Schönsee
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 31′ N, 12° 33′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Schwandorf | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Schönsee | |
| Höhe: | 655 m ü. NHN | |
| Fläche: | 50,28 km² | |
| Einwohner: | 2222 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 44 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 92539 | |
| Vorwahl: | 09674 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 76 160 | |
| Stadtgliederung: | 24 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hauptstraße 25 92539 Schönsee | |
| Website: | vg-schoensee.de | |
| Erster Bürgermeister: | Reinhard Kreuzer | |
| Lage der Stadt Schönsee im Landkreis Schwandorf | ||
Schönsee ist eine Stadt im Nordosten des Oberpfälzer Landkreises Schwandorf in Bayern.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt im Oberpfälzer Wald liegt nahe der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien in Nachbarschaft der Stadt Hostouň (Hostau) in Westböhmen im Tal der Ascha, die über die Schwarzach und Naab in die Donau fließt, eingebettet zwischen dem 808,6 m hohen Stückberg und dem Drechselberg (836 m ü. NHN). Wenige Kilometer östlich von Schönsee befindet sich der Weingartnerfels. Mit 896,6 Metern ist er die höchste Erhebung im Landkreis. Dort wurde 1984 ein 30 m hoher Aussichtsturm, der Böhmerwaldturm errichtet. Schönsee liegt im Naturpark Oberpfälzer Wald.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Eslarn, Rybník nad Radbuzou, Stadlern, Weiding (Landkreis Schwandorf), Winklarn (Oberpfalz) und Oberviechtach.
Oberviechtach 13 km |
Eslarn 9 km |
Rybník nad Radbuzou 14 km | ||||||||||||
Oberviechtach 13 km |
Stadlern 7 km | |||||||||||||
Winklarn 13 km |
Weiding 4 km |
Stadlern 7 km | ||||||||||||
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 1991 | 1995 | 2005 | 2010 | 2015 |
| Einwohner | 2959 | 3209 | 2982 | 2861 | 2486 | 3260 | 2794 | 2957 | 2697 | 2982 | 2859 | 2739 | 2679 | 2439 |
Bilder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stadtkern (2017)
- Centrum Bavaria Bohemia, CeBB (2018)
- Verwaltungsgebäude Firma Irlbacher (2018)
- Schönsee (2017)
- Moorbad (2018)
- Schönsee im Winter (2012)
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stadtrat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schönsee hat einen vierzehnköpfigen Gemeinderat. Die Gemeinderatswahlen 2014 und 2020 führten zu folgendem Ergebnissen:
| Liste / Partei | 2020[8] | 2014[9] | ||
|---|---|---|---|---|
| % | Sitze | % | Sitze | |
| Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) | 28,28 | 4 | 35,3 | 5 |
| SPD | 4,30 | 1 | – | – |
| Freie Wählergemeinschaft Schönsee und Umgebung | 29,41 | 4 | 23,5 | 3 |
| Bürgerliste Miteinander | 17,49 | 2 | – | – |
| Freie Wählergemeinschaft Gaisthal-Rackenthal | 10,42 | 2 | 12,4 | 2 |
| Freie Wählergruppe Schönsee-Ost | 10,00 | 1 | – | – |
| Freie Wählergruppe verschiedener Gemeinden | – | – | 18,3 | 3 |
| SPD/Freie Wählergemeinschaft (FWG) | – | – | 10,6 | 1 |
Zusätzlich gehört dem Gemeinderat der Bürgermeister an.
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister ist Reinhard Kreuzer.[10]
Verwaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit Stadlern und Weiding ist Schönsee Teil der Verwaltungsgemeinschaft Schönsee.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Silber ein aus dem linken Schildrand wachsender, waagrechter, grüner Seerosenstock mit drei grünen Blättern.“[11] | |
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Das Wappen stammt aus dem 15. Jahrhundert. |
Gemeindepartnerschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schönsee hat mit den Nachbargemeinden Stadlern und Weiding eine Partnerschaft mit der etwa 18 km östlich liegenden Stadt Poběžovice in Tschechien geschlossen.
