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Vier

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Vier
4
Darstellung
Römisch IV
Dual 100
Oktal 4
Duodezimal 4
Hexadezimal 4
Arabisch ٤
Chinesisch 四
Mathematische Eigenschaften
Vorzeichen positiv
Parität gerade
Faktorisierung
Teiler 1, 2, 4
Ziffer Vier auf einer 7-teiligen Segmentanzeige

Die Vier (4) ist die natürliche Zahl zwischen Drei und Fünf. Sie ist gerade und eine Quadratzahl.

Das lateinische Wort für vier ist quattuor, die zugehörige Ordnungszahl quartus (der vierte) und das Adjektiv quadrus (viereckig) fanden ins Deutsche Eingang bei Begriffen wie Quartal, Quarte, Quartil, Quartett oder Quadrat.

Als quaternär (lateinisch: quaternī, „je vier“) bezeichnet man Objekte oder Strukturen, die aus vier Teilen bestehen und aus diesen Elementen zusammengesetzt oder in sie zerlegt werden können.

Das griechische Präfix für Vier τετρα- (tetra-) fand bei Fremdwörtern Gebrauch wie Tetralogie, Tetrarchie, Tetraphobie, Tetraeder, Tetrachlormethan oder Tetrachord.

Symbole der vier Grundrechenarten: Plus, Minus, Mal und Geteilt
Einige Typen von Vierecken

Die Vier ist eine gerade Zahl und eine Zweierpotenz. Sie ist die kleinste zusammengesetzte Zahl und damit die erste Nicht-Primzahl nach der Eins. Ihre Bedeutung wird nicht zuletzt anhand der folgenden Bemerkungen und Beispiele klar:

  • Die Vier ist insofern besonders, als sowohl als auch gilt. (Dies lässt sich über die Pfeilschreibweise sogar verallgemeinern.)
  • Die vier pythagoräischen Tripel lässt sich über die (zur Berechnung aller primitiven pythagoräischen Tripel) benötigten Vierheit der Operatoren aus der im (entarteten) Tripel „schöpfen“.
  • Ein Hauptelement der frühen pythagoreischen Zahlenlehre war die „Vierheit“ (Tetraktys) die Gruppe der Zahlen deren Summe die Zehn ergibt, die bei den Griechen als Grundzahl des Dezimalsystems diente. Die Vier wurde neben der „vollkommenen“ Zehn im Pythagoreismus als für die Weltordnung grundlegende Zahl betrachtet.
  • Der Vier-Quadrate-Satz ist ein Satz der Zahlentheorie. Jede natürliche Zahl kann als Summe von vier Quadratzahlen dargestellt werden. Für jede ganze Zahl gibt es vier Zahlen, deren Quadrate zusammen genau diese Zahl ergeben. So gilt zum Beispiel:
  • Vier Vieren ist der Name eines Zahlenrätsels. Dabei geht es darum, möglichst viele Zahlen darzustellen, indem man vier Vieren mit Hilfe von Rechenzeichen kombiniert. Beispielsweise kann man die Zahl 1 erhalten als .

Vier Punkte spannen in der Ebene ein Viereck (auch Tetragon, Quadrangel oder Quadrilateral), eine Fläche mit vier Seiten, auf. Es ist die einfachste Figur, die sich unter Beibehaltung ihrer Seitenlängen verformen lässt, etwa vom Rechteck zum Parallelogramm.

Im euklidischen Raum lassen sich maximal vier Punkte äquidistant, d. h. im gleichen Abstand zueinander, anordnen. Diese bilden dann ein Tetraeder.

In der Raumgeometrie wird das Vierflach, also das Tetraeder, behandelt. Es ist das einzige konvexe Polyeder (Vielflach, Vielflächner) mit vier Flächen.

Das Vierseit ist eine spezielle geometrische Figur in einem affinen Raum.

Der Vier-Farben-Satz besagt, dass vier Farben ausreichen, um alle Flächen auf einer Landkarte so einzufärben, dass nirgends gleichfarbige Flächen (längs Grenzen) aneinanderstoßen, wohingegen drei Farben dafür nicht genügen.

