Er hat 31 Tage und ist nach dem römischen StaatsmannJulius Caesar benannt, auf den die Kalenderänderung des Jahres 46 v. Chr. zurückgeht (siehe römischer Kalender, julianischer Kalender). Unter Kaiser Commodus wurde der Name des Monats in Aurelius geändert, einen seiner eigenen Namen. Nach dem Tod des Kaisers erhielt der Monat seinen alten Namen zurück.[1]
Der alte deutsche Name ist Heuet oder Heuert oder auch Heumonat genannt, da im Juli die erste Heu-Mahd eingebracht wird. Andere alte Namen für den Juli sind Bären- oder Honigmonat, wobei Letzteres, besonders in der Form Honigmond, auch den Monat nach der Hochzeit, die Flitterwochen bezeichnet.
Im römischen Kalender, dessen Jahr mit dem März begann, war der Iulius ursprünglich der fünfte Monat und hatte vor seiner Umbenennung im Jahre 44 v. Chr. (vom Konsul Marcus Antonius eingebrachte Lex Antonia de mense Quintili „über den Monat Quintilis“) den Namen Quintilis zu lat. quintus „der fünfte“. Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn allerdings um zwei Monate vorverlegt, so dass die Beziehung zwischen Namen und Zählung entfiel. Bei der Übertragung früher verwendeter lateinischer Datumsangaben („7ber“) wird dies manchmal übersehen.
Zur Vermeidung einer Verwechslung mit dem ähnlich klingenden Monatsnamen Juni wird der Juli – insbesondere im Telefongespräch oder auch beim Diktat – häufig auch als „Julei“ ([juˈlai] oder [ˈjuːlai]) gesprochen. Aus gleichem Grund wird umgekehrt der Juni oftmals als „Juno“ ([ˈjuːno] oder [juˈnoː]) artikuliert.
Aufgrund der unterschiedlichen Verteilung von Land und Wasser auf der Erdoberfläche werden im Juli auch global betrachtet Extremwerte gemessen. So ist der Juli 2023 der Monat mit der höchsten je verzeichneten Monatsmitteltemperatur.[2] Zuvor hatten schon die Julis 2019[3] und 2021[4] den Rekord als heißester Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gehalten. Nach dem Juli 2023 folgen die Julis 2024 und 2025 als zweit- bezw. drittheißeste jemals gemessene Junimonate.
↑Manfred Clauss: Kaiser und Gott: Herrscherkult im römischen Reich. München: K. G. Saur Verlag GmbH, Nachtdruck der 1. Auflage 2001, S. 241 (eingeschränkte Vorschau)