La Chapelle-Faucher
| La Chapelle-Faucher La Chapela Fouchier | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Nontron | |
| Kanton | Brantôme en Périgord | |
| Gemeindeverband | Dronne et Belle | |
| Koordinaten | 45° 22′ N, 0° 45′ O | |
| Höhe | 114–213 m | |
| Fläche | 18,40 km² | |
| Einwohner | 395 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 21 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24530 | |
| INSEE-Code | 24107 | |
Kirche Notre-Dame de l’Assomption | ||
La Chapelle-Faucher (Aussprache [la ʃaˈpɛl foˈʃe], okzitanisch La Chapela Fouchier) ist eine französische Gemeinde mit 395 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Norden des Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Gemeindeverband Communauté de communes Dronne et Belle. Die Einwohner werden Chapellois und Chapelloises bezeichnet.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]La Chapelle-Faucher liegt etwa 19 Kilometer südsüdöstlich von Nontron und etwa 21 Kilometer nordnordöstlich von Périgueux in der Région naturelle des Périgord central, im touristisch benannten Landesteil des Périgord vert.
La Chapelle-Faucher wird von folgenden Nachbargemeinden umgeben:
| Champagnac-de-Belair | Villars | |
| Condat-sur-Trincou | Saint-Pierre-de-Côle | |
| Brantôme en Périgord | Saint-Front-d’Alemps |
Neben dem Ortskern setzt sich die Gemeinde aus folgenden Lieu-dits, Weilern, Gehöften und Schlössern zusammen: Barat, Bois du Juge, Bos Maury, Château Boslaurent, Château de Lasfond, Croix de la Garenne, Dore, Faureille, La Croix, La Forêt, La Guyaunie, La Mothe (bzw. Lamot(h)e), La Rolphie, La Sizardie, Las Fons (auch Las Font oder Lasfond), Laurendie, Le Franc Naud, Le Petit Merle, Les Giroux, Les Grandes Vignes, Les Nègreries, Les Pelades, Merle, Petit(-)Jumilhac (bzw. Jumilhac-le-Petit), Pierre Brune, Puydouillou, Puymartin, Puyroudier, Rochecaille, Rochevideau, Saint-Georges, Tana und Tierchateau.
Der topographisch niedrigste Punkt im Gemeindegebiet mit 114 m Höhe befindet sich beim Lieu-dit La Croix an der Côle, die hier das Gemeindegebiet verlässt. Die höchste Stelle mit 213 m liegt beim Lieu-dit Tana an der Grenze zur Nachbargemeinde Saint-Pierre-de-Côle im Nordosten. Das Zentrum der Gemeinde liegt oberhalb der Côle auf etwa 148 m Höhe.
Bodenbedeckung
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Die Bodenbedeckung der Gemeinde La Chapelle-Faucher schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:
- Wälder – 48,9 %
- heterogene landwirtschaftliche Nutzung – 36,2 %
- Strauch- und/oder Kräutervegetation – 7,5 %
- Kulturboden – 4,7 %
- Grünland – 1,5 %
- Bebauung – 1,3 %.
Die forstwirtschaftliche Nutzung steht im Vordergrund. Der Anteil der forstwirtschaftlichen Nutzflächen (Wälder und Buschwerk) ist seit 1990 mit 56,4 % gleich geblieben.
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]La Chapelle-Faucher besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima mit gemäßigtem Sommer (Cfb nach Köppen und Geiger), das sich durch folgende Parameter auszeichnet:
| Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000 |
|---|
|
Durch den Klimawandel zeichnen sich Erhöhungen im Jahresmittel ab, die sich bereits auch bemerkbar machen. So ist beispielsweise an der 62 Kilometer entfernten Wetterstation in Bergerac das langjährige Jahresmittel von 13,2 °C für 1971–2000 über 13,1 °C für 1981–2010 auf 13,3 °C für 1991–2020 angestiegen – ein Zuwachs um 0,1 °C innerhalb von 20 Jahren.
Hydrographie
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Das Gemeindegebiet von La-Chapelle-Faucher wird in etwa mittig in Ost-West-Richtung von der Côle durchflossen. Die Nordgrenze zu Villars wird von einem ebenfalls nach Westen ausgerichteten Trockental gebildet, das linksseitig beim Weiler Lardailler (Gemeinde Champagnac-de-Belair) in den Trincou mündet. Zur Côle hin öffnen nur Trockentäler, die alle mehr oder weniger Nord-Süd orientiert sind: rechtsseitig ein Trockental, das die Ostgrenze zu Saint-Pierre-de-Côle bildet, sowie ein kleines Trockental beim Lieu-dit Rochecaille; linksseitig die Trockentäler bei den Weilern Saint-Georges, Pierre Brune und Rochevideau.
