Nontron
| Nontron | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Nontron | |
| Kanton | Périgord Vert Nontronnais | |
| Gemeindeverband | Périgord Nontronnais | |
| Koordinaten | 45° 32′ N, 0° 40′ O | |
| Höhe | 152–308 m | |
| Fläche | 24,67 km² | |
| Einwohner | 3.057 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 124 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24300 | |
| INSEE-Code | 24311 | |
| Website | nontron.net | |
Stadtansicht Intron | ||
Nontron (, okzitanisch Nontronh) ist eine französische Stadt mit 3057 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie ist Sitz einer der drei Unterpräfekturen des Départements und Verwaltungssitz des Gemeindeverbands Communauté de communes du Périgord Nontronnais. Die Einwohner werden Nontronnais bzw. Nontronnaises genannt.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nontron liegt etwa 124 Kilometer nordöstlich von Bordeaux, etwa 39 Kilometer nordnordwestlich von Périgueux und etwa 83 Kilometer nordwestlich von Sarlat-la-Canéda im Norden des Départements in der Landschaft des Nontronnais, Teil des touristisch benannten Landesteils Périgord vert.
Nontron wird von folgenden sieben Nachbargemeinden umgeben:
| Le Bourdeix Saint-Martin-le-Pin |
Augignac Savignac-de-Nontron | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Saint-Martial-de-Valette | Sceau-Saint-Angel | Saint-Pardoux-la-Rivière | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Nontron
Quelle: Klimadaten Nontron von Climate-Data.org | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Angaben von Temperatur, Niederschlag, Regentag und Luftfeuchtigkeit basieren auf Daten von 1991 bis 2021, Sonnenstunden auf Daten von 1999 bis 2019.
In Nontron ist das ganze Jahr über Niederschlag zu verzeichnen, und selbst im trockensten Monat Juli gibt es noch erhebliche Niederschläge. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 12,6 °C. Jedes Jahr liegt die Niederschlagsmenge bei etwa 995 mm. Die Monate mit der höchsten relativen Luftfeuchtigkeit sind der Januar und der November (jeweils 84 %). Die Monate mit der niedrigsten relativen Luftfeuchtigkeit sind der Juli und der August (jeweils 64 %).
Für die Zukunft können die für 2030, 2050 und 2100 nach verschiedenen Szenarien geschätzten Klimaparameter der Gemeinde auf einer speziellen Website eingesehen werden, die von Météo-France im November 2022 veröffentlicht wurde.[1]
Hydrografie
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Nontron ist nördlich hoch über einer Flussschleife des Bandiats erbaut, der hier eine bedeutende Richtungsänderung in seinem Lauf von Nordost-Südwest nach Nordwest zu vollziehen beginnt. Der Bandiat bildet Teil des Entwässerungsnetzes der Charente. Der Fluss fließt auf etwa 160 m Höhe und hat sich dabei bis zu knapp 150 Meter tief in die umliegenden Gesteine eingeschnitten. Der Einschnitt erfolgte hierbei steiler auf der Nordwest- als auf der Südostseite. Die Altstadt von Nontron überragt den Fluss um gut 50 Meter. Mit Erreichen der Gemeindegrenze von Nontron im Nordosten verengt sich das Flusstal des Bandiats und der Fluss beginnt zu mäandrieren. In mehreren Flussschleifen von rund 500 Metern Wellenlänge durchbricht er das Kristallin und dreht dann zu Füßen der Altstadt auf Südrichtung. An der Grenze zu Saint-Martial-de-Valette weitet sich sein Tal erneut, bei gleichzeitiger Richtungsänderung auf West.
Neben dem Bandiat als Hauptfluter sind nur unbedeutende Nebenflüsse wie beispielsweise der rechtshändige Ruisseau de Vergnes zu nennen, welcher nach Südwest abfließt und die Gemeindegrenze zu Saint-Martin-le-Pin bildet. Hierzu parallel verlaufen zwei weitere kleine rechtsseitige Bäche – einer unterhalb vom Weiler La Côte und einer unterhalb vom Lieu-dit Le Puy de Fleury. Linksseitige, nach Nordwesten herabziehende Bäche finden sich beim Lieux-dit Les Farges, bei den Weilern Brégout, Azat und an der Südwestecke zu Saint-Martial-de-Valette. Die beiden letztgenannten Talungen sind Trockentäler, die in Kalksedimenten verlaufen.
Am Nordrand der Gemeinde Nontron wird beim Weiler Poperdu gerade noch ein namenloser linker Nebenfluss der Doue berührt.
