VW T3
| Volkswagen | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Volkswagen Typ 2 T3 | ||||||||||||
| Typ 2 T3 | ||||||||||||
| Hersteller | Volkswagen | |||||||||||
| Verkaufsbezeichnung | Bus, Transporter | |||||||||||
| Produktionszeitraum | 1979–1992 | |||||||||||
| Vorgängermodell | VW T2 | |||||||||||
| Nachfolgemodell | VW T4 | |||||||||||
| Technische Daten | ||||||||||||
| Bauformen | Kleinbus, Kastenwagen, Pritschenwagen | |||||||||||
| Motoren | Ottomotoren: 1,6–2,1 Liter (37–82 kW) Dieselmotoren: 1,6–1,7 Liter (37–51 kW) | |||||||||||
| Länge | 4570–4637 mm | |||||||||||
| Breite | 1844–1870 mm | |||||||||||
| Höhe | 1735–2085 mm | |||||||||||
| Radstand | 2455–2480 mm | |||||||||||
| Nutzlast | 0,61–1,24 t | |||||||||||
| zul. Gesamtgewicht | 2,0–2,7 t | |||||||||||
| Modell | Hubraum | Bauart | Zyl. | Gemischaufbereitung | kW/PS | MKB (1) | Bauzeit | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ottomotoren | ||||||||
| 1.6 | 1584 cm³ | LBX | 4 | Vergaser | 37/50 | CT / CZ | 1979–1982 | |
| 2.0 | 1970 cm³ | 2 Vergaser | 51/70 | CU | CV, Einspritzer Digijet für Export | |||
| 1.9 | 1913 cm³ | WBX | Vergaser | 44/60 | DF | 1982–1990 | ||
| 41/55 | EY | 1982–1989 | Abgestimmt für Länder mit geringoktanigem Kraftstoff | |||||
| Registervergaser | 57/78 | DG | 1982–1992 | |||||
| 54/73 | SP | 1986–1988 | Kat, für die Schweiz | |||||
| Digijet | 66/90 | GW | 1983–1985 | |||||
| 1888 cm³ | 61/83 | DH | Kat, für USA/Canada | |||||
| 2.1 | 2109 cm³ | 82/112 | DJ | 1984–1992 | ||||
| Digifant | 70/95 | MV | 1985–1992 | |||||
| 64/87 | SR | 1986–1992 | G-Kat, für die Schweiz | |||||
| 68/92 | SS | 1989–1992 | ||||||
| 1.8 | 1781 cm³ | Reihe | - | 70/95 | AAX | 1995–1999 | für Südafrika | |
| 2.3 | 2309 cm³ | 5 | - | 90/120 | AFU | 1995–2002 | ||
| 2.5 | 2480 cm³ | K-Jetronic | 100/136 | AAY | 1991–1995 | |||
| 2.6 | 2553 cm³ | - | ADV | 1997–2002 | ||||
| Dieselmotoren | ||||||||
| 1.6 D | 1588 cm³ | Reihe | 4 | Verteiler-Einspritzpumpe | 37/50 | CS | 1981–1987 | |
| 1.6 TD | Verteiler-Einspritzpumpe mit Turbolader | 51/70 | JX | 1984–1992 | ||||
| 1.7 D | 1715 cm³ | Verteiler-Einspritzpumpe | 42/57 | KY | 1987–1992 | |||
Multivan und Campingbusse
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Nicht-gewerbliche Transporter-Besitzer nutzten ihre Fahrzeuge vorwiegend als Familien- und Freizeitwagen. Besonders der 1985 neu eingeführte „Multivan“ setzte als vielseitig verwendbarer Großraum-Pkw neue Maßstäbe. Im Gegensatz zum schon länger erhältlichen Caravelle (für den gehobenen Personentransport) stand hier die Freizeitnutzung mit Übernachtungsmöglichkeit im Bus im Vordergrund. Der sechssitzige Wagen hatte serienmäßig mit Stoff bezogene Sitze (vorne mit Armlehnen), Stoffboden vorne im Fahrerraum, hinter dem Fahrersitz einen Einzelsitz gegen die Fahrrichtung mit Beckengurt, im Fahrgastraum einen Klapptisch mit Transistor-Leuchtstofflampe, eine dreisitzige umklappbare Rücksitzbank mit Beckengurten und über dem Motor (im Kofferraum) eine Schlafliege-Schaumstoffauflage (wodurch sich eine effektive Liegefläche von 1,88 Meter × 1,60 Meter ergab), Holzfußboden mit Kunststoffbelag, eine Vollverkleidung des Innenraums, mit Sillan-Mineralwolle wärmeisolierte Seitenwände, einknöpfbare Gardinen, eine zweite Batterie und eine Absorber-Kühlbox mit 36 Litern Rauminhalt. Unter dem Einzelsitz und der Rückbank befanden sich Stauräume. Als besondere Mehrausstattung für 4275 DM Aufpreis (Modelljahr 1989) war der Multivan mit einem Aufstelldach von Westfalia erhältlich, das im aufgeklappten Zustand einen zusätzlichen Schlafplatz von 1,94 Meter × 1,16 Metern Größe bot. Für den Multivan wurden weniger Außenfarben als für die Transportervarianten angeboten.
