Pfreimd
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 30′ N, 12° 11′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Schwandorf | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Pfreimd | |
| Höhe: | 372 m ü. NHN | |
| Fläche: | 51,48 km² | |
| Einwohner: | 4965 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 96 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 92536 | |
| Vorwahl: | 09606 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 76 153 | |
| LOCODE: | DE PMD | |
| Stadtgliederung: | 29 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marienplatz 2 92536 Pfreimd | |
| Website: | pfreimd.de | |
| Erster Bürgermeister: | Richard Tischler (Freie Wählergemeinschaft) | |
| Lage der Stadt Pfreimd im Landkreis Schwandorf | ||
Pfreimd ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Pfreimd.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt befindet sich an der Mündung des Flusses Pfreimd in die Naab und gehört zum Naturpark Oberpfälzer Wald.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Wernberg-Köblitz, Trausnitz, Gleiritsch, Guteneck, Nabburg und Schmidgaden.
Wernberg-Köblitz 7 km |
Wernberg-Köblitz 7 km |
Trausnitz 10 km | |||||||||||||||||||
Schmidgaden 13 km |
Gleiritsch 12 km | ||||||||||||||||||||
Nabburg 5 km |
Nabburg 5 km |
Guteneck 13 km |
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 1991 | 1995 | 2005 | 2010 | 2015 | 2022 |
| Einwohner | 2998 | 3121 | 3042 | 2941 | 3228 | 4082 | 3689 | 4216 | 5126 | 5278 | 5455 | 5618 | 5447 | 5412 | 5286 |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stadtrat hat 20 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 15. März 2020 führte zu folgendem Ergebnis:[18]
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G/V = Veränderungen gegenüber der vorigen Wahl 2014
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Bürgermeisterwahl am 2. März 2008 belegte Arnold Kimmerl (ÖDP) mit 41,5 % den ersten Platz. Alfred Hammer (CSU) kam auf 35,1 %, Martha Schönberger (FWG) erzielte 23,4 %. Somit kam es zur Stichwahl zwischen Arnold Kimmerl und Alfred Hammer, die Kimmerl mit 64,6 % für sich entscheiden konnte.
Bei der Kommunalwahl 2014 bedurfte es wiederum einer Stichwahl zwischen Richard Tischler (FWG), der schon im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten hatte, und Hubert Betz (ödp). Tischler konnte mit 63,6 % der gültigen Stimmen die Wahl für sich entscheiden. Dieser wurde 2020 mit 86,1 % der Stimmen[19] erneut zum Ersten Bürgermeister gewählt.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Blau übereinander drei von Rot, Grün und Gold gestreifte Regenbogen, zwischen denen zwei silberne Äschen schwimmen; in den Oberecken zwei fünfstrahlige goldene Sterne, im Schildfuß ein solcher.“[20] | |
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Siegelabdrucke sind seit 1423 überliefert. Bis Ende des 16. Jahrhunderts fehlen die Fische im Schild, die Mehrfarbigkeit der Regenbogen wurde durch Striche angedeutet. Ein Fisch im Schildfuß erscheint erstmals in einer Abbildung von 1555; seit 1580 führt Pfreimd das heutige Wappen mit den zwei als Äschen bezeichneten Fischen. Die Damaszierung statt der Streifen in den Regenbogen ist erst seit der Bürgermeistermedaille von 1819 üblich. Die Sterne waren früher sechsstrahlig.[21] |
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die frühere gemeinsame Zugehörigkeit zur Landgrafschaft Leuchtenberg führte zu einer Städtepartnerschaft mit Grünsfeld im Main-Tauber-Kreis. Seit dem 15. November 2013 auch mit der Stadt Přimda (deutsch: Pfraumberg) in Tschechien.[22]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt entstand durch weitgehenden Umbau einer spätgotischen Kirche in den Jahren 1670–1685. Der reichgeschmückte Innenraum gehört zu den wertvollsten Raumkunstwerken des Barock in der Oberpfalz. In der Kirche befand sich die Grablege der Landgrafen von Leuchtenberg.