Die Bäche am Südrand der Gemeinde (Täler unterhalb der Weiler Goulat und Le Puy) entwässern bereits in generell südöstliche Richtung hin zur Dronne. Das Gemeindegebiet ragt somit über die Wasserscheide zwischen den beiden Flusssystemen Bandiat und Isle-Dronne nach Südosten hinweg.
Die Gesamtlänge des Entwässerungsnetzes beträgt 29 Kilometer.
Geologie
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Die Gemeinde Nontron gehört geologisch noch zum Grundgebirge des Zentralmassivs. Sie liegt unmittelbar am Nordwestrand des Variszikums. Direkt unterhalb der Altstadt sind entlang der Südseite des Bandiats flachliegende Jurakalke (mit einem Einfallswinkel von 6 bis 8, maximal 10 Grad in südöstlicher, südlicher und südwestlicher Richtung) des Aquitanischen Beckens anstehend. Diese beiden sehr unterschiedlichen Gesteinsformationen, die Gegenwart der Randstörung und die intensive tertiäre kontinentale Sedimentations- und Erosionstätigkeit sind der Grund für die abwechslungsreiche Landschaft und die recht komplexe Geologie im Gemeindegebiet.
Variszisches Grundgebirge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Unterstadt und ein Teil der Altstadt wurden auf hochmetamorphem, teils migmatitischem Paragneis (Metatexit – ζ1-2) des Saint-Mathieu-Doms errichtet – einer sehr alten geologischen Formation im westlichen Massif Central aus dem Neoproterozoikum/Kambrium (Nontron-Paragneis). Der Nordteil der Altstadt, das nördlich anschließende Industriegebiet und der gesamte Norden liegen auf dem oberkarbonischen Piégut-Pluviers-Granodiorit (γ3-4 bzw. γ3M) mit seinen recht unterschiedlichen Fazies – grobkörnige Normalfazies, feinkörnige Fazies, Hornblende-führende Fazies und Porphyrfazies. Gelegentlich lagern im Stadtbereich noch Sedimentreste des Unterjuras dem Granodiorit auf.
Um Le Puy im Südosten steht erneut Paragneis an, der sich aber durch seinen höheren Glimmergehalt von den Vorkommen bei Nontron deutlich unterscheidet. Er ist aus wesentlich tonreicheren Sedimenten hervorgegangen, wohingegen der Nontron-Paragneis auf ehemalige Grauwacken zurückgeht. Ganz am Ostrand erscheint bei den Weilern Fonladier und Maupuy noch eine dritte Paragneis-Varietät, die extrem schiefrig ausgebildet ist. Dieser Savignac-de-Nontron-Paragneis (ζ1) ist aus aluminiumreichen Peliten entstanden und wird tektonisch von den anderen Vorkommen als tiefer liegend abgetrennt. Er erreicht hier die metamorphen Bedingungen der Sillimanit-Muskovit-Zone. Die Foliation der Paragneise ist generell variabel, lässt aber dennoch für die drei Vorkommen deutliche Unterschiede erkennen: so streicht der die südliche Altstadt unterlagernde Paragneis Ostsüdost und fällt mit 40 bis 55° nach Nordnordost ein, der Paragneis von Le Puy streicht Südost und fällt relativ flach mit 24 bis 36° nach Nordost ein und der Paragneis von Savignac streicht um Ost, fällt aber mit 25 bis 42° (in die entgegengesetzte Richtung) nach Süd ein.
Unterer und Mittlerer Jura
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Schichtenfolge des Unterjuras beginnt mit einem 1. Zyklus (Formation l1-4). An der Basis liegen Arkosen des Hettangiums, die aus der Transgression des Jurameeres über das kristalline Grundgebirge hervorgegangen sind. Darüber folgen dann Dolomite (meist stark rekristallisiert) und verkieselte Oolithe des Sinemuriums. Der 2. Zyklus (Formation l5-9) besteht aus detritischem Pliensbachium, grauen Tonen und Mergeln des Toarciums sowie dolomitischem Aalenium. Der Unterjura erscheint neben den Vorkommen der Altstadt in den beiden rechten Seitentälern des Bandiats vor dem Weiler Montagenet, bei Azat, beim Weiler Puymezier im Südosten, bei Brégout und am Höhenrücken nördlich vom Weiler La Maladrerie im äußersten Norden.