Der Vorteil des „Multivan“ gegenüber echten Campingversionen des T3 war der deutlich geringere Preis. Bereits von 1979 weg bot VW in Eigenregie für den T3 deutlich aufwändiger ausgestattete und somit teurere Campingfahrzeuge an, die eine von Westfalia entwickelte Innenausstattung hatten. Diese Busse werden landläufig als „Westi“ bezeichnet. Zudem hatten zahlreiche Campingfahrzeugausstatter unabhängig von VW Um- und Ausbauten auf Basis des T3 im Programm, beispielsweise Weinsberg, Dehler Mobilbau („Dehler Profi“), Reimo sowie Teca und Carthago. Campingausbauten der britischen Firma Devon wurden für Linkslenker unter Lizenz bei der holländischen Firma Eurec produziert. Im Gegensatz zum Westfaliaausbau haben die Devon-Ausbauten Aufstelldächer, die seitlich über die gesamte Fahrzeuglänge aufklappen.
Die VW-Campingbusse auf Basis einer Westfalia-Einrichtung erhielten die Modellbezeichnungen
- „Camping“ (bis Herbst 1983)
- „Joker“
- „Club-Joker“
- „California“ hieß die später von Volkswagen selbst als leicht abgespeckte Joker-Variante verkaufte Modellversion.
- „Atlantic“ war eine von VW nochmals aufgewertete Wohnmobilversion, unter anderem mit in Wagenfarbe lackierten Außenspiegel-Gehäusen, Kunststoff-Isolierfenstern hinten und einer Kunststoff-Beplankung rundum, die heute sehr gesucht ist.
Für den deutschen Markt entstanden zahlreiche Sondermodelle auf Basis des T3
- Nur 1983 Caravelle Ton-in-Ton zur Einführung des wassergekühlten Boxermotors
- Ab 1987 Magnum als Multivan-Sondermodell
- Ab 1987 Caravelle Coach auf Basis des Caravelle C (auch in Österreich erhältlich)
- Ab 1989 Multivan Bluestar (mit der Plakette „Hannover Edition“)
- Ab Ende 1989 Multivan Whitestar (mit der Plakette „Hannover Edition“)
Die -star-Modelle sind besser ausgestattet als der normale Multivan:
- Servolenkung mit gepolsterten Lenkrad
- Drehzahlmesser, Digitaluhr und Tageskilometerzähler
- Zentralverriegelung
- Elektrisch verstellbare Außenspiegel
- Rechtecks-Doppelscheinwerfer
- Wärmeschutzverglasung
- Spezielle Außenfarben und eigenes Polsterstoff-Design innen
- Gepolstertes Armaturenbrett in hellgrau
- Kunststoff-Rundumbeplankung in Wagenfarbe
- Tiefergelegte Karosserie
- Aluminiumräder mit Breitreifen 205/70 R 14
- VW T3 mit Aufstelldach
- VW T3 Multivan Syncro mit Reimo-Ausstattung
- Camping-Modell California
- Caravelle Coach
- Multivan-Sondermodell Magnum
- Multivan Sondermodell Bluestar
Syncro und Doppelkabinenmodelle
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Bereits vom Vorgängermodell T2 wurden 1978 einige Prototypen mit zuschaltbarem Frontantrieb hergestellt, die eine Steigung von 77 bis 94 Prozent befahren konnten. Die daraus gewonnenen Erfahrungen flossen in die Entwicklung des T3 mit permanenten Allradantrieb ein, der ab Ende 1984 als Modell „Syncro“ erschien und bei der Steyr Daimler Puch AG in Graz (Österreich) produziert wurde.