- Eixlbergkirche St. Barbara
- Franziskanerkloster Pfreimd
- Pfreimder Schatz, Marktplatz 5
- Schlossmauerreste
- Judenturm in der Judengasse
- Evangelische Pauluskirche
- Widerstandseiche: Als am 30. Mai 1989 der Baustopp der Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf bekannt gegeben wurde, pflanzte man vor der evangelischen Pauluskirche eine „Widerstands-Eiche“ als Symbol für eine „unverstrahlte“ Zukunft. 2009 wurde dort eine Gedenktafel enthüllt und die Eiche gesegnet.[23]
Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Schießsport: Landesleistungszentrum des Oberpfälzer Schützenbundes
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Windpark Pamsendorf, Stadt Pfreimd
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pfreimd liegt an der Bundesautobahn 93 (Anschlussstelle Pfreimd) nahe dem Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald (A 93 und A 6). Der rechts der Naab gelegene Bahnhof wird regelmäßig von Zügen auf der Bahnstrecke Regensburg–Weiden bedient.
Ansässige Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ebert+Jacobi Finze GmbH & Co. KG, pharmazeutischer Großhandel
- Gerresheimer Regensburg GmbH
Garnison
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pfreimd ist seit 1971 Bundeswehrstandort. In der Oberpfalz-Kaserne sind das Panzerbataillon 104 und die 5. Kompanie des Versorgungsbataillons 4 stationiert, die der Panzerbrigade 12 unterstehen.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Wilhelm Federl, Jesuit (* etwa 1580 in Pfreimd, † 1638 in Pressburg), Hofprediger von Leopold V. (Österreich-Tirol).
- Lambert Kraus (Taufname: Philipp Josef Anton, * 17. September 1728 in Pfreimd; † 27. November 1790 in Metten), Abt in der bayerischen Benediktinerabtei Metten und Komponist
- Georg Dorner (* 1752 in Gebenbach; † 6. März 1794 in Pfreimd), Ratsherr in Pfreimd, ab 1779 Inhaber des ehemaligen Gasthofes „Zum Schwan“; ⚭ 27. Juli 1779 in Pfarrkirche v. Pfreimd Barbara Stich, Tochter des Pfreimder Ratsherrn Josef Stich.
- Joseph Martin Kleber (1753 in Pfreimd; † 21. April 1816 in München), Jurist in der bayerischen Regierung
- Ignaz Valentin Dorner (* 1784 in Pfreimd; † 1859 in Mosonmagyaróvár/Ung.), Großkaufmann, Handelsherr
- Franz Ignaz Pruner (* 8. März 1808 in Pfreimd; † 29. September 1882 in Pisa), Mediziner, Augenarzt, Anthropologe
- Petrus Karl Mangold (Taufname: Karl, * 31. Januar 1889 in Scheinfeld; † 18. Juli 1942 im KZ Dachau), römisch-katholischer Priester, Franziskaner und Guardian des Klosters Pfreimd
- Gerresheimer in Pfreimd (2021)
- Untersteinbach (2021)
- Windpark Pamsendorf, Stadt Pfreimd (2017)
- Pfreimdmündung (2022)
- Oberpfreimd (2022)
- Friedens-Mahnmal (2014)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Zeiller: Pfreimbd. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Bavariae (= Topographia Germaniae. Band 4). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1644, S. 66–67 (Volltext [Wikisource]).
- Karl-Otto Ambronn: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe II, Heft 3: Landsassen und Landsassengüter des Fürstentums der Oberen Pfalz im 16. Jahrhundert. München 1982, ISBN 3-7696-9932-7.
- Karl Stieler: Pfreimd die ehemalige Haupt- und Residenzstadt der Landgrafschaft Leuchtenberg im Wandel der Geschichte. Stadt Pfreimd, Selbstverlag, Pfreimd 1971.
- Dieter Bernd: Vohenstrauß. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Heft 39. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1977, ISBN 3-7696-9900-9 (Digitalisat).