Varianten der Schreibweise der Vier bei den indisch-arabischen Zahlzeichen
Eine kontinentaleuropäische handschriftliche Vier und eine in der Schreibweise, wie sie in der englischsprachigen Welt üblich ist
Halbe Acht als Vier in runder Schreibweise in der Jahreszahl 1497
Halbe Acht als Vier in eckiger Schreibweise in der Jahreszahl 1488

Die Zahl Vier verwendet je nach Zeitalter und Sprache unterschiedliche Glyphen:

Die Schreibweise der Vier in der römischen Zahlschrift ist IV, auf Zifferblättern von Uhren mit römischer Schreibung wird sie häufig als IIII dargestellt, um sie deutlicher von der Sechs (VI) abzuheben. Die westliche und international vorherrschende Schreibweise der Vier („4“) entwickelte sich aus der indisch-arabischen Zahlschrift. Im europäischen Mittelalter war bis zum Ende des 15. Jahrhunderts die Schreibung als halbe Acht (Indisch-arabische Ziffer 4 im Mittelalter) vorherrschend.

In Deutschland wird die Ziffer 4 gemäß der Zahlenschreibweise der lateinischen Ausgangsschrift handschriftlich in zwei Zügen gezeichnet: ein rechter Winkel mit einem längeren senkrechten Abstrich. Diese Schreibweise deckt sich mit der Österreichischen Schulschrift (beide Versionen von 1969 und 1995) und der Schweizer Schnürlischrift. Im englischsprachigen Kulturkreis und in davon beeinflussten Gebieten wird eine 4 überwiegend geschlossen gezeichnet.[3]

Die arabische Schreibweise ist heute ٤. In Urdu (Indien, Pakistan) ist es ۴, in Devanagari (Indien) ist es ४ und in Hebräisch ד. Die chinesische Schreibweise ist 亖 (Stäbchenrechnung), 四 (daraus abgeleitetes Schriftzeichen) oder 肆 (formelle Variante im Finanzwesen).[4]

Naturwissenschaft

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Im Zusammenhang mit den annähernd kreisförmigen Bewegungen der Erde um die Sonne und des Mondes um die Erde sind seit alters her verschiedene Beobachtungen von vierteiligen Sachverhalten möglich, die häufig mit den vier Himmelsrichtungen im Zusammenhang stehen. Diese Beobachtungen haben zu mehreren Begriffsgruppen geführt, wie den vier Jahreszeiten, den vier Mondphasen sowie den ungefähr vierwöchigen Monaten und den vier Tageszeiten.

Bei der astronomischen Beobachtung des Nachthimmels wird dementsprechend zwischen Frühlingshimmel, Sommerhimmel, Herbsthimmel und Winterhimmel unterschieden.

Die Vier in der Astronomie
Interpretation Jahreszeit Hauptpunkt
der Sonnenbahn
Monate Tageszeit Sonnen-
richtung
Mondphase Mondrichtung
zur Sonne
Elongation
des Mondes
AnfangFrühlingFrühlings-
äquinoktium
März (1)
April (2)
Mai (3)
MorgenOstenNeumondKonjunktion0°
KraftSommerSommer-
sonnenwende
Juni (4)
Juli (5)
August (6)
MittagSüdenZunehmender
Halbmond
Östliche
Quadratur
90° östlich
ReifeHerbstHerbst-
äquinoktium
September (7)
Oktober (8)
November (9)
AbendWestenVollmondOpposition180°
EndeWinterWinter-
sonnenwende
Dezember (10)
Januar (11)
Februar (12)
NachtNordenAbnehmender
Halbmond
Westliche
Quadratur
90° westlich

Die vier Sternbilder (Löwe, Stier, Wassermann und Adler), die in einer babylonisch-jüdisch-christlichen Tradition den vier Evangelisten zugeordnet werden können, stehen in vier senkrecht aufeinander stehenden Himmelsrichtungen und können in unterschiedlichen Jahreszeiten beobachtet werden:

Die Ekliptik (rote horizontale Linie) mit dem Zodiak und seinen zwölf Lebewesen (orangefarbene Punkte) sowie den Symbolen der vier Evangelisten (mit gelbem Text) und den dazugehörigen markanten Sternbildern (orange): Markus (Löwe = Leo, Frühlingssternbild), Lukas (Stier = Taurus, Wintersternbild), Matthäus (Mensch = Wassermann = Aquarius, Herbststernbild) und Johannes (fliegender Adler = Aquila, erhöht über der Ekliptik, Sommersternbild). Diese vier Zeichen befinden sich in vier senkrecht aufeinanderstehenden Himmelsrichtungen. Die Milchstraße (via lacta) ist hellblau als Bogen eingezeichnet.