Die Bergsteigfähigkeit der Standardmodelle mit Hinterradantrieb bewegte sich zwischen 28 und 50 Prozent; die „syncros“ schafften 54 bis 70 Prozent Steigung (mit 16-Zoll-Fahrwerk 3 bis 6 Prozent mehr, max. 73 Prozent). Für die 4WD-Variante waren größere Änderungen an Fahrwerk und Karosserie nötig. So wurde der größere 70-Liter-Tank – erstmals beim Transporter aus Kunststoff hergestellt – nach hinten über das Getriebe verlegt, da die Kardanwelle zum vorderen Achsdifferential durch Raum unter dem Boden geführt wurde. Die Lösung, das Reserverad vorne unter dem Pedalboden zu verstauen, konnte nur bei Modellen mit 14-Zoll-Rädern beibehalten werden. Ein 16-Zoll-Reserverad war zu groß und musste stehend im Gepäckraum oder an einem Heckträger der Heckklappe untergebracht werden. Das Getriebe wurde mit einem fünften, kurz übersetzten Kriechgang und einem Abtrieb zur Vorderachse ergänzt und war wie auch der Achsantrieb vorne – gegen Aufpreis – mit einer mechanischen Differentialsperre erhältlich.
Ausgehend von den vom 2WD-Modell bekannten vier Karosserieformen erhöhte sich die Modellvielfalt beim T3 „Syncro“ durch verschiedene Radgrößen, die ihrerseits ungewöhnlich vielfältige Getriebeabstufungen notwendig machten. Ausgehend von der Standardbereifung 185 R 14 wurden auch Modelle mit Rädern bis zur Größe 205 R 16 oder 6.50 R 16 (16-Zoll-Fahrwerk) angeboten. Mit letzteren ließen sich bereits an den Versuchsmustern des T2-Allrad gute Geländeeigenschaften feststellen, die sich dann beim T3 „Syncro“ bestätigten und dort eher durch den Motor als durch das Fahrwerk limitiert waren.
Die syncro-16-Zoll-Version (Mehrausstattungscode M625 oder M164 oder M855) hatte einen erheblichen Mehrpreis von ca. 8000 DM (1989), da dieses spezielle Fahrwerk umfangreiche Maßnahmen zur Verstärkung der Karosserie, des Fahrwerks, der Bremsanlage (größere Scheibenbremsen vorn mit Ø 280 mm) und diverser Antriebselemente erforderten. Das Leergewicht war gegenüber dem syncro mit 14-Zoll-Rädern um 50 kg höher. Äußerliches Erkennungszeichen sind die Radlaufverbreiterungen zur Freigängigkeit der großen Räder. Es wurden nur 2138 Stück produziert, weshalb diese Fahrzeuge gesuchte Sammelobjekte sind.
Insgesamt wurden 45.478 T3-Syncro produziert.
In Österreich wurde der syncro anfangs als „allrad“ verkauft, da man befürchtete, den Markt mit der Bezeichnung „syncro“ nicht ansprechen zu können. Die Embleme am Heck wurden ausgewechselt, auf der Verkaufsbroschüre wurde er ebenfalls als „allrad“ angepriesen. Einige Fahrzeuge wurden an der Heckscheibe zusätzlich mit dem Klebefolienschriftzug „In Österreich erdacht. In Graz gemacht – VW Allrad“ versehen.