Die Côle und ihre Seitenarme bilden Teil des Flusssystems Isle-Dronne.
Die Gesamtlänge des Entwässerungsnetzes in der Gemeinde La-Chapelle-Faucher beträgt 5,5 Kilometer.
Geologie
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Das Gemeindegebiet von La Chapelle-Faucher liegt in seiner Integralität auf flach liegenden (maximaler Einfallswinkel bis 10°) Sedimenten des nördlichen Aquitanischen Beckens.
Die Schichtenfolge beginnt mit den knolligen bis plattigen Kreidekalken des Ligériens (Unterturon – Formation c3a). Sie stehen an der linken Talseite der Côle an und folgen außerdem den bei Saint-Georges, Pierre Brune und Rochevideau mündenden Trockentälern nach Süden. Darüber folgen Rudistenkalke des Angoumiens (Formationen c3b und c3c). Sie finden sich beidseitig der Côle, beidseitig der drei Trockentäler im Süden, entlang des rechtsseitigen Trockentals an der Ostgrenze und ebenfalls an den Hängen des Trockentals an der Nordgrenze. Über das Angoumien legen sich harte Fossilkalke des Coniaciums (Formation c4), zu sehen vorwiegend im Ortskern, entlang dem kleinen rechtsseitigen Trockental bei Rochecaille und an der Südgrenze. Höchstes aufgeschlossenes Schichtglied der Oberkreide ist das Untersanton am Höhenrücken nördlich des Ortskerns (Formation c5a); es besteht aus grauen, plattigen, glaukonitführenden Kalken.
Auf dem Höhenrücken nördlich des Ortskerns finden sich vereinzelte Vorkommen von alten, teils verfestigten Flussschottern, die möglicherweise bis ins Eozän (Formation HF bei Petit-Jumilhac) oder ins Pliozän (Formation FS bei Faureille und beim Château Boslaurent) hinaufreichen. Ein recht großer Teil der Hanglagen oberhalb der Oberkreidesedimente wird von Kolluvium verhüllt, das aus den tertiären Flussschottern hervorgegangen ist und im Pleistozän umgelagert wurde (Formation CF). Vergleichbares, aber wesentlich feinkörnigeres Material, findet sich auf den drei Höhenrücken im Süden (Formation AC bzw. C).
Würmeiszeitlicher Kalkhangschutt (Formation GP) verfüllt das Trockental an der Nordgrenze, das kleine Trockental bei Rochecaille und mehrere Stellen beidseitig der Côle. Risseiszeitliche Niederterrassen aus Geröllen in sandig-toniger Matrix wurden an mehreren Stellen im Côletal abgelagert (Formation Fw). Ältere mindelzeitliche Mittelterrassen (Formation Fv) finden sich ebenfalls im Tal der Côle, rechtsseitig nördlich von Merle und linksseitig südlich von Rochecaille. Die rezente Flussniederung der Côle (Formation K) ist durchgehend 500 Meter breit und der Fluss mäandriert mit einer Wellenlänge von 1500 Metern.
Bei Rochevideau südwestlich des Ortskerns von La Chapelle-Faucher zieht der Ausläufer der Südost-streichenden Mareuil-Störung ins Côletal herein. Die Störung hat generell ein Anheben des südwestlichen Schichtverbandes bewirkt. Der bis hierher recht einheitliche Störungsverlauf löst sich jedoch im Gemeindegebiet in mehrere kleinere Störungen auf, die sehr unterschiedlichen Richtungen folgen (NNW, NO, ONO und OSO), aber nur minimale Versetzungen aufweisen. Diese Zerrüttung des Schichtverbandes macht sich auch in sehr stark streuenden Streichrichtungen und Einfallswinkeln bemerkbar. So beträgt normalerweise das regionale Einfallen 6 bis maximal 10° nach Südwest. Durch die Zerrüttung können aber Einfallswerte bis zu 20° in die entgegengesetzte Richtung (nach Nordost) erzielt werden – zu sehen bei Rochecaille.