- Monumenta Boica. München 1763–1956.
- Albrecht Greule, Wolfgang Janka: Der Gewässer- und Siedlungsname Pfreimd. In: Acta Onomastica. Band 47, 2006, ISSN 1211-4413, S. 206–215.
- Richard Hoffmann, Felix Mader: Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg. Bezirksamt Nabburg, München 1910.
- Stieler Karl: 600-Jahrfeier der Stadterhebung Pfreimd durch Ulrich II. Landgraf von Leuchtenberg 1373–1973. Eisenreich Verlag, Pfreimd 1973.
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Heft 50: Nabburg. München 1981, ISBN 3-7696-9915-7.
- Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon Bayerischer Ortsnamen. München 1986.
- Karl Stieler, Ludwig Lehner: Geschichte der Stadt Pfreimd. Verlag Otto Wirth, Amberg 1980.
- Alois Köppl: Pfreimd, Stadt-Land-Fluss. Verlag Katzenstein-Gleiritsch, Gleiritsch 2022, ISBN 978-3-9819712-2-4.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Pfreimd in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 18. April 2021.
- ↑ Gemeinde Pfreimd, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Dezember 2021.
- ↑ Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2006, ISBN 3-406-55206-4, S. 211.
- ↑ Vgl. Greule/Janka, Der Gewässer- und Siedlungsname Pfreimd. S. 206 f. (Abstract im Onlinekatalog der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik).
- ↑ Dieter Bernd: Vohenstrauß. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Heft 39. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1977, ISBN 3-7696-9900-9, S. 180 (Digitalisat).
- ↑ Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon Bayerischer Ortsnamen. Beck, München 1986.
- ↑ Monumenta Boica. Band 36/I, 449 und Band 36/II, 355
- ↑ Johannes Laschinger: Transkription der Großen Hammereinung. In: Hirschmann, Norbert, Fleißer, Hannelore, Mahler, Fred: Die Oberpfalz, ein europäisches Eisenzentrum - 600 Jahre Große Hammereinung. Band 12/1 der Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern, Theuern 1987, S. 141.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 530.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 668 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Pfreimd (Kreis Schwandorf) Jüdische Geschichte / Synagoge bei alemannia-judaica.de. Abgerufen am 17. Januar 2022.
- ↑ Jüdische Spuren in der Stadt Pfreimd bei onetz.de. Abgerufen am 17. Januar 2022.
- ↑ Karl Stieler, Ludwig Lehner: Geschichte der Stadt PfreimdVerlag Otto Wirth, Amberg, 1980, S. 251–254.
- ↑ Fritz Winter: Gedanken an die Opfer der Pogromnacht, Mittelbayerische Zeitung, 9. November 2013.
- ↑ Sebastian Schott: Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Weiden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. In: Michael Brenner, Renate Höpfinger: Die Juden in der Oberpfalz. Verlag R. Oldenbourg, München, 2009, ISBN 978-3-486-58678-7, S. 108, 109.
- ↑ Datenbank Statistikdaten Bayern
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung ( des vom 28. März 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Bürgermeisterwahl. Abgerufen am 24. Januar 2021.
- ↑ Wappen von Pfreimd in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Eintrag zum Wappen von Pfreimd in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte. Abgerufen am 28. April 2023.
- ↑ Unsere Partnerstädte ( des vom 23. Februar 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. – (Stadt Pfreimd)
- ↑ „Wir haben mit friedlichen Mitteln Goliath bezwungen!“ – Eine Widerstands-Eiche kündet vom Kampf der Bevölkerung. Zum 20. Jahrestag des WAA-Endes wurde eine Gedenktafel dort enthüllt. – (Mittelbayerische Zeitung. 25. Mai 2009)
↑ Gedenktafel bei der „Widerstandseiche“ – Anti-WAA-Aktivisten erinnern an eine schwere Zeit – Der Ärger sitzt immer noch tief – (Oberpfalznetz vom 25. Mai 2009)