Als bisher einzige Generation des Transporters konnte der T3 mit zwei Sondermodellen der Doppelkabine (DoKa) aufwarten:
- „TriStar“ als Viertürer mit Carat-Scheinwerfern, Carat-Stoßstange vorne, heizbare Heckscheibe, Plastikradläufen, Teppich, textilbezogene Sitze mit Armlehnen, ebenso wie die Rücksitzbank, komplette Innenraumdämmung, schwarz eloxierte Schiebefenster hinten. Einige wenige Modelle wurden als „normale“ Dokas (ohne Allradantrieb) nach Schweden ausgeliefert.
- „Jagdwagen“ als „Syncro“, speziell auf die Bedürfnisse von Förstern und Jägern zugeschnitten und ist nur in kleiner Stückzahl hergestellt
- „Magnum“ (DoKa). Hat nichts mit dem Multivan „Magnum“ zu tun und wurde ausschließlich nach Schweden geliefert. Dieses Modell hatte die Rechteck-Doppelscheinwerfer des Caravelle Carat mit der in Schweden vorgeschriebenen Scheinwerferreinigungsanlage und stoffbezogene Sitze mit Sitzheizung.
- VW T3 Syncro Doppelkabine
- VW Syncro Doka
- Caravelle Syncro
- Allradgetriebener Campingbus mit frontseitig montiertem Reserverad
Limited Last Edition (LLE)
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Der T3 war das letzte Fahrzeug, das Volkswagen in Europa mit dem traditionellen Heckmotorantrieb herstellte, weswegen er von vielen Fans als der letzte „echte“ Bulli angesehen wird. Entsprechend hoch war gegen Ende der Produktionszeit die Nachfrage: Nachdem die Produktion im Stammwerk Hannover-Stöcken 1990 beendet worden war, wurden noch bis 1992 Behördenfahrzeuge und Syncros bei der Steyr Daimler Puch AG in Österreich hergestellt. Zum endgültigen Auslaufen der Baureihe brachte VW eine Neuauflage des Multivan als „Limited Last Edition“ (LLE) heraus. Der LLE wurde ebenfalls in Graz gebaut und ist prinzipiell genauso ausgestattet wie die 1989/1990er-Blue- und Whitestarserie. Es gab ihn in tornadorot und orlyblau-metallic (dunkelblau gegenüber dem Hellblau des Bluestar) und nur als Turbodiesel „JX“ mit 51 kW (69 PS) oder Wasserboxer „SS“ mit 68 kW (92 PS). Davon wurden genau 2500 Stück gebaut; 2499 Stück wurden verkauft und sind heute gesuchte Sammlerstücke.
Der T3 LLE mit der Nummer 2500, das allerletzte in Europa gebaute Exemplar, steht heute im Automuseum in Wolfsburg.
Volkswagen rechnete nicht mit dem reißenden Absatz der LLE und versprach mehreren hundert VW-Angehörigen einen der Busse. Alle 2499 durchnummerierten Exemplare waren jedoch schnell vergriffen, und so brachte man Ende 1992/Anfang 1993 zwei völlig identisch ausgestattete Modelle als „Redstar“ und „Bluestar“ heraus. Diese gab es nur als Turbodiesel „JX“. Somit gibt es zwei Bluestars, einen hellblauen Bluestar von 1989/1990 und einen dunkelblauen Bluestar von 1992/1993. Die 1992/1993er-Blue- bzw. Redstar gab es nie im Handel, sie waren nur für die Werksangehörigen reserviert, denen ein LLE versprochen worden war. Die Auflage dieser letzten Blue- und Redstars betrug 500 Stück. Sie erhielten keine Urkunde, wie die LLE, und auch die Fahrgestellnummern sind nicht fortlaufend.
