Nabburg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 27′ N, 12° 11′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Schwandorf | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Nabburg | |
| Höhe: | 407 m ü. NHN | |
| Fläche: | 62,36 km² | |
| Einwohner: | 6256 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 100 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 92507 | |
| Vorwahl: | 09433 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 76 144 | |
| Stadtgliederung: | 28 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Oberer Markt 16 92507 Nabburg | |
| Website: | nabburg.de | |
| Erster Bürgermeister: | Frank Zeitler (CSU) | |
| Lage der Stadt Nabburg im Landkreis Schwandorf | ||

Nabburg (Aussprache: []) ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt liegt im Naturpark Oberpfälzer Wald beiderseits der Naab. Die Altstadt von Nabburg erhebt sich westlich der Naab auf einem ca. 200 m breiten und ca. 450 m langen Bergrücken, der nach Norden bis zu 45 m über die Naab ansteigt und gute Verteidigungsmöglichkeiten bot.
Geologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei Nabburg beginnt der Pfahl, ein 150 km langer Quarzfelsenzug. In der Umgebung gab es viele Lagerstätten von Fluorit, z. B. bei Wölsendorf.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Pfreimd, Guteneck, Altendorf, Schwarzach bei Nabburg, Stulln, Schmidgaden und Wernberg-Köblitz.
Wernberg-Köblitz 14 km |
Pfreimd 5 km |
Pfreimd 5 km |
Schmidgaden 8 km |
Guteneck 9 km | |
Stulln 5 km |
Schwarzach bei Nabburg 8 km |
Altendorf 10 km |
| Blasonierung: „In Rot wachsend aus Schildrand und silbernem Wellenschildfuß, darin elf schwarze Wellenfäden, belegt mit einem blauen Fisch, eine silberne Burg mit schwarzgefugter Zinnenmauer, darin ein gefasstes, offenes, schwarzes Rundportal unter erhöhter Mauerführung mit geöffneten silbernen Torflügeln und gezogenem Fallgatter, daraus wachsend drei silberne Zinnenrundtürme mit je zwei schwarzen Fenstern, der mittlere größer und unbedacht, die Flankentürme spitzbedacht und beknauft.“[11] | |
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In einer etwas älteren Version sind die Dächer blau und die Torflügel mit Fallgatter golden. In einer weiteren Version ist die Stadtmauer wachsend nur aus dem Wellenschildfuß ohne Schildrandkontakt mit geschlossenem Tor. Die Flankentürme stehen außen an den Mauerecken, der wachsende mittlere Turm ist eckig mit Seitenanbauten, fünf Fenstern und Walmdach, dem Mähntor sehr ähnlich. Das Wappen besteht seit 1314 als Siegel, der Fisch ziert es seit 1574 zur Fälschungssicherheit. Nach einer alten Sage verfing er sich während eines Naabhochwassers im Torflügel des Mähntores (von dial. menen = führen (Pferde)), als jenes zurückwich. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Altstadt Nabburg
- Mähntor (2007)
- Stadtpfarrkirche
- Obertor
- Östliche Stadtmauer
- die zu großen Teilen restaurierte historische Altstadt
- das (alte) Rathaus
- die gotische Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist
- das Stadtmuseum im Zehentstadl, u. a. mit Museum der heimischen Tierwelt, wechselnden Ausstellungen und Konzerten
- die gut erhaltene Stadtmauer mit zwei befahrbaren Stadttoren, dem Mähntor im Süden und dem Obertor im Norden
- das Pflegschloss (jetzt Vermessungsamt) und der Pulverturm an der Nordseite der Stadtmauer
- das Museum im Schmidt-Haus
- der Teufelsschuh an der nordwestlichen Stadtmauer am Obertor
- die Friedhofskirche St. Georg mit dem Storchennest
- die spätgotische Kirche St. Laurentius von 1489, die 1911 dem Verein der Protestanten Nabburgs überlassen wurde. Der Vorgängerbau dürfte die Burgkapelle gewesen sein.
- die romanische Nikolauskirche im Stadtteil Venedig, vermutlich aus dem 12. Jahrhundert
- das Storchenbiotop östlich der Autobahn
- das Naherholungsgebiet Alte Naab
- das Freilandmuseum Oberpfalz mit regelmäßigen Aktionstagen, zumeist sonntags
- der Karner (Beinhaus) in Perschen
Regelmäßige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Mittelalterlicher Markt (in ungeraden Jahren)[12]
- Kleinkunst im Schmidt-Haus
- Oster-Ritt nach Maria Bründl
- Verbrauchermesse Schaufenster Nabburg (in geraden Jahren)
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der TV 1880 Nabburg[13] ist ein Mehrspartenverein mit zwölf Sportarten.
- Handball: Im Rahmen der Spielgemeinschaft HSG Nabburg/Schwarzenfeld[14] nehmen die TV 1880 Handballer mit Herrenmannschaften, Damenmannschaften und Nachwuchsmannschaften am Spielbetrieb des Bayerischen Handballverbandes (BHV) teil. Größter Erfolg der Handballabteilung waren zwei Ostbayerische Meisterschaften u. a. 2020 und der damit verbundene Aufstieg in die fünftklassige Handball-Landesliga Bayern. Das 1. Damenteam spielte ab der Saison 2011/12 bis 2016/17 in der Handball Landesliga. In der Saison 2022/23 spielte die 1. Herrenmannschaft in der Bezirksliga (Ostbayern) und das 1. Damenteam in der sechstklassigen Bezirksoberliga (Ostbayern).