Das Herbstviereck im Sternbild Pegasus wird auch Pegasusquadrat genannt.

Quaternäre Codierung der Aminosäuren

Die in der Desoxyribonukleinsäure gespeicherte Information des Genoms allen irdischen Lebens ist in Triplett-Sequenzen codiert, die aus vier verschiedenen Grundeinheiten (Quaternär) bestehen: den Nukleinbasen Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C).

Die Landwirbeltiere (Tetrapoden), die vierfüßigen Landwirbeltiere, weisen grundsätzlich je vier Extremitäten auf, deren elementare Bedeutung die Fortbewegung ist. Einzelne Tetrapoden können alle oder manche Extremitäten rück- oder umgebildet haben wie zum Beispiel Schlangen, die keine lokomotionsfähigen Extremitäten mehr aufweisen oder der Mensch, bei dem die Vorderextremitäten nicht mehr für die Fortbewegung geeignet sind. Zu den Tetrapoden zählen Lurche (Amphibien), Kriechtiere (Reptilien), Säugetiere und Vögel.

Die Zahl 4 ist die Ordnungszahl des Erdalkalimetalls Beryllium im Periodensystem.

Das Kohlenstoff­atom hat die Eigenschaft, vier kovalente Bindungen in Tetraederwinkeln zu knüpfen und kann dadurch den extrem harten Diamant und eine große Vielfalt an organischen Molekülen aus Ketten mit Verzweigungen, Chiralität, Doppelbindungen, bis hin zu Ringsystemen bilden.

Viererzeichen

In der bis ins 19. Jahrhundert die Medizin bestimmenden Humoralpathologie gab es vier Körpersäfte. (Im Gegensatz zur der spirituellen Sphäre gehörigen Zahl wurde im Mittelalter die Vier der spirituellen zugeordnet, und somit auch der Medizin[5]). In der Orthopädie ist das Viererzeichen ein klinischer Test zur Funktionsprüfung des Hüftgelenks beim Menschen. Dabei wird im Liegen ein Bein quer zur Körperachse zu einer Vier angewinkelt.

Mythologie und Religion

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Chinesische Mythologie

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Als die Vier Schönheiten werden vier Gestalten der chinesischen Geschichte beziehungsweise Mythologie bezeichnet, die für ihre außerordentliche Schönheit bekannt sind. In der chinesischen Literatur werden die Vier Schönheiten als edel und unnahbar beschrieben, aber auch mit allen in China traditionell weiblichen Tugenden behaftet. Daneben werden ihnen immer wieder kleine Makel angedichtet, um ihre Gestalten wirklichkeitsnaher erscheinen zu lassen.

Evangelisten mit ihren Attributen, karolingische Buchmalerei (um 820).

Die vier Evangelisten bezeichnen primär die Autoren der vier Evangelien über das Leben Jesu. Die Namen Matthäus, Markus, Lukas und Johannes werden als Verfasser genannt, wobei diese Zuordnung erst im Nachhinein erfolgte. Ursprünglich waren die Texte anonym verfasst.[6]

Die Bibel erwähnt die vier apokalyptischen Reiter im 6. Kapitel der Offenbarung des Johannes als Boten der nahenden Apokalypse, des Jüngsten Gerichts, eines der vier letzten Dinge.

