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Dussac

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Dussac
Dussac (Frankreich)
Dussac (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Nontron
Kanton Isle-Loue-Auvézère
Gemeindeverband Isle-Loue-Auvézère en Périgord
Koordinaten 45° 24′ N, 1° 5′ OKoordinaten: 45° 24′ N, 1° 5′ O
Höhe 198–347 m
Fläche 20,26 km²
Einwohner 427 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 21 Einw./km²
Postleitzahl 24270
INSEE-Code

Bürgermeisteramt (Mairie)

Dussac (Aussprache [dyˈsak], okzitanisch Dussac) ist eine französische Gemeinde mit 427 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Gemeindeverband Communauté de communes Isle-Loue-Auvézère en Périgord. Die Einwohner werden Dussacois bzw. Dussacoises genannt.

Lagekarte der Gemeinde Dussac

Dussac liegt etwa 36 Kilometer südöstlich von Nontron und etwa 37 Kilometer nordöstlich von Périgueux in der Région naturelle des Nontronnais im touristisch benannten Landesteil des Périgord vert.

Umgeben wird Dussac von den folgenden sechs Nachbargemeinden:

Sarrazac Sarlande
Saint-Sulpice-d’Excideuil Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Lanouaille
Clermont-d’Excideuil Saint-Médard-d’Excideuil

Neben dem Ortskern besteht die Gemeinde aus folgenden Lieu-dits, Weilern, Gehöften und Mühlen: Batier, Beaugibeau, Flamberville, Font Bornereau, Fontfroide, Gandumas, La Basse, La Basse Bourdie, La Basse Pèze, La Beaugerie, La Besse, La Forêt, La Mothe, La Nadalie, La Pèze, La Piconnerie, La Pouyade, La Reille, La Robertie, La Terrasse, La Vergne, La Vialotte, Le Blanquet, Le Bugeaud, Le Chadalou, Le Chemin Rouge, Le Malavaud, Le Mas, Le Moulin de Tourne-Faure, Le Pouyet, Le Ventail, Les Bois de la Beaugerie, Les Boisgettes, Les Borderies, Les Champs, Les Charbonniers, Les Chatenades, Les Cheyroux, Les Clos, Les Côtes, Les Farges, Les Landes, Les Mondoux, Les Nouauds, Les Places, Les Pradeaux, Les Ramières, Les Rebières, Les Rivaux, Les Roches, Les Sablières, Les Terrières, Les Tières (auch Les Thiers), Moulin du Pont und Vaux.

Der topografisch niedrigste Punkt der Gemeinde Dussac liegt auf 198 m an der Loue im Südosten nahe bei, Weiler Gandumas. Der höchste Punkt nimmt 347 m ein und befindet sich beim Lieu-dit Les Bois de la Beaugerie im Norden. Das Zentrum kommt auf etwa 304 m zu liegen.

Bodenbedeckung in der Gemeinde Dussac

Die Bodenbedeckung der Gemeinde Dussac schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:

  • heterogene landwirtschaftliche Nutzung – 48,4 %
  • Wälder – 26,8 %
  • Grünland – 15,1 %
  • Kulturboden – 4,7 %
  • Dauerkulturen – 2,4 %
  • bebaute Flächen – 1,3 %
  • Strauch- und/oder Kräutervegetation – 1,2 %.

Die landwirtschaftliche Nutzung steht im Vordergrund. Der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzflächen ist von 70,3 % im Jahr 1990 auf 70,6 % im Jahr 2018 leicht angewachsen.

Dussac besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima mit gemäßigtem Sommer (Cfb nach Köppen und Geiger), das sich durch folgende Parameter auszeichnet:

Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000
  • Jahresmittel: 11,8 °C
  • Anzahl der Tage unter −5 °C: 3,0
  • Anzahl der Tage oberhalb 30 °C: 5,3
  • Maximum im Tages-Temperaturunterschied: 14,9 °C
  • Jahresniederschlag: 1060 mm
  • Niederschlagstage im Januar: 12,9
  • Niederschlagstage im Juli: 7,6

Durch den Klimawandel zeichnen sich Erhöhungen im Jahresmittel ab, die sich bereits auch bemerkbar machen. So ist beispielsweise an der 44 Kilometer entfernten Wetterstation in Brive das langjährige Jahresmittel von 12,7 °C für 1971–2000 über 12,7 °C für 1981–2010 auf 13,0 °C für 1991–2020 angestiegen – ein Zuwachs um 0,3 °C innerhalb von 20 Jahren.

