Adidas
| Adidas AG | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ISIN | DE000A1EWWW0 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gründung | 18. August 1949 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sitz | Herzogenaurach, Deutschland | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 64.938 (31. Dezember 2025)[1] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Umsatz | 24,8 Mrd. Euro (2025)[1] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Branche | Sportartikel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Website | www.adidas-group.com | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stand: 31. Dezember 2025 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Adidas-Gruppe | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Adidas | Reebok International | TaylorMade-Adidas Golf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Adidas Sport Performance | Adidas Sport Heritage | Adidas Sport Style | TaylorMade | Adidas Golf | Ashworth | Adams Golf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Anfang der 1990er Jahre startete Adidas Überlegungen, den Unternehmensstandort im Herzogenauracher Stadtkern zu erweitern. 1999 begann, 1,6 km entfernt, auf dem Gebiet einer seit 1992 frei stehenden US-Kaserne im Stadtteil Herzo Base der Bau der neuen Konzernzentrale „World of Sports“, die in den Folgejahren um mehrere Gebäude erweitert wurde. 2011 wurde das von den Architekten Kadawittfeldarchitektur entworfene Forschungs- und Entwicklungsgebäude mit Namen Laces bezogen.


Aktionärsstruktur
| Anteilseigner | Anteil[1] |
|---|---|
| Institutionelle Investoren | 79 % |
| Privatanleger | 20 % |
| Eigenbesitz | 1 % |
Stand: Dezember 2025
Kennzahlen
| Jahr[30][31] | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz Mrd. EUR | 21,92 | 23,64 | 19,84 | 21,23 | 22,51 | 21,43 | 23,68 |
| Ergebnis vor Steuern Mio. EUR | 2.378 | 2.558 | 575 | 1.852 | 385 | 65 | 1.121 |
| Bilanzsumme Mio. EUR | 15.612 | 20.680 | 21.053 | 22.137 | 20.296 | 18.020 | 20.655 |
| Eigenkapital in Mio. EUR | 6.364 | 7.057 | 6.691 | 7.837 | 5.351 | 4.925 | 5.868 |
| Dividende | 3,35 | 0,00 | 3,00 | 3,30 | 0,70 | 0,70 | 2,00 |
Nach dem Jahresabschluss 2019 hatten Vorstand und Aufsichtsrat zunächst geplant, der Hauptversammlung 2020 eine Dividende von 3,85 EUR je Aktie vorzuschlagen. Ein während der Coronavirus-Pandemie aufgenommener Konsortialkredit unter Beteiligung der Kreditanstalt für Wiederaufbau ließ dann jedoch keine Dividendenzahlung zu.[30] Ab 2021 enthalten die Werte das Reebok-Geschäft nicht mehr, da dessen Veräußerung 2021 geplant war und im Folgejahr erfolgte.[31][28]
Markenauftritt



Markenzeichen
Adidas kann in Deutschland einen Markenbekanntheitsgrad von 99 % vorweisen.[32] In einer Onlineumfrage der Splendid Research GmbH aus 2017 gaben 36,5 % der 1014 Teilnehmer aus Deutschland an, Adidas-Sportbekleidung am liebsten zu tragen – der höchste Wert einer Marke, gefolgt von Nike mit 24,5 %.[33] Das bekannteste Adidas-Markenzeichen sind seit den Anfangsjahren drei parallele Streifen: „Drei vertikale, parallel verlaufende Streifen gleicher Breite, die seitlich an Sport- und Freizeitbekleidung angebracht werden und in einer mit der Grundfarbe dieser Kleidungsstücke kontrastierenden Farbe ausgeführt sind“ machen diese Bildmarke aus.[34] Ein weiteres Markenzeichen ist seit 1971 das Logo mit den drei Blättern namens Trefoil/Dreiblatt, das den olympischen Geist symbolisieren soll, der die drei Kontinentalplatten verbindet. 1990 wurde ein weiteres Logo in Form von drei schräg ausgerichteten, ein Dreieck formenden, breiten schwarzen Streifen, die einen stilisierten Berg darstellen, für den Bereich Performance kreiert. Mit dem Zusatz „Equipment“ entstand daraus 1991 eine eigene Untermarke. 2002 etablierte Adidas ein neues Logo in Form eines von drei Streifen durchzogenen Globus für den Unternehmensbereich Style. 2006 kam das bislang letzte neue Logo hinzu: drei horizontal-parallele Streifen links von der Wortmarke adidas.[35]