Über den Unterjura legen sich schließlich bioklastische und oolithische Kalke des Doggers (Oberes Bajocium der Formation j1b-2a und Bathonium der Formation j2b), die aufgrund ihrer Nähe zur Randstörung oft sehr stark verkieselt vorliegen. Aufschlüsse des Doggers finden sich im Südosten bei Puymezier sowie unterhalb vom Lieu-dit Chez Pouge.
Die beiden erwähnten Trockentäler im Mittleren Jura beiderseits Chez Pouge verweisen auf eine Verkarstung des Untergrundes. Ihre Bildung dürfte während der Vereisungen des Pleistozäns stattgefunden haben (vielleicht sogar erst in der Würm-Kaltzeit), bedingt durch eine Versiegelung der Talböden durch Permafrost bei gleichzeitig erhöhtem Abfluss. Ferner findet sich in der rekristallisierten Fazies am Bandiat südlich vom Lieu-dit Faubourg Magnac eine kleine Höhle.
Die Mächtigkeit des Unterjuras beträgt maximal 40 Meter, die Mächtigkeit des Doggers ist wegen der Rekristallisationen nur schwer abzuschätzen, dürfte aber 50 Meter nicht übersteigen.
Tertiäre Lockersedimente
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Höhenrücken (Wasserscheide) zwischen dem Lieu-dit La Tuilière de Bord und dem Weiler Goulat wird aus tertiären, kontinentalen See- und Flusssedimenten aufgebaut, die aus dem Zentralmassiv stammen (Formation H-F). Sie gehen möglicherweise bis ins Eozän/Oligozän zurück. Ihre Mächtigkeit wird mit bis zu 45 Metern veranschlagt. Darüber legen sich ab dem Pliozän/Altpleistozän alluviale Plateausedimente (Sande, Tone und Kiese der Formation Fs). Die Hanglagen im Westen der Stadt, beim Weiler Barouffières und im Südosten werden von pleistozänem Kolluvium (geröllführenden Alteriten) verdeckt (Formation ACF). Diese Alterite sind ein Umlagerungsprodukt der fluviatilen Formationen H-F und Fs und gehen in diese über (bei La Tuilière de Bord, nördlich vom Lieu-dit Balassou und beim Weiler Les Granges). Untergeordnet treten auch Alterite auf, die direkt aus dem Grundgebirge bzw. den Jurasedimenten hervorgegangen sind (Kolluvium der Formation AC) und ebenfalls im Verlauf des Pleistozäns entstanden sind.
Im Tal des Bandiats wurde im Holozän nacheiszeitliches Alluvium abgelagert (Formation K).
Tektonik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das variszische Grundgebirge wird von zahlreichen Störungen, Aplit- und Pegmatitgängen durchzogen, unter anderem auch von der markanten Randstörung des Zentralmassivs beim Lieu-dit Les Mines du Puy und beim Weiler La Côte, an der die Pultscholle des Grundgebirges gegenüber dem Aquitanischen Becken angehoben wurde. Die Randstörung bei La Côte markiert die nordöstliche Trogschulter des Bandiatgrabens, der hier seinen Beginn nimmt und nach Nordwesten in Richtung Charente hinauszieht. Hauptbruchrichtungen sind Nordwest-Südost, Nordost-Südwest, untergeordnet auch Nordnordost-Südsüdwest, Ostnordost-Westsüdwest und Ostsüdost-Westnordwest.
Mineralisierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei Nontron wurde früher in Erzgängen, die diesem typisch variszischen Bruchsystem folgen, nach Blei, Silber und Zink geschürft. Auch Mangan und Baryt wurden abgebaut. Der Bergbau ist aber bereits seit geraumer Zeit zum Erliegen gekommen, der Bleibergbau wurde 1939 und der Manganabbau 1959 eingestellt. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist das Auftreten zum Teil recht seltener Minerale im Cantonnier-Gang wie Anglesit, Cerussit, Krokoit, Mimetesit, Pyromorphit, Wulfenit und andere. Das Mineral Nontronit wurde nach Nontron benannt, seine eigentliche Typlokalität befindet sich aber bei Saint-Pardoux-la-Rivière.
Bodenbedeckung
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Die Bodenbedeckung der Gemeinde Nontron schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:
- Wälder – 37,6 %
- heterogene landwirtschaftliche Nutzung – 26,6 %
- Grünland – 19 %
- Städtebaulich beansprucht – 10 %
- Kulturboden – 3,7 %
- Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen – 3,1 %.