Hydrographische Karte der Gemeinde Dussac

Hauptfluter in der Gemeinde Dussac ist die von Nordosten kommende Loue, die gleichzeitig die Gemeindegrenze zu Lanouaille darstellt. Rechte Nebenflüsse der Loue sind der im Norden entspringende Buisson und der Mulet, der die Nordostgrenze zu Sarlande bildet. Die Nordgrenze zu Sarrazac wird auf etwas mehr als 2,5 Kilometer durch den Cachinaud gebildet, einem rechten Nebenfluss des Lavauds. Letzterer entspringt westlich vom Weiler Flamberville und fließt dann nach Nordwesten. Im Westen der Gemeinde entstehen ferner die Torte Sabate (mittig) und der Ravillou (Südwestecke). Beide fließen in westlicher Richtung, der Ravillou macht aber eine Richtungsänderung und mündet nach 13,1 Kilometer rechtsseitig in die Loue (bei Coulaures und Saint-Pantaly-d’Excideuil). Der Süden der Gemeinde wird von zwei Bächen – dem beim Weiler Les Tières entspringenden Pontillou und einem unbezeichneten Bach – in südlicher bzw. südöstlicher Richtung entwässert, welche beide ebenfalls rechtsseitig in die Loue einmünden.

Die Loue und ihre Seitenarme gehören zum Flusssystem Isle-Dronne.

Die Gesamtlänge des Entwässerungsnetztes der Gemeinde Dussac beträgt 32 Kilometer.

Geologische Karte der Gemeinde Dussac

Die Gemeinde Dussac liegt vollständig auf dem metamorphen Grundgebirge des nordwestlichen Massif Central.

Der größte Anteil hiervon gehört zur Thiviers-Payzac-Einheit, im äußersten Norden wird auch gerade noch die Obere Gneisdecke des Bas-Limousins angetroffen. Im äußersten Südzipfel steht die Génis-Einheit an. Nur an der Südwestecke wird das Grundgebirge noch von flach liegenden Sedimenten des nördlichen Aquitanischen Beckens transgrediert.

Obere Gneisdecke

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Die Obere Gneisdecke steht nur im äußersten Norden bei La Beaugerie, La Pouyade und La Pèze an. Sie besteht hier aus plagioklasführenden Paragneisen der Formation ζ1-2, die den Metamorphosegrad des Stauroliths erreicht haben. Ihre Foliation streicht Ostsüdost und fällt mit 65 bis 70° nach Südsüdwest ein.

Thiviers-Payzac-Einheit

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Die Thiviers-Payzac-Einheit überfährt die Paragneise in nordwestlicher Richtung mittels des Payzac-Quarzits (tfρ), einer höher metamorphen Fazies des rhyodazitischen Thiviers-Sandsteins. Sie zeigt eine generelle ostsüdöstliche Streichrichtung – N 110 – mit sehr steilem Einfallen von 80° nach Südsüdwest. Ihr Metamorphosegrad ist niedriger als in der Oberen Gneisdecke. Im Norden wird aber dennoch der Staurolith-Isograd erreicht, wohingegen im Süden nur der Biotit-Isograd vorherrscht. Dazwischen ist die Biotit-Almandin-Zone verwirklicht, mit Auftreten von Almandin.