Sogar 18 Jahre nach dem Ende der Produktion sind noch zahlreiche Exemplare als Nutzfahrzeuge bei Firmen und Behörden im Einsatz. Die Bundeswehr nutzte ab 1988 die Version T3-Pritschenwagen als Nachfolger für den T2-Pritschenwagen. Dieser Typ hatte ein erweitertes Einsatzspektrum und wurde für Material- und Personentransporte aller Art sowie in der Kraftfahrgrundausbildung eingesetzt. Bis zur Ablösung 1995 durch das Nachfolgemodell T4 befanden sich 4340 Fahrzeuge im Bestand der Bundeswehr.
Produktionsorte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von 1979 bis 1990 wurde der VW Typ 2 T3 im Werk Hannover hergestellt, von 1984 bis 1992 zusätzlich auch im österreichischen Graz bei Steyr Daimler Puch. Bis Sommer 2002 baute das südafrikanische VW-Werk Uitenhage den T3 als Microbus und Caravelle für den afrikanischen Markt weiter.
Verkauf in Nordamerika
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den USA wurde der T3 vom Modelljahr 1980 bis 1992 als VW Vanagon verkauft. Der Name stellt eine Mischung der Begriffe Van und Wagon dar. Er sollte darauf anspielen, dass der T3 den Raum eines Vans biete, aber sich wie ein Kombi (Station Wagon) fahren würde. 1992 wurde er vom Eurovan (VW T4) ersetzt.
Zu den US-Varianten gehörten der Vanagon mit Vinylsitzen und einfacher Innenausstattung, der Vanagon L mit optionalen Stoffsitzen, hochwertigeren Innenverkleidungen und einem optionalen Gebläse für das Armaturenbrett sowie der Vanagon GL mit umfangreicherer Ausstattung, wie einem gepolsterten Lenkrad und Armlehnen vorne. Des Weiteren gab es den Vanagon als Campingbus von Westfalia mit Aufstelldach in verschiedenen Ausführungen.
- Volkswagen Vanagon Westfalia
- Vanagon Wolfsburg Edition
- Vanagon Syncro
Produktion in Südafrika bis Sommer 2002
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In Südafrika wurde der T3 noch bis Sommer 2002 als Microbus und Caravelle in Uitenhage weitergebaut und nur auf dem afrikanischen Markt vertrieben. Die Karosserie wurde dezent weiterentwickelt. So wurden größere Seitenfenster eingebaut und die Lufteinlässe umgestaltet. Die Fahrzeuge waren reichhaltig ausgestattet und hatten Ausstattungsdetails, die in Europa nicht angeboten wurden. Dieselmotoren und Standheizung waren dagegen nicht lieferbar. Die „Wasserboxer“ wurden ab Ende 1991 durch Vier- und Fünfzylinder-Reihenmotoren (1,8i mit 70 kW/95 PS bzw. 2,5i mit 100 kW/136 PS) ersetzt, später wurden ausschließlich Audi-Fünfzylindermotoren (2,3i mit 85 kW/116 PS und 2,6i mit 100 kW/136 PS) mit Benzineinspritzung eingebaut. Klimaanlage, Zentralverriegelung, Wegfahrsicherung usw. sind in fast jedem Afrikabus anzutreffen. Eine Abgasreinigung ist bei allen afrikanischen Fahrzeugen nicht vorhanden, und die Fahrzeuge wurden ausschließlich als Rechtslenker produziert. In Afrika ist der T3 weiterhin sehr beliebt – ähnlich wie der noch bis 2009 gebaute Citi Golf in verschiedenen Varianten mit bis zu 74 kW/101 PS (Einspritzmotor ohne Katalysator) und moderner Ausstattung.
