass unbeliebte Spieler wie Rick Barry die Auszeichnung nie gewannen, auch wenn sie sie verdient gehabt hätten. Seit der Saison 1980/81 wird auch die MVP-Auszeichnung von einer Jury aus Sportjournalisten vergeben.
Bei den NBA-Finals 1969 wurde erstmals eine Auszeichnung für den besten Spieler der Finalserie vergeben, den sogenannten Finals MVP. Jerry West war in jenem Jahr der erste und einzige Spieler, der die Auszeichnung gewann, obwohl er aus der Verlierermannschaft kam. Bis heute ist es ungeschriebenes Gesetz, dass der Finals-MVP nur aus der Siegermannschaft kommen kann. Seit 2008/09 ist der Preis nach dem elfmaligen Meister Bill Russell benannt.
In der Saison 1982/83 kamen gleich zwei Neuerungen hinzu: Zum einen wurde zusätzlich zum All-Defensive-Team auch ein Defensive Player of the Year gewählt, zum anderen wurde der Sixth Man of the Year Award, eine Auszeichnung für den wertvollsten Bankspieler bzw. den vielseitigsten Basketballer, geschaffen. Seit 2022/23 werden die Preise mit der Hakeem Olajuwon- und der John Havlicek-Trophäe belohnt.
Zwischen 1983/84 und 2001/02 wurde der IBM Award verliehen für den Spieler mit den besten statistischen Durchschnittswerten.
Seit 1985/86 wird außerdem der Spieler ausgezeichnet, der sich im Vergleich zur vorherigen Spielzeit am meisten verbessert hat (Most Improved Player Award, kurz: MIP). Dieser Preis ist nun George Mikan gewidmet.
1995/96 wurde der NBA Sportsmanship Award, der mit der Joe-Dumars-Trophäe belohnt wird, für Fairness und ethisch überzeugendes Verhalten geschaffen, der seit 2002/03 von den NBA-Spielern vergeben wird.
Seit 2013 gibt es den Twyman-Stokes Teammate of the Year Award, der selbstloses Spiel, vorbildliches Verhalten als Mentor auf und abseits des Spielfeldes, sowie Engagement für und Hingabe an das Team auszeichnen soll. Die Wahl nehmen die Spieler nach Nominierungen durch ein Gremium vor.
Noch jung ist der Sager Strong Award, der Pionieren gewidmet ist, die Mut, Zuversicht, Mitgefühl und Toleranz verkörpern. Er ist nach dem Spielfeld-Reporter Craig Sager benannt und wird in Form einer papageienartigen Anzugjacke verliehen, wie sie Sager selbst getragen hat. Der Preis wurde wie auch der NBA Lifetime Achievement Award zwischen 2016/17 und 2018/19 verliehen.
In derselben Saison wurde auch der NBA Hustle Award geschaffen, der in jener Saison erstmals aufgezeichnete statistische Werte für außerordentlichen Spieleinsatz belohnte, in den Kategorien Screens, das Nachsetzen hinter verlorenen Bällen, Ballablenkungen, die Annahme von Offensivfouls, Blockversuche und Box-outs.