Die landwirtschaftliche Nutzung steht eindeutig im Vordergrund. Sie ist aber für die rein landwirtschaftliche Nutzung (bestehend aus heterogener Landwirtschaft inklusive Grünland und Kulturboden) von 53,3 % im Jahr 1990 auf 49,3 % im Jahr 2018 zurückgegangen.
Natürliche und technologische Risiken
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Naturrisiken manifestieren sich in Nontron als
- Waldbrände
- Bodensetzungen
- Bodenbewegungen
Da das Gemeindegebiet in großen Teilen mit Wald bedeckt ist, besteht in einem Großteil des Gemeindegebiets zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[2] Die Wälder der Départements der ehemaligen Regionen Aquitanien und Poitou-Charentes gelten als besonders brandgefährdet. Für diese Gebiete wurde ein département- oder départementsübergreifender Plan zum Schutz der Wälder vor Bränden entwickelt.[3][4]
Wie die Risikokarte zeigt, sind von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen insbesondere die Gebiete mit Jurasedimenten und tertiären Lockersedimenten stark betroffen, Gebiete mit anstehenden Paragneisen und Granodioriten sind hiervon ausgenommen. Dies erklärt sich durch den teils sehr hohen Tongehalt der Sedimente, welcher für Quellen bzw. Schrumpfen der Böden verantwortlich ist.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.
Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Neuvic besteht die Gefahr von Bodenbewegungen
- als Senkungen und Einstürze anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind,
- als Fels- oder Blockstürze durch Einwirkung von Erosion, Witterungseinflüssen und Wurzelsystemen auf Felsflanken, die zum Ablösen von Steinen und Gesteinsblöcken führt und
- Hangrutschungen, mehr oder weniger langsame Bewegungen abgleitender Bodenmassen an Hängen, die in Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit, der Hangneigung und den Witterungsbedingungen auftreten.
Ein technologisches Risiko bilden verschmutzte oder potenziell verschmutzte Standorte, die weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt sind. In Nontron ist dies der Fall für eine ehemalige Tankstelle, einen früheren Betrieb zur Vorfertigung von Zementbetonbauteilen, ein früheres Lager von brennbaren Flüssigkeiten und eine frühere Werkstatt (Holz und andere Materialien).[5]
Ökologie
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Naturpark
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nontron bildet einen integralen Bestandteil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.
Schutzgebiet des Typus 1
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Talungen des Bandiats und Unterläufe seiner kleinen Nebenflüsse sind unter dem Titel Vallées du réseau hydrographique du Bandiat (Täler des Entwässerungsnetzes des Bandiats) als ökologische Schutzzonen des Typus 1 (französisch ZNIEFF – zone naturelle d’interêt écologique, faunistique et floristique) ausgewiesen. Ihre Flora besteht aus über 100 Pflanzenarten mit Großer Odermennig (Agrimonia procera) und Atlantischem Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta) als Indikatorpflanzen.
Etymologie und Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name der Stadt erschien zuerst im Zusammenhang mit seiner Festung in Castrum Netronense im Jahr 785 und außerdem in den Schreibweisen Nontronium, Nantronum und Nancronum im achten Jahrhundert, was darauf hindeutet, dass die erste Erscheinung als °Nentronense gelesen werden muss. Anschließend wurde der Ort als Centena Nontronensis im Jahr 921 erwähnt, was belegt, dass die Stadt zu dem Zeitpunkt Hauptort eines der vier Verwaltungsbezirke (centaines) des Limousin war. Am Ende des 12. Jahrhunderts ist Villa Nuntrum belegt (1199) und im 14. Jahrhundert Castellania (deutsch Kastellanei) de Nontronio (1365). Der Ursprung von Nontron bleibt unklar. Es wird ein Personenname gallischen Ursprungs, °Nantiroinius oder °Nantirius, angenommen, begleitet vom Suffix -onem.[6]
Das Stadtgebiet dürfte bereits in der ausgehenden Bronzezeit um 1100 v. Chr. besiedelt gewesen sein. Die Anwesenheit der Römer ist durch eine Villenanlage beim unweit gelegenen Nontronneau und durch Straßenreste bei Poperdu und bei La Roderie de Bord belegt. Im Stadtgebiet selbst entstand am jetzigen Place Paul Bert außerdem ein gallorömisches Castrum auf einem nach Süden weisenden Geländesporn. Dieser strategisch wichtige und geschützte Platz überragt den Bandiat auf seiner Ostseite um gut 50 Meter. Entlang seiner Westflanke fließt als kleiner rechter Nebenfluss des Bandiats der Rieu Merdanson, der jetzt vollkommen kanalisiert und von der Rue Antonin Debidour der Unterstadt überbaut ist. Später siedelten am Castrum die Visigoten und die Franken. Das Castrum hatte wahrscheinlich ein gallisches Oppidum als Vorläufer.