Nach einem rechtskräftigen Urteil des OLG Düsseldorf[36] vom 28. Mai 2024 darf auch die Sportartikelkonkurrenz bestimmte Hosen mit drei Streifen an der Seiten-Naht in Verkehr bringen, da nicht jedes seitlich angebrachte Streifenmuster, unabhängig von seiner konkreten Ausgestaltung und der sonstigen Gestaltung des Kleidungsstücks, dem Unternehmen Adidas zugeordnet werden könne. Bei der Prüfung müssen sowohl die konkrete Streifengestaltung als auch die weiteren Zeichen berücksichtigt werden.[37]
Markenrecht
Adolf Dassler hatte zunächst auf seinen Sportschuhen seitlich schmale Lederstreifen zur Verstärkung angebracht und schließlich festgestellt, dass seine Schuhe durch diese drei Streifen von der Ferne gut als solche erkennbar waren. 1949 ließ er die drei Streifen markenrechtlich schützen. Im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1952 bemerkte Dassler, dass die finnische Sportmarke Karhu ebenso Streifen auf ihren Sportschuhen anbrachte.[38] Daraufhin kaufte er dem Unternehmen das Recht auf die Verwendung von drei Streifen ab.[39]
Seither geht Adidas konsequent gegen andere Firmen vor, die drei Streifen auf ihren Produkten platzieren. Überdies verklagte Adidas auch einige Firmen in Europa, um ihnen zu verbieten, Kleidung mit zwei Streifen als Design-Element herzustellen. Die Begründung dafür war, dass die Ähnlichkeit mit dem geschützten Markenzeichen von Adidas zu Verwechslungen führen könne. Größere Marken pochten bis zur letzten Instanz auf ihre Streifen – in unteren Instanzen zum Teil mit Erfolg. Bereits im Jahr 2000 hatte der Bundesgerichtshof festgestellt, dass einer „bekannten oder gar berühmten Marke“ wie Adidas „ein weitergehender Schutz gegen Verwechslungen zuerkannt“ werde als anderen Marken, wenngleich die Verwendung von zwei Streifen durch andere Unternehmen nicht generell verboten werden könne.[40] Bereits ab Ende der 1990er Jahre hatte Adidas zudem niederländische Firmen wie Marca Mode, C&A, H&M, Fitness World Trading[41] und Vendex in den Niederlanden vor Gericht gebracht, weil sie zwei Streifen auf ihren Produkten verwendet hatten. Die Verfahren landeten vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Dieser sah 2003 zunächst keinen Handlungsbedarf,[42] verwies die Angelegenheit allerdings 2008 zurück an die nationalen Gerichte, um klären zu lassen, ob der Durchschnittsverbraucher im Einzelfall auch zwei parallele Streifen mit Adidas in Verbindung bringe.[43] Der Gerichtshof der Europäischen Union (CVRIA) entschied 2015, dass der belgische Sportartikelhersteller Shoe Branding Europe BVBA die zwei Streifen nicht verwenden dürfe, nachdem dieser 2009 vom EU-Markenamt dafür gegen Adidas’ Widerstand ein Patent erhalten hatte.[44] Der von Shoe Branding Europe im Anschluss angerufene EuGh schloss sich dem Entscheid des CVRIA 2016 an.[45] Somit darf außer Adidas ein anderes Unternehmen grundsätzlich keine drei parallelen Streifen und im Einzelfall auch keine zwei parallelen Streifen als Erkennungsmerkmal verwenden.[46]
Bis heute verwendet Adidas den Slogan „Die Marke mit den 3 Streifen“, der mitunter (auch auf Englisch und Französisch: „The brand with the 3 stripes“, „La marque aux 3 bandes“) an den Produkten selbst, wie bspw. auf der Zunge der Sportschuhe, angebracht wird.
Kollektionen

Anfang der 1990er Jahre verhalfen die Sängerin Madonna und später auch Athleten wie z. B. David Beckham oder Jelena Issinbajewa den drei Streifen zum Erfolgsmarkenzeichen. Schon vorher hatte die Band Run-D.M.C. im Jahre 1986 mit My Adidas dem in der Rapszene sehr beliebten Modell Superstar ein musikalisches Denkmal gesetzt. Die Rockgruppe Korn, die in den ersten Jahren ihrer Karriere in Adidas-Anzügen auftrat, hatte den Song a.d.i.d.a.s. veröffentlicht.