Erwähnenswert ist die Karstifikation des Ensembles Turon-Coniac, zu erkennen an Höhlenbildungen, an den vielen Trockentälern und dem Wasserverlust der Côle im Bereich der Gemeinde Saint-Pierre-de-Côle. Diese verlorengegangenen Sickerwässer treten im Gemeindegebiet von La Chapelle-Faucher wieder zutage (Quelle bei Las Fons).
Natürliche und technologische Risiken
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Naturrisiken manifestieren sich in La Chapelle-Faucher als
- Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Schlammströmen und Hangrutschungen im Tal der Côle
- Dürren
- Stürme
- Bodensetzungen.
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen und Schlammlawinen in den Jahren 1982, 1983, 1988, 1999, 2021 und 2022 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.
Im nahezu gesamten Gemeindegebiet, ausgenommen ein Bereich rund um das Zentrum, besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[1]
Ein herausragendes Wintersturmereignis war das Sturmtief Martin im Dezember 1999, das enorme Schäden an den Wäldern und auch an der Infrastruktur hinterließ. Die Zerstörungen in den Wäldern sind selbst im Jahr 2022 noch zu erkennen.
Wie die Risikokarte zeigt, ist La Chapelle-Faucher von der Gefahr durch Bodensetzungen betroffen, die Gefahren konzentrieren sich hierbei mit großer Stärke (in Rot) auf Böden des Kolluviums nördlich und südlich der Côle, mit mittlerer Stärke (in Gelb) auch auf die Alluvialböden im Tal der Côle. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1992, 2005 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt.
Ein technologisches Risiko besteht durch den Verlauf einer Erdgasleitung im Südosten des Gemeindegebiets. Obwohl diese Anlagen sicher sind, kann es in sehr seltenen Fällen zu einem Bruch oder einem Leck kommen. Dies könnte dann eine Umweltverschmutzung oder ein Unfallereignis (Explosion, Brand, giftige Wolke usw.) zur Folge haben.[2]
Etymologie und Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name von La Chapelle-Faucher erschien im 13. Jahrhundert in der latinisierte Form Ecclesia Fulcherii. Ein Jahrhundert später wurde Ecclesia durch Capella ersetzt (1380), Die beiden Wörter wurden oft synonym verwendet. Das zweite Element des Gemeindenamens kommt sehr wahrscheinlich vom Namen einer ursprünglich germanischen Person °Falc-Hari (deutsch Falke und Armee). Bei dem Teil La Chapelle des Ortsnamens handelt es sich um die Französisierung des okzitanischen capèla, abgeleitet aus dem spätlateinischen cappa (deutsch Art von Kapuze oder Kappe), dann Mantel, verwendet dann für die Bezeichnung des Mantels vom heiligen Martin von Tours, aufbewahrt als Reliquie am Hof der fränkischen Könige. So bezog sich das Wort auf den Ort der Aufbewahrung der königlichen Reliquien, dann auf eine Kirche in einem privaten Anwesen. Im Altfranzösischen behielt es diese Bedeutung und wurde auch für eine Kirche verwendet, die keinen Titel einer Pfarrgemeinde trägt.
Der Name der ehemaligen Gemeinde, Jumilhac, wurde im 13. Jahrhundert in der Form Jumilhacum erstmals erwähnt. Er kommt vom Namen einer gallorömischen Person Gemellius, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Gemelliacum, Anwesen des Gemellius). Der Name ist abgeleitet von Geminus, der als Spitzname (deutsch der Zwilling) vorkommt.[3]
Vorgeschichtliche Spuren finden sich in der Gemeinde La Chapelle-Faucher an der Fundstätte Rochecaille im Côletal. Im zwölften Jahrhundert gründet der Mönch Fulchurius eine Kapelle. Etwas später errichten die Benediktiner die der Abtei von Charroux unterstehende Prioratskirche im romanischen Stil. Der Templerorden erbaute im selben Jahrhundert in Jumilhac-le-Petit eine Kommende und eine Kapelle im romanischen Stil. Die Prioratskapelle Notre-Dame-de-Puymartin im Ortskern, ebenfalls aus dem zwölften Jahrhundert, ist gotisch. Neben ihr stand im 13. Jahrhundert noch ein Gebäude der Hospitaliter. Die Burg im Ortskern geht ebenfalls ins 13. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1369 wurde La Chapelle-Faucher mitsamt der Burg vom Schwarzen Prinzen (Richard II.), Sohn des englischen Königs Edward III., zerstört. Das Dorf blieb etwa hundert Jahre lang unbewohnt. Ende des 15. Jahrhunderts wurde zwischen den beiden großen, noch vorhandenen Rundtürmen der ursprünglichen Burg ein Wohngebäude errichtet, das von einem achteckigen Turm flankiert wurde. Im Jahr 1569 ließ hier Gaspard II. de Coligny, Admiral von Frankreich und Hugenottenführer, während der Hugenottenkriege 260 katholische Bauern hinrichten als Vergeltung für Angriffe, die die protestantische Armee erlitten hatte. Während der Fronde wurde das Schloss von königlichen Truppen belagert. 1653 wurden auf Anweisung des Marquis de Chabans die Befestigungen zwecks Umbauarbeiten geschleift. Auf der Cassini-Karte von 1756 bis 1789 hieß die Gemeinde noch La Chapelle Fouchet.