Auf den Payzac-Quarzit entlang der Deckenfront folgt weiter südlich der Engastine-MafitGrünschiefer (S11δθ), die aus ehemaligen Doleriten und basaltischen Tuffen hervorgegangen sind. Er steht nördlich des Ortskerns, bei Les Mondoux und westlich von Flamberville an. Ihm schließen sich dann die Serizitschiefer des Donzenac-Schiefers (S1-2) an, welche aus Peliten und Areniten hervorgegangen sein dürften und auch Grauwackenlagen enthalten. Eingeschaltet in den Donzenac-Schiefer findet sich ein langgezogener Graphitzug (gra) und ein kleiner, Hornblende und Andesin führender Amphibolitzug (δ11). Der Graphitzug wurde einst bei Le Charbonnier abgebaut, da er neben Graphit auch etwas Pyrit, Chalkopyrit und Bleiglanz enthält. Der Graphitgehalt von 1 bis 2 Gewichtsprozent liegt jedoch mittlerweile unter der Abbauwürdigkeit.

In der Südwestecke erscheint schließlich der eigentliche Thiviers-Sandstein (tfρ3). Der Thiviers-Sandstein ist sehr reich an Diabasgängen (δΣβ), die Ostsüdost bis Südost streichen. Vorkommen finden sich bei Les Landes, an der Loue in der Nähe der D 707, in der Südostecke ebenfalls an der Loue und an der D 87 nördlich von La Terrasse und bei La Reille. Der Thiviers-Sandstein bildet ein engständig gefaltetes Antiklinorium.

Eine strukturelle Besonderheit in der Gemeinde Dussac ist die Dussac-Störung – eine Seitenverschiebung, die das Gemeindegebiet von der Nordostecke in die Südwestecke durchzieht. Dieser steilstehende Querbruch hat die gesamte Thiviers-Payzac-Einheit linksseitig versetzt. Er streicht anfangs Nordost-Südwest, dreht aber dann in seinem weiteren Verlauf sukzessiv in die Ostnordost-Westsüdwest-Richtung ein. Neben der Dussac-Störung wurden nur kleinere Brüche kartiert, so eine Südsüdost-streichende, rechtsversetzende Störung östlich von Les Landes und zwei, der regionalen Schieferung folgende Störungen bei Le Ventail und Les Champs.

Der Génis-Porphyroid, ein Metaignimbrit

Im Südzipfel folgen auf den Thiviers-Sandstein erneut der Donzenac-Schiefer und sodann die Ignimbrite der Génis-Einheit – die Génis-Porphyroide (iρ1G). Die Génis-Einheit hebt hier als engständig in die Thiviers-Payzac-Einheit eingefälteltes Synklinorium aus.

Sedimentbedeckung

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Die Sedimentfolge in der Südwestecke beginnt mit dem Unteren Hettangium (I1) – Konglomerate, Sandsteine und Arkosen. Das folgende, nur westlich von Les Landes anstehende Oberhettangium (I2) ist dolomitisch und liegt verkieselt vor. Das daraufliegende Sinemurium (I3-4) ist oolithisch und ebenfalls verkieselt. Die Unterjuraserie endet mit Tonsteinen und grauen Mergeln des Toarciums/Aaleniums (I7-9), welche gerade noch an der Südwestecke angetroffen werden.

Über den Unterjura legt sich südlich von Les Champs eisenreicher Sidérolithique (Formation e-p), der schlecht zu datieren ist und meist in den Zeitraum Eozän bis Pliozän gestellt wird.

Lias, Sidérolithique und auch metamorphes Grundgebirge werden sodann nördlich von Les Tières von Flussschottern des Pleistozäns kolluvial verdeckt (Formation ACF).

In den Flussniederungen der Loue, des Le Cachinaud und des Le Buisson haben sich alluviale, rezente Sedimente abgesetzt (Formation K).

Risikokarte des Quellungs/Schrumpfungsverhältnisses von Tonmineralen in Böden für Dussac

Naturrisiken manifestieren sich in der Gemeinde Dussac neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als

Im größten Teil des Gemeindegebiets besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Staat erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[1]

Wie die Risikokarte zeigt, ist ein großer Teil des Gemeindegebiets von einer mittleren bis starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Relativ stark betroffen ist hierbei das Kolluvium im Südwesten und gering betroffen im Bereich des Donzenac-Schiefers. Die Dürreperioden in den Jahren 2003 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Massif Central sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt.