Der Siedlungsplatz im Gebiet der heutigen Altstadt wurde durch die Sarazenen im 7. Jahrhundert und erneut durch die Wikinger im 9. Jahrhundert zerstört.
Im 8. Jahrhundert kam das ehemalige Castrum (bzw. dessen Nachfolger, eine im Jahr 785 erwähnte Festungsanlage) unter den Einfluss der Grafen von Limoges, die es anschließend an die Abtei Charroux übergaben. Im 9. Jahrhundert wurde sodann etwas nördlich des Castrums von den Mönchen der Abtei Charroux das Schloss Les Peytavis errichtet. In etwa gleichzeitig entstand weiter oberhalb am jetzigen Place Alfred Agard ein Konvent der Benediktiner. Im Westen der Altstadt gründeten die Franziskaner im Jahr 1267 ihr Kloster.
Im weiteren Verlauf des Mittelalters wechselte Nontron mehrmals seine Zugehörigkeit. Im Jahr 1198 wurde es von Richard Löwenherz belagert und dabei die Umgebung verwüstet. In der ersten Phase des Hundertjährigen Krieges verweilte Bertrand du Guesclin 1377 in Nontron. Im Jahr 1426 belagerten die Engländer erneut die Stadt. In den Hugenottenkriegen (1562 bis 1598) bemächtigten sich die Hugenotten der Stadt. Die Reste der alten Festungsanlage und das östlich anliegende Viertel Bragier wurden im Verlauf des Krieges dabei endgültig zerstört. Die Plünderungen der Hugenottenkriege endeten in Nontron aber schon 1569.
Im Jahr 1625 dehnte sich die Stadt dann weiter nach Norden aus. Auf den Überresten des Schlosses Les Peytavis wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts ein Schloss errichtet. Es gehört jetzt dem Département und beherbergt ein Museum für Puppen und historische Spielsachen, mittlerweile das Fremdenverkehrsbüro. Während der Französischen Revolution 1789 bis 1799 wurde Nontron schließlich Unterpräfektur im neu gegründeten Département Dordogne. Der Bahnhof wurde im Jahr 1883 eingeweiht.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung in Nontron | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner |
![]()
| ||
| 1962 | 3593 | |||
| 1968 | 3792 | |||
| 1975 | 3954 | |||
| 1982 | 3850 | |||
| 1990 | 3558 | |||
| 1999 | 3500 | |||
| 2006 | 3465 | |||
| 2007 | 3458 | |||
| 2008 | 3444 | |||
| 2010 | 3351 | |||
| 2012 | 3212 | |||
| 2013 | 3196 | |||
| 2015 | 3121 | |||
| 2017 | 3050 | |||
| 2018 | 3068 | |||
| 2019 | 3055 | |||
| 2020 | 3040 | |||
| 2022 | 3049 | |||
| 2023 | 3057 | |||
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[7] INSEE ab 2006

Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister in Nontron war seit April 2014 der zur PS gehörende Pascal Bourdeau. Er wurde im Juli 2020 von der parteilosen Rentnerin des öffentlichen Dienstes Nadine Herman-Bancaud abgelöst, die wiederum im März 2026 von Jean-Michel Gourdeau von der Divers droite abgelöst wurde.