Die vier letzten Dinge (lat. quattuor novissima) sind Gegenstand der Eschatologie des Christentums. Die vier letzten Dinge werden in der Ordnung genannt, in der sie eintreten: Tod – Gericht – Himmel oder Hölle.[7]

Als Kardinaltugenden oder Primärtugend wird seit der Antike eine Gruppe von vier Grundtugenden bezeichnet. Diese waren anfangs nicht bei allen Autoren dieselben. Eine Vierergruppe ist im Griechenland des 5. Jahrhunderts v. Chr. belegt. Die Bezeichnung „Kardinaltugenden“ wurde in der spätantiken Patristik durch den Kirchenvater Ambrosius von Mailand im 4. Jahrhundert erstmals verwendet.[8]

Detail aus Die Kardinal- und Gottestugenden von Raffael, Fresko in den Stanzen des Raffael

Siehe auch: Quaternität

Die vier edlen Wahrheiten oder vier Wahrheiten des geistig Edlen bilden die Grundlage der buddhistischen Lehre. Die vier edlen Wahrheiten lauten:

  1. Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll (Dukkha).
  2. Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung.
  3. Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden.
  4. Zum Erlöschen des Leidens führt der edle achtfache Pfad.

„Die vier himmlischen Verweilzustände“ oder „Die vier Unermesslichen“ (Brahmavihāra) ist ein buddhistischer Begriff. Die Brahmavihāras sind Grundlage für Meditationsübungen (brahmavihāra-bhāvanā) im Theravada[9] wie auch im Mahayana. Sie sind Bestandteil der buddhistischen Ethik und bezeichnen vier zu kultivierende Geisteshaltungen anderen Wesen gegenüber.

Die Vier Täler sind ein kurzes sufistisch-mystisches Werk von Baha’u’llah, dem Stifter des Bahaitums, das er im Jahr 1856 schrieb.[10] Es beschreibt vier Täler, die ein Mystiker in seiner Beziehung zu Gott erreichen kann. Das vierte Tal, also das Ziel der Reise, ist der „Gipfel der Bewusstheit“.

Geschichte und Gesellschaft

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Die griechischen Naturphilosophen sahen vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) als Grundbestandteile allen Seins: Die Vier-Elemente-Lehre wirkt bis in die heutige Zeit. Da es neben den vier Elementen vier Himmelsrichtungen, Jahreszeiten, Körpersäfte und Temperamente gibt, galt die Vier im Mittelalter als die Zahl des Irdischen, im Gegensatz zur Drei, der Zahl Gottes und der Trinität. Aus den rechnerischen Verbindungen dieser Zahlen Drei und Vier ergeben sich weitere im Christentum heilige Zahlen: Sieben und Zwölf. Aus dieser christlichen Zahlenlehre ergibt sich für die Musik die Auffassung, dass der 3/4-Takt als der Vollkommene gilt – früher dargestellt durch einen Kreis, während der 4/4-Takt als der unvollkommene, der irdische gilt, der bis heute in der musikalischen Notation durch einen Halbkreis, ein dem großen C ähnliches Zeichen angegeben wird.

Das Quadrivium (deutsch „vier Wege“) umfasste die weiterführenden vier der septem artes liberales – der „sieben freien Künste“ (in Antike und Mittelalter) – als Fortsetzung der sprachlichen Fächer des Trivium (deutsch „Dreiweg“) und bestand aus den mathematischen, am Zahlendenken orientierten Fächern.

Das Vier-Augen-Prinzip (lt. Duden Vieraugenprinzip[11]) ist in der Organisationslehre eine präventive Kontrolle, bei der bestimmte Ablaufabschnitte, Arbeitsabläufe, Arbeitsprozesse, Arbeitsvorgänge, Aufgaben, Entscheidungen, Handlungen oder Prozesse nur durch gleichlautende Entscheidungen von mindestens zwei Personen durchgeführt werden dürfen. Ziel des Vier-Augen-Prinzips ist es, das Risiko von Fehlern und Missbrauch zu reduzieren.

Die Four Freedoms (dt. „vier Freiheiten“) formulierte US-Präsident Franklin Delano Roosevelt in seiner Rede zur Lage der Nation vor dem Kongress. Sie spielten sowohl bei der Bildung einer Anti-Hitler-Koalition (Deklaration der Vereinten Nationen) als auch bei der späteren Gründung der Vereinten Nationen (UNO) eine Rolle.

Tetraphobie[12] bezeichnet die abergläubische Angst vor der Zahl 4, die besonders im ostasiatischen (China, Taiwan, Japan, Nord- bzw. Südkorea und Vietnam) sowie im südostasiatischen Kulturraum (Malaysia, Singapur) weit verbreitet ist.