Die Gemeinde Jumillac-de-Côle, in der Vergangenheit Jumilhac-le-Petit genannt (1734), wurde 1827 nach La Chapelle-Faucher eingemeindet.[3]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung in La Chapelle-Faucher | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner |
![]()
| ||
| 1962 | 464 | |||
| 1968 | 477 | |||
| 1975 | 478 | |||
| 1982 | 445 | |||
| 1990 | 398 | |||
| 1999 | 399 | |||
| 2004 | 379 | |||
| 2006 | 372 | |||
| 2009 | 386 | |||
| 2014 | 419 | |||
| 2016 | 423 | |||
| 2019 | 395 | |||
Die Bevölkerung in der Gemeinde La Chapelle-Faucher war seit ihrem Höchststand im Jahr 1975 bis 2006 rückläufig, sie hat sich aber seitdem wieder etwas erholt. Seit 2016 ist sie jedoch erneut im Schwinden begriffen.
Verwaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister in La Chapelle-Faucher ist seit Mai 2020 Sylviane Née.
Präsidentschaftswahlen 2022
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Kandidaten | Parteien | 1. Wahlgang | 2. Wahlgang | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stimmen | % | Stimmen | % | ||||
| Emmanuel Macron | En marche ! | EM | 63 | 24,70 % | 110 | 50,23 % | |
| Marine Le Pen | Front national | FN | 57 | 22,35 % | 109 | 49,77 % | |
| Jean-Luc Mélenchon | Front de gauche | FDG | 64 | 25,10 % | |||
| Éric Zemmour | Reconquête | 20 | 7,84 % | ||||
| Valérie Pécresse | Les Républicains | LR | 8 | 3,14 % | |||
| Jean Lassalle | Résistons ! | R | 17 | 6,67 % | |||
| Anne Hidalgo | Parti socialiste | PS | 7 | 2,75 % | |||
| Fabien Roussel | Parti communiste français | PC | 7 | 2,75 % | |||
| Nicolas Dupont-Aignan | Debout la République | DLR | 2 | 0,78 % | |||
| Yannick Jadot | Europe Écologie-Les Verts | EELV | 6 | 2,35 % | |||
| Nathalie Arthaud | Lutte Ouvrière | LO | 3 | 1,18 % | |||
| Philippe Poutou | Nouveau Parti anticapitaliste | NPA | 1 | 0,39 % | |||
| Gesamt | 255 | 100 % | 219 | 100 % | |||
| Gültige Stimmen | 255 | 95,51 % | 219 | 83,27 % | |||
| Ungültige Stimmen | 12 | 4,49 % | 44 | 16,73 % | |||
| Wahlbeteiligung | 267 | 81,16 % | 263 | 79,70 % | |||
| Enthaltungen | 62 | 18,84 % | 67 | 20,30 % | |||
| Registrierte Wähler | 329 | 330 | |||||
|
Quelle: Ministère de l'Intérieur[5] | |||||||
Die Präsidentschaftswahlen 2022 in La Chapelle-Faucher konnte Emmanuel Macron nur ganz knapp für sich entscheiden.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Romanische Kirche Notre-Dame de l’Assomption größtenteils aus dem 12. Jahrhundert, seit 1938 als Monument historique eingeschrieben
- Burg La Chapelle-Faucher aus dem 13. Jahrhundert, die Burg selbst, das Torhaus, die Nebengebäude, die Terrassen und der Taubenschlag sind seit 2001 als Monument historique eingeschrieben, das ehemalige Wohngebäude und die beiden daran angebauten Rundtürme seit 2001 klassifiziert
- Templerkirche in Petit-Jumilhac aus dem 12. Jahrhundert, seit 1948 als Monument historique eingeschrieben
- Verfallene gotische Prioratskapelle Notre-Dame-de-Puymartin aus dem 12. und 13. Jahrhundert, seit 1948 als Monument historique eingeschrieben
- Zerstörte Kapelle Saint-Roch im Friedhof aus dem 15. Jahrhundert
- Taubenturm
- Herrenhaus Boslaurent aus dem 15. Jahrhundert
- Festes Haus Lasfond aus dem 15. bis 17. Jahrhundert
Fotogalerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]-
Bleiglasfenster mit dem Heiligen Petrus in der Kirche Notre-Dame de l’Assomption
-
Kirche Notre-Dame de l’Assomption mit Steinkreuz und Eingangsportal auf der Südseite
-
Verfallene Prioratskapelle Notre-Dame-de-Puymartin
-
Zerstörte Kapelle Saint-Roch im Friedhof'
-
Orthodoxe Kapelle Notre-Dame-de-la-Sainte-Trinité
-
Die Templerkirche in Petit-Jumilhac
-
Mairie und Schule von La Chapelle-Faucher
-
Herrenhaus Boslaurent
-
Festes Haus Lasfond
-
Mühlenhaus von Lasfond
-
Waschhaus an der Côle bei Frühjahrshochwasser
