Teunz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 29′ N, 12° 23′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Schwandorf | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Oberviechtach | |
| Höhe: | 448 m ü. NHN | |
| Fläche: | 30,73 km² | |
| Einwohner: | 1832 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 60 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 92552 | |
| Vorwahlen: | 09671, 09655, 09677 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 76 171 | |
| LOCODE: | DE TNZ | |
| Gemeindegliederung: | 18 Gemeindeteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Bezirksamtstr. 5 92526 Oberviechtach | |
| Website: | www.teunz.de | |
| Erster Bürgermeister: | Norbert Eckl (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Teunz im Landkreis Schwandorf | ||

Teunz ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Teunz liegt in der Region Oberpfalz-Nord im nordöstlichen Teil des Landkreises Schwandorf, direkt an der B 22 zwischen Weiden und Cham. Das Gebiet der Gemeinde Teunz gehört zur Urlaubsregion Oberviechtacher Land und zum Naturpark Oberpfälzer Wald. Der Ort Teunz liegt 442 m ü. NHN. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Wildenstein beim gleichnamigen Ort mit 744 m ü. NHN.
Die Ansicht der Ortschaft Teunz ist geprägt von der Pfarrkirche St. Lambertus sowie dem Zusammenfluss der Bäche Murach und Faustnitz, bei dem das Niederschlagswasser aus ca. 60 km² zusammengeführt wird.[2]
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Moosbach, Oberviechtach, Niedermurach, Guteneck, Gleiritsch und Tännesberg.
Tännesberg 7 km |
Moosbach 12 km |
Moosbach 12 km | ||||||||||||||
Gleiritsch 5 km |
Oberviechtach 3 km | |||||||||||||||
Guteneck 9 km |
Niedermurach 3 km |
Oberviechtach 3 km |
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1970 | 1987 | 1991 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2020 | 2023 |
| Einwohner | 1766 | 1889 | 1820 | 1597 | 1661 | 1788 | 1553 | 1734 | 1810 | 1864 | 1958 | 2008 | 1957 | 1844 | 1829 | 1844 |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:[30]
| Partei/Liste | % | Sitze |
|---|---|---|
| CSU | 55,9 | 7 |
| SPD | 16,0 | 2 |
| Freie Wähler Teunz | 28,1 | 3 |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister ist seit Mai 2008 Norbert Eckl (CSU).
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Im Zinnenschnitt geteilt von Silber und Grün, oben zwei rote Balken, unten ein silbernes Wasserrad.“[31] | |
| Wappenbegründung: Die vier Zinnen im Wappen bedeuten die vier ehemaligen Gemeinden Fuchsberg, Teunz, Wildstein und Zeinried, die seit 1978 zur Gemeinde Teunz zusammengeschlossen sind. Außerdem ist die Zinne das Symbol für die Befestigung (siehe: Geschichte/Der Name Teunz: „tyn“ oder „tync“). Die Taufkirchener führten als Hofmarksherrn von Teunz eine Zinne in ihrem Wappen. Die zwei roten Balken sind dem Wappen des Freiherren von Satzenhofen entnommen. Das Wasserrad erinnert an die vielen Mühlen, Hammerwerke und Glasschleifereien entlang der Bäche im Gemeindegebiet. Diese Wasserläufe prägten die Entwicklung in diesem Gebiet entscheidend.[32] |
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pfarrkirche St. Lambert
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die katholische Pfarrkirche St. Lambert wurde 1723 erbaut. Im Jahre 1774 erfolgte die Konsekration. Der jetzige Turm stammt aus dem Jahre 1834.[27]
Weitere Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- St. Jakob bei Fuchsberg, Kirche am Jakobsweg
- Burgstall Wildstein
- Vom in nördlicher Richtung drei Kilometer entfernten Fuchsberg führt der Fränkische Jakobsweg, der mit einer weißen Muschel auf hellblauem Grund markiert ist, durch die Ödmiesbacher Straße ins Zentrum von Teunz. Am Ende der Ödmiesbacher Straße wendet er sich nach rechts in die Nabburger Straße, auf der er Teunz in Richtung Westen verlässt. Nächste Station am Fränkischen Jakobsweg ist das zwei Kilometer südwestlich von Teunz liegende Voggendorf.[33]
Wirtschaft, Verkehr und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gab im Jahr 2020 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 102 und im Bereich Handel und Verkehr 26 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 50 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 845. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 46 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1371 ha, davon waren 990 ha Ackerfläche und 379 ha Dauergrünfläche.