1984 präsentierte Adidas den MicroPacer, ein digitaler LCD-Mikrocomputer in der Zunge von Sportschuhen, der die Funktionen von Schrittzähler, Stoppuhr und Kalorienzähler vereinte.[47] 1989 wurde die Torsion-Technologie eingeführt, die zur Stabilisierung des Trägers in den Schuhen beitrug. Seit 1991 gibt es in Lizenz-Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Silhouette unter dem Namen adidas Sport eyewear Brillen und Sportbrillen von Adidas.[48]
1995 stellte Adidas den deutschen Modeschöpfer Michael Michalsky an, der von 2000 bis zu seinem Ausscheiden 2006 als Global Creative Director des Konzerns fungierte.[49] 1997 wurden die Adidas Originals mit Neuauflagen berühmter Adidas-Schuhmodelle, etwa dem Stan Smith Superstar, und -Textilien lanciert. Seither wird das Dreiblatt-Logo ausschließlich für diese Originals-Reihe genutzt, für die Adidas weltweit eigene Ladengeschäfte unterhält. Im Bereich Style wurden ab Anfang der 2000er Jahre hochmodische Artikel aus den Zusammenarbeiten mit dem japanischen Designer Yohji Yamamoto (Y-3 seit 2002), der britischen Designerin Stella McCartney (adidas by Stella McCartney seit 2005), die beide unter Michalskys Leitung ins Leben gerufen worden waren, oder Porsche Design (Porsche Design Sport, 2007–2018)[50] zusammengefasst. Mode der Marke Y-3 wird bei den Modenschauen in Paris und New York vorgeführt, wo sich Yamamoto selbst zum Schlussapplaus auf dem Laufsteg zeigt. 2016 wurde die Y-3-Kollektion um die Y-3 Sport Linie ergänzt.
Seit 2008 arbeitet Adidas mit wiederkehrenden Sonderkollektionen für Adidas Originals mit dem amerikanischen Designer Jeremy Scott zusammen,[51] der für Adidas neben Mode und Schuhen auch ein Parfüm entwarf.[52] Seit 2014 existiert eine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Künstler Pharrell Williams.[53] Seit 2005 besteht eine Kooperation mit dem amerikanischen Sänger Kanye West, woraus die Yeezy-Modekollektion entstand. Darüber hinaus bestehen unter der Rubrik „adidas by“ Zusammenarbeiten über hochpreisige Bekleidung und Schuhe mit den Designern Raf Simons (seit 2013), Rick Owens (von 2014 bis Ende 2017) und Yohji Yamamoto (seit 2001) sowie der japanischen Designermarke Kolor (seit 2015). Zudem existiert für die Originals-Serie seit 2016 eine Zusammenarbeit mit Alexander Wang.[54]
2009 legte Adidas mit dem Designer Alexander Schaper für den Unternehmensbereich Style die SLVR-Modelinie auf.[55] Die SLVR-Kollektionen zeichnete modisch-experimentelles und funktionales Design aus, das in eigens eröffneten SLVR-Flagship-Stores unter anderem in Berlin, Los Angeles, New York und Miami angeboten wurde. SLVR wurde 2014 eingestellt.[56]
Die Sportfördergruppe der Deutschen Bundeswehr wurde zeitweise mit Trainingsanzügen von Adidas ausgerüstet.
Kernmarken

- Adidas Originals – modische Freizeit-Sportkollektion für Damen, Herren und Kinder mit Kleidung, Sneakern und Accessoires; darunter Zusammenarbeiten mit Kanye West (Yeezy), Pharrell Williams, Jeremy Scott und anderen
- Adidas Performance – funktionale Sportkollektionen für Damen, Herren und Kinder mit Kleidung, Schuhen und Accessoires, unterteilt in zahlreiche Sportarten wie Fußball, Jogging, Golf, Basketball, Tennis etc.