Sehenswürdigkeiten, Kultur, Freizeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Katholische Stadtpfarrkirche St. Wenzeslaus
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Die Pfarrei Schönsee wird im Pfarreienverzeichnis um 1350 als Schünsee geführt. Vermutlich hat es jedoch bereits im 12. Jahrhundert eine romanische Kirche gegeben. Hierüber gibt es leider keine Aufzeichnungen. Insgesamt drei Brände zerstörten das Schönseer Gotteshaus. Zum ersten Mal wurde die Kirche durch die in die ganze Oberpfalz einfallenden Hussiten 1431 zerstört und in Brand gesetzt. Am 12. Februar 1641 brannte die Kirche während des Dreißigjährigen Krieges ein zweites Mal zusammen mit dem Turm ab. Beim großen Stadtbrand 1867 brannte die Kirche erneut. Der Wiederaufbau des Gotteshauses erfolgte von 1868 bis 1874 durch Handwerker und Künstler aus der Region. Die letzte umfassende Innenrenovierung fand 1997 statt. Das derzeitige Aussehen verdankt die Kirche dieser Innenrenovierung. Der größte Teil der Ausstattung stammt aus der Zeit nach 1874. Zum Teil konnten Figuren aus der alten Kirche vor den Flammen gerettet und in die neue Kirche integriert werden. Heute ist die Schönseer Stadtpfarrkirche St. Wenzeslaus ein lichtdurchflutetes Gotteshaus einfacher Ausstattung aus dem 19. Jahrhundert.
- Pfarrer der Pfarrei Schönsee seit 1867[12]
- 1867 bis 1891 Michael Striegl
- 1892 bis 1903 Mathias Weixlgartner
- 1903 bis 1913 Franz X. Lehner
- 1913 bis 1929 Josef Auer
- 1929 bis 1933 Josef Angele
- 1933 bis 1936 Josef Kittenhofen
- 1937 bis 1954 Alois Treml
- 1954 bis 1958 Johann Pausch
- 1958 bis 1978 Josef Wutz
- 1978 bis 1986 August Sparrer
- 1986 bis 2006 Anton Witt
- seit 2006 Wolfgang Dietz
- Orgel
Am 7. Oktober 2007 wurde die neue Orgel der Orgelbaufirma Sandtner aus Dillingen eingeweiht. Die Orgel hat 28 klingende Register auf zwei Manualen und Pedal.[13]
CeBB
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit März 2006 besteht im ehemaligen Kommunbräuhaus der Stadt Schönsee das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) ein bayerisch-böhmisches Kulturzentrum zur Förderung grenzüberschreitender deutsch-tschechischer Beziehungen mit Ausstellungen u. a. für Klöppelspitzen, Konzerte, Lesungen und sonstige Veranstaltungen.
Wandern und Radfahren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Schönsee führt der Bayerisch-Böhmische Freundschaftsweg. Er verbindet die Städte Nabburg und Horšovský Týn. Vom ehemaligen Bahnhof Schönsee verläuft er als Rad- und Wanderweg auf der ehemaligen Eisenbahnlinie von Schönsee nach Nabburg. Der Aschatal-Radweg verläuft von Schönsee aus durch das wildromantische Tal der Ascha bis nach Neunburg vorm Wald.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von Schönsee aus führen Verbindungsstraßen in die umliegenden Städte Oberviechtach, Rötz, Waldmünchen sowie zur Grenzgemeinde Waidhaus. Hier besteht Anschluss an die Bundesautobahn 6 (Entfernung 14 km). Der nächste Bahnhof befindet sich 30 km westlich in der Stadt Nabburg. Über Nabburg ist Schönsee mit der A 93 verbunden. Die Bahnstrecke Nabburg–Schönsee ist stillgelegt.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Matthias Wellnhofer (1887–1959), Byzantinist und Bibliothekar
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Xaver Wellnhofer: Chronik der Stadt Schönsee, Schönsee 1927.
- Teresa Guggenmoos: Stadt Schönsee, Schönsee 1981.
- Emma Mages: Oberviechtach. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Heft 61. Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X (Digitalisat).
- Karl-Otto Ambronn: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe II, Heft 3: Landsassen und Landsassengüter des Fürstentums der Oberen Pfalz im 16. Jahrhundert. München 1982, ISBN 3-7696-9932-7.
- Alois Köppl: Altlandkreis Oberviechtach. Verlag Katzenstein-Gleiritsch, Gleiritsch 2018, ISBN 978-3-9819712-0-0
- Georg Hager: Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz und Regensburg. Band II, Einzelband 7: Bezirksamt Oberviechtach. München 1906, Nachdruck ISBN 3-486-50437-1.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Schönsee: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik (PDF; 1,2 MB)
Belege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Schönsee in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 18. April 2021.
- ↑ Gemeinde Schönsee, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Dezember 2021.
- 1 2 3 4 Einwohnermeldeamt Schönsee, 12. Dezember 2012
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 544 f.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 667 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Datenbank Statistikdaten Bayern
- ↑ Gemeinderatswahl - Kommunalwahlen 2020 in der Stadt Schönsee - Gesamtergebnis. Abgerufen am 30. Dezember 2020.
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Kommunalwahlen
- ↑ Mitglieder des Stadtrates auf vg-schoensee.de, abgerufen am 11. Mai 2020
- ↑ Wappen von Schönsee in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Teresa Guggenmoos: Stadt Schönsee. Verlag der Stadt Schönsee, Schönsee 1981, S. 117, 118.
- ↑ Weitere Informationen zur Orgel