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]VW Transporter T3 (1979–1992)[2][3][4][5]
| 1.6 | 2.0 | 1.9 | 2.1 | 1.7 D | 1.6 D | 1.6 TD | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Motorkennbuchstabe | CT/CZ | CU/CV | DF | DG | GW | MV | SR (1) | SS | DJ | KY | CS | JX |
| Bauzeit | 1979–82 | 1982–85 | 1982–92 | 1983–85 | 1985–92 | 1986–92 | 1989–92 | 1984–92 | 1987–92 | 1981–87 | 1984–92 | |
| Motor | 4-Zylinder-Boxermotor, Stirnräder, zentrale Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel, hydraulischer Ventilspielausgleich | 4-Zylinder-Reihenmotor, obenliegende Nockenwelle, Zahnriemen | ||||||||||
| Kühlung | Luftkühlung | Wasserkühlung | ||||||||||
| Hubraum | 1584 cm³ | 1970 cm³ | 1913 cm³ | 2109 cm³ | 1715 cm³ | 1588 cm³ | ||||||
| Bohrung × Hub in mm | 85,5 × 69,0 | 94,0 × 71,0 | 94,0 × 68,9 | 94,0 × 76,0 | 79,5 × 86,4 | 76,5 × 86,4 | ||||||
| Höchstleistung (PS) bei 1/min | 37 kW (50 PS) 4000 | 51 kW (70 PS) 4200 | 44 kW (60 PS) 3700 | 57 kW (78 PS) 4400 | 66 kW (90 PS) 4400 | 70 kW (95 PS) 4800 | 64 kW (87 PS) 4000 | 68 kW (92 PS) 4500 | 82 kW (112 PS) 4800 | 42 kW (57 PS) 4500 | 37 kW (50 PS) 4200 | 51 kW (70 PS) 4500 |
| Max. Drehmoment: bei 1/min | 103 Nm 2400 | 137 Nm 3000 | 140 Nm 2200 | 141/153 (2) Nm 2600 |
147 Nm
2800 |
160 Nm 2800 | 154 Nm 2800 | 174 Nm 2800 | 103 Nm 2800 | 103 Nm 2000 | 138 Nm 2500 | |
| Gemisch- aufbereitung | Ein Fallstromver- gaser Solex 34 PICT-4 | Zwei Fallstromver- gaser Solex 34 PDSIT-2/-3 | Ein Fallstromver- gaser Solex 34 PICT-5 | Ein Fallstrom-Registerver- gaser Solex 2E3 (2E4) | Digitale Einspritzanlage (Digijet) | Digitale Einspritzanlage (Digifant) | Digitale Einspritzanlage (Digijet) | Verteiler-Einspritzpumpe | Verteiler-Einspritzpumpe Turbolader | |||
| Getriebe, Serie | 4-Gang | 5-Gang | 4-Gang | |||||||||
| Getriebe, optional | – | 3-Gang-Automatic | 5-Gang | 5-Gang, 3-Gang-Automatic | 3-Gang-Automatic | 5-Gang | ||||||
| Radaufhängung vorn | Doppelquerlenker, Progressive Schraubenfedern, Stabilisator, Teleskopstoßdämpfer bei syncro: Fahrschemel für Vorderachsgetriebe mit Visco-Kupplung | |||||||||||
| Radaufhängung hinten | Schräglenker, Miniblockfedern, Teleskopstoßdämpfer | |||||||||||
| Bremsen | Scheibenbremsen vorne, Trommeln hinten Bremskraftverstärker und -regler, wahlweise ABS (ab 1986) | |||||||||||
| Karosserie | Selbsttragende Ganzstahl-Karosserie, Rahmen-Bodenanlage mit Längs- und Querträgern, vorn Stoßfänger-Deformationselement | |||||||||||
| Tank | Stahlblech, 60 Liter; (syncro: Kunststoff, 70 Liter) | |||||||||||
| Spurweite vorn/hinten | 1585 / 1570 (syncro: 1568 / 1560 mm, mit 16-Zoll-Fahrwerk: 1597 / 1590 mm) | |||||||||||
| Radstand | 2460 mm (syncro: 2455 mm, mit 16-Zoll-Fahrwerk: 2480 mm) | |||||||||||
| Wattiefe (3) | 310 mm (syncro: 350 mm; mit 16-Zoll-Fahrwerk: 390 mm, bzw. 500 mm (WBX)) | |||||||||||