Präsidentschaftswahlen 2022
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Kandidaten | Parteien | 1. Wahlgang | 2. Wahlgang | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stimmen | % | Stimmen | % | ||||
| Emmanuel Macron | En marche ! | EM | 417 | 25,52 % | 771 | 51,92 % | |
| Marine Le Pen | Front national | FN | 441 | 26,99 % | 714 | 48,08 % | |
| Jean-Luc Mélenchon | Front de gauche | FDG | 298 | 18,24 % | |||
| Valérie Pécresse | Les Républicains | LR | 97 | 5,94 % | |||
| Jean Lassalle | Résistons ! | R | 88 | 5,39 % | |||
| Éric Zemmour | Reconquête | REC | 85 | 5,20 % | |||
| Fabien Roussel | Parti communiste français | PC | 60 | 3,67 % | |||
| Anne Hidalgo | Parti socialiste | PS | 45 | 2,75 % | |||
| Yannick Jadot | Europe Écologie-Les Verts | EELV | 40 | 2,45 % | |||
| Nicolas Dupont-Aignan | Debout la République | DLR | 32 | 1,96 % | |||
| Nathalie Arthaud | Lutte Ouvrière | LO | 18 | 1,10 % | |||
| Philippe Poutou | Nouveau Parti anticapitaliste | NPA | 13 | 0,79 % | |||
| Gesamt | 1634 | 100 % | 1485 | 100 % | |||
| Gültige Stimmen | 1634 | 96,00 % | 1485 | 88,82 % | |||
| Ungültige Stimmen | 68 | 4,00 % | 187 | 11,18 % | |||
| Wahlbeteiligung | 1702 | 78,36 % | 1672 | 76,94 % | |||
| Enthaltungen | 470 | 21,64 % | 501 | 23,06 % | |||
| Registrierte Wähler | 2172 | 2173 | |||||
|
Quelle: Ministère de l'Intérieur[8] | |||||||
Die Präsidentschaftswahl 2022 wurde in Nontron von Emmanuel Macron recht knapp gewonnen.
Sehenswürdigkeiten und historische Bauwerke
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- Fundamente der alten Festungsanlage (Castrum gallo-romain) in der Nähe des Place Paul Bert mit Gartenanlagen.
- Konvent der Benediktiner aus dem 9. Jahrhundert mit Kirche Saint-Sauveur. Vom Konvent und von der Kirche ist nichts mehr erhalten, das jetzige Rathaus befindet sich aber auf dem einstigen Gelände. Die Kirche wurde 1883 abgetragen.
- Das älteste erhaltene Bauwerk, das Schloss La Mothe, geht bis auf das Jahr 1478 zurück. Es wurde für Margarete von Navarra, die ältere Schwester von Franz I., erbaut.
- Kirche Saint-Étienne mit hexagonalem Kirchturm, errichtet auf den Fundamenten des Castrums anstelle einer ehemaligen Kapelle und endgültig abgerissen im Jahr 1820.
- Kirche Les Cordeliers (Franziskaner) mit ehemaligem Klosterkonvent, der im Jahr 1267 gegründet wurde. Der Konvent war bis zur Revolution sehr einflussreich. Erhalten sind jetzt nur noch Reste des Eingangsportals.
- Kirche Sainte-Claire mit dazugehörigem Nonnenkloster, errichtet ab 1625. Hiervon ist nichts mehr erhalten, anstelle der Kirche verläuft jetzt die Rue de Verdun.
- Kirche Notre-Dame des Ronces, im neogotischen Stil zwischen 1873 und 1876 erbaut, mit Krypta, schönen Buntglasfenstern und sehenswerter Orgel.
- Schloss Nontron, im 18. und 19. Jahrhundert errichtet. Das Schloss wurde auf den Fundamenten des einstigen Schlosses der Peytavi errichtet, welches nach mehreren Zerstörungen im Jahr 1713 endgültig abgebrannt war. Fassaden und Dächer sowie die Bibliothek mit ihrer Holztäfelung sind seit 1984 als Monument historique eingeschrieben.
- Rathaus, zwischen 1824 und 1830 erbaut.
Historische Bauwerke, zum Teil in Fachwerkbauweise, befinden sich in der Rue des Écoles, in der Rue Camille Chabanneau und in der Rue de Périgueux. Ein Renaissancehaus steht an der Place des Mobiles und Häuser aus dem 16. und 18. Jahrhundert sind in der Rue de la Croisette und an der Place des Mobiles zu sehen.
Fotogalerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rathaus von Nontron
- Springbrunnen am Place Alfred Agard im Winter
- Ehemalige Kirche und Überreste des Schlosses Nontron um 1822
- Neuerer Rundturm auf den Fundamenten der alten Festung
- Rue Carnot
- Rue Picaud
- Ostausgang Nontrons in Richtung Abjat-sur-Bandiat
- Ehemaliger Bahnhof
- Ehemaliges Lavoir von Nontron
- Nontrons Altstadt von Westen, Winteraufnahme
- Blick nach Süden über Nontron hinweg
- Der Weiler La Côte
- Wieder ergrünende Wälder bei La Tuilière
- Winterliche Aussicht vom Weiler La Côte nach Südsüdwest
- Höchster Punkt der Gemeinde Nontron (308 m) bei Brégout
- Atlantisches Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta)
Regelmäßige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die karnevalsartige Mascarade des Soufflaculs im April. Der tiefere Hintergrund ist heidnischen Ursprungs und symbolisiert die Austreibung des Winters. Im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung wurden zwei riesige Holzstatuen geschaffen, die so genannten Baboys, die am Parkplatz der Avenue Pasteur stehen.