In der Zahlensymbolik steht die Vier unter anderem für das Kreuz. Sowohl in ihrer Darstellung kreuzt sie sich, als auch das Kreuz hat vier Ecken. Es steht somit für Tod und Leid generell. In der chinesischen Zahlensymbolik und auch in Korea und Japan gilt die Vier als Unglückszahl, da sie klanglich (chinesisch 四, Pinyin sì) dem chinesischen Wort für Tod ähnelt (chinesisch 死, Pinyin sǐ).

Chinesische Kultur

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Die Vier Schätze

Die Vier Schätze des Gelehrtenzimmers waren im traditionellen Kaiserreich China die Gegenstände, die ein Gelehrter zum Schreiben und Malen brauchte.

Die Vier großen Erfindungen sind Erfindungen aus dem kaiserlichen China, die in der chinesischen Kultur wegen ihrer historischen Bedeutung und als Symbole für die fortschrittliche Wissenschaft und Technik des alten Chinas gefeiert werden. Es handelt sich dabei um den Kompass, Schießpulver, die Papierherstellung und den Buchdruck.[13]

Die Viererbande war eine Gruppe von Führungskräften aus dem linken Flügel der Kommunistischen Partei Chinas, die maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf der Kulturrevolution hatte.

Die Vier Modernisierungen stellen ein wirtschaftliches Reformprogramm der Volksrepublik China dar, das maßgeblich vom Premierminister Zhou Enlai initiiert wurde. Die Reformen hatten eine tiefgreifende Umgestaltung der chinesischen Wirtschaft und Gesellschaft zur Folge und waren von entscheidender Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Die sogenannten chinesischen Vier Grundprinzipien sind eine politische Doktrin, die von Deng Xiaoping formuliert wurden. Diese Prinzipien stellen bis heute die Grundlage für politische Argumentationen und Eingrenzungen bei Reformen in der Volksrepublik China dar.

Die vier südostasiatischen Volkswirtschaften (Südkorea, Singapur, Taiwan, Hongkong), werden in den chinesischsprachigen Wirtschaftsräumen wörtlich auch als die „Vier Kleinen Drachen Asiens“ oder Tigerstaaten bezeichnet; auch im Koreanischen, Japanischen und Französischen hat sich diese Bezeichnung eingebürgert. Der Begriff verweist darauf, dass diese Volkswirtschaften dank hohen Wirtschaftswachstums von Entwicklungsländern zu Industriestaaten aufstiegen.

Doppelvierer mit vorn liegendem Steuermann

Vierer ist im Rudersport die generische Bezeichnung für alle Ruderboote, in denen vier Sportler rudern. Steuerleute werden dabei nicht mitgezählt. Als Mannschaftsboot gehört der Vierer ebenso wie der Achter zu den Großbooten, während Einer und Zweier als Kleinboote bezeichnet werden.[13]

Die Rückennummer 4 gilt als Nummer des Vorstoppers/Innenverteidigers beim Fußball.

Kunst und Kultur

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Vier ist ein österreichischer Fernsehfilm aus der Landkrimi-Filmreihe aus dem Jahr 2021[14] 2025 wurde die Produktion mit Acht fortgesetzt. Die Zahl 4 steht im Film für die vier Kinder der Familie Trummler: drei Säuglinge, die nach der Geburt getötet und im Keller begraben wurden, sowie das vierte Kind – die intersexuelle Claudia, die unter neuem Namen als Matthias überlebt hat und später zurückkehrt. Gleichzeitig symbolisiert "Vier" das, was die Dorfgemeinschaft nicht wahrhaben möchte: Die vermeintlich "verfluchte" Familie als Ort von Gewalt, Scham, psychischer Krankheit und Ausgrenzung.

Vier Brüder (Four Brothers) ist ein US-amerikanisches Action-Drama. Der Film ist eine Neuverfilmung des Westerns Die vier Söhne der Katie Elder von Henry Hathaway. „Vier“ bedeutet im Film: vier durch Adoption geeinte Brüder, deren Bande stärker ist als Verwandtschaft und deren Geschlossenheit die zentrale moralische und emotionale Kraft der Geschichte bildet.