- Adidas Skateboarding – jugendliche Skater-Kollektion für Damen und Herren mit Kleidung, Schuhen und Accessoires
- Adidas Athletics – Athleisure-Kollektion für Damen, Herren und Kinder mit modisch-funktionaler Sportbekleidung, ausgewählten Schuhen sowie Accessoires
- Adidas by Stella McCartney – Sportkollektion für Damen mit Kleidung, Schuhen und Accessoires in Zusammenarbeit mit Stella McCartney
Designermarken

- Y-3 – avantgardistische Sportswear-Kollektion für Damen und Herren im oberen Preissegment in Zusammenarbeit mit Yohji Yamamoto
- Porsche Design Sport by Adidas – modische Sportkollektion für Herren mit Kleidung, Schuhen und Accessoires in Zusammenarbeit mit Porsche Design (2007 – 2018)
- Adidas by … – Zusammenarbeiten mit bekannten Designern bzw. Designermarken
- Adidas by Yohji Yamamoto – Unisex-Kollektion mit Sneakern für Damen und Herren im gehobenen Preissegment in Zusammenarbeit mit Yohji Yamamoto
- Adidas by Kolor – Sportkollektion für Damen und Herren mit Kleidung, Schuhen und Accessoires in Zusammenarbeit mit Kolor
- Adidas by Raf Simons – Unisex-Kollektion mit Sneakern für Damen und Herren im gehobenen Preissegment in Zusammenarbeit mit Raf Simons
Bekannte Modelle
Besonders in den 1970er und 1980er Jahren gab es diverse Schuhmodelle, die zu jener Zeit Kultstatus besaßen. Hier sind zunächst die Leinenschuhe Nizza und Adria zu nennen, ferner der weiße Lederturnschuh Rom mit den blauen Streifen. Später (ca. 1984) folgte der Leinenstiefel Spirit, der bereits die Zeit der Pastellfarben einläutete. Ab 1985 kamen dann die Modelle Lucy, Twister, Jolly und Sweety auf den Markt, die ebenfalls in diversen Pastellfarben erhältlich waren und eine heute kaum mehr bekannte Verbreitung erzielten. Sie waren noch nicht so hoch entwickelt wie die heutigen Sportschuhe, aber doch extrem leicht und bequem, weshalb sie neben den modischen Farben so beliebt waren. Gängige Farben waren u. a. hellgelb, hellblau, zartrosa und weiß. Mit dem Ende der Pastell-Ära verschwanden die Schuhe dann ab 1987 zunehmend von den Straßen und aus den Sporthallen. Heute sind die Schuhe dieser Ära fast nicht mehr anzutreffen und auch im Zuge der Retrowelle kam es noch nicht zu einer Neuauflage dieser Modelle.
Weitere bekannte Modelle aus den 1980er Jahren sind: Allround, Attitude, Country, Ewing, Copa Mundial, Gazelle, Grand Prix, Handball Spezial, Jeans, Malibu, Marathon, Master, Match, Orion, Player, Rivalry, Samba, Titan, Trophy und Vienna.

Spielball
Adidas stellt eine Vielzahl von Sportgeräten her. Seit 1970 stellt die Firma für Fußball-Weltmeisterschaften die offiziellen Spielbälle des Turniers.
Zur Saison 2010/11 wurde für die 1. und 2. Fußball-Bundesliga erstmals ein einheitlicher Spielball eingeführt.[57] Mit dem Modell Torfabrik stellte Adidas von 2010 bis 2018 den offiziellen Spielball, der zur Saison 2018/19 vom Brillant APS des Herstellers Derbystar abgelöst wurde. Im März 2025 gab die DFL bekannt, dass ab der Saison 2026/27 erneut Adidas den Spielball für die 1. und 2. Bundesliga stellt. Der Vertrag läuft zunächst über vier Jahre bis 2030.[58]
Ausstatter und Sponsor
Olympische Spiele
Im September 2007 gab das Organisationskomitee LOCOG der Olympischen Spiele 2012 auf einer Pressekonferenz mit der Adidas-Führung bekannt, dass Adidas offizieller Sportswear-Partner der Olympischen Spiele 2012 sowie der Paralympics in London sein wird. Es würde die größte Investition von Adidas in ein einzelnes Sportereignis im Vereinigten Königreich sein. Die Investition umfasste die Ausstattung von Athleten und freiwilligen Helfern, Lizenzgebühren für Merchandising sowie Marketingaktivitäten im Vorfeld des Events. Insgesamt wurden mehr als 70.000 freiwillige Helfer von Adidas ausgerüstet.
Für die Olympischen Winterspiele 2018 in Korea erhielt adidas den Zuschlag für die kostenlose Ausrüstung der deutschen Wintersport-Athleten, nachdem diese seit 1936 ununterbrochen von Bogner eingekleidet worden waren.[59]
Fußballgroßereignisse
Der Weltfußballverband und Adidas sind bereits seit 1956 Partner und auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wurde der offizielle Spielball von der Firma gestellt. Adidas hat zudem noch ein Vorkaufsrecht auf Fernsehwerbung und bevorzugte Werbeflächen in den WM-Stadien. Inklusive der WM 2014 kosteten die Lizenzen für die Fußball-Großereignisse mitsamt der Frauen-Weltmeisterschaft und der Junioren-WM 250 Millionen Euro.