| Wendekreis | 10,7 m (syncro: 10,9 m; mit 16-Zoll-Fahrwerk: 11,3 m) | |||||||||||
| Länge | 4570 mm (Kasten/Kombi/Pritsche) bis 4636 mm (Großraum-Pritsche) | |||||||||||
| Leergewicht (4) | Kastenwagen/Kombi/Pritsche: 1395 kg, Hochraum-Kombi: 1445 kg Großraum-Pritsche: 1490 kg, Doppelkabine: 1450 kg Kombi L und Caravelle C/CL: 1480 kg, GL: 1510 kg, Carat: 1730 kg Mehrgewichte – 42-kW-Dieselmotor: 70 kg, 51-kW-Dieselmotor: 85 kg Automatic: 40 kg, für Plane/Spriegel – Pritsche: 35 kg/Doppelkabine: 25 kg syncro: 145 kg (mit 16-Zoll-Fahrwerk: 195 kg) | |||||||||||
| Nutzlast (5) | 610 kg (Caravelle Carat) bis 995 kg (Kastenwagen); a.W. mit verstärkter Federung um 240 kg erhöhte Nutzlast | |||||||||||
| Höchstgeschwindigkeit (6) | 110 km/h | 127 km/h | 118 km/h | 130 km/h | 133 km/h | 141 km/h | 137 km/h | – | 150 km/h | 115 km/h | 103 km/h | 127 km/h |
| Verbrauch bei 90 km/h (7) in Liter/100 Kilometer (11) | 11,2 (4-Gang) | 11,1 (4-Gang) | 9,7 | 9,4 | – | 9,8 | – | 8,8 (8) | 8,0 mit 4-Gang: 8,5 | 8-9 | 7,9 mit 4-Gang: 8,3 | |
| Verbrauch bei 120 km/h Liter/100 Kilometer (11) | – | – | – | – | – | 14,5 18,4 (9) | – | 13,1 15,1 (9) | – | – | – | |
| Verbrauch Stadt (10) Liter/100 Kilometer (11) | 15,7 (4-Gang) | 15,4 (4-Gang) | 11,8 mit 4-Gang: 12,9 | 10,9 mit 4-Gang: 13,9 | – | 15,5 | – | 12,0 | 9,8 mit 4-Gang: 8,9 | – | 8,7 mit 4-Gang: 8,6 | |
| Kraftstoffart | Normalbenzin | Normalbenzin | Superbenzin-Plus | Diesel | ||||||||
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bernd Wiersch: Der VW Bulli: Die Transporter-Legende für Leute und Lasten. Delius Klasing, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2579-5.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- T3-Pedia, Wiki rund um den T3
- Linkkatalog zum Thema VW-Bus bei curlie.org (ehemals DMOZ)
- T3-Infos – Wertvolle Tipps für T3 Fahrer
- Interessengemeinschaft VW Bus T3
- Wolfram Nickel: Für immer Bulli – der VW Transporter T3 feiert 40. Geburtstag. Artikel im Handelsblatt vom 13. August 2019 (abgerufen am 24. Mai 2021)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ T3 ("Bulli"). Volkswagen Classic, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 1. August 2015; abgerufen am 20. April 2024.
- ↑ 1,6/2,0 Liter (1979–1982); Dieter Korp: Jetzt helfe ich mir selbst, Band 102, VW Transporter und Bus – Juli '79 bis September '82, Motorbuch Verlag, Stuttgart, ISBN 3-87943-933-8
- ↑ Transporter und Busse, Technische Daten und Ausstattungen, Druck Nr. 815/1191.04.00/05.00, Volkswagen AG (Januar 1989)
- ↑ Der Volkswagen Transporter – die dritte Generation. (PDF) Volkswagen Nutzfahrzeuge, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. August 2014. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
- ↑ Selbststudienprogramm (SSP 47) VW T3 Wasserboxer. In: VOLKSWAGEN AG, Wolfsburg (Hrsg.): Selbststudienprogramm. Nr. 47. Wolfsburg September 1982 (wordpress.com [PDF; abgerufen am 23. Dezember 2023]).