Am 13. Mai 2021, nach einem Jahr weitreichender Proteste in NBA und Gesellschaft gegen systemischen Rassismus und rassistische Polizeigewalt, gab die NBA die Einführung des Kareem Abdul-Jabbar Social Justice Champion Awards bekannt, der Spieler für das Streben nach gesellschaftlicher Gerechtigkeit und die Aufrechterhaltung des jahrzehntelangen Wertesystems der NBA in Bezug auf Gleichheit, Respekt und Inklusion auszeichnen soll. Kareem Abdul-Jabbar hat selbst stets soziale Gerechtigkeit verlangt und angestoßen und in inspirierender Weise über Ungerechtigkeit reflektiert. Er stand dem Gremium vor, das fünf Finalisten auswählte. 200.000 US-Dollar für politische und wohltätige Organisationen werden unter den fünf Finalisten ausgeschüttet. Erster Preisträger war Carmelo Anthony.[19]
Für die Saison 2021/22 wurden zusammen mit neuen Widmungen für die Meistertrophäen der beiden Conferences (Bob Cousy und Oscar Robertson) sowie neugeschaffenen Divisionstrophäen auch Finals-MVP-Awards für die Eastern- und Western-Conference-Finals angekündigt. Der Eastern Conference Finals MVP erhält die Larry Bird Trophy und der Western Conference Finals MVP die Earvin „Magic“ Johnson Trophy.[20]
2022/23 wurden die meisten NBA-Preise und -Trophäen umgewidmet und neu gestaltet. Die Maurice Podoloff-Trophäe wird seitdem an das punktbeste Team der regulären Saison verliehen und ein neuer Preis für den nervenstärksten Spieler in der Endphase des Spiels eingeführt, der Clutch Player of the Year Award. Mit der dazugehörigen Trophäe wird das „NBA-Logo“, Jerry West bzw. Mr. Clutch, geehrt.[21]
Neben den Spielern werden seit 1962/63 auch Trainer mit dem NBA Coach of the Year Award belohnt, dessen Trophäe nach Red Auerbach benannt ist. Die National Basketball Coaches Association (NBCA), die die Wahl durch ein Gremium von Medienvertretern durchführen lässt, vergibt selbst seit 2016/17 einen NBCA Coach of the Year Award, für einen Trainer der von den Head Coaches der Liga gewählt wird. Außerdem verleiht der Verband seit 2008/09 den Chuck Daly Lifetime Achievement Award an Coaches.
Seit 1972/73 werden ebenso die Funktionäre mit dem NBA Executive of the Year Award ausgezeichnet. Die Auswahl nehmen die Funktionäre selbst vor.
Im Rahmen des NBA Cares-Programms wird seit 2001/02 monatlich der Community Assist Award verliehen, der mit der David-Robinson-Plakette belohnt wird. Seit 2008/09 gibt es ab und zu auch Preisträger der Saisonvorbereitung (2008/09, 2009/10, 2017/18, 2018/19, 2019/20, 2020/21) und seit 2011/12 jährlich exklusive Saison-Preisträger, die mit dem Bob Lanier Community Assist Award ausgezeichnet werden. Der Community Assist Award wird durch Fans und ein NBA-Gremium vergeben. Der bedeutendste Preis der NBA für wohltätige Leistungen ist aber der seit 1974/75 von der Pro Basketball Writers Association (PBWA) verliehene J. Walter Kennedy Citizenship Award.
In Saison 2023/24 wurde im mit der Spielergewerkschaft National Basketball Players Association (NBPA) vereinbarten neuen Collective Bargaining Agreement (CBA) für die wichtigsten Jahresend-Preise eine Mindestanzahl an Spielen vereinbart. Zur Qualifikation für MVP, Defensive Player of the Year, Most Improved Player Award, die NBA-Auswahl und das All-Defensive Team existiert damit eine Schwelle von 65 zu absolvierenden Spielen. Damit ein Spiel für die Qualifikation zählt, ist eine Einsatzzeit von mindestens 20 Minuten notwendig, alternativ können bei 66 Spielen auch zwei herangezogen werden, solange die Einsatzzeit in beiden dieser Spiele über 15 Minuten lag. Wenn ein Spieler in 62 Matches jedes Mal die 20-Minuten-Marke überschritt (also in 85 % aller Spiele seines Teams), sich dann für den Rest der Saison verletzt, und ein unabhängig bestellter Arzt die vermutliche Dauer der Verletzung im Sinne des Saisonendes bis mindestens zum 31. Mai bestätigt, bleibt dieser Spieler ebenfalls berechtigt, für einen der vorgenannten Preise gewählt zu werden. Es ist dabei wichtig hervorzuheben, dass drei dieser Preise, nämlich MVP, DPOY und All-NBA Team, substantielle sechsstellige Gehaltserhöhungen im Rahmen einer Vertragsverlängerung, Supermax-Verträge genannt, zur Folge haben können, während die anderen beiden lediglich durch mögliche Prämienvereinbarungen das Gehaltsgefüge auf Grundlage zu erwartender Prämien für zukünftige Spielzeiten verschieben können, und zwar selbst dann, wenn es nicht zur Auszahlung kommen sollte.