Adidas ist Hersteller des offiziellen Spielballs zahlreicher Fußball-Großereignisse. In der Regel erhalten die Bälle eigene Namen, darunter der Telstar Durlast, Tango Durlast, Etrusco Unico, Adidas Tricolore, Adidas Finale, Questra, Terrestra Silverstream, Fevernova, +Teamgeist, Europass, wawa aba, Tango 12, Roteiro, Jabulani, Speedcell, Torfabrik, Brazuca, Beau Jeu etc. Der Chip-Ball konnte sich bislang nicht durchsetzen.
Zur Weltmeisterschaft 2006 baute Adidas das Stadion Adidas World of Football vor dem Berliner Reichstagsgebäude auf und brachte für jede teilnehmende Mannschaft einen Schuh in den Trikotfarben heraus, mit einem zusätzlichen landes- bzw. fußballtypischen Zeichen an der Ferse. So wurde bei dem für Argentinien entworfenen Schuh auf die Hand Gottes, bei dem für die Niederlande auf die von Johan Cruyff getragene Rückennummer 14 und bei England auf den einzigen WM-Sieg 1966 angespielt.
Der Goldene Ball ist eine vom Unternehmen gestiftete Auszeichnung, die an die besten Spieler eines FIFA-Turniers vergeben wird.
Außerdem sponsert Adidas Fußballteams, wie z. B.:
Europa
- Deutschland: 1. Bundesliga: 1. FC Union Berlin, FC Bayern München, Eintracht Frankfurt, Hamburger SV
- Deutschland: 2. Bundesliga: Fortuna Düsseldorf, 1. FC Nürnberg, FC Schalke 04
- Deutschland: 3. Liga: 1. FC Saarbrücken
- Belgien: Division 1A: RSC Anderlecht, Standard Lüttich
- Bosnien-Herzegowina: Premijer Liga BiH: FK Sarajevo, ab 01/2027 FK Željezničar Sarajevo
- Dänemark: Superliga: FC Kopenhagen
- England: Premier League: Manchester United, AFC Sunderland, Football League Championship: FC Fulham, FC Brentford, Ipswich Town
- Frankreich: Ligue 1: Olympique Lyon
- Italien: Serie A: Juventus Turin
- Luxemburg: BGL Ligue: CS Fola Esch
- Niederlande: Eredivisie: Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam
- Norwegen: Tippeligaen: Rosenborg Trondheim
- Österreich: 1. Bundesliga: SK Rapid Wien
- Polen: Ekstraklasa: Ruch Chorzów, Piast Gliwice, Wisła Krakau, Legia Warschau, Śląsk Wrocław, Górnik Zabrze
- Portugal: Primeira Liga: Benfica Lissabon
- Russland: Premjer-Liga: Terek Grosny
- Schottland: Scottish Premiership: FC Aberdeen
- Schweden: Allsvenskan: Djurgårdens IF
- Schweiz: Raiffeisen SL: FC Basel, FC Luzern, FC Vaduz
- Spanien: LaLiga Santander: Real Madrid, FC Valencia, Celta Vigo, Segunda División: Recreativo Huelva
- Türkei: Süper Lig: Beşiktaş Istanbul, Fenerbahçe Istanbul
Amerika
- Argentinien: Primera División: River Plate
- Chile: Campeonato Nacional Scotiabank: CF Universidad de Chile
- Kolumbien: Liga Águila: Millonarios FC
- Mexiko: Liga MX: UANL Tigres
- USA: alle Mannschaften der US-amerikanischen Major League Soccer. In den USA werden zudem mit der Generation Adidas junge Fußballspieler unterstützt.