Teunz ist mit der Linie 6273 (Nabburg – Schönsee) und der Linie 11 (Weiden – Oberviechtach) in unregelmäßiger Taktfolge an das ÖPNV-Netz angeschlossen.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021):
- ein Kindergarten: 83 genehmigte Plätze, 83 betreute Kinder
- eine Grundschule: vier Lehrkräfte und 81 Schüler
- Ab Klasse 5: Doktor-Eisenbarth-Mittelschule in Oberviechtach
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Joseph Forster (1881–1947), Verwaltungsjurist und Landrat
- Tobias Thalhammer (* 1979), bayerischer Landtagsabgeordneter
Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Altbürgermeister Johann Kirchberger; † 1986
- Pfarrer Jakob Wendel; † 1992
- Franz Thurmfart; † 1997
- Teunz (2013)
- Sportgelände der SpVgg Teunz (2013)
- Gutenfürst (2013)
- Fuchsberg (2013)
- Kühried (2012)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dieter Bernd: Vohenstrauß. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Heft 39. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1977, ISBN 3-7696-9900-9 (Digitalisat).
- Emma Mages: Oberviechtach. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Heft 61. Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X (Digitalisat).
- Alois Köppl: Teunz, Die Gemeinde Teunz aus der Vogelperspektive. Gleiritsch 2013, ISBN 978-3-00-044012-0
- Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Aßling/Obb. 1970.
- Fränkischer Albverein(Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz über Schwandorf nach Nürnberg. Verlag Seehars, 97215 Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- 1 2 Archivierte Kopie ( des vom 25. Dezember 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Homepage der Gemeinde Teunz, Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach
- ↑ Gemeinde Teunz, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Dezember 2021.
- Emma Mages: Oberviechtach. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Heft 61. Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X (Digitalisat).
- ↑ Alois Köppl: Aus der Geschichte der Gemeinde Gleiritsch. 1988, S. 32 und Alois Köppl: Gleiritsch – ein alter Ortsname in der Oberpfalz. In: Die Oberpfalz. 71. Jahrgang, Seite 108–109
- ↑ Alois Köppl, Teunz, 2013, S. 5
- ↑ Ernst Schwarz: Sprache und Siedlung in Nordortbayern. Nürnberg 1960, S. 217 f.
- ↑ Armin Stroh: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler in der Oberpfalz (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Bd. 3). Kallmünz 1975, Karte 8
- ↑ Margarete Bachmann: Die Verbreitung der slavischen Siedlungen in Nordbayern. Erlangen 1926, S. 44 und Monumenta Boica, 36
- ↑ Wilhelm Fink: Fünfzehnter Jahresbericht des Vereins zur Erforschung der Regensburger Diözesangeschichte. Abtei Metten 1953, S. 5–13.
- ↑ Johann Georg Lori: Sammlung des baierischen Bergrechts. München 1764, S. 365 ff.
- ↑ Die Oberpfalz, ein europäisches Eisenzentrum. 600 Jahre große Hammereinigung, Theuern 1987, S. 141
- ↑ Johannes Laschinger: Transkription der Großen Hammereinung. In: Hirschmann, Norbert, Fleißer, Hannelore, Mahler, Fred: Die Oberpfalz, ein europäisches Eisenzentrum - 600 Jahre Große Hammereinung, Band 12/1 der Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern, Theuern 1987, S. 141.
- ↑ Bay. Landesvermessungsamt München, Topographische Karte L6540 Oberviechtach, Ausgabe 1979
- ↑ Staatsarchiv Amberg, Landsassen 49
- ↑ Staatsarchiv Amberg, Pflegamt Murach 19
- ↑ Denk, Julius: Beiträge zur Geschichte des Berg- und Hammerwesens in der churfürstlichen Oberpfalz. 1902, S. 192.
- ↑ Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Leuchtenberger Lehenbuch 1
- ↑ Regesta Boica, 90
- ↑ Monumenta Boica, 573
- ↑ Monumenta Boica, 26, 440
- ↑ Staatsarchiv Amberg, Leuchtenberger Lehenurkunden, Nr. 254
- ↑ Staatsarchiv Amberg, Leuchtenberger Lehensurkunden 1095–1097
- ↑ Staatsarchiv Amberg, Leuchtenberger Lehensurkunden, Nr. 1101–1109
- ↑ Staatsarchiv Amberg, Leuchtenberger Lehensurkunden 1111
- ↑ Emma Mages, ebd.
- 1 2 Georg Hager: Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg, VII. Bezirksamt Oberviechtach, München 1906, S. 65
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 545.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 668 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Gemeinderatswahl Teunz 2020 15. März 2020, Gemeinde Teunz Vorläufiges Ergebnis. 15. März 2020, abgerufen am 6. Januar 2021.
- ↑ Wappen von Teunz in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Archivierte Kopie ( des vom 25. Dezember 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Information auf der Homepage der Gemeinde Teunz, Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach
- ↑ Fränkischer Albverein (Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz über Schwandorf nach Nürnberg. Verlag Seehars, 97215 Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4, S. 22–25