Spieler, die sich durch die drei oben genannten Preise für eine Designated Veteran Extension oder eine Rookie Scale Extension hätten qualifizieren können, können bis 23:59 Uhr am Tag nach Ende der Regular Season oder innerhalb von zwei Tagen, nachdem eine Qualifikation mathematisch unmöglich geworden ist, eine Preisberechtigungs-Beschwerde (Award Eligibility Grievance) einlegen. Der Spieler muss dann „klar und überzeugend“ nachweisen, dass ihn sein Team mutwillig seiner Einsatzzeit beraubt hat, um seine Preisberechtigung zu untergraben. Möglich ist auch eine Anfechtung auf Grundlage außergewöhnlicher Umstände (Extraordinary Circumstances Challenge), die zwischen 12 Uhr des letzten Tages und 23:59 Uhr des Folgetages eingereicht werden muss. Ein gemeinsam von NBA und NBPA ausgewählter unabhängiger Experte entschiede dann über die Rechtfertigung der im CBA nicht näher spezifizierten Umstände.
Vorwürfe gegen die NBA
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der ehemalige Schiedsrichter Tim Donaghy erhob im Juni 2008 schwere Vorwürfe gegen die NBA. Einige Schiedsrichter sollen auf Anweisung der NBA Spiele manipuliert haben. Im Jahr 2002 sollen die Schiedsrichter die L. A. Lakers in ihrem sechsten Playoff-Spiel gegen die Sacramento Kings bevorteilt haben, da die NBA wollte, dass es zu einem siebten Spiel kommt. Auch sollen die Schiedsrichter von der NBA angewiesen worden sein, gegen bestimmte Starspieler keine technischen Fouls zu verhängen.[22]
Tim Donaghy war zuvor 2007 wegen Spielmanipulation und Weitergabe von Insider-Wissen angeklagt worden. Ihm wurde vorgeworfen, auf die Hälfte der von ihm seit 2003 geleiteten NBA-Spiele gewettet zu haben. Die NBA verlangte das an ihn in diesem Zeitraum bezahlte Gehalt zurück. Außerdem sollte Donaghy für die 16 Partien in der Saison 2006/07 zahlen, in denen er seine Insiderinformationen an Dritte weitergegeben hatte. Der ehemalige Schiedsrichter sollte auch die Anwaltskosten übernehmen. Somit verlangte die NBA einen Betrag von etwa 1,4 Millionen Dollar als Schadensersatz von Donaghy. Am 15. August 2007 bekannte sich Donaghy in manchen Punkten schuldig und wurde zu 15 Monaten Haft verurteilt.[23][24]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- NBA 75th Anniversary Team
- 50 Greatest Players in NBA History
- 10 Greatest Coaches in NBA History
- Liste der NBA-Spieler mit den meisten erzielten Punkten
- Liste der NBA-Spieler aus Deutschland
- Liste der NBA-Meister aus Deutschland
- Liste der NBA-Spieler aus deutschsprachigen Nationen
- Liste der Mitglieder der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame
- USA Basketball
Computerspiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- NBA Jam (seit 1993)
- NBA Live (seit 1995)
- NBA 2K (seit 1999)
- NBA 2K Playgrounds (seit 2017)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Mike Carlson und Jens Plassmann: NBA Basketball. Stars & Stories, Reinbek bei Hamburg 1994, ISBN 3-499-19435-X
- Terry Pluto: Tall Tales. The Glory Years of the NBA, Lincoln (Nebraska) 1992, ISBN 0-671-74279-5 (englisch)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- spox.com: Deutsche Website der NBA
- basketball-reference.com: Website über die Saisonstatistiken der NBA (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ All Time Leaders. In: nba.com. Abgerufen am 9. September 2025 (englisch).
- ↑ NBA G League Expansion. Abgerufen am 19. Februar 2023 (englisch).
- ↑ Charley Rosen: The First Tip-Off. The Incredible Story of the Birth of the NBA. New York, Chicago, San Francisco, Lissabon, London, Madrid, Mailand, Mexico-Stadt, Neu-Delhi, San Juan, Singapur, Sydney, Toronto, 2009: McGraw-Hill eBooks. ISBN 0-07-164241-2 (S. 18f, in Englisch).
- ↑ Murry R. Nelson: The National Basketball League: A History, 1935–1949. Jefferson, NC und London 2009: McFarland & Co., Inc. ISBN 978-0-7864-4006-1 (S. 18, in Englisch).
- ↑ Todd Boyd: Young, Black, Rich, and Famous. The Rise of the NBA, the Hip Hop Invasion, and the Transformation of American Culture. With a new introduction by the author. Lincoln/London 2008: University of Nebraska Press. ISBN 978-0-8032-1675-4 (Seite 178 ff, in Englisch).