- Das am ersten Wochenende im August stattfindende Fête du Couteau, ein Fest, bei dem die traditionsreichen Messer mit Buchsbaumgriff ausgestellt werden.
- Eine normalerweise Ende August stattfindende Pferdeveranstaltung (Fête du Cheval).
- Wochenmarkt: Jeden Samstagvormittag wird in der Altstadt von Nontron ein regional bedeutender Wochenmarkt abgehalten.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nontron verfügt über
- eine öffentliche Vorschule (École maternelle) „Jean Rostand“ mit 62 Schülerinnen und Schülern in drei Klassen (2025),
- eine öffentliche Grundschule (École élémentaire) mit 112 Schülerinnen und Schülern in sechs Klassen (2025),
- ein öffentliches Collège „Alcide Dusolier“ und
- ein öffentliches Lycée polyvalent (Gesamtgymnasium) „Alcide Dusolier“.[9]
Wirtschaft
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Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2023 waren 1241 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Nontron erwerbstätig, 626 Männer und 615 Frauen.
| Nontron[10] | Département[11] | Metropolitan-Frankreich[12] | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen |
| 76,1 % | 76,4 % | 75,8 % | 74,8 % | 75,9 % | 73,7 % | 75,7 % | 78,2 % | 73,3 % |
Die Beschäftigungsrate der Gemeinde ist höher als die des Départements Dordogne und die von Metropolitan-Frankreich. Die meisten Beschäftigten der Bewohner arbeiteten 2023 in Nontron (63,8 %), allerdings 3,3 % weniger als in 2017. Dabei benutzten sie zur Arbeitsstelle 2023 zu 76,5 % ein Auto, einen Last- oder Lieferwagen, nur 0,7 % ein öffentliches Verkehrsmittel.[10]
| Nontron[10] | Département[11] | Metropolitan-Frankreich[12] | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 15–24 | 25–54 | 55–64 | Gesamt | 15–24 | 25–54 | 55–64 | Gesamt | 15–24 | 25–54 | 55–64 |
| 11,4 % | 22,9 % | 11,1 % | 5,8 % | 11,2 % | 21,7 % | 10,1 % | 9,5 % | 11,0 % | 21,9 % | 9,8 % | 9,0 % |
Die Arbeitslosenquote ist vergleichsweise zum gesamten Département und zu Metropolitan-Frankreich. Im Vergleich zu 2017 fiel die Gesamtarbeitslosenquote der Gemeinde allerdings um 3,1 %, in der Altersklasse von 15- bis 24-Jährigen um 8,2 %.[10]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]386 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2024 in Nontron wirtschaftlich aktiv:[10]
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 41 | 10,6 % |
| Baugewerbe | 43 | 11,1 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 83 | 21,5 % |
| Information und Kommunikation | 15 | 3,9 % |
| Finanzen und Versicherungen | 30 | 7,8 % |
| Immobilien | 45 | 11,7 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 54 | 14,0 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 46 | 11,9 % |
| Andere Dienstleistungen | 29 | 7,5 % |
| Gesamt | 386 |
Neben den eingangs bereits erwähnten bergbaulichen Aktivitäten auf Blei und Silber wurde im Nontronnais bereits seit der gallorömischen Epoche Eisenerz gewonnen, welches in kleineren Hochöfen geschmolzen und in zahlreichen, an Flussläufen gelegenen Schmieden, weiterverarbeitet wurde. Die Eisenverarbeitung hielt bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts an.
Im 20. Jahrhundert etablierte sich in Nontron die Schuhindustrie, die mit mehreren Fabriken das örtliche Wirtschaftsgeschehen bestimmte. Darunter auch Unternehmen wie Adidas. Durch die Verlagerung der Produktion in der Schuhindustrie in Billiglohnländer erlebte Nontron Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre eine schwere wirtschaftliche Krise, die sich auch in einem deutlichen Rückgang der Bevölkerungszahlen bemerkbar machte.