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Emz-Hanauer, Elektrotechnikhersteller
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nabburg liegt an der A 93, Anschlussstelle Nabburg. Einige Kilometer westlich von Nabburg liegt die Anschlussstelle Nabburg-West der A 6 (Nürnberg – Prag). Die beiden Autobahnen kreuzen sich im nahe gelegenen Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald.
Der Bahnhof wird regelmäßig von Zügen der Bahnstrecke Regensburg–Hof bedient. In Schwandorf hat man Anschlussmöglichkeiten nach Cham und Nürnberg. Früher zweigte hier die Bahnstrecke Nabburg–Schönsee ab.
Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nabburg ist neben Sulzbach-Rosenberg der zweite Ausbildungsstandort der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung (Hauptsitz im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg). Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne des Bundesgrenzschutzes (heute Bundespolizei) Am Fichtenbühl wurde eine der neuesten und modernsten Unterkünfte der Bayerischen Polizei errichtet. Hier wird ein Teil des Nachwuchses für den Mittleren Polizeivollzugsdienst ausgebildet. Darüber hinaus finden dort Fortbildungsveranstaltungen der Bayerischen Polizei statt.
Ferner besteht am Ort eine Dienststelle des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf.
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anita Eichhorn (* 1991), Filmschauspielerin
- Peter Gollwitzer (* 1950), Motivationspsychologe, erhielt 1990 den Max-Planck-Forschungspreis
- Burchard I. von Halberstadt (1000–1059), Bischof von Halberstadt
- Michael Haller (1840–1915), Kirchenmusiker
- Wolfgang Hesl (* 1986), Fußballtorwart
- Markus Hofmann (* 1975), Gedächtnistrainer und Autor
- Susanne Kernl (* 1982), Basketballspielerin
- Martin Koppmann (* 1969), Politiker
- Johann Franz Lidtmann (1716–1797), Barockmaler, Werke in Perschen, Neunaigen und Niedermurach
- Christoph Luybl, Kunstschreiner der Rokoko-Zeit, schuf unter anderem die Kanzel in der Kirche zu Neunaigen 1790 und arbeitete des Öfteren mit seinem Bruder Johann Michael Luybl, der in Bruck bei Roding wohnte, zusammen
- Johannes Rickl, Stadtmaurermeister, erbaute 1788/1790 die Kirche zu Neunaigen
- Jonas Sorgenfrei (* 1993), Jazzmusiker
- Rolf Stahlhofen (* 1968), Sänger der Gruppe Söhne Mannheims
- Rudolf Stoll (1911–1991), Sänger (Tenor) und Schulleiter
- Andreas Weiß (1722–1807), Begründer einer bedeutenden Orgelbauerfamilie in der Oberpfalz des 18. und 19. Jahrhunderts.
- Franz Joseph Weiß (1755–1825), Orgelbauer
- Johann Michael Weiß (1766–1848), Orgelbauer
- Joseph Weiß (1788–1858), Orgelbauer
Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl Schmidt-Wolfratshausen (1891–1971), Künstler
- Xaver Fuhr (1898–1973), Künstler, 1943–1950 in Nabburg
- Otto Zeitler (* 1944), ehemaliger Landtagsabgeordneter und Staatssekretär
- Gerd Lohmeyer (* 1945), Schauspieler und Regisseur, aufgewachsen in Nabburg
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ernst Dausch: Stadtführer Nabburg. Nabburg, 1991
- Günter Moser, Bernhard Setzwein, Walter Baehnisch, Josef Götz: Nabburg. Stadt mit Tradition und Charme (Bild-Text-Band). Buch- und Kunstverlag Oberpfalz, Amberg 2010, ISBN 978-3-935719-64-3.
- Die Kunstdenkmäler der Oberpfalz, Bd. 18: Bezirksamt Nabburg. 2. Auflage 1983. ISBN 978-3-486-50448-4
- Elisabeth Müller-Luckner: Nabburg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1: Landkreise/Landgerichte, Heft 50), herausgegeben von der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Karl-Otto Ambronn: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe II, Heft 3, Landsassen und Landsassengüter des Fürstentums der Oberen Pfalz im 16. Jahrhundert, München 1982, ISBN 3-7696-9932-7
- Mathias Hensch: Auf den Spuren König Heinrichs I. – erste archäologische Erkenntnisse zur frühmittelalterlichen Nabepurc. In: Beiträge zur Archäologie in der Oberpfalz 8, Büchenbach 2008, S. 81–116.
Weblinks
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Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Nabburg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. April 2021.
- ↑ Gemeinde Nabburg, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Dezember 2021.
- ↑ Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung der oberpfälzischen Eisenindustrie von den Anfängen bis zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Abgerufen am 17. März 2026.
- ↑ Vor 50 Jahren ein Glücksfall. Abgerufen am 16. Oktober 2020.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 530.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 667 und 668 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Stadt Nabburg: Bürgermeister seit 1945. Abgerufen am 16. Oktober 2020.
- ↑ Bürgermeister. Gemeinde Nabburg, abgerufen am 27. September 2020.
- ↑ Gemeinderatswahl. Ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. März 2026. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
- ↑ Wappen von Nabburg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Stadt Nabburg: Mittelalterlicher Markt. Abgerufen am 21. August 2025.
- ↑ TV 1880 Nabburg. Abgerufen am 24. März 2023.
- ↑ Nabburg Handball. Abgerufen am 24. März 2023.