- ↑ NBA announces new anti-flopping rule. 3. Oktober 2012, abgerufen am 19. Februar 2023 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Madeline Holcombe,Kendall Trammell: The Toronto Raptors win Canada's first NBA championship. 14. Juni 2019, abgerufen am 19. Februar 2023 (englisch).
- ↑ Marvin Rishi Krishan, Der Spiegel: NBA-Neustart in Disney World: Für eine Überraschung gut – Der Spiegel – Sport. Abgerufen am 6. August 2020.
- ↑ Danny Biasone zitiert In: Gianluca Fraccalvieri: Das wichtigste Ereignis der NBA: Wie die Einführung der Wurfuhr die Liga rettete. Basketball World (online), 30. Oktober 2024; abgerufen am 30. Oktober 2024
- ↑ NBA tauscht Spielball aus. In: sport1.de. SID, 14. Mai 2020, abgerufen am 14. Mai 2020.
- ↑ In-Season Tournament 101: Rules, format and how it works. Abgerufen am 9. Juli 2023 (englisch).
- ↑ Nur die Bilanz zählt: NBA verändert Regeln für Play-off-Setzliste. In: focus.de. SID, 9. September 2015, abgerufen am 21. Januar 2023.
- ↑ Kurt Badenhausen, Lev Akabas: NBA Players to Split $34 Million for 2024 Playoff Bonuses. auf: Sportico—Website; Los Angeles, CA, 19. April 2024. Abgerufen am 25. April 2024 (in Englisch).
- ↑ Anthony De Leon: What's it like to attend a game at the Clippers' $2-billion arena? In: Los Angeles Times. 23. Oktober 2024, abgerufen am 16. April 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Einzelne Franchises, wie die Spurs, verkaufen zu einzelnen Spiel zusätzliche Stehtickets über die rechnerische Kapazität der jeweiligen Spielstätte hinaus.
- ↑ David Broughton: NBA completes best three-year attendance stretch, topping 22.1 million fans. In: SBJ - Sports Business Journal. 14. April 2026, abgerufen am 18. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Lars Spannagel: Auf dem Sprung nach Europa. In: Zeit. Nr. 03/2026. Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, 15. Januar 2026 (zeit.de).
- ↑ Tim Reynolds: NBA adds Maurice Podoloff Trophy for team with best record. Auf: AP-News–Website; New York City, NY, 6. Dezember 2022. Abgerufen am 9. Dezember 2022 (in Englisch).
- ↑ Marc J. Spears: Carmelo Anthony of Portland Trail Blazers wins Kareem Abdul-Jabbar Social Justice Champion award. Auf: Entertainment and Sports Programming Network—Website; Burbank, CA, 30. Juni 2021. Abgerufen am 22. September 2021 (in Englisch).
- ↑ Gilbert McGregor: NBA Conference Finals MVP trophies, explained: What new honors mean for players. Auf: Sporting News—Website; Charlotte, NC, 27. Mai 2022. Abgerufen am 1. Juni 2022 (in Englisch).
- ↑ N. N.: NBA unveils The Michael Jordan Trophy to be awarded to Kia MVP. The NBA has unveiled 6 new trophies for the Kia Performance Award winners, including the Kia NBA Clutch Player of the Year Award. Auf: NBA–Website; New York City, NY, 13. Dezember 2022. Abgerufen am 14. Dezember 2022 (in Englisch).
- ↑ Chris Sheridan: 2002 Lakers-Kings Game 6 at heart of Donaghy allegations. auf: Entertainment and Sports Programming Network—Website; Burbank, CA, 10. Juni 2008. Abgerufen am 25. April 2024 (in Englisch).
- ↑ Pat Jordan: After the Buzzer. aus: The New York Times Magazine, 9. Januar 2011, zitiert nach New York Times—Website; New York City, NY, 7. Januar 2011. Abgerufen am 19. Juni 2017 (in Englisch).
- ↑ Ashley Branca: Ex-NBA ref Tim Donaghy: 'Organized crime will always have a hand in sports'. (Interview) aus: The Guardian, 22. Mai 2015, zitiert nach The Guardian—Website; London, UK. Abgerufen am 19. Juni 2017 (in Englisch).

