Sichau
Sichau Hansestadt Gardelegen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Koordinaten: | 52° 31′ N, 11° 14′ O | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höhe: | 59 m ü. NHN | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fläche: | 22,52 km² | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einwohner: | 96 (31. Dez. 2022)[1] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bevölkerungsdichte: | 4 Einwohner/km² | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl: | 39649 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vorwahl: | 039082 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Lage von Sichau in Gardelegen
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Kirche in Sichau | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:[3] 1964 bis 2006 mit Siems und Tarnefitz
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die evangelischen Kirchengemeinde Sichau, die früher zur Pfarrei Mieste gehörte,[23] wird heute betreut vom Pfarrbereich Mieste des Kirchenkreises Salzwedel, im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[24]
Die ältesten überlieferten Nachrichten über die Kirchengemeinde sind in den Kirchenbüchern für Miesterhorst ab 1634 zu finden. Die Bücher für Sichau beginnen erst im Jahre 1829.[25]
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Hildegard in Gardelegen im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.[26]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsbürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Christian Mumme ist Ortsbürgermeister der Ortschaft Sichau.[27] Letzter Bürgermeister der ehemals selbstständigen Gemeinde Sichau war Burkhard Bierstedt.[28]
Ortschaftsrat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Ortschaftsratswahl am 26. Mai 2019 alle 5 Sitze von Einzelbewerbern gewonnen.[27][29]
Gewählt wurden 5 Ortschaftsräte.[27]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das ehemalige Gemeindewappen wurde am 13. Juli 2009 durch den Landkreis genehmigt.
Blasonierung: „In Gold ein rotes Pulverhorn mit Deckel, an seinem Tragriemen von einem querliegenden grünen Schlehenzweig mit blauen Früchten herabhängend, zwischen Zweig und Horn drei (2:1) kantenwürfelförmige blaue Kristalle mit silberner Facettierung.“[30]
Die Hauptfarben des Wappens sind – abgeleitet von Hauptwappenmotiv (Pulverhorn) und Schildfarbe – Rot-Gold (Gelb).
Das Wappen wurde vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.
Flagge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ehemalige Flagge ist Rot-Gelb (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die evangelische Dorfkirche Sichau ist ein Fachwerkbau aus dem Jahre 1743 mit einer Orgel. Der quadratische Westturm wurde im Jahre 1959 renoviert.[31]
- Der Ortsfriedhof befindet sich neben der Kirche.
- Auf dem Dorfplatz in Sichau steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges mit einer allgemeinen Widmung für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs.[32]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2079–2081, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 212 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
- J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 414, 80. Sichau (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hansestadt Gardelegen: Sichau. In: gardelegen.de.
- Sichau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Elke Weisbach: Die Kurve zeigt wieder nach oben. In: Gardelegener Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger. 24. Januar 2022, DNB 1047268027, S. 13.
- 1 2 Hansestadt Gardelegen. Der Bürgermeister.: Hauptsatzung der Hansestadt Gardelegen. 27. August 2019, abgerufen am 1. März 2022.
- 1 2 3 4 5 6 7 Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2079–2081, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- ↑ Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
- ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 3. Band 3. Berlin 1846, S. 335 (Digitalisat).
- 1 2 3 Adolf Parisius, Adolf Brinkmann: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gardelegen (= Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen. Heft 20). Otto Hendel, 1897, DNB 362007144, S. 4, 147.
- ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 3. Band 3. Berlin 1846, S. 340, 336 (Digitalisat).
- ↑ Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 386 (Digitalisat).
- 1 2 3 4 5 Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 212 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
- ↑ J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 414, 80. Sichau (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Hansestadt Gardelegen: Sichau. In: gardelegen.de. Abgerufen am 3. April 2022.
- 1 2 Franz Mertens: Heimatbuch des Kreises Gardelegen und seiner näheren Umgebung. Hrsg.: Rat des Kreises Gardelegen. Gardelegen 1956, DNB 1015184308, S. 202.
- ↑ Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2078–2079, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Haupttheil 1. Band 22. Berlin 1862, S. 416 (Digitalisat).
- ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Haupttheil 1. Band 6. Berlin 1846, S. 37 (Digitalisat).
- ↑ Aleksander Brückner: Die slavischen Ansiedlungen in der Altmark und im Magdeburgischen (= Preisschriften, gekrönt und herausgegeben von der Fürstlich-Jablonowskischen Gesellschaft zu Leipzig. Band 22). 1879, S. 52, 86 (Digitalisat).
- ↑ Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, ZDB-ID 511105-5, S. 275, Abs. 4 (PDF).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 360–362 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder).
- ↑ Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW) vom 8. Juli 2010. 8. Juli 2010, GVBl. LSA 2010, 410, § 3, § 4 (sachsen-anhalt.de [abgerufen am 28. Februar 2022]).
- ↑ StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
- ↑ Einwohnerentwicklung 2012 in den Ortsteilen. In: Volksstimme Magdeburg. 1. Mai 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 20. Februar 2022]).
- ↑ Sichau, Siems und Tarnefitz auf gardelegen.de ( vom 31. Mai 2017 im Internet Archive)
- ↑ Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 63 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
- ↑ Pfarrbereich Mieste. Abgerufen am 18. November 2018.
- ↑ Ernst Machholz: Die Kirchenbücher der evangelischen Kirchen in der Provinz Sachsen. In: Mitteilungen der Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte. 30. Heft, 1925, ZDB-ID 504809-6, S. 7 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
- ↑ Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 3. April 2022.
- 1 2 3 Hansestadt Gardelegen: Bürgerinfoportal Gardelegen, Ortschaftsrat Sichau. In: kitu-genossenschaft.de. Abgerufen am 3. April 2022.
- ↑ Donald Lyko: Ein Traktor in Sichau und viele Fragen. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Gardelegen,. 13. April 2012 (volksstimme.de [abgerufen am 3. April 2022]).
- ↑ Elke Weisbach: Sechs von vier Ratssitze in Jeseritz besetzt. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Gardelegen,. 29. Mai 2019 (volksstimme.de [abgerufen am 25. März 2022]).
- ↑ Amtsblatt des Landkreises Nr. 8/2009 Seite 207 ( vom 11. Oktober 2010 im Internet Archive)
- ↑ Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel-Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 445.
- ↑ Sichau, Stadt Gardelegen, Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. April 2018, abgerufen am 1. Oktober 2022.