In einigen Teilen des Landes kann Radon, das sich in manchen Häusern und anderen Gebäuden ansammelt, eine erhebliche Belastung für die Bevölkerung durch ionisierende Strahlung darstellen. Laut der Klassifizierung von 2018 ist die Gemeinde Dussac der Zone 3 von 3 zugeordnet, was bedeutet, dass dort ein erhöhtes Radonpotenzial besteht. Technische Lösungen zur Reduktion der Radonexposition sollten individuell für jedes Gebäude ausgewählt und angepasst werden. Nach der Umsetzung dieser Maßnahmen wird empfohlen, deren Wirksamkeit durch erneute Radonmessungen zu überprüfen.[2]

Schutzgebiet des Typus 1

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Im Osten und Nordosten der Gemeinde bildet die Talung der Loue zusammen mit dem unteren Abschnitt des Mulets ein Schutzgebiet des Typus 1 (Französisch ZNIEFF = zone naturel d'interêt faunistique et floristique).

Etymologie und Geschichte

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Der Name von Dussac wurde erst im 14. Jahrhundert erwähnt in der Schreibweise Duyschac (1337), in der Folge latinisiert als Duchacum (1365). Er stammt vom Namen einer gallorömischen Person, Doccius, ab, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Doccciacum, Anwesen des Doccius).[3]

Der Weiler Gandumas an der Loue, der heute zu einem Teil zum Gemeindegebiet gehört, besaß bereits im 13. Jahrhundert ein Nonnenpriorat, das der Abtei in Ligueux angehörte.[3]

Die Seigneurie Dussac gehörte bis ins 16. Jahrhundert den Vizegrafen von Limoges, als sie an Léon und François Colombier verkauft wurde. Im 17. Jahrhundert ging sie dann an die Familie Foucaud über. Während der Französischen Revolution wurde Dussac zum Hauptort eines Kantons. 1795 wurde Dussac von Lanouailles abgelöst, wobei Dussac einen Teil des Weilers Gandumas behielt, während der andere Teil Saint-Médard d’Excideuil angegliedert wurde.

Wie die benachbarten Gemeinden verfügte auch Dussac über geeignetes Land für den Bau von Schmieden. Tatsächlich gibt es dort Baustoffsandgruben.[4]

Bevölkerungsentwicklung

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Bevölkerungsentwicklung in Dussac
Jahr Einwohner


1962 629
1968 560
1975 512
1982 460
1990 431
1999 419
2006 380
2011 414
2016 404
2019 399

Quellen: EHESS[5], INSEE

Bürgermeister der Gemeinde Dussac ist seit März 2001 der parteilose Firmenleiter Philippe Rousseau.

Präsidentschaftswahlen 2022

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Kandidaten Parteien 1. Wahlgang 2. Wahlgang
Stimmen % Stimmen %
Marine Le Pen Front national FN 77 29,50 % 127 56,95 %
Emmanuel Macron En marche ! EM 35 13,41 % 96 43,05 %
Jean-Luc Mélenchon Front de gauche FDG 61 23,37 %
Éric Zemmour Reconquête 12 4,60 %
Valérie Pécresse Les Républicains LR 19 7,28 %
Jean Lassalle Résistons ! R 24 9,20 %
Anne Hidalgo Parti socialiste PS 4 1,53 %
Fabien Roussel Parti communiste français PC 7 2,68 %
Nicolas Dupont-Aignan Debout la République DLR 10 3,83 %
Yannick Jadot Europe Écologie-Les Verts EELV 8 3,06 %
Nathalie Arthaud Lutte Ouvrière LO 2 0,77 %
Philippe Poutou Nouveau Parti anticapitaliste NPA 2 0,77 %
Gesamt 261 100 % 223 100 %
Gültige Stimmen 261 95,96 % 223 87,45 %
Ungültige Stimmen 11 4,04 % 32 12,55 %
Wahlbeteiligung 272 82,67 % 255 77,51 %
Enthaltungen 57 17,33 % 74 22,49 %
Registrierte Wähler 329 329

Quelle: Ministère de l'Intérieur[6]

Die Präsidentschaftswahlen 2022 in Dussac konnte Marine Le Pen deutlich für sich entscheiden.