Vier Minuten (2006) ist ein Spielfilm mit Monica Bleibtreu und Hannah Herzsprung in den Hauptrollen. Der Film wurde 2023 mit 15 Jahre fortgesetzt.[15] DievProtagonistin ist eigentlich dazu angehalten, ein Stück von Schumann zu spielen. Nach wenigen Takten unterbricht sie jedoch das vorgesehene Programm. Sie kreiert eine eigenständige, kraftvolle Musik, indem sie den Flügel als Schlagzeug einsetzt, auf die Klaviatur schlägt, in die Saiten greift und so ihren Auftritt in einen radikalen vierminütigen persönlichen Ausdruck verwandelt.

Die letzten Vier, ist ein US-amerikanisches Filmdrama von George Archainbaud. Die „4“ im Titel steht für die vier zentralen Figuren: hochdekorierte Kampfflieger des Ersten Weltkriegs, die nach dem Krieg im Zivilleben scheitern und schließlich als Stuntpiloten ihr Leben riskieren müssen.

Quartett

Ein Quartett (von lateinisch quartus ‚vierter‘) ist in der Musik eine Gruppe von vier Ausführenden oder ein Musikstück, das für eine solche Besetzung geschrieben ist.[16] In der Musik versteht man unter einem Vierklang einen Akkord, in dem vier verschiedene Töne gemeinsam erklingen. Die in der klassischen Musik häufigsten Vierklänge sind die Septakkorde, die aus drei übereinandergeschichteten Terzen bestehen und somit den Dreiklängen eine Septime hinzufügen.

Die vier Jahreszeiten (italienisch: Le quattro stagioni) ist der Titel einer Sammlung von vier Violinkonzerten und ist das wohl bekannteste Werk von Antonio Vivaldi. Es handelt sich um Programmmusik: Jedes Konzert porträtiert eine der vier Jahreszeiten. Dazu ist in der Solostimme den einzelnen Konzerten ein Sonett vorangestellt; im Verlauf werden dann die verbalen Beschreibungen in allen Einzelstimmen an den entsprechenden Stellen zitiert.

Fanta-4

Die Fantastischen Vier (oft Fanta 4 abgekürzt) sind eine deutsche Hip-Hop-Gruppe aus Stuttgart. Den ersten Charterfolg im Genre Deutschrap hatten die Fantastischen Vier im Jahr 1992 mit dem Titel Die da!?!, mit dem sie deutschlandweit Aufmerksamkeit erregten und der Popularisierung des Genres maßgeblich den Weg bereiteten.

Die vier Apostel (Dürer, 1526)

Die vier Apostel sind zwei zusammengehörige Gemälde (Diptychon) des Malers Albrecht Dürer. Die Bilder zeigen auf zwei Tafeln vier knapp überlebensgroße Gestalten, zu deren Füßen sich eine Inschriftenleiste mit einer Mahnung befindet. Diese Mahnung wird mit vier Bibelzitaten[17] untermauert, die den vier Dargestellten zugeordnet sind. Gleichzeitig verkörpern sie laut Johann Neudörffer dem Älteren die vier Temperamente, die wiederum den vier Lebensaltern und Jahreszeiten zugeordnet wurden.

Die vier Evangelisten, werden in der christlichen Ikonografie seit dem 4. Jahrhundert durch vier geflügelte Symbole dargestellt. Die häufigste Zuordnung seither lautet: Ein Mensch versinnbildlicht Matthäus, der Löwe Markus, der Stier Lukas und der Adler Johannes. Bis zum 13. Jahrhundert wurden die Symbole auch zu einem einzigen Gebilde zusammengefasst, das die aus dem Griechischen übernommene Bezeichnung Tetramorph trägt. Dies bedeutet Viergestalt.

Die Vier Elemente sind eine Gemäldeserie von Giuseppe Arcimboldo. Jedes der vier Bilder stellt eine Personifikation eines der vier Elemente dar. Jeder der vier Köpfe setzt sich aus für dieses Element typischen Gegenständen oder Tieren zusammen. Die vier Bilder korrespondieren mit den vier Bildern der Vier Jahreszeiten.