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vorschule (École maternelle).[6]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2022 waren 163 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in La Chapelle-Faucher erwerbstätig, entsprechend 73,7 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (79,8 %) höher war als bei den Frauen (67,5 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 17 Personen im Jahr 2022 etwas höher als im Jahr 2016 (16). Die Arbeitslosenquote stieg entsprechend von 8,9 % (2016) auf 10,7 % (2022).[7]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]43 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2022 in La Chapelle-Faucher wirtschaftlich aktiv:[7]
| Branche | ||
|---|---|---|
| Anzahl | % | |
| Gesamt | 43 | |
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 7 | 16,3 % |
| Baugewerbe | 4 | 9,3 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 6 | 14,0 % |
| Finanzen und Versicherungen | 5 | 11,6 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 10 | 23,3 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 7 | 16,3 % |
| Andere Dienstleistungen | 4 | 9,3 % |
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Haltung von Schweinen und Geflügel.[8] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 25 bei der Landwirtschaftszählung von 1988, auf 21 im Jahr 2000, auf 19 im Jahr 2010 und auf 7 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 72 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 709 Hektar im Jahre 1988 auf 652 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg hingegen signifikant von 28,4 Hektar auf 93,2 Hektar.[9][10][11]
Verkehrsanbindung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]La Chapelle-Faucher liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Durch den Ortskern führt in südlicher Richtung die Departementsstraße D 3 von Villars nach Agonac. Nach dem Überqueren der Côle trifft sie auf die D 78 von Brantôme nach Thiviers, die linksseitig die Côle begleitet. Über zwei Landstraßen kann der Weiler Petit-Jumilhac und anschließend die D 68 erreicht werden. Die D 68 von Villars nach Saint-Pierre-de-Côle folgt mehr oder weniger der Ostgrenze der Gemeinde. Eine Landstraße verläuft vom Ortskern aus auf der rechten Talseite bis zum Lieu-dit La Croix, wo sie an die Strecke Condat-sur-Trincou nach Eyvirat/Agonac anbindet. Beim Weiler Rochevideau besteht ferner ein Abzweig von der D 78 nach Eyvirat/Agonac im Süden.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Côle
- Champagnac-de-Belair
- Condat-sur-Trincou
- Eyvirat
- Saint-Front-d'Alemps
- Saint-Pierre-de-Côle
- Villars (Dordogne)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 10. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Les risques près de chez moi. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 10. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ a b Tanet, Hordé, Seiten 100–101, 184
- ↑ Notice Communale La Chapelle-Faucher. EHESS, abgerufen am 10. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Résultats de l'élection présidentielle de 2022 à La Chapelle-Faucher. Ministère de l'Intérieur – Dordogne (Nouvelle-Aquitaine), 7. Mai 2022, abgerufen am 11. Dezember 2022 (französisch).
- ↑ École maternelle. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 10. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ a b Dossier complet Commune de la Chapelle-Faucher (24107). INSEE, abgerufen am 10. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 10. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in La Chapelle-Faucher. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 10. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 10. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 10. Dezember 2025 (französisch).