Sehenswürdigkeiten

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  • Kirche Saint-Pierre-ès-Liens aus dem 12. Jahrhundert
  • Das Schloss Dussac besteht aus einem Hauptgebäude mit Spitzgiebeln, das an seinen vier Ecken von Scharwachttürmen gestützt wird. Die Kirche grenzt an das Schloss an. Aufgrund des Alters der Kirche, des Zustands des Geländes und der Tatsache, dass sie vor dem 14. Jahrhundert als Adelssitz diente, scheint es sicher, dass diese Burg im 16. Jahrhundert am selben Ort und aus den Überresten einer älteren, während des Hundertjährigen Krieges und der Hugenottenkriege zerstörten Burg wiederaufgebaut wurde.[7] Das Schloss ist seit 1927 als Monument historique eingeschrieben
  • Schloss La Robertie, Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vorschule (École maternelle).[8]

Erwerbstätigkeit

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Im Jahre 2022 waren 166 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Dussac erwerbstätig, entsprechend 72,8 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersgruppe, wobei der Anteil der Männer (78,5 %) höher war als bei den Frauen (66,4 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 16 Personen im Jahr 2022 geringfügig höher als im Jahr 2016 (15). Die Arbeitslosenquote stieg entsprechend von 8,9 % (2016) auf 9,6 % (2022).[9]

Branchen und Betriebe

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24 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Dussac wirtschaftlich aktiv:[9]

Branche
Anzahl %
Gesamt 24
Fertigung, Bergbau und andere Industrien 3 12,5 %
Baugewerbe 5 20,8 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie 6 25,0 %
Information und Kommunikation 2 8,3 %
Finanzen und Versicherungen 1 4,2 %
Immobilien 2 8,3 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten 2 8,3 %
Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln 1 4,2 %
Andere Dienstleistungen 2 8,3 %

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[10] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 46 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 33 im Jahr 2000, auf 28 im Jahr 2010 und auf 19 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 58,7 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 1038 Hektar im Jahre 1988 auf 1048 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 22,6 Hektar signifikant auf 55,1 Hektar.[11][12][13]

Die zur Departementsstraße D 707 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 707 von Lanouaille nach Nontron durchquert das Gemeindegebiet zentral von Ost nach West und bildet die Hauptverkehrsachse der Gemeinde. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und weiteren Nachbargemeinden.

  • Bénédicte Fénié, Jean-Jacques Fénié: Toponymie occitane (= Sud-Ouest Université. Band 8). Editions Sud-Ouest, Bordeaux 1997, ISBN 2-87901-215-5.
  • Pierre-Louis Guillot u. a.: Feuille Saint-Yrieix-la-Perche. In: BRGM (Hrsg.): Carte géologique de la France à 1/50 000.
  • Pierre-Louis Guillot u. a.: Feuille Thiviers. In: BRGM (Hrsg.): Carte géologique de la France à 1/50 000.
  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Dussac – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).
  2. Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).
  3. a b Siehe Tanet, Hordé, Seite 142
  4. Dussac (französisch) (Memento vom 9. September 2016 im Internet Archive)
  5. Notice Communale Dussac. EHESS, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).
  6. Ministère de l'Intérieur - Dordogne (Nouvelle-Aquitaine): Résultats de l'élection présidentielle de 2022 à Dussac. 7. Mai 2022 (gouv.fr).
  7. Château de Dussac (Dordogne). chateau-fort-manoir-chateau.eu, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).
  8. École maternelle. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).
  9. a b Dossier complet Commune de Dussac (24158). INSEE, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).
  10. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).
  11. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Dussac. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).
  12. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).
  13. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 3. Februar 2026 (französisch).