Mittlerweile hat sich die Wirtschaft stark diversifiziert (insbesondere im tertiären Dienstleistungssektor) und sich dadurch wieder erholt. Unternehmen wie beispielsweise Hermès und mehrere Supermarktketten haben sich neu angesiedelt bzw. sich erweitert. Der Aufschwung erfolgte vor allem in der metall- und holzverarbeitenden Industrie, in den agrarischen Ernährungsprodukten, im Kunsthandwerk durch die Schaffung des Pôle expérimental métiers d'art, im Handel, im Baugewerbe und in der Tourismusbranche. Auch sehr spezialisierte Unternehmen sind zu erwähnen (Badezusätze, Reitsättel, Zinngegenstände, Ziermesser).
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nontron liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Buttersorten Charentes-Poitou, Charentes und Deux-Sèvres.[13]
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Rinderzucht zur Fleischerzeugung.[14] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 43 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 23 im Jahr 2000, auf 13 im Jahr 2010 und stieg auf 14 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 67,4 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 1068 Hektar im Jahre 1988 auf 970 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb vergrößerte sich in diesem Zeitraum erheblich von 24,8 Hektar auf 69,3 Hektar.[15][16][17]
Radwanderweg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Veloroute V92 ist ein etwa 400 Kilometer langer Fernradweg, der von Sarlat-la-Canéda über Nontron bis auf die Île-d’Aix an der Atlantikküste führt.[18]

Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Nontron verläuft die zur Departementsstraße D 675 herabgestufte ehemalige Route nationale 675 von Contres (Loir-et-Cher) nach Brantôme. Die zur D 707 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 707 von Lanouaille endet in Nontron. Weitere Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit Nachbargemeinden.
Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Nontron mit Périgueux.[19]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pierre-François Chabaneau (1754–1842), französischer Chemiker, geboren in Nontron
- Alcide Dusolier (1836–1918), französischer Journalist, Schriftsteller und Politiker, geboren in Nontron
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dominique Beaudry, Serge la Barbera, Michel Mange und Daniel Marcadet (Hrsg.): Cahiers de Doléances du Nontronnais. Projet d'action éducative. Lycée Alcide Dusolier, Nontron 1989, ISBN 2-906379-19-0.
- J.-P. Floc’h u. a.: Feuille Nontron. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.
- Jacques Lagrange (Hrsg.): Nontron & le Pays Nontronnais. 2 Bände. Éditions Pilote 24, Périgueux 1996, ISBN 2-9509149-1-8. („Quinze enfants du pays, parmi les plus titrés, ont livré leurs dernières études sur les différents aspects de leur terre“).
- Hervé Lapouge: Les Maires de Nontron ou Deux Siècles de vie municipale. Préface de Frédéric de Saint-Sernin. Deltaconcept, Nontron 2005, ISBN 2-9520843-7-8.
- Ribault de Laugardière: Monographie de la ville et du canton de Nontron (Dordogne). E. Laporte, Périgueux 1888. (Neuauflage. Laffitte, Marseille 1979).
- G. Le Pochat u. a.: Montbron. In: Carte géologique de la France à 1/50 000. BRGM, 1986.
- Les minéraux de Nontron (Dordogne) In: Le Règne Minéral. Nr. 84, Novembre/Décembre 2008, ISSN 1259-4415.
- Périgord, Quercy (= Le guide vert. 20). Michelin Éditions du Voyage, Paris 2000, ISBN 2-06-037005-1.
- Dominique Richard (Hrsg.): Le Guide Dordogne-Périgord. Fanlac, Périgueux 1993, ISBN 2-86577-162-8.
- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ climadiag commune. Météo-France, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Plans de Protection des Forêts Contre les Incendies (französisch) ( vom 8. September 2025 im Internet Archive)
- ↑ Plans Départementaux et Inter-Départementaux de Protection des Forêts contre les Incendies (französisch) ( vom 14. Juli 2026 im Internet Archive)
- ↑ Natürliche und technologische Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität und internationale Verhandlungen über Klima und Natur, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seiten 250–251
- ↑ Notice Communale Nontron. EHESS, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Ministère de l'Intérieur - Dordogne (Nouvelle-Aquitaine): Résultats de l'élection présidentielle de 2022 à Nontron. 7. Mai 2022 (gouv.fr).
- ↑ Rechercher un établissement scolaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- 1 2 3 4 5 Dossier complet Commune de Nontron (24311). INSEE, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- 1 2 Dossier complet Département de la Dordogne (24). INSEE, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- 1 2 Dossier complet France métropolitaine. INSEE, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Nontron. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Radwanderweg La Flow Vélo. France Vélo Tourisme, abgerufen am 13. Oktober 2026.
- ↑ Cars régionaux Dordogne. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 13. Oktober 2026 (französisch).


