Jävenitz
Jävenitz Hansestadt Gardelegen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Koordinaten: | 52° 31′ N, 11° 30′ O | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höhe: | 65 m ü. NHN | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fläche: | 53,72 km² | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einwohner: | 906 (31. Dez. 2022)[1] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bevölkerungsdichte: | 17 Einwohner/km² | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl: | 39638 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vorwahl: | 039086 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Lage von Jävenitz in Gardelegen
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Kirche zu Jävenitz (Oktober 2018) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Gutsbezirk Oberförsterei Jävenitz
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Quelle bis 2006, wenn nicht angegeben:[3]
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die evangelischen Christen aus Jävenitz waren früher nach Kloster Neuendorf eingekircht.[20] Am 1. April 1929 wurde eine eigene Kirchengemeinde errichtet, zu der die Evangelischen der Landgemeinde Jävenitz und des zum Gutsbezirk Jävenitz gehörigen Wohnplatzes Barriere Zienau gehörten.[21]
Seit 2000 gehört die Kirchengemeinde gemeinsam mit Kloster Neuendorf, Hottendorf und Trüstedt zum Kirchspiel Kloster Neuendorf,[3] das heute betreut wird vom Pfarrbereich Neuendorf im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[22]
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Jävenitz stammen aus dem Jahre 1766.[23]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsbürgermeister seit 2024 ist Christian Matthies.
Wappen und Flagge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das ehemalige Gemeindewappen wurde am 8. Dezember 1998 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.
Blasonierung: „In Grün ein aus dem unteren Schildrand wachsender goldener Hirschrumpf mit zwölfendigem Geweih.“
Die Farben des Ortes sind Grün - Gelb.
Das Wappen wurde vom Heraldiker Lutz Döring aus Erdeborn gestaltet.
Die Flagge war Grün - Gelb - Grün (1:4:1) gestreift (Hissflagge: Streifen von oben nach unten verlaufend) mit dem aufgelegten Wappen der Gemeinde auf dem breiteren gelben Mittelstreifen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die evangelische Dorfkirche Jävenitz ist ein gotisierender Backsteinsaal mit eingezogenem Rechteckchor und quadratischem Turm über dem Westteil. Sie wurde zwischen 1914 und 1918 errichtet.[3]
Gedenkstätte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In einer Reihengrabanlage auf dem Ortsfriedhof sind 28 KZ-Häftlinge begraben, die nach einem Räumungstransport aus dem Konzentrationslager Mittelbau-Dora im Zusammenhang mit dem Massaker von Gardelegen, der im April 1945 bei Letzlingen endete, auf dem folgenden Todesmarsch in Richtung Jävenitz von den SS-Mannschaften ermordet wurden.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 188 (Burgdorf – Wolfsburg – Stendal – Rathenow). Jävenitz liegt an der Bahnstrecke Berlin–Lehrte. Am Bahnhof Jävenitz halten meist im Stundentakt Regionalbahnen Richtung Stendal und Wolfsburg.
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel.[24]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1041–1045, 1986, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 201, 202 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
- J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 407, 35. Jävenitz (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hansestadt Gardelegen: Jävenitz. In: gardelegen.de.
- Jävenitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Elke Weisbach: Die Kurve zeigt wieder nach oben. In: Gardelegener Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger. 24. Januar 2022, DNB 1047268027, S. 13.
- ↑ Hansestadt Gardelegen. Der Bürgermeister.: Hauptsatzung der Hansestadt Gardelegen. 27. August 2019, abgerufen am 11. Februar 2022.
- 1 2 3 4 5 6 7 Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1041–1045, 1986, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- ↑ Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
- ↑ Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 28 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).
- ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Haupttheil 1. Band 22. Berlin 1862, S. 376 (Digitalisat).
- ↑ Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 278 (Digitalisat).
- ↑ Rudi Fischer: 800 Jahre Calvörde – Eine Chronik bis 1991.
- ↑ Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen: Homepage. Abgerufen am 29. Dezember 2022.
- 1 2 3 4 5 Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 201, 202 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
- ↑ Carl von Seydlitz: Der Regierungs-Bezirk Magdeburg. Geographisches, statistisches und topographisches Handbuch. Magdeburg 1820 (Digitalisat).
- ↑ Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1929, ZDB-ID 3766-7, S. 220.
- ↑ Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1934, ZDB-ID 3766-7, S. 103, Nr. 312.
- ↑ Franz Mertens: Heimatbuch des Kreises Gardelegen und seiner näheren Umgebung. Hrsg.: Rat des Kreises Gardelegen. Gardelegen 1956, DNB 1015184308, S. 201.
- ↑ Aleksander Brückner: Die slavischen Ansiedlungen in der Altmark und im Magdeburgischen (= Preisschriften, gekrönt und herausgegeben von der Fürstlich-Jablonowskischen Gesellschaft zu Leipzig. Band 22). 1879, S. 69 (Digitalisat).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 358, 363 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder).
- ↑ Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW) vom 8. Juli 2010. 8. Juli 2010, GVBl. LSA 2010, 410, § 3, § 4 (sachsen-anhalt.de [abgerufen am 28. Februar 2022]).
- ↑ StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011
- ↑ Einwohnerentwicklung 2012 in den Ortsteilen. In: Volksstimme Magdeburg. 1. Mai 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 20. Februar 2022]).
- ↑ Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 62 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
- ↑ Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1929, ZDB-ID 3766-7, S. 47, Nr. 152.
- ↑ Pfarrbereich Neuendorf. Abgerufen am 27. Dezember 2018.
- ↑ Ernst Machholz: Die Kirchenbücher der evangelischen Kirchen in der Provinz Sachsen. In: Mitteilungen der Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte. 30. Heft, 1925, ZDB-ID 504809-6, S. 7 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
- ↑ PVGS Altmarkkreis Salzwedel. In: pvgs-salzwedel.de. Abgerufen am 12. Februar 2023.