Die Blaue Vier war eine Ausstellungsgemeinschaft, die im März 1924 in Weimar gegründet wurde. Ihr gehörten vier Maler an, die drei Bauhaus-Meister: Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und Paul Klee sowie Alexej von Jawlensky.[18]

In der fiktiven Scheibenwelt zählen Trolle auf Viererbasis. Die Grundzahlen sind „one“ (1), „two“ (2), „three“ (3), „many“ (4) und „lots“ (16), einundzwanzig wäre lots many one[19]

Das Zeichen der Vier ist ein Sherlock-Holmes-Roman von Arthur Conan Doyle. Er wurde unter dem Titel The Sign of the Four als Buch veröffentlicht. Der Titel bezieht sich auf eine Gruppe von vier Verbündeten, die im Hintergrund der Handlung einen geheimen Schatz und einen Verrat verbindet.

  • Vier Alte, Kampfbegriff der chinesischen Kulturrevolution
Commons: Vier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Vier – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. ↑ Grundrechnungsart. In: Duden Online-Wörterbuch. Bibliographisches Institut.
  2. ↑ Rechenart. In: PONS Online-Wörterbuch – Rechtschreibung und Fremdwörter. PONS.
  3. ↑ Georges Ifrah, David Bellos, E. F. Harding, Sophie Wood und Ian Monk: The Universal History of Numbers: From Prehistory to the Invention of the Computer. London (Wiley & Sons), 1999. ISBN 978-0-471-37568-5.
  4. ↑ Andreas Guder: 2000+ Schriftzeichen-Etymographien. Freie Universität Berlin, September 2023, abgerufen am 24. August 2026.
  5. ↑ Ortrun Riha: Konzepte: Säfte und Symbole. In: Medizin im Mittelalter. Zwischen Erfahrungswissen, Magie und Religion (= Spektrum der Wissenschaften. Spezial: Archäologie Geschichte Kultur. Band 2.19), (auch in Spektrum der Wissenschaften. 2, 2002) 2019, S. 6–11, hier: S. 10.
  6. ↑ Wilfried Eisele: Das literarische Verhältnis der Evangelien zueinander. In: Universitätsbibliothek Tübingen. Universität Tübingen, abgerufen am 25. Juli 2024.
  7. ↑ Siehe z. B. Heinrich Schmid, Die Dogmatik der evangelisch-lutherischen Kirche. Dargestellt und aus den Quellen belegt, Gütersloh 1983, 10. Auflage, ISBN 3-579-04101-0, S. 394–411.
  8. ↑ Martin Biermann: Die Leichenreden des Hl. Ambrosius von Mailand. 1995, S. 62, Anm. 47 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  9. ↑ Anguttara Nikaya X.208, Die vier unermesslichen Gebiete, 9. Karajakāya Sutta
  10. ↑ Manfred Hutter: Handbuch Bahāʼī. Geschichte, Theologie, Gesellschaftsbezug. W. Kohlhammer, 2009, ISBN 978-3-17-019421-2, S. 101 (230 S.).
  11. ↑ Vieraugenprinzip ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden. Abgerufen am 23. Oktober 2026.
  12. ↑ τετράς, Henry George Liddell, Robert Scott, A Greek-English Lexicon, on Perseus.
  13. 1 2 Tonio Andrade: The gunpowder age: China, military innovation, and the rise of the West in world history. Princeton University Press, Princeton 2016, ISBN 978-1-4008-7444-6, doi:10.2307/j.ctvc77j74 (englisch).
  14. ↑ Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen OTS_20200312_OTS0086.
  15. ↑ 15 Jahre. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 22. Oktober 2023.
  16. ↑ Justus Frantz: 50 einfache Dinge, die Sie über Musik wissen sollten. Westend Verlag, 2015, ISBN 978-3-86489-614-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  17. ↑ Die Zitate schrieb Johann Neudörffer im Auftrag Dürers. Nach der einleitenden Mahnung folgen 2 Petr 2,1–3 LUT (Petrus), 1 Joh 4,1–3 LUT (Johannes), 2 Tim 3,1–7 LUT (Paulus) und Mk 12,38–40 LUT (Markus) (Historisches Lexikon Bayerns, abgerufen am 2. Oktober 2010).
  18. ↑ Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann: Blaue Vier (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)
  19. ↑ Troll – Literacy and Numeracy. In: discworld.fandom.com. Abgerufen am 19. März 2024 (englisch).