Der VW Logus ist ein in Brasilien in Zusammenarbeit von VW mit Ford entstandener Pkw der Kompaktklasse, der von 1993 bis 1997 als zweitürige Stufenhecklimousine angeboten wurde. Produziert wurde er im Ford-Werk in São Bernardo do Campo.
VW und Ford entwickelten und produzierten im Rahmen des Gemeinschaftsunternehmens Autolatina in Südamerika verschiedene Fahrzeuge. Für die Entwicklung der kleineren Modelle war Ford zuständig. Der im März 1993 präsentierte VW Logus basiert auf dem Ford Escort, der äußerlich stark abgewandelt wurde, so dass lediglich Details den Escort erahnen lassen. Die viertürige Schrägheckvariante wurde als VW Pointer vermarktet.[1] Der VW Logus löste ab dem Modelljahr 1994 den VW Apollo ab, der ebenfalls eine Gemeinschaftsentwicklung zwischen Ford und VW war. Zunächst war der Logus mit einem 1,6l-Motor von Ford und einem 1,8l-Motor von Volkswagen lieferbar, bereits 1994 kam ein 2,0l-Motor als leistungsstärkste Motorisierung hinzu.
1996 wurde der Logus auch in der Variante Wolfsburg Edition angeboten. Nach dem Ende von Autolatina wurde die Produktion des Logus im Dezember 1996 eingestellt. Nachfolger wurde der auf dem VW Polo III basierende Polo Classic. Ein später Nachfolger ist seit 2008 der VW Voyage.
Vom VW Logus wurden 125.332 Fahrzeuge produziert. Nach Deutschland wurde der Logus nie exportiert.