Asien
- Republik Korea: K League 1: Busan IPark
- Türkei Süper Lig: Kardemir Karabükspor
Australien/Neuseeland
- Australien/Neuseeland: A-League: Melbourne Victory, Wellington Phoenix
Nationalmannschaften
- Europa: Belgien, Deutschland, Italien, Lettland, Nordirland, Schottland, Schweden, Spanien, Ungarn, Wales
- Afrika: Algerien, Ägypten, Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Dschibuti, Eritrea, Eswatini, Komoren, Madagaskar, Malawi, Mauretanien, Mauritius, Nigeria, Ruanda, Sansibar, Seychellen, Somalia, Zentralafrikanische Republik
- Amerika: Argentinien, Britische Jungferninseln, Dominikanische Republik, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Saint-Martin, St. Kitts und Nevis, Trinidad und Tobago, Venezuela
- Asien: Armenien, China, Georgien, Guam, Israel, Japan, Jemen, Kasachstan, Libanon, Malediven, Mongolei, Syrien
Sportarten
- Adidas Grand Prix
- Adidas Track Classic in Carson (Kalifornien), seit 2005
- adidas Sickline Extreme Kayak World Championship im Ötztal, seit 2007
- Adidas Rockstars, Bouldern-Wettbewerb in der Porsche-Arena, seit 2011
- Das ATP Toulouse in dessen letzten beiden Austragungsjahren, Adidas Open de Toulouse 2000
- von 1998 bis 2004 das Sydney International ATP Turnier im NSW Tennis Centre, Adidas International 1998 – Adidas International 2004
- Seit 2025 in der Formel 1 als Ausrüster für Mercedes[60], seit 2026 auch Audi.[61]

Persönlichkeiten
- Fußballer: Gareth Bale, David Beckham, Hakan Çalhanoğlu, Julian Draxler, Mats Hummels, Ciro Immobile, Lorenzo Insigne, Lionel Messi, Philipp Lahm, Javi Martínez, Thomas Müller, Manuel Neuer, Mesut Özil, Bastian Schweinsteiger, Luis Suárez
- Tennisspieler: Steffi Graf, Andrea Petkovic
- Stars: Rita Ora, Pharrell Williams, Katy Perry, Justin Bieber, Blackpink[62]
- Trainer: Pep Guardiola, José Mourinho
- Läufer: Gina Lückenkemper, Lisa Hahner, Anna Hahner, Wilson Kipsang
- Wintersportler: Louif Paradis, Eric Jackson, Helen Schettini, Forest Bailey, Jake Blauvelt, Keegan Valeika, Kazu Kokubo
- Basketballer: Derrick Rose, James Harden, Andrew Wiggins, Damian Lillard
- Streamer: Elias Nerlich
Kontroversen
Arbeitsbedingungen
Der Konzernsitz liegt in Deutschland, während die Artikel mittlerweile fast ausnahmslos außerhalb Deutschlands hergestellt werden. Die Produktion wurde größtenteils nach Südostasien verlagert, unter anderem zu Yue Yuen Industrial. Dabei wird Adidas, ähnlich wie seinem Konkurrenten Nike, vom Schwarzbuch Markenfirmen vorgeworfen, von Ausbeutung und Kinderarbeit in sogenannten Sweatshops zu profitieren.[63]
Adidas wurde wiederholt dafür kritisiert, dass der Konzern die Arbeitsrechte der Menschen in den Produktionsländern nicht respektiere. So wurde beispielsweise im Jahr 2015 bekannt, dass die Fabrikarbeiter in der südchinesischen Stadt Dongguan gezwungen werden, bis spät in die Nacht zu arbeiten, um Bälle herzustellen.[64] Im Jahr 2011 wurden in Indonesien 2800 Fabrikarbeiter des ehemaligen Adidas-Zulieferers PT Kizone ohne Abfindung entlassen. Adidas weigerte sich, die ausstehende Summe von 1,4 Millionen Euro zu zahlen.[65] Nachdem global aufgebauter Druck Adidas dazu zwang, sich mit den Arbeitern zu treffen, wurden diesen lediglich Lebensmittelgutscheine im Wert von 43 Euro angeboten.[66]
STRG F hat Baumwolle von Adidas-Produkten analysiert. Diese zeigen, dass Adidas entgegen eigener Behauptungen, Baumwolle aus Xinjiang bezieht. In Xinjiang gibt es Umerziehungslager der chinesischen Regierung, wo Minderheiten zum Ernten und Weiterverarbeiten von Baumwolle gezwungen werden.[67]
Bestechungsgelder
Über die ISL und die Adidas-Stabsstelle Internationale Beziehungen bestach Horst Dassler in den 1980er Jahren jahrelang Sportfunktionäre und beeinflusste Wahlen, um von ihm favorisierte Funktionäre in Spitzenpositionen zu bekommen.[68][69] Im September 2017 wurde James Gatto, Direktor für das weltweite Basketball-Marketing von Adidas, in den USA verhaftet. Er soll Bestechungsgelder an High-School-Spieler gezahlt haben, damit sie zu College-Teams wechseln, die von Adidas ausgerüstet werden.[70]
Verhalten während der COVID-19-Pandemie
Ende März 2020 kündigte Adidas – trotz mehrerer Milliarden Euro Vorjahresgewinn – aus Anlass der COVID-19-Pandemie an, die vertraglich vereinbarten Mieten für seine geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte nicht zu zahlen.[71][72] Bei der Jahreshauptversammlung im Mai 2021 gab das Unternehmen bekannt, dass es seinen Aktionären eine höhere Dividende als in den Jahren 1999 bis 2017 auszahlen möchte. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre reichte einen Gegenantrag ein und kritisierte dieses Vorgehen, da der Bilanzgewinn unter anderem durch staatliche Corona-Hilfen erzielt worden sei.[73][74] Die Christliche Initiative Romero wirft Adidas ebenfalls vor, die „Kosten der Krise zu sozialisieren, die Gewinne jedoch zu privatisieren“. Unter Bezug auf einen Bericht der Regionalen Koordinationsstelle der Gewerkschaften in Textilfabriken in Mittelamerika kritisiert die Initiative, dass Adidas das System komplexer Lieferketten ausnutze, um die Kosten in der Krise auf Arbeitskräfte in den dortigen Fabriken abzuwälzen. So seien in El Salvador in der Fabrik Varsity Pro, welche für Adidas produziert, während der Pandemie 757 Arbeitskräfte kurzfristig entlassen und rund weitere 700 in Zwangsurlaub geschickt worden.[75][73]
Reebok-Eklat
Ende Juni 2020 kündigte die bis dahin amtierende Personalvorständin Karen Parkin an, die Adidas-Gruppe zu verlassen. Als Begründung gab sie an, dass sie mit ihrem Rücktritt den Weg für einen Wandel bereite. Parkin hatte während einer Betriebsveranstaltung der US-Tochter Reebok die anhaltenden Rassismusdiskussionen nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd als „Lärm“ (Zitat: "noise") abgetan. Öffentliche Proteste der Mitarbeiter vor der US-Zentrale in Portland, eine weiterhin andauernde Welle der Entrüstung und scharfe Kritik ließen Parkin zu dem Schluss kommen, dass es für das Unternehmen besser sei, ihr Amt niederzulegen. Der Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted übernahm zum Juli 2020 die Leitung des Personalressorts interimsweise.[76]
Kooperation mit Kanye West
Nach einem umstrittenen Statement des Rappers und Modedesigners Kanye West, mit dessen Produkten Adidas laut Handelsblatt zeitweise bis zu einer Milliarde Dollar im Jahr Umsatz machte, bezüglich der „Black Lives Matter“-Bewegung, versuchten Kritiker Wests, auch Adidas zur Aufgabe der Geschäftsbeziehungen mit West zu bewegen. West äußerte sich daraufhin öffentlich über die vermeintliche „Macht“ der „jüdischen Medien“ und rühmte sich, antisemitische Dinge sagen zu können, ohne dass Adidas ihn fallen lassen könne. Rechtsextreme Gruppen in den USA bezogen sich positiv auf seine Aussagen über Juden. Am 25. Oktober 2022 kündigte Adidas dann die Zusammenarbeit mit West mit sofortiger Wirkung wegen seiner Äußerungen, die „inakzeptabel, hasserfüllt und gefährlich“ seien.[77][78]
Versprechen zur Klimaneutralität
Im Dezember 2024 klagte die Deutsche Umwelthilfe Adidas wegen deren Werbeversprechen an, bis 2050 klimaneutral zu sein. Der Pläne des Unternehmens dafür seien nicht transparent genug, teilweise fehlten geeignete Maßnahmen, wie das zu erreichen sei. Adidas hatte seine Werbung bereits vorher nach einer Mahnung von der Umwelthilfe geändert und wies die Vorwürfe zurück.[79]
Kulturelle Aneignung
Im August 2025 wurde publik, dass Adidas für das Design einer neu einzuführenden Sneaker-Sandale bei Vertretern der indigenen Bevölkerung Mexikos um Entschuldigung gebeten hat.[80] So erfuhr Adidas für die Gestaltung eines geplanten Schuhmodells und der damit verstandenen „kulturellen Aneignung“ vehemente Kritik aus Mexiko. Adidas Mexiko äußerte, dass die Schuhe „in Anlehnung an ein ursprüngliches Design (…) entworfen“ worden seien und dass das Design der Tradition eines lokalen Volkes entspreche. An der von Musik und Tanz begleiteten Veranstaltung, bei der die Entschuldigung im Mittelpunkt stand, nahmen auch traditionell gekleidete Ureinwohner teil. Im Vorfeld hat die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum die Kommerzialisierung einer Tradition ohne Zustimmung ihrer Schöpfer kritisiert.
Siehe auch
Literatur
- Christian Habermeier, Sebastian Jäger: The Adidas Archive. The Footwear Collection. Taschen, Köln 2020, ISBN 978-3-8365-7195-1.
- Rainer Karlsch, Christian Kleinschmidt, Jörg Lesczenski, Anne Sudrow: Unternehmen Sport. Die Geschichte von adidas. Siedler, München 2018, ISBN 978-3-8275-0122-6.
- Barbara Smit: Drei Streifen gegen Puma. Wie aus einem Bruderzwist zwei Weltkonzerne entstanden. Riva, München 2017, ISBN 978-3-86883-918-0.
Weblinks
- Offizielle Website der Adidas AG
- Anne Kunze: Vier Menschen gegen drei Streifen. In: Die Zeit, Nr. 21/2015, 21. Mai 2015.
Einzelnachweise
- 1 2 3 4 GESCHÄFTSBERICHT 2025. (PDF) Adidas AG, abgerufen am 25. März 2026.
- ↑ Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer: Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2, S. 43.
- ↑ details="28"Barbara Smit: Drei Streifen gegen Puma: zwei verfeindete Brüder im Kampf um die Weltmarktführerschaft. Campus, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-593-37691-1.
- Rainer Karlsch, Christian Kleinschmidt, Jörg Lesczenski, Anne Sudrow: Unternehmen Sport. Die Geschichte von adidas. Siedler Verlag, München 2018, ISBN 978-3-641-23703-5.
- ↑ Sportanzug-Style für jede Randgruppe. In: fr.de, 20. Juni 2008
- ↑ adidas adilette Slipper. adidas, abgerufen am 18. April 2019.
- ↑ Käthe Dassler. In: spiegel.de, 7. Januar 1985
- ↑ Dassler will alles kontrollieren. spiegel.de, 2. Juni 1986
- ↑ Das Reich im Zeichen der drei Streifen. In: spiegel.de, 2. Juni 1986
- ↑ Andreas Haslauer: Adidas-Salomon. Fränkische Träume ( vom 19. Juli 2018 im Internet Archive) auf focus.de, 14. Oktober 2004. Abgerufen am 27. Juli 2024.
- ↑ Über uns - Geschichte. Adidas, abgerufen am 19. März 2023.
- ↑ Adidas-Affäre: Muss Tapie 400 Millionen Euro zurückzahlen? - WELT. In: welt.de. 17. Februar 2015, abgerufen am 18. März 2023.
- ↑ Jacques Neher: Pentland Breaks Deal to Buy Adidas. In: International Herald Tribune, 16. Oktober 1992.
- ↑ Adidas Deal in den 90ern wird neu aufgerollt ( vom 16. Oktober 2017 im Internet Archive), AFP-Meldung vom 8. Juni 2005. Abgerufen am 27. Juli 2024.
- ↑ Auf Pump gegründet. spiegel.de, 19. August 1991.
- ↑ Pentland sells Adidas holding back to Tapie. independent.co.uk, 1. Dezember 1992.
- ↑ Adidas: Trost für die Briten. In: spiegel.de, 19. Oktober 1992.
- ↑ Das Geschäft seines Lebens. spiegel.de, 13. Juli 1992.
- ↑ Muss Tapie 400 Millionen Euro zurückzahlen? In: welt.de, 17. Februar 2015.html
- ↑ Tapie muss 404 Millionen Euro zurückzahlen. In: n-tv.de, 18. Mai 2017
- ↑ Historical Index Compositions of the Equity- and Strategy Indices of Deutsche Börse. Deutsche Börse, Version 3.3, September 2008, abgerufen am 10. November 2016 (PDF; 110 kB).
- ↑ Der Retter kommt aus Frankreich. In: Focus. Abgerufen am 18. Mai 2011.
- ↑ Robert Louis-Dreyfus gestorben. In: manager-magazin.de, 6. Juli 2009
- ↑ Robert Louis-Dreyfus und Christian Tourres scheiden aus dem Vorstand aus – Herbert Hainer übernimmt zum 8. März den Vorsitz. ( vom 25. September 2015 im Internet Archive) In: adidas-group.com, 31. Januar 2001
- ↑ Adidas verkauft Straßenschuh-Hersteller. In: handelsblatt.com, 23. Januar 2015
- ↑ Adidas findet Käufer für schwächelnde Marke. In: wiwo.de, 27. Juli 2017
- ↑ ROUNDUP: Adidas verkauft Reebok an Investor ABG. In: boerse-express.com. 12. August 2021, abgerufen am 12. August 2021.
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Koordinaten: 49° 34′ 56,83″ N, 10° 54′ 33,66″ O